#26

RE: Der Fall von Metzler

in Gesellschaft 05.10.2012 17:33
von Willie | 15.903 Beiträge | 12568 Punkte


Zitat von: Maga Dasselbe gilt mAn. für einen amerikanischen Präsidenten, der Guantanamo einfach schließen würde.


In 2009, when the administration moved toward closing the prison,Obama faced fierce opposition from Republicans over where the detainees would be held. He also had to deal with resistance in his own party, and Senate Democrats blocked $80 million that would have funded closing Guantánamo during Obama’s first year.

House Homeland Security Committee Chairman Pete King (R-N.Y.) defended the Guantánamo prison, arguing it’s too much of a risk to bring suspected terrorists to a U.S. prison.

“In an ideal world we would find another location, but quite frankly I don’t know where it would be,” King told The Hill on Wednesday. “If you send them overseas, there’s a greater risk of them being released, and here in the U.S. it opens all sorts of other issues.”

House Armed Services Committee ranking member Adam Smith (D-Wash.), who supports closing Guantánamo, said Congress is to blame for putting measures in place that make it nearly impossible to transfer detainees.

“Between restrictions on transferring detainees to the U.S. and restrictions on transferring them to foreign countries, you’ve got a situation in Guantánamo where once you put people there, there’s nowhere you can send them,” Smith said Wednesday in an appearance on National Public Radio. “I think that’s a horrible policy.”

http://thehill.com/homenews/administrati...ill-unfulfilled


"Obama has run into plenty of opposition in Congress. Lawmakers passed a bill preventing federal money from being used to transfer Guantanamo prisoners to the United States. Obama signed that bill into law, even as he issued a statement that disapproved of it. The provision was part of a bigger military bill that Obama said was too important not to sign."

http://abcnews.go.com/Politics/OTUS/guan...68#.UG77pU3AfNs


zuletzt bearbeitet 05.10.2012 17:34 | nach oben springen

#27

RE: Der Fall von Metzler

in Gesellschaft 05.10.2012 17:47
von Maga-neu | 17.875 Beiträge | 13255 Punkte


Zitat von: Willie
05.10.2012 17:33 #139422


In 2009, when the administration moved toward closing the prison,Obama faced fierce opposition from Republicans over where the detainees would be held. He also had to deal with resistance in his own party, and Senate Democrats blocked $80 million that would have funded closing Guantánamo during Obama’s first year.

House Homeland Security Committee Chairman Pete King (R-N.Y.) defended the Guantánamo prison, arguing it’s too much of a risk to bring suspected terrorists to a U.S. prison.

“In an ideal world we would find another location, but quite frankly I don’t know where it would be,” King told The Hill on Wednesday. “If you send them overseas, there’s a greater risk of them being released, and here in the U.S. it opens all sorts of other issues.”

House Armed Services Committee ranking member Adam Smith (D-Wash.), who supports closing Guantánamo, said Congress is to blame for putting measures in place that make it nearly impossible to transfer detainees.

“Between restrictions on transferring detainees to the U.S. and restrictions on transferring them to foreign countries, you’ve got a situation in Guantánamo where once you put people there, there’s nowhere you can send them,” Smith said Wednesday in an appearance on National Public Radio. “I think that’s a horrible policy.”

http://thehill.com/homenews/administrati...ill-unfulfilled


"Obama has run into plenty of opposition in Congress. Lawmakers passed a bill preventing federal money from being used to transfer Guantanamo prisoners to the United States. Obama signed that bill into law, even as he issued a statement that disapproved of it. The provision was part of a bigger military bill that Obama said was too important not to sign."

http://abcnews.go.com/Politics/OTUS/guan...68#.UG77pU3AfNs
Deswegen schrieb ich auch vom "einfachen Schließen". Und der Abgeordnete hat ja recht: “If you send them overseas, there’s a greater risk of them being released, ....” (So viel dazu, es hat ja nicht so viel mit dem Fall Metzler zu tun.)


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#28

RE: Der Fall von Metzler

in Gesellschaft 05.10.2012 17:59
von Willie | 15.903 Beiträge | 12568 Punkte


Zitat von: Maga-neu
05.10.2012 10:47 #139426
Deswegen schrieb ich auch vom "einfachen Schließen". Und der Abgeordnete hat ja recht: “If you send them overseas, there’s a greater risk of them being released, ....” (So viel dazu, es hat ja nicht so viel mit dem Fall Metzler zu tun.)

Ich habe es nur eingestellt, um den Hintergrund aufzuzeigen dahingehend, dass die bislang nicht eingehaltene Zusage Obama's nicht etwa auf einen Sinneswandel oder Ignoranz Obama's hinsichtlich seiner Zusagen zurueckzufuehren ist, sondern konkret auf finanzielle und rechtliche Widerstaende aus dem Congress -uebrigens auch aus seiner eigenen Partei- plus einer damit verbundenen damals noch sehr effektiven Hysterie Kampagne im amerikanischen Volk.

Uebrigens eine sehr aehnliche Hysterie Kampagne wie jene, die in einer Schliessung ein schluesselhafte Loesung fuer irgendetwas Undefiniertes realisiert zu haben vorgibt.

Hysterie in beiden Faellen -und somit aus meiner Sicht etwas Unlogisches, Bloedsinniges und von mir Abzulehnendes.


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#29

RE: Der Fall von Metzler

in Gesellschaft 05.10.2012 18:57
von Maga-neu | 17.875 Beiträge | 13255 Punkte


Zitat von: Willie
05.10.2012 17:59 #139430

Ich habe es nur eingestellt, um den Hintergrund aufzuzeigen dahingehend, dass die bislang nicht eingehaltene Zusage Obama's nicht etwa auf einen Sinneswandel oder Ignoranz Obama's hinsichtlich seiner Zusagen zurueckzufuehren ist, sondern konkret auf finanzielle und rechtliche Widerstaende aus dem Congress -uebrigens auch aus seiner eigenen Partei- plus einer damit verbundenen damals noch sehr effektiven Hysterie Kampagne im amerikanischen Volk.

Uebrigens eine sehr aehnliche Hysterie Kampagne wie jene, die in einer Schliessung ein schluesselhafte Loesung fuer irgendetwas Undefiniertes realisiert zu haben vorgibt.

Hysterie in beiden Faellen -und somit aus meiner Sicht etwas Unlogisches, Bloedsinniges und von mir Abzulehnendes.
Sehe ich auch so. Und Hysterie ist wie Angst oder Wut immer ein extrem schlechter Ratgeber.


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#30

RE: Der Fall von Metzler

in Gesellschaft 10.10.2012 20:16
von Maga-neu | 17.875 Beiträge | 13255 Punkte

Unglaublich...

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/ki...g-a-860587.html

Interessanterweise gibt es dazu kein Forum. Ist wohl klar, was die meisten Leute (abgesehen von einigen Schwachköpfen) dazu schreiben würden...


zuletzt bearbeitet 10.10.2012 20:18 | nach oben springen

#31

RE: Der Fall von Metzler

in Gesellschaft 10.10.2012 21:50
von Willie | 15.903 Beiträge | 12568 Punkte


Zitat von: Maga-neu
10.10.2012 13:16 #140306
Unglaublich...

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/ki...g-a-860587.html

Interessanterweise gibt es dazu kein Forum. Ist wohl klar, was die meisten Leute (abgesehen von einigen Schwachköpfen) dazu schreiben würden...

Das ist einer der Momente, wo ein an sich gut gemeintes und auch groesstenteils sehr gutes System der Rechtssprechung an seine Grenzen stoesst und zeigt, dass es eben auch nicht perfekt ist.
Und schon garnicht absolut, sondern nur ein von Menschen nach ihrem besten Wissen als ein Hilfsmittel des Lebens in der Volksgemeinschaft erfundenes Konstrukt.

Ein Hilfmittel bloss -nicht die alles umfassende perfekte Loesung. Und nun sicherlich auch ein begehrtes Thema fuer viele zukuenftige Dissertationen.:-)


zuletzt bearbeitet 10.10.2012 22:19 | nach oben springen

#32

RE: Der Fall von Metzler

in Gesellschaft 10.10.2012 22:19
von Willie | 15.903 Beiträge | 12568 Punkte


Zitat von: Maga-neu
05.10.2012 11:57 #139444
Sehe ich auch so. Und Hysterie ist wie Angst oder Wut immer ein extrem schlechter Ratgeber.

Dem schliesse ich mich nur teilweise an. Angst ist sehr wohl ein guter Ratgeber. Angst rettet viele Leben.
Sie sollte nur eben nicht zum Entscheider werden. Und schon garnicht zum Alleinentscheider. Aber als Ratgeber -not bad.:-)
Dass man ueber seine Angst die Kontrolle behaelt, das laesst sich erlernen.

Ein Schulfreund von mir war Jetpilot bei der Bundesmarine. Waehrend eines Gespraeches, als er noch aktiv flog, fragte ich ihn mal, ob er auch schon mal Angst gehabt habe bei einem seiner Fluege. Dabei meinte ich natuerlich bestimmte extreme Gefahrenmomente durch Lage- oder Funktionsfehler, wo Dinge wirklich aus den Fugen geraten, also lebensbedrohliche Situationen.
Und seine Antwort war, dass es fuer ihn keinen Flug gab, bei dem er keine Angst gehabt hatte. Nicht einen einzigen.
Also auch hochqualifizierte Piloten muessen lernen, mit dem Phaenomen der Angstempfindung umzugehen.

Aber Angstempfindung ist auch wichtig. Nur Angst haelt in uns die lebensnotwendige Vorsicht und Aufmerksamkeit wach. Angst hilft uns am Leben zu bleiben.

Wichtig ist, dass man in seiner Angst nicht das Denken und die Kontrolle an die Angst abgibt. Angst laesst sich sehr wohl unter Denken und Willen unterordnen und beherrschen. Und dies wiederum laesst sich lernen.

Wer aus irgendeinem Grunde nicht die normalen Angstempfindungen hat -solche Menschen gibt es durchaus- der ist fuer vielerlei Taetigkeiten nicht geeignet. Nicht nur weil er fuer sich zu einer Gefahr wuerde, er wuerde es in noch viel groesserem Masse fuer andere, fuer von ihm und seinem Handeln abhaengige.


zuletzt bearbeitet 10.10.2012 22:21 | nach oben springen

#33

RE: Der Fall von Metzler

in Gesellschaft 10.10.2012 22:33
von guylux | 7.471 Beiträge | 6821 Punkte


Zitat von: Maga-neu
10.10.2012 20:16 #140306
Unglaublich...

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/ki...g-a-860587.html

Interessanterweise gibt es dazu kein Forum. Ist wohl klar, was die meisten Leute (abgesehen von einigen Schwachköpfen) dazu schreiben würden...

Ich finde das Urteil korrekt , auch wenn es mich menschlich sehr stört .
Ich hätte es noch besser gefunden wenn dieser Mörder nur den symbolischen Euro als Schadensersatz gekriegt hätte . In meinen Augen ist die Androhung von Folter noch keine Folter , besonders unter den gegebenen Umständen . Und unter uns : wäre dieser Kriminalbeamte mein Untergebener gewesen , Ich hätte ihn unauffällig einige Zeit nach der Affaire befördert !
Päfgen wird sich mit seiner Rechthaberei mehr schaden als ihm lieb ist . Wer wird schon je bei einem solchen Benehmen für vorzeitige Entlassung oder Ähnliches einsetzen .


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#34

RE: Der Fall von Metzler

in Gesellschaft 10.10.2012 22:38
von tbn | 4.131 Beiträge | 4131 Punkte


Zitat von: Maga-neu
10.10.2012 20:16 #140306
Unglaublich...

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/ki...g-a-860587.html

Interessanterweise gibt es dazu kein Forum. Ist wohl klar, was die meisten Leute (abgesehen von einigen Schwachköpfen) dazu schreiben würden...


ich denke die meisten würden empört reagieren.
Also auch auf die Gefahr hin, von Dir als Schwachkopf bezeichnet zu werden, halte ich dieses Urteil für das einzig akzeptable.
Wäre ich im gleichen Knast, wie Gäfgen, würde ich meinen täglichen Frust an seiner Fresse auslassen, aber Gerichte haben sich nun mal an die Gesetzgebung zu halten.


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#35

RE: Der Fall von Metzler

in Gesellschaft 10.10.2012 23:46
von FrieFie | 7.321 Beiträge | 7298 Punkte


Zitat von: guylux
10.10.2012 22:33 #140324

Ich finde das Urteil korrekt , auch wenn es mich menschlich sehr stört .
Ich hätte es noch besser gefunden wenn dieser Mörder nur den symbolischen Euro als Schadensersatz gekriegt hätte . In meinen Augen ist die Androhung von Folter noch keine Folter , besonders unter den gegebenen Umständen . Und unter uns : wäre dieser Kriminalbeamte mein Untergebener gewesen , Ich hätte ihn unauffällig einige Zeit nach der Affaire befördert !
Päfgen wird sich mit seiner Rechthaberei mehr schaden als ihm lieb ist . Wer wird schon je bei einem solchen Benehmen für vorzeitige Entlassung oder Ähnliches einsetzen .


Die Summe ist nahe dran an dem symbolischen Euro. Das Gerichtsverfahren wird ein Vielfaches gekostet haben. Viel kostbarer aber ist die Symbolik des Urteils: Folter bleibt untersagt. Aber der, dem sie angedroht wurde, kann aus der Zwangslage keinen nennenswerten Vorteil ziehen.
Der Kommissar wurde, wenn ich mich recht erinnere, vorübergehend degradiert (womit er wohl schon gerechnet hat, als er die Folter androhte) und wird eine kleine Verzögerung seiner Laufbahn in Kauf nehmen müssen. Seine Rente ist ihm sicher.
Ich denke, das Gericht hat das Grundgesetz auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner gewahrt, und deutlich gemacht: man kann Folter nicht sanktionieren in diesem Rechtsstaat, aber in eindeutigen Notlagen wird ein Polizist keine gravierenden Folgen zu tragen haben. Und das Opfer hat keine nennenswerten Vorteile zu erwarten, wenn es um eine solche Notlage ging. Deutschland ist nicht Amerika, wo Millionen-Emtschädigungen für viel weniger gezahlt werden.
Ich kenne eine Kriminalkommissarin, die zusammen mit Kollegen die Aufklärung eines Verbrechens verzögert hat ... sie wussten längst, wer das Opfer entführt hatte und wo es sich (bei bester Gesundheit) aufhielt, aber sie wollten abwarten, bis das Lösegeld (eine Summe, um die die Entführer betrogen worden waren) gezahlt war und dann die die Zahlenden und das Opfer zusammen festnehmen, während die Entführer möglichst ungeschoren davonkämen ... das Recht ist oft nicht deckungsgleich mit Gerechtigkeit, und der Ermessensspielraum ist in der täglichen Polizeiarbeit gross. Aber den Polizisten ist im Zweifelsfall auch klar, dass sie Konsequenzen zu tragen haben und wie die aussehen könnten. Ein guter Polizist weiss immer, dass er nicht der Richter oder Staatsanwalt oder Rechtsanwalt ist ...


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#36

RE: Der Fall von Metzler

in Gesellschaft 11.10.2012 00:17
von Willie | 15.903 Beiträge | 12568 Punkte


Zitat von: FrieFie
10.10.2012 16:46 #140327

... das Recht ist oft nicht deckungsgleich mit Gerechtigkeit, und der Ermessensspielraum ist in der täglichen Polizeiarbeit gross. Aber den Polizisten ist im Zweifelsfall auch klar, dass sie Konsequenzen zu tragen haben und wie die aussehen könnten. Ein guter Polizist weiss immer, dass er nicht der Richter oder Staatsanwalt oder Rechtsanwalt ist ...

Hervorragende Beschreibung. Eine, wo ich mal wieder wuenschte, es selbst so klar und prazise darlegen zu koennen.


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#37

RE: Der Fall von Metzler

in Gesellschaft 11.10.2012 05:00
von Maga-neu | 17.875 Beiträge | 13255 Punkte


Zitat von: FrieFie
10.10.2012 23:46 #140327


Die Summe ist nahe dran an dem symbolischen Euro. Das Gerichtsverfahren wird ein Vielfaches gekostet haben. Viel kostbarer aber ist die Symbolik des Urteils: Folter bleibt untersagt. Aber der, dem sie angedroht wurde, kann aus der Zwangslage keinen nennenswerten Vorteil ziehen.
Der Kommissar wurde, wenn ich mich recht erinnere, vorübergehend degradiert (womit er wohl schon gerechnet hat, als er die Folter androhte) und wird eine kleine Verzögerung seiner Laufbahn in Kauf nehmen müssen. Seine Rente ist ihm sicher.
Ich denke, das Gericht hat das Grundgesetz auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner gewahrt, und deutlich gemacht: man kann Folter nicht sanktionieren in diesem Rechtsstaat, aber in eindeutigen Notlagen wird ein Polizist keine gravierenden Folgen zu tragen haben. Und das Opfer hat keine nennenswerten Vorteile zu erwarten, wenn es um eine solche Notlage ging. Deutschland ist nicht Amerika, wo Millionen-Emtschädigungen für viel weniger gezahlt werden.
Ich kenne eine Kriminalkommissarin, die zusammen mit Kollegen die Aufklärung eines Verbrechens verzögert hat ... sie wussten längst, wer das Opfer entführt hatte und wo es sich (bei bester Gesundheit) aufhielt, aber sie wollten abwarten, bis das Lösegeld (eine Summe, um die die Entführer betrogen worden waren) gezahlt war und dann die die Zahlenden und das Opfer zusammen festnehmen, während die Entführer möglichst ungeschoren davonkämen ... das Recht ist oft nicht deckungsgleich mit Gerechtigkeit, und der Ermessensspielraum ist in der täglichen Polizeiarbeit gross. Aber den Polizisten ist im Zweifelsfall auch klar, dass sie Konsequenzen zu tragen haben und wie die aussehen könnten. Ein guter Polizist weiss immer, dass er nicht der Richter oder Staatsanwalt oder Rechtsanwalt ist ...
Hmm, abgesehen davon, dass zwischen einem und 3.000 Euro ein großer Unterschied besteht - in den USA, vor allem in den Südstaaten, hätte es wohl kaum einen Klageprozess gegeben, vermutlich weil es keinen Kläger mehr gegeben hätte...

Merkwürdig auch, dass sich dieser Gäfgen erst über die vermeintliche Folter beschwerte, nachdem der Aktenvermerk des Stellv. Polizeipräsidenten gefunden worden war.

Interessant fand ich, dass es auf SpOn zuerst ein Forum gab, dann plötzlich keines mehr. Offensichtlich waren die Reaktionen der Leser eindeutig und passten nicht in unsere wunderschöne PC-Welt...


zuletzt bearbeitet 11.10.2012 05:06 | nach oben springen

#38

RE: Der Fall von Metzler

in Gesellschaft 11.10.2012 10:12
von tbn | 4.131 Beiträge | 4131 Punkte


Zitat von: Willie
11.10.2012 00:17 #140330

Hervorragende Beschreibung. Eine, wo ich mal wieder wuenschte, es selbst so klar und prazise darlegen zu koennen.


Dem schliesse ich mich an.


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#39

RE: Der Fall von Metzler

in Gesellschaft 11.10.2012 11:37
von FrieFie | 7.321 Beiträge | 7298 Punkte


Zitat von: Willie
11.10.2012 00:17 #140330

Hervorragende Beschreibung. Eine, wo ich mal wieder wuenschte, es selbst so klar und prazise darlegen zu koennen.


Mit Logik ... ;-)))


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#40

RE: Der Fall von Metzler

in Gesellschaft 11.10.2012 13:42
von Hans Bergman | 14.019 Beiträge | 13288 Punkte


Zitat von: guylux
10.10.2012 22:33 #140324

Ich finde das Urteil korrekt , auch wenn es mich menschlich sehr stört .
Ich hätte es noch besser gefunden wenn dieser Mörder nur den symbolischen Euro als Schadensersatz gekriegt hätte . In meinen Augen ist die Androhung von Folter noch keine Folter , besonders unter den gegebenen Umständen . Und unter uns : wäre dieser Kriminalbeamte mein Untergebener gewesen , Ich hätte ihn unauffällig einige Zeit nach der Affaire befördert !
Päfgen wird sich mit seiner Rechthaberei mehr schaden als ihm lieb ist . Wer wird schon je bei einem solchen Benehmen für vorzeitige Entlassung oder Ähnliches einsetzen .


Was ihn selbst betrifft, mag das stimmen. Ich denke aber an die nächsten Täter, die darauf bauen können, dass ihre Befrager dieses Urteil im Kopf haben und da mag das Opfer vielleicht noch leben, aber niemand will mehr das Risiko eingehen, wegen dieses Lebens eine Strafe zu riskieren.

In Deutschland ist das Täterrecht im Verhältnis zum Opferrecht in einem krassen Missverhältnis.
Und im Zuge einer Aufklärung, wo es um Leben oder Tod geht, da muss für das Opfer ein besserer Schutz da sein, als es die körperliche Unversehrtheit des Täters ist.


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#41

RE: Der Fall von Metzler

in Gesellschaft 11.10.2012 13:43
von Hans Bergman | 14.019 Beiträge | 13288 Punkte


Zitat von: FrieFie
11.10.2012 11:37 #140363


Mit Logik ... ;-)))

Frauen und Logik? Geht das überhaupt? :)


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#42

RE: Der Fall von Metzler

in Gesellschaft 11.10.2012 13:54
von Leto_II. | 19.316 Beiträge | 16293 Punkte


Zitat von: Hans Bergman
11.10.2012 13:42 #140384

In Deutschland ist das Täterrecht im Verhältnis zum Opferrecht in einem krassen Missverhältnis.
Und im Zuge einer Aufklärung, wo es um Leben oder Tod geht, da muss für das Opfer ein besserer Schutz da sein, als es die körperliche Unversehrtheit des Täters ist.


Wir zwei und dann nur eine Meinung! Das ist selten.

Aber vorsicht:
"Wann sollte denn Folter nach Ihrer Ansicht nach eingesetzt werden. Nur dann wenn Kindsleben zu retten scheint oder auch dann wenn es um Erwachsene geht?
Generell bei der Verhinderung von Kapitalverbrechen oder auch wenn man damit einen Diebstahl verhindern kann?
Bei Antisemiten? Bei Rechtsradikalen?
Bei Kohl, der sich weigert auszusagen?"


***Dumpfbacken beharren stur auf ihrem Standpunkt bis in den Untergang und mag er auch noch so falsch sein.***


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#43

RE: Der Fall von Metzler

in Gesellschaft 11.10.2012 14:31
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: Hans Bergman
11.10.2012 13:42 #140384


Was ihn selbst betrifft, mag das stimmen. Ich denke aber an die nächsten Täter, die darauf bauen können, dass ihre Befrager dieses Urteil im Kopf haben und da mag das Opfer vielleicht noch leben, aber niemand will mehr das Risiko eingehen, wegen dieses Lebens eine Strafe zu riskieren.

In Deutschland ist das Täterrecht im Verhältnis zum Opferrecht in einem krassen Missverhältnis.
Und im Zuge einer Aufklärung, wo es um Leben oder Tod geht, da muss für das Opfer ein besserer Schutz da sein, als es die körperliche Unversehrtheit des Täters ist.



Schöne Träume!
Wer beweist Dir eigentlich, dass der Täter der Täter ist und der Richtige gefoltert wird? Der mafiöse Staatsanwalt, oder der gekaufte Polizist?
Bei der Todesstrafe hast Du nicht diese "klare" Sicht auf die Opfer. Immerhin wurde die Todesstrafe ausgesprochen, weil ein Opfer Opfer wurde. Also muss ein Täter getötet werden. Ob es der Richtige ist, wen interessiert das schon.


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#44

RE: Der Fall von Metzler

in Gesellschaft 11.10.2012 15:12
von Maga-neu | 17.875 Beiträge | 13255 Punkte


Zitat von: Leto_II.
11.10.2012 13:54 #140389


Wir zwei und dann nur eine Meinung! Das ist selten.

Na, dann sind wir schon zu dritt und können ein paar Runden Skat spielen. :-)


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#45

RE: Der Fall von Metzler

in Gesellschaft 11.10.2012 16:14
von Leto_II. | 19.316 Beiträge | 16293 Punkte


Zitat von: Lea S.
11.10.2012 14:31 #140393



Schöne Träume!
Wer beweist Dir eigentlich, dass der Täter der Täter ist und der Richtige gefoltert wird? Der mafiöse Staatsanwalt, oder der gekaufte Polizist?
Bei der Todesstrafe hast Du nicht diese "klare" Sicht auf die Opfer. Immerhin wurde die Todesstrafe ausgesprochen, weil ein Opfer Opfer wurde. Also muss ein Täter getötet werden. Ob es der Richtige ist, wen interessiert das schon.


Die Täterschaft war hier aber gar nicht strittig, was sicherlich eine Ausnahme darstellt.


***Dumpfbacken beharren stur auf ihrem Standpunkt bis in den Untergang und mag er auch noch so falsch sein.***


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#46

RE: Der Fall von Metzler

in Gesellschaft 11.10.2012 16:46
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: Leto_II.
11.10.2012 16:14 #140420


Die Täterschaft war hier aber gar nicht strittig, was sicherlich eine Ausnahme darstellt.



Wo war der Beweis? Ein Geständnis gab es nicht.
Bei all den falschen Verurteilungen zur Todesstrafe war die Täterschaft der Täter auch nicht strittig.

Menschlich ist das alles zu verstehen (ich hatte schon einmal geschrieben, dass ich als Mensch ganz genau so gehandelt hätte), nur das Gesetz ist für alle da, nicht nur für die Guten. Folterverbot ist Folterverbot.


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#47

RE: Der Fall von Metzler

in Gesellschaft 11.10.2012 18:55
von primatologe | 8.476 Beiträge | 8476 Punkte


Zitat von: Lea S.
11.10.2012 16:46 #140426

...
Folterverbot ist Folterverbot.

Sehe ich auch so.


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#48

RE: Der Fall von Metzler

in Gesellschaft 11.10.2012 19:17
von Hans Bergman | 14.019 Beiträge | 13288 Punkte


Zitat von: Lea S.
11.10.2012 14:31 #140393



Schöne Träume!
Wer beweist Dir eigentlich, dass der Täter der Täter ist und der Richtige gefoltert wird? Der mafiöse Staatsanwalt, oder der gekaufte Polizist?
Bei der Todesstrafe hast Du nicht diese "klare" Sicht auf die Opfer. Immerhin wurde die Todesstrafe ausgesprochen, weil ein Opfer Opfer wurde. Also muss ein Täter getötet werden. Ob es der Richtige ist, wen interessiert das schon.


In diesem Falle hatte der Täter bereits gestanden. Es ging nur noch um das Leben des Opfers. Der Täter hatte es also selbst in der Hand, ob er gefoltert wird, oder nicht. Ich finde, dass ist Täterschutz genug.
Bei unklarer Sachlage bin ich natürlich NICHT dafür.


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#49

RE: Der Fall von Metzler

in Gesellschaft 11.10.2012 19:19
von Hans Bergman | 14.019 Beiträge | 13288 Punkte


Zitat von: Leto_II.
11.10.2012 16:14 #140420


Die Täterschaft war hier aber gar nicht strittig, was sicherlich eine Ausnahme darstellt.


Genau. Er hatte bereits gestanden. Er hätte eine Folter ganz leicht verhindern können. Mehr Rechte brauchte er NICHT!


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#50

RE: Der Fall von Metzler

in Gesellschaft 11.10.2012 22:11
von FrieFie | 7.321 Beiträge | 7298 Punkte


Zitat von: Hans Bergman
11.10.2012 13:42 #140384


Was ihn selbst betrifft, mag das stimmen. Ich denke aber an die nächsten Täter, die darauf bauen können, dass ihre Befrager dieses Urteil im Kopf haben und da mag das Opfer vielleicht noch leben, aber niemand will mehr das Risiko eingehen, wegen dieses Lebens eine Strafe zu riskieren.
(...)

Der Kommissar wusste genau, was er riskierte (und mit unausweichlicher Sicherheit zu erwarten hatte), und hat dennoch so gehandelt, wie er es für richtig hielt. Die Strafe war denkbar milde, angesichts dessen, dass ein Grund- und Menschenrecht verletzt wurde.

Es ist nicht möglich, Folter unter präzise definierten Umständen zuzulassen, denn im Alltag ergeben sich solch präzise Umstände nicht. Menschen gestehen Taten, die sie nicht begangen haben. Geständnisse kommen (unter Druck) zustande und werden später widerrufen. Die Zeit drängt, ein Kind zu befreien, und die Emotion drängt, einen Entführer büssen zu lassen. Aber die Polizei ist nicht befugt, zu strafen - aus guten Gründen.
Und ein Gefolterter sagt nicht unbedingt die Wahrheit, sondern das, was sein Leiden verkürzt ... oder ihm eine Atempause verschafft. Und inzwischen leidet oder stirbt gar ein Opfer, weil die Polizei auf eine falsche Fährte geschickt wurde.

Wir können nicht waterboarding in Guantanamo anprangern und Folter in Fällen, die uns emotional näher sind, befürworten.
Folter ist keine Methode der Wahrheitsfindung.


zuletzt bearbeitet 11.10.2012 22:12 | nach oben springen


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