#101

RE: BREXIT

in Politik 24.06.2016 14:12
von Deichvogt | 1.812 Beiträge | 1812 Punkte

Zitat von Maga-neu im Beitrag #99
Zitat von Deichvogt im Beitrag #98
Die Politik hatte vor dem Referendum Jahre Zeit Reformen durchzuführen. Das Referendum ist nicht vom Himmel gefallen.

Wenn man sich anschaut, was die EU alles unternimmt das viel kleinere und und unbedeutendere Griechenland in der EU zu halten, aber wie wenig für den Verbleib von GB getan wurde, dann haben genau die Politik"gestalter" versagt, um derentwillen die demokratische Teilhabe der Bürger beschnitten wird.

Anstatt die Wähler zu beschimpfen, sollten sie nach den Ursachen des Brexits forschen.

Dann hätten sie vielleicht die Möglichkeit wahrzunehmen, was echte politische Koryphäen wie Egon Bahr einst zur EU sagten:

Die" EU wird ein Europa der Vaterländer sein oder gar nicht!"

Stattdessen werden Kritiker der EU als Nationalisten, Ewiggestrige und Schlimmeres dämonisiert.

Wer das nicht versteht, wie Merkel, der fährt mit einer unabgestimmten Politik der bedingungslosen Grenzöffnung gegen den Willen der überwältigenden Mehrheit der EU Staaten die EU voll gegen die Wand. Der ignoriert den Patriotismus und die Heimatliebe vieler Menschen und verteufelt ihre in Jahrzehnten gewachsene Identität und möchte sie von oben neu definieren. Das kann nicht gut gehen. Die Lebenswirklichkeit ist stärker als die Hirngespinste der sogenannten Elite, der classe politique.

Die einzig funktionierenden Institutionen sind die der Nationalstaaten. Der Nationalismus in Europa war eingedämmt und reguliert. Er wurde wieder erweckt durch schlechte Politik.

Egon Bahr war ein intelligenter Mann, kein Vergleich mit den Broks, Polenz, Schultz usw. Deichvogt, diese Leute lernen nie!


So sieht es leider aus.

In Frankreich wurde sogar der Deutsch Unterricht an den Schulen abgeschafft. Tolle europäische Idee und Werte. Anstatt die wenigen kooperationsfähigen Länder zu harmonisieren holt man sich Millionen kaum Integrierbare ins Land.


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#102

RE: BREXIT

in Politik 24.06.2016 14:27
von Deichvogt | 1.812 Beiträge | 1812 Punkte

Ab heute hat die EU aussen-, und sicherheitspolitisch nur noch ein Ei im Sack. Aus zwei Atommächten, die Mitglied sind wurde eine. Doch zweite Ei ist fest im Griff von Marine le Pen.

Mehrheiten für den Exit gibts auch schon in der Resttschechei und in Holland.



zuletzt bearbeitet 24.06.2016 14:28 | nach oben springen

#103

RE: BREXIT

in Politik 24.06.2016 14:29
von Deichvogt | 1.812 Beiträge | 1812 Punkte

Ab heute wird es schwer international mit dem Gewicht der EU zu argumentieren, z.B. gegenüber China.


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#104

RE: BREXIT

in Politik 24.06.2016 15:01
von nahal | 18.909 Beiträge | 21735 Punkte

seeeehr interessant:

DAX -7-8%
FTSE NUR -4%


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#105

RE: BREXIT

in Politik 24.06.2016 15:10
von Maga-neu | 21.156 Beiträge | 46065 Punkte

Zitat von nahal im Beitrag #104
seeeehr interessant:

DAX -7-8%
FTSE NUR -4%

Apokalypse now - jedenfalls an der Frankfurter Börse.


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#106

RE: BREXIT

in Politik 24.06.2016 15:12
von nahal | 18.909 Beiträge | 21735 Punkte

Zitat von Maga-neu im Beitrag #105
Zitat von nahal im Beitrag #104
seeeehr interessant:

DAX -7-8%
FTSE NUR -4%

Apokalypse now - jedenfalls an der Frankfurter Börse.


Das Erstaunliche ist, dass der FUTSI weniger fällt als der DAX


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#107

RE: BREXIT

in Politik 24.06.2016 15:12
von Maga-neu | 21.156 Beiträge | 46065 Punkte

Zitat von Deichvogt im Beitrag #100
Zitat von Maga-neu im Beitrag #93
Zitat von nahal im Beitrag #89
Na ja.
Ich habe vorgestern Hedging gemacht.
Kann ich mir wieder einen schönen Urlaub leisten.

Politische Analyse:
Ich sehe zwei Gründe für diese Katastrophe.
1)
man unterschätzt die steigende Bedeutung des Nationalgefühls. Das Einheitsbrei kommt nicht gut an, nicht alle denken und fühlen wie die psychoanalytisch geschädigten Deutschen.Das sieht man fast überall, nicht nur in UK.
2)
Das ALTERNATIVLOSE geht vielen menschen auf den Geist.

Die Erklärung ist recht einfach: Man hätte die Vorteile der EU "den Menschen" einfach besser erklären müssen.

Genau, es gibt keine Probleme. Nur suboptimale Kommunikation. Das Design muss vielleicht etwas überarbeitet werden.

Wer jetzt an substantielle Reformen in der EU glaubt, hat von Politik nichts verstanden.

Hmm, ich empfehle ein besseres Corporate Design: Vielleicht etwas Magenta so wie bei der SPD. Und dann natürlich eine neue Hymne. Statt Beethoven vielleicht Michael Jackson:
https://www.youtube.com/watch?v=M9BNoNFKCBI


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#108

RE: BREXIT

in Politik 24.06.2016 15:13
von Maga-neu | 21.156 Beiträge | 46065 Punkte

Zitat von nahal im Beitrag #106
Zitat von Maga-neu im Beitrag #105
Zitat von nahal im Beitrag #104
seeeehr interessant:

DAX -7-8%
FTSE NUR -4%

Apokalypse now - jedenfalls an der Frankfurter Börse.


Das Erstaunliche ist, dass der FUTSI weniger fällt als der DAX

Sieh dir mal an, wer mehr auf die Exporte angewiesen ist...


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#109

RE: BREXIT

in Politik 24.06.2016 15:15
von nahal | 18.909 Beiträge | 21735 Punkte

Zitat von Maga-neu im Beitrag #108
Zitat von nahal im Beitrag #106
Zitat von Maga-neu im Beitrag #105
Zitat von nahal im Beitrag #104
seeeehr interessant:

DAX -7-8%
FTSE NUR -4%

Apokalypse now - jedenfalls an der Frankfurter Börse.


Das Erstaunliche ist, dass der FUTSI weniger fällt als der DAX

Sieh dir mal an, wer mehr auf die Exporte angewiesen ist...


Mein Sohn, der Mark, der beruflich damit zu tun hat, sagte, UK würde langfristig davon profitieren, der REST-EU nicht.
Ich habe ihm das nicht geglaubt.


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#110

RE: BREXIT

in Politik 24.06.2016 15:19
von nahal | 18.909 Beiträge | 21735 Punkte
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#111

RE: BREXIT

in Politik 24.06.2016 15:28
von Nante | 7.776 Beiträge | 10554 Punkte

Zitat von nahal im Beitrag #109
Mein Sohn, der Mark, der beruflich damit zu tun hat, sagte, UK würde langfristig davon profitieren, der REST-EU nicht.
Ich habe ihm das nicht geglaubt.

Das könnte passieren, wenn die EU den Briten die Vorteile des gemeinsamen Marktes läßt und diese die Nachteile eliminieren. Die Linie der EU muß es sein, den Briten diese Entscheidung so sauer wie möglich zu machen. Ohne diese Linie ist die EU endgültig zum Scheitern verurteilt.


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#112

RE: BREXIT

in Politik 24.06.2016 16:47
von ghassan | 1.472 Beiträge | 8999 Punkte

Zitat von nahal im Beitrag #104
DAX -7-8%



Und nach der 10% Hysterie heute Morgen ist er jetzt auf -6.06% -6.02%--5.98%-5.92%-5.86%

Scheint so als würde die Welt nicht untergehen.

-5.82%


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#113

RE: BREXIT

in Politik 24.06.2016 18:01
von Maga-neu | 21.156 Beiträge | 46065 Punkte

Zitat von nahal im Beitrag #109
Zitat von Maga-neu im Beitrag #108
Zitat von nahal im Beitrag #106
Zitat von Maga-neu im Beitrag #105
Zitat von nahal im Beitrag #104
seeeehr interessant:

DAX -7-8%
FTSE NUR -4%

Apokalypse now - jedenfalls an der Frankfurter Börse.


Das Erstaunliche ist, dass der FUTSI weniger fällt als der DAX

Sieh dir mal an, wer mehr auf die Exporte angewiesen ist...


Mein Sohn, der Mark, der beruflich damit zu tun hat, sagte, UK würde langfristig davon profitieren, der REST-EU nicht.
Ich habe ihm das nicht geglaubt.

Es wird eine Phase der Unsicherheit geben, mehr nicht. Ein fb-Freund schrieb: In the long run Britons will be better off.


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#114

RE: BREXIT

in Politik 24.06.2016 18:05
von Landegaard | 16.204 Beiträge | 23896 Punkte

Zitat von Deichvogt im Beitrag #98
Die Politik hatte vor dem Referendum Jahre Zeit Reformen durchzuführen. Das Referendum ist nicht vom Himmel gefallen.

Wenn man sich anschaut, was die EU alles unternimmt das viel kleinere und und unbedeutendere Griechenland in der EU zu halten, aber wie wenig für den Verbleib von GB getan wurde, dann haben genau die Politik"gestalter" versagt, um derentwillen die demokratische Teilhabe der Bürger beschnitten wird.

Anstatt die Wähler zu beschimpfen, sollten sie nach den Ursachen des Brexits forschen.

Dann hätten sie vielleicht die Möglichkeit wahrzunehmen, was echte politische Koryphäen wie Egon Bahr einst zur EU sagten:

Die" EU wird ein Europa der Vaterländer sein oder gar nicht!"

Stattdessen werden Kritiker der EU als Nationalisten, Ewiggestrige und Schlimmeres dämonisiert.

Wer das nicht versteht, wie Merkel, der fährt mit einer unabgestimmten Politik der bedingungslosen Grenzöffnung gegen den Willen der überwältigenden Mehrheit der EU Staaten die EU voll gegen die Wand. Der ignoriert den Patriotismus und die Heimatliebe vieler Menschen und verteufelt ihre in Jahrzehnten gewachsene Identität und möchte sie von oben neu definieren. Das kann nicht gut gehen. Die Lebenswirklichkeit ist stärker als die Hirngespinste der sogenannten Elite, der classe politique.

Die einzig funktionierenden Institutionen sind die der Nationalstaaten. Der Nationalismus in Europa war eingedämmt und reguliert. Er wurde wieder erweckt durch schlechte Politik.



Nanana, wir wollen bei all dem befreienden EU-Bashing mal nicht vergessen, dass die Nationalstaaten ebenfalls nicht funktionieren. Das spielt aktuell nur in der Wahrnehmung keine Rolle, weil die EU noch schlechter funktioniert.

Die Reaktionen der EU-Oberen haben mir dann auch jede Hoffnung genommen, dass man den Brexit als das versteht, was er ist: Eine dringende Warnung zum Politikwandel. Die EU-Oberen aber meinen, sie seien super, nur Cameron habe versagt. Und der Pressechor, der bei mir ankommt, meint, nun müsse ein "Jetzt erst recht" die Antwort sein. Es wäre zum Totlachen, wenn es nicht so traurig wäre.

Diese Politik, jetzt erst recht bringt mich zur Überlegung, in die Niederlande zu ziehen und Asyl zu beantragen.



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#115

RE: Kleinkariert und revanchistisch.

in Politik 24.06.2016 20:56
von mbockstette | 7.881 Beiträge | 6023 Punkte

Zitat von Nante im Beitrag #111
Zitat von nahal im Beitrag #109
Mein Sohn, der Mark, der beruflich damit zu tun hat, sagte, UK würde langfristig davon profitieren, der REST-EU nicht.
Ich habe ihm das nicht geglaubt.

Das könnte passieren, wenn die EU den Briten die Vorteile des gemeinsamen Marktes läßt und diese die Nachteile eliminieren. Die Linie der EU muß es sein, den Briten diese Entscheidung so sauer wie möglich zu machen. Ohne diese Linie ist die EU endgültig zum Scheitern verurteilt.


Der Schaden für das UK könnte so schwerwiegend ausfallen, dass dem UK das Scheitern droht. Wenn die mal nicht eine Lawine los getreten haben, unter der sie selbst begraben werden. Wenn das Vereinigte Königreich nach seinem Ausscheiden nicht wie ein Phönix aus der Asche aufsteigt, dann war die gestrige Volksabstimmung der Weckruf nach einem integrierten Europa. Die viel bemühten und gepriesenen Vaterländer sind ohne eine Mutter Europa nichts als politische Halbstarke ohne Gewicht und Valeur.


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#116

RE: Kleinkariert und revanchistisch.

in Politik 24.06.2016 21:03
von Nadine | 3.226 Beiträge | 19784 Punkte

Zitat von mbockstette im Beitrag #115
Zitat von Nante im Beitrag #111
Zitat von nahal im Beitrag #109
Mein Sohn, der Mark, der beruflich damit zu tun hat, sagte, UK würde langfristig davon profitieren, der REST-EU nicht.
Ich habe ihm das nicht geglaubt.

Das könnte passieren, wenn die EU den Briten die Vorteile des gemeinsamen Marktes läßt und diese die Nachteile eliminieren. Die Linie der EU muß es sein, den Briten diese Entscheidung so sauer wie möglich zu machen. Ohne diese Linie ist die EU endgültig zum Scheitern verurteilt.


Der Schaden für das UK könnte so schwerwiegend ausfallen, dass dem UK das Scheitern droht. Wenn die mal nicht eine Lawine los getreten haben, unter der sie selbst begraben werden. Wenn das Vereinigte Königreich nach seinem Ausscheiden nicht wie ein Phönix aus der Asche aufsteigt, dann war die gestrige Volksabstimmung der Weckruf nach einem integrierten Europa. Die viel bemühten und gepriesenen Vaterländer sind ohne eine Mutter Europa nichts als politische Halbstarke ohne Gewicht und Valeur.



Wenn Schotten und Nordiren entscheiden, in der EU zu bleiben, dann könnte das der Anfang des Auseinanderbrechens Großbritanniens sein. Möglicherweise ist die Wiedervereinigung der Iren dann auch kein so unrealistisches Szenario.


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#117

RE: BREXIT

in Politik 24.06.2016 21:39
von Hans Bergman | 15.584 Beiträge | 28938 Punkte

Zitat von Maga-neu im Beitrag #107
...Hmm, ich empfehle ein besseres Corporate Design: Vielleicht etwas Magenta so wie bei der SPD. Und dann natürlich eine neue Hymne. Statt Beethoven vielleicht Michael Jackson:
https://www.youtube.com/watch?v=M9BNoNFKCBI

Vor allem eine neue Flagge: ganz in weiß...



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#118

RE: BREXIT

in Politik 24.06.2016 21:52
von Maga-neu | 21.156 Beiträge | 46065 Punkte

Zitat von Hans Bergman im Beitrag #117
Zitat von Maga-neu im Beitrag #107
...Hmm, ich empfehle ein besseres Corporate Design: Vielleicht etwas Magenta so wie bei der SPD. Und dann natürlich eine neue Hymne. Statt Beethoven vielleicht Michael Jackson:
https://www.youtube.com/watch?v=M9BNoNFKCBI

Vor allem eine neue Flagge: ganz in weiß...

So wie die italienische Kriegsflagge: Weißes Kreuz auf weißem Grund. :-)


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#119

RE: BREXIT

in Politik 25.06.2016 09:11
von Hans Bergman | 15.584 Beiträge | 28938 Punkte

Zitat von Maga-neu im Beitrag #118
Zitat von Hans Bergman im Beitrag #117
Zitat von Maga-neu im Beitrag #107
...Hmm, ich empfehle ein besseres Corporate Design: Vielleicht etwas Magenta so wie bei der SPD. Und dann natürlich eine neue Hymne. Statt Beethoven vielleicht Michael Jackson:
https://www.youtube.com/watch?v=M9BNoNFKCBI

Vor allem eine neue Flagge: ganz in weiß...

So wie die italienische Kriegsflagge: Weißes Kreuz auf weißem Grund. :-)

:)
Im SPON stand heute etwas von bald "darbenden" Briten wegen des Brexits. Vermutlich wird es bald Hungersnöte geben und eine Auswanderungswelle nach den USA, vergleichbar mit Irland früherer Zeiten.
Ich sehe allerdings nicht, dass die Briten draußen wären, sondern dass die EU aus der Gemeinschaft mit Britannien rausgeworfen wurde.



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#120

RE: Kleinkariert und revanchistisch.

in Politik 25.06.2016 10:56
von Leto_II. | 20.630 Beiträge | 29433 Punkte

Zitat von mbockstette im Beitrag #115
Zitat von Nante im Beitrag #111
Zitat von nahal im Beitrag #109
Mein Sohn, der Mark, der beruflich damit zu tun hat, sagte, UK würde langfristig davon profitieren, der REST-EU nicht.
Ich habe ihm das nicht geglaubt.

Das könnte passieren, wenn die EU den Briten die Vorteile des gemeinsamen Marktes läßt und diese die Nachteile eliminieren. Die Linie der EU muß es sein, den Briten diese Entscheidung so sauer wie möglich zu machen. Ohne diese Linie ist die EU endgültig zum Scheitern verurteilt.


Der Schaden für das UK könnte so schwerwiegend ausfallen, dass dem UK das Scheitern droht. Wenn die mal nicht eine Lawine los getreten haben, unter der sie selbst begraben werden. Wenn das Vereinigte Königreich nach seinem Ausscheiden nicht wie ein Phönix aus der Asche aufsteigt, dann war die gestrige Volksabstimmung der Weckruf nach einem integrierten Europa. Die viel bemühten und gepriesenen Vaterländer sind ohne eine Mutter Europa nichts als politische Halbstarke ohne Gewicht und Valeur.




Eine Atommacht "Little Britain" hätte keinen Heimathafen für seine U-Boote mehr und die Mittel für Unterhalt und Ersatz für vier Boomer würden wohl auch knapp.


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#121

RE: BREXIT

in Politik 25.06.2016 11:10
von Maga-neu | 21.156 Beiträge | 46065 Punkte

Zitat von Hans Bergman im Beitrag #119
Zitat von Maga-neu im Beitrag #118
Zitat von Hans Bergman im Beitrag #117
Zitat von Maga-neu im Beitrag #107
...Hmm, ich empfehle ein besseres Corporate Design: Vielleicht etwas Magenta so wie bei der SPD. Und dann natürlich eine neue Hymne. Statt Beethoven vielleicht Michael Jackson:
https://www.youtube.com/watch?v=M9BNoNFKCBI

Vor allem eine neue Flagge: ganz in weiß...

So wie die italienische Kriegsflagge: Weißes Kreuz auf weißem Grund. :-)

:)
Im SPON stand heute etwas von bald "darbenden" Briten wegen des Brexits. Vermutlich wird es bald Hungersnöte geben und eine Auswanderungswelle nach den USA, vergleichbar mit Irland früherer Zeiten.
Ich sehe allerdings nicht, dass die Briten draußen wären, sondern dass die EU aus der Gemeinschaft mit Britannien rausgeworfen wurde.

Stimmt, aufgrund des Austritts drohen auch Orangenhaut und vermehrte Akne. :-)


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#122

RE: BREXIT

in Politik 25.06.2016 13:28
von mbockstette | 7.881 Beiträge | 6023 Punkte

Zitat von Deichvogt im Beitrag #102
Ab heute hat die EU aussen-, und sicherheitspolitisch nur noch ein Ei im Sack. Aus zwei Atommächten, die Mitglied sind wurde eine. Doch zweite Ei ist fest im Griff von Marine le Pen.

Mehrheiten für den Exit gibts auch schon in der Resttschechei und in Holland.


Zitat
Im Sprachgebrauch der NS-Propaganda wurde dieser Akt als „Zerschlagung der Rest-Tschechei bezeichnet“,



https://de.wikipedia.org/wiki/Zerschlagu..._Rest-Tschechei


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#123

RE: Kleinkariert und revanchistisch.

in Politik 25.06.2016 15:20
von Landegaard | 16.204 Beiträge | 23896 Punkte

Zitat von Nadine im Beitrag #116
Zitat von mbockstette im Beitrag #115
Zitat von Nante im Beitrag #111
Zitat von nahal im Beitrag #109
Mein Sohn, der Mark, der beruflich damit zu tun hat, sagte, UK würde langfristig davon profitieren, der REST-EU nicht.
Ich habe ihm das nicht geglaubt.

Das könnte passieren, wenn die EU den Briten die Vorteile des gemeinsamen Marktes läßt und diese die Nachteile eliminieren. Die Linie der EU muß es sein, den Briten diese Entscheidung so sauer wie möglich zu machen. Ohne diese Linie ist die EU endgültig zum Scheitern verurteilt.


Der Schaden für das UK könnte so schwerwiegend ausfallen, dass dem UK das Scheitern droht. Wenn die mal nicht eine Lawine los getreten haben, unter der sie selbst begraben werden. Wenn das Vereinigte Königreich nach seinem Ausscheiden nicht wie ein Phönix aus der Asche aufsteigt, dann war die gestrige Volksabstimmung der Weckruf nach einem integrierten Europa. Die viel bemühten und gepriesenen Vaterländer sind ohne eine Mutter Europa nichts als politische Halbstarke ohne Gewicht und Valeur.



Wenn Schotten und Nordiren entscheiden, in der EU zu bleiben, dann könnte das der Anfang des Auseinanderbrechens Großbritanniens sein. Möglicherweise ist die Wiedervereinigung der Iren dann auch kein so unrealistisches Szenario.


Es geht schon los:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/br...-a-1099774.html

Unsere Presse positioniert sich allerdings eindeutig: Wer gerade Volksentscheide fordert, ist Rechtspopulist. Ich hadere da noch etwas, Volksentscheide standen bei mir noch nie unter dem Verdacht, was für Diktatoren zu sein. Aber man lernt ja nie aus. Ich kann mich übrigends noch immer nicht erinnern, jemals danach gefragt worden zu sein, ob ich Teil dieser EU sein will.

Das hat Kohl so durchgesetzt, weil sonst Krieg, Untergang oder schlimmeres anstand. Die guten alten unpopulistischen Argumente halt, als es noch keine Rechtspopulisten gab, die allerorten bekämpft werden müssen.

Nicht, dass ich für ein Auseinanderbrechen der EU wäre. Aber so, wie gerade mit der stetig gewachsenen Unzufriedenheit mit der EU umgegangen wird, habe ich wenig Hoffnung, dass die Skepsis weniger wird, im Gegenteil.

Langfristig wird sich niemand verbieten lassen, eine Abstimmung wie die Briten durchzuführen. Die EU sollte ihre Mühe eher in die Überzeugung der Menschen investieren, als zu versuchen, das zu einem undemokratischen Verfahren zu deuten. Ein Volksentscheid der für eine EU-Mitgliedschaft endet ist ja nichts, wovor eine überzeugende EU Angst haben müsste.



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#124

RE: Kleinkariert und revanchistisch.

in Politik 25.06.2016 18:03
von mbockstette | 7.881 Beiträge | 6023 Punkte

Zitat von Landegaard im Beitrag #123
Zitat von Nadine im Beitrag #116
Zitat von mbockstette im Beitrag #115
Zitat von Nante im Beitrag #111
Zitat von nahal im Beitrag #109
Mein Sohn, der Mark, der beruflich damit zu tun hat, sagte, UK würde langfristig davon profitieren, der REST-EU nicht.
Ich habe ihm das nicht geglaubt.

Das könnte passieren, wenn die EU den Briten die Vorteile des gemeinsamen Marktes läßt und diese die Nachteile eliminieren. Die Linie der EU muß es sein, den Briten diese Entscheidung so sauer wie möglich zu machen. Ohne diese Linie ist die EU endgültig zum Scheitern verurteilt.


Der Schaden für das UK könnte so schwerwiegend ausfallen, dass dem UK das Scheitern droht. Wenn die mal nicht eine Lawine los getreten haben, unter der sie selbst begraben werden. Wenn das Vereinigte Königreich nach seinem Ausscheiden nicht wie ein Phönix aus der Asche aufsteigt, dann war die gestrige Volksabstimmung der Weckruf nach einem integrierten Europa. Die viel bemühten und gepriesenen Vaterländer sind ohne eine Mutter Europa nichts als politische Halbstarke ohne Gewicht und Valeur.



Wenn Schotten und Nordiren entscheiden, in der EU zu bleiben, dann könnte das der Anfang des Auseinanderbrechens Großbritanniens sein. Möglicherweise ist die Wiedervereinigung der Iren dann auch kein so unrealistisches Szenario.


Es geht schon los:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/br...-a-1099774.html

Unsere Presse positioniert sich allerdings eindeutig: Wer gerade Volksentscheide fordert, ist Rechtspopulist. Ich hadere da noch etwas, Volksentscheide standen bei mir noch nie unter dem Verdacht, was für Diktatoren zu sein. Aber man lernt ja nie aus. Ich kann mich übrigends noch immer nicht erinnern, jemals danach gefragt worden zu sein, ob ich Teil dieser EU sein will.

Das hat Kohl so durchgesetzt, weil sonst Krieg, Untergang oder schlimmeres anstand. Die guten alten unpopulistischen Argumente halt, als es noch keine Rechtspopulisten gab, die allerorten bekämpft werden müssen.

Nicht, dass ich für ein Auseinanderbrechen der EU wäre. Aber so, wie gerade mit der stetig gewachsenen Unzufriedenheit mit der EU umgegangen wird, habe ich wenig Hoffnung, dass die Skepsis weniger wird, im Gegenteil.

Langfristig wird sich niemand verbieten lassen, eine Abstimmung wie die Briten durchzuführen. Die EU sollte ihre Mühe eher in die Überzeugung der Menschen investieren, als zu versuchen, das zu einem undemokratischen Verfahren zu deuten. Ein Volksentscheid der für eine EU-Mitgliedschaft endet ist ja nichts, wovor eine überzeugende EU Angst haben müsste.


Die Abstimmung über einen EU-Austritt hatte nicht primär mit der Unzufriedenheit der Briten mit Brüssel zu tun, sondern wurde aus innenpolitischen Macht-Gründen von Cameron aufs Trapez gebracht. Das war schon die zweite Abstimmung auf der Insel zu britischen EU-Mitgliedschaft. Die EU ist kein Wanderzirkus, auch wenn in Brüssel des öfteren Kasperletheater dargeboten wird. Über Jahre hinweg hatte sich Paris gegen einen britischen EU-Beitritt gesperrt und wie sich im Nachhinein zeigt war das nicht unbegründet. London sah stets seine Rolle in der Gemeinschaft darin, diese an einer effektiven politischen Integration zu behindern.

Brüssel wird auch zu unrecht zur europäischen Müllhalde umfunktioniert, wo jeder seinen Frust abladen kann. Das ist billig und kommt doch alle teuer zu stehen. Vor dem was der europäische Vereinigungsprozess an Gutem bewirkt hat, davor verblassen seine Fehler und Versagen zur Petitesse.



zuletzt bearbeitet 25.06.2016 18:06 | nach oben springen

#125

RE: Kleinkariert und revanchistisch.

in Politik 25.06.2016 18:11
von Landegaard | 16.204 Beiträge | 23896 Punkte

Zitat von mbockstette im Beitrag #124
Zitat von Landegaard im Beitrag #123
Zitat von Nadine im Beitrag #116
Zitat von mbockstette im Beitrag #115
Zitat von Nante im Beitrag #111
Zitat von nahal im Beitrag #109
Mein Sohn, der Mark, der beruflich damit zu tun hat, sagte, UK würde langfristig davon profitieren, der REST-EU nicht.
Ich habe ihm das nicht geglaubt.

Das könnte passieren, wenn die EU den Briten die Vorteile des gemeinsamen Marktes läßt und diese die Nachteile eliminieren. Die Linie der EU muß es sein, den Briten diese Entscheidung so sauer wie möglich zu machen. Ohne diese Linie ist die EU endgültig zum Scheitern verurteilt.


Der Schaden für das UK könnte so schwerwiegend ausfallen, dass dem UK das Scheitern droht. Wenn die mal nicht eine Lawine los getreten haben, unter der sie selbst begraben werden. Wenn das Vereinigte Königreich nach seinem Ausscheiden nicht wie ein Phönix aus der Asche aufsteigt, dann war die gestrige Volksabstimmung der Weckruf nach einem integrierten Europa. Die viel bemühten und gepriesenen Vaterländer sind ohne eine Mutter Europa nichts als politische Halbstarke ohne Gewicht und Valeur.



Wenn Schotten und Nordiren entscheiden, in der EU zu bleiben, dann könnte das der Anfang des Auseinanderbrechens Großbritanniens sein. Möglicherweise ist die Wiedervereinigung der Iren dann auch kein so unrealistisches Szenario.


Es geht schon los:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/br...-a-1099774.html

Unsere Presse positioniert sich allerdings eindeutig: Wer gerade Volksentscheide fordert, ist Rechtspopulist. Ich hadere da noch etwas, Volksentscheide standen bei mir noch nie unter dem Verdacht, was für Diktatoren zu sein. Aber man lernt ja nie aus. Ich kann mich übrigends noch immer nicht erinnern, jemals danach gefragt worden zu sein, ob ich Teil dieser EU sein will.

Das hat Kohl so durchgesetzt, weil sonst Krieg, Untergang oder schlimmeres anstand. Die guten alten unpopulistischen Argumente halt, als es noch keine Rechtspopulisten gab, die allerorten bekämpft werden müssen.

Nicht, dass ich für ein Auseinanderbrechen der EU wäre. Aber so, wie gerade mit der stetig gewachsenen Unzufriedenheit mit der EU umgegangen wird, habe ich wenig Hoffnung, dass die Skepsis weniger wird, im Gegenteil.

Langfristig wird sich niemand verbieten lassen, eine Abstimmung wie die Briten durchzuführen. Die EU sollte ihre Mühe eher in die Überzeugung der Menschen investieren, als zu versuchen, das zu einem undemokratischen Verfahren zu deuten. Ein Volksentscheid der für eine EU-Mitgliedschaft endet ist ja nichts, wovor eine überzeugende EU Angst haben müsste.


Die Abstimmung über einen EU-Austritt hatte nicht primär mit der Unzufriedenheit der Briten mit Brüssel zu tun, sondern wurde aus innenpolitischen Macht-Gründen von Cameron aufs Trapez gebracht. Das war schon die zweite Abstimmung auf der Insel zu britischen EU-Mitgliedschaft. Die EU ist kein Wanderzirkus, auch wenn in Brüssel des öfteren Kasperletheater dargeboten wird. Über Jahre hinweg hatte sich Paris gegen einen britischen EU-Beitritt gesperrt und wie sich im Nachhinein zeigt war das nicht unbegründet. London sah stets seine Rolle in der Gemeinschaft darin, diese an einer effektiven politischen Integration zu behindern.

Brüssel wird auch zu unrecht zur europäischen Müllhalde umfunktioniert, wo jeder seinen Frust abladen kann. Das ist billig und kommt doch alle teuer zu stehen. Vor dem was der europäische Vereinigungsprozess an Gutem bewirkt hat, davor verblassen seine Fehler und Versagen zur Petitesse.





Davon sehe ich vieles ähnlich, ist mir aber in der Grundaussage zu pauschal. Es ist einfach für die EU, jeden Misserfolg als von den Nationen begründet darzustellen. So nimmt man sich selbst bestens aus der Verantwortung. Eher ein Indiz für die fehlende Bodenhaftung der EU-Oberen als eine Kritik an die quengeligen Nationalstaaten.

Was die großen Erfolge der EU betrifft, sehe ich auch so. Das allerdings begründet es nicht, die nächsten Jahrzehnte weiterzumachen, wie bisher. Für die jüngere Generation ist die Abwesenheit von Kriegsgelüsten gegen europäische Nachbarn eine Selbstverständlichkeit und nichts, weswegen man sich ewig eine zweifelhafte Mammut-EU mit zweifelhafter demokratischer Legitimation und einer Politik gönnen will, die keine Erfolge mehr erziehlt, sondern ihre Daseinsberechtigung in der Historie begründet. Wir reden hier nicht von einem Königshaus.



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