#451

RE: Peter-Freimann

in Foristen 13.08.2010 11:55
von hans-werner degen | 533 Beiträge


Zitat von: Peter-Freimann 
Vielleicht sollte man sich zusammen mit Herrn Bergman jetzt mal ernsthafte Gedanken bezüglich der Organisation einer derartigen Migration machen?

Ne Zeitreise um die Vorfahren der Rot-Grünen an der Migration zu hindern?


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#452

RE: Peter-Freimann

in Foristen 13.08.2010 12:04
von semipermeabel (gelöscht)
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Zitat von: Peter-Freimann 
Es steht Ihnen frei, sich hier auf jeden einzelnen Gegenstand, den ich Ihres Erachtens nicht korrekt plaziere, noch einmal zu beziehen.

Natürlich ist das soziale Umfeld ein "Angebot".

Klingt in meinen Ohren ökonomistisch: der autonome Kunde besitzt die Freiheit, einen Vertrag zu schließen - das Angebot wahrzunehmen und die Freiheit, das Angebot abzulehnen.
Wir haben hier zwei Möglichkeiten:
I) Die Ontologie: Alles was ist, das ist. Z.B Die Eltern erziehen das Kind. Basta! Der Staat erzieht das Kind. Basta.
II) Die Demokratie: In einem Reflektions- und Wahrheitsfindungsprozeß setzen wir uns damit auseinander, welche Pflichten welchen Parteien (Eltern, Staat) dabei zukommt, wenn es darum geht, das soziale Umfeld des Kindes zu steuern.
Pardon, Ihre Aussage habe ich - vorläufig - im Sinne von I) interpretiert.

Was hat das mit "zunehmender Gier des sozialistischen Staates" zu tun? Über welches Land reden Sie oder über welche gesellschaftliche Struktur?
[Ende Zitat
Ich rede über Deutschland. Ich mache mir Gedanken über die aktuell diskutierten Fragen
wie a) soll es für bestimmte Kinder eine Kindergartenpflicht geben
b) sollen aus dem Haushalt mit u.a. von dem Mittelstand erwirtschafteten Steuergeldern mehr Investitionen in Richtung Ganztagsbeschulung, Ausbau von Verwahrungsstellen für Kleinstkinder usw. getätigt werden.
Ich bin entsetzt, daß es im Nachbarland Österreich bereits einen Kindergartenzwang gibt.
Mein Motto heißt: Wehret den Anfängen! Mir ginge es da um einen Diskurs, was denn unsere Freiheit überhaupt ausmacht, die der Eltern und auch die der Kinder.
Für mich gehört es zur Würde auch schon eines sehr kleinen Kindes im Rahmen seiner Möglichkeiten Entscheidungen zu treffen, also etwas lernen zu wollen, etwas nicht lernen zu wollen, ich mag das nicht, wenn Kinder über Pädagogikkonzepte programmier werden sollen bis zum Anschlag, das Kind in seiner autonomen Entscheidung, faul oder fleißig, fies oder nett zu den Spielkameraden zu sein, gar nicht mehr vorkommt.

Wenn Ihnen Angebot ökonomistisch klingt- dann haben Sie den Sinn im Kontext unserer Unterhaltung nicht verstenden.
Angebot: Wahrnehmungsmöglichkeiten sind vorhanden und für die Sinne aufnahmebereit.
Wenn Sie Autonomie in Entscheidungen wollen, müssen Sie Kinder auch fähig zur Autonomie machen.
Dazu gehört Entscheidungssicherheit, Selbstkomptenz und soziale Kompetenz.
Das zu erreichen ist ein lebenslanger Lern- und Entwicklungsprozess.
Kompetenzerwerb ist nicht an eine gesellschaftliche Struktur gebunden, er sichert das Überleben- ob in München oder im tiefsten Busch, völlig irrelevant.
Über Betreuungsangebote für Kinder( die Sie beschreiben) diskutiere ich nicht, ohne den gesellschaftlichen Hintergrung einzubeziehen.
Wohin mit den Kindern, wenn die Eltern arbeiten gehen müssen?
Mitnehmen?
Keine Bereuungsmöglichkeit, keine Möglichkeit, berufstätig zu sein.
Nebenbei- Kinder sind gern mit anderen Kindern zusammen.
Wenn der u.a. der Mittelstand dagegen ist, dass die sauer verdienten und unter Mühe abgedrückten Steuergelder nicht für Kinderbetreuung im weitesten Sinn ausgegeben werden- dann möge er dies kundtun und sich um politische Umsetzung der Vorstellungen bemühen.
Der Mittelstand ist auf MA mit Kindern zum Glück nicht angewiesen.( falls Ironie gefunden wird, darf behalten werden)

PS: dass der Text so komisch gegliedert ist, dafür kann ich nicht- Programmfehler?



zuletzt bearbeitet 13.08.2010 12:07 | nach oben springen

#453

RE: Peter-Freimann

in Foristen 13.08.2010 12:06
von Hans Bergman | 13.801 Beiträge


Zitat von: hans-werner degen 
Nur mal so: Hab ich gerade gefunden!! Lecker, lecker.
"Der Akt, durch den ein Individuum seiner Güter beraubt wird, heißt Raub, wenn ein anderes Individuum ihn begeht.
Und soziale Gerechtigkeit, wenn eine ganze Gruppe plündert.
Nicolás Gómez Dávila, Scholien zu einem inbegriffenen Text"

Ein wirklich sympathischer Schaumschläger, der Nico, der die Zeit mit der Erfindung von so manch falschen, aber generell wirklich ganz guten und listigen Aphorismen totschlug.
Tja, Zuckerrohrschnaps verleiht Flügel...



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#454

RE: Peter-Freimann

in Foristen 13.08.2010 12:37
von Peter-Freimann (gelöscht)
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Zitat von: semipermeabel 

Wenn Ihnen Angebot ökonomistisch klingt- dann haben Sie den Sinn im Kontext unserer Unterhaltung nicht verstenden.

Ihre Nachtigal hört' ich wohl trapsen. Wollen Sie monologisieren und ganz bei Ihrem Sinn bleiben? Wenn das in IHREM SINN ist, kann ich das respektieren.


Angebot: Wahrnehmungsmöglichkeiten sind vorhanden und für die Sinne aufnahmebereit.

Wollen Sie mich hier mit Sätzen veralbern, die inhaltlich kein Aktivum (Mensch, Kollektiv) enthalten? (Klar, bei Bildungsfernen klappt der Trick, "die Stube ist täglich besenrein zu halten".) Gähn ...


Wenn Sie Autonomie in Entscheidungen wollen, müssen Sie Kinder auch fähig zur Autonomie machen.

Hans-Dieter Du MUSST mir jetzt endlich sagen, wie Deine Wünsche sind. Sei doch spontan und laß Dich nicht immer von mir beeinflussen.


Dazu gehört Entscheidungssicherheit, Selbstkomptenz und soziale Kompetenz.

Meine Rezeptionskompetenz bezüglich Buzzwords ist sehr begrenzt. Benebeln kann ich mich auch mit einer Kippe oder einem Gläschen Burgunder.


Das zu erreichen ist ein lebenslanger Lern- und Entwicklungsprozess.

Meinen Sie mit "Prozeß" eine Entwicklung, die zum Zeitpunkt A beginnt und bis zum Zeitpunkt B verläuft?
Interessant, ich bin auch zur Erkenntnis gekommen, daß ein Handeln, eigentlich jedes Geschehen außerhalb von Prozessen gar nicht möglich ist.
Hier Übereinstimmung!


Kompetenzerwerb ist nicht an eine gesellschaftliche Struktur gebunden, er sichert das Überleben- ob in München oder im tiefsten Busch, völlig irrelevant.

Wobei oft verkruschtete Strukturen erst aufgebrochen werden müssen, damit sich Kompetenzen auch chancengerecht entfalten können!


Über Betreuungsangebote für Kinder( die Sie beschreiben) diskutiere ich nicht, ohne den gesellschaftlichen Hintergrung einzubeziehen.
Wohin mit den Kindern, wenn die Eltern arbeiten gehen müssen?
Mitnehmen?

Jede Frau hat heute das Recht, als Dachdeckerin, im Straßenbau als Gleichstellungsbeauftragte oder was immer sie will zu arbeiten. Jede Frau hat heute das Recht, bei den Kindern zu bleiben.
Das Problem ist auschließlich noch die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie.
Das eingeforderte Grundrecht ist also das Recht auf die konservative Bewahrung aller OPTIONEN. Sobald ich meine Optionen einlöse, dann schaffe ich es nie, viel Geld mit 'nem Softwarebüro zu machen, meinen Mannschaftssport wirklich durchzuziehen, ein guter Vater zu sein und noch mit Disziplin meinen Klavierstunden nachzukommen.

Kurz und schlecht: Wird die eine OPTION wirklich angeklickt/eingelöst, dann wird die andere Option im leichteren Falle beschädigt, in ernsteren Fällen verunmöglicht.

An dieser Stelle ist es die Pflicht des Staates, einzugreifen und das Recht auf die anhaltende Bewahrung ALLER Optionen rechtlich abzustützen und zu subventionieren.
Ohne diese PFLICHT - die natürlich beim Staat liegt - ist die GleichbeRECHTigung nur eine Farce.


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#455

RE: Peter-Freimann

in Foristen 13.08.2010 12:45
von hans-werner degen | 533 Beiträge


Zitat von: Peter-Freimann 

Wohin mit den Kindern, wenn die Eltern arbeiten gehen müssen?
Mitnehmen?

Jede Frau hat heute das Recht, als Dachdeckerin, im Straßenbau als Gleichstellungsbeauftragte oder was immer sie will zu arbeiten. Jede Frau hat heute das Recht, bei den Kindern zu bleiben.


Recht und Möglichkeit bei den Kindern zu bleiben wird heute immer mehr eingeschränkt.
Einmal durch die ökonomische Situation die von beiden Elternteilen Gelderwerb erfordert.
Zum zweiten von Staat und Gesellschaft die die Nur-Mutter ins gesellschaftliche Abseits drängen.
Demokratisches Motto. Was die einen nicht können sollen die anderen nicht dürfen!


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#456

RE: Peter-Freimann

in Foristen 13.08.2010 12:47
von hans-werner degen | 533 Beiträge


Zitat von: hans-werner degen 
1)Jede Frau hat heute das Recht, als Dachdeckerin, im Straßenbau als Gleichstellungsbeauftragte oder was immer sie will zu arbeiten. Jede Frau hat heute das Recht, bei den Kindern zu bleiben. Ende 1)

Recht und Möglichkeit bei den Kindern zu bleiben wird heute immer mehr eingeschränkt.
Einmal durch die ökonomische Situation die von beiden Elternteilen Gelderwerb erfordert.
Zum zweiten von Staat und Gesellschaft die die Nur-Mutter ins gesellschaftliche Abseits drängen.
Demokratisches Motto. Was die einen nicht können sollen die anderen nicht dürfen!

Mißlungenes kopieren 1) gehört nicht hierhin


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#457

RE: Peter-Freimann

in Foristen 13.08.2010 12:50
von Peter-Freimann (gelöscht)
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Zitat von: hans-werner degen 
Ne Zeitreise um die Vorfahren der Rot-Grünen an der Migration zu hindern?


Es ist alles schon zwanzig nach zwölf, Herr Degen. Der Reaktionär muß arbeiten, seine Blumen gießen, mit seiner Frau schimpfen, sich mit dem Nachbarn streiten, Steuererklärungen abgeben, während de Jenossen überall bei ihren Umbauarbeiten sind.
Da wird unsere schöne Muttersprache beschädigt, den Jören wird an den Schulen das Herrschaftswissen der rot-grünen Bonzen vorenthalten, die sauer-verdienten Steuergelder werden auf ein Gyros-Konto im Ausland überwiesen.

Nee, eigentlich hat mein Hausarzt mir Rot-Grün schon verboten, ich suche auch nur noch meinen Frieden und die Beschaulichkeit, mit Migration meinte ich eigentlich nur so ein schönes Land wie Paraguay - die Richtung - mit gehobenen Unterhaltungslokalen für den Herrn mit leichtbedienbaren Zigarettenautomaten ohne Kindersicherung.

Es erforderte übermäßige Kraft, in diesem Tollhaus noch etwas zu retten, wenn die unverbesserlichen und ewiggestrigen Statikfachleute der Endsechziger-Generation die Tragsäulen weghauen. Den Fortschritt kann man nicht aufhalten.


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#458

@Peter-Freimann

in Foristen 13.08.2010 12:56
von semipermeabel (gelöscht)
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"...Wollen Sie mich hier mit Sätzen veralbern, die inhaltlich kein Aktivum (Mensch, Kollektiv) enthalten? (Klar, bei Bildungsfernen klappt der Trick, "die Stube ist täglich besenrein zu halten".) Gähn ...



Hans-Dieter Du MUSST mir jetzt endlich sagen, wie Deine Wünsche sind. Sei doch spontan und laß Dich nicht immer von mir beeinflussen...."

Zitat aus Ihrem Beitrag
____________________________________________________________________________

Nun, es ging um den Sinn des Angebots an....Sie wissen schon, das mit den Wahrnehmungsmöglichkeiten. Die sind wichtig und absolut auch in meinem Sinn.
Warum soll ich "Mensch" extra erwähnen? Wir reden hier nicht über Hosenknöpfe, oder?
Autonomie müssen Sie unbedingt googlen, lesen und verstehen, dann lachen Sie vielleicht über den Satz mit Hans- Dieter...


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#459

RE: Peter-Freimann

in Foristen 13.08.2010 12:59
von Peter-Freimann (gelöscht)
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Zitat von: Hans Bergman 
... aber generell wirklich ganz guten und listigen Aphorismen ...


Das "ganz Gute" ist die hübschere Schwester der "guten" wie der "ausreichenden.
So verschieden sehen die eigentlich gar nicht aus.

Das Brillante hat mit dem "ganz Guten" überhaupt nichts zu tun, ist vollkommen wesensfremd, ob in der Musik, der Literatur, bei den Mädel ...

Nee, gut is', nicht schon wieder, gestrichen, tschullijung!, "in der Musik und in der Literatur". Punkt.
Reicht doch.
Soll sich doch jemand anders 'reinreiten.


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#460

RE: @Peter-Freimann

in Foristen 13.08.2010 13:15
von Peter-Freimann (gelöscht)
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Zitat von: semipermeabel 
Warum soll ich "Mensch" extra erwähnen? Wir reden hier nicht über Hosenknöpfe, oder?


In der neuen Welt, die man heute an den Reißbretten der Bertelsmänner, der OECD, der SPD, der EU, der CDU/CSU, der Grünen ... entwirft, kommt der Junge, das Mädchen, der Säugling, der Greis, der Halbstarke, das Kleinkind, die Frau, der Mann nicht mehr vor.
Die Organisationen mögen es auch nicht besonders gern, ständig als Subjekte lesbarer Sätze aufzutauchen. "Lernkompetenz ist zu erwerben". Reicht doch. Da ist der Souverän, der Wähler von nebenan doch beruhigt und wählt die SPD (oder sonstwen), die Bildungspolitik ist doch erkennbar in besten fachmännischen Händen.

Sie SOLLEN "Mensch" nicht erwähnen. Warum denn? Sie beschreiben hier doch gut, wie man an mehr Funktionalität arbeitet, es geht in den Einrichtungen des Staates doch darum, INDIVIDUALITÄT zu unterstützen, was hat die damit zu tun, ob der/die Empfangende der Kompetenzabrichtung nun gerade ein kleines Kind ist oder ein großes, ein hübsches oder häßliches, dummes oder kluges, faules oder fleißiges. Oder gar ein Junge mit 'ner Spielzeugpistole oder ein Mädchen mit einer Barbiepuppe?

Ich finde das Gespräch mit Ihnen sehr, sehr ansprechend, weil es die riesengroße Schlucht beschreibt, zwischen dem, was LKW-Fahrer Hinz und die Brötchenverkäuferin Kunz von nebenan sich denken und was die Experten für uns für eine schöne, gerechtere Zukunft ausgedacht haben.

Sach' ich jetzt mal so, ganz AUTONOM.


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#461

RE: @Peter-Freimann

in Foristen 13.08.2010 13:37
von semipermeabel (gelöscht)
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Zitat von: Peter-Freimann 
In der neuen Welt, die man heute an den Reißbretten der Bertelsmänner, der OECD, der SPD, der EU, der CDU/CSU, der Grünen ... entwirft, kommt der Junge, das Mädchen, der Säugling, der Greis, der Halbstarke, das Kleinkind, die Frau, der Mann nicht mehr vor.
Die Organisationen mögen es auch nicht besonders gern, ständig als Subjekte lesbarer Sätze aufzutauchen. "Lernkompetenz ist zu erwerben". Reicht doch. Da ist der Souverän, der Wähler von nebenan doch beruhigt und wählt die SPD (oder sonstwen), die Bildungspolitik ist doch erkennbar in besten fachmännischen Händen.
Sie SOLLEN "Mensch" nicht erwähnen. Warum denn? Sie beschreiben hier doch gut, wie man an mehr Funktionalität arbeitet, es geht in den Einrichtungen des Staates doch darum, INDIVIDUALITÄT zu unterstützen, was hat die damit zu tun, ob der/die Empfangende der Kompetenzabrichtung nun gerade ein kleines Kind ist oder ein großes, ein hübsches oder häßliches, dummes oder kluges, faules oder fleißiges. Oder gar ein Junge mit 'ner Spielzeugpistole oder ein Mädchen mit einer Barbiepuppe?
Ich finde das Gespräch mit Ihnen sehr, sehr ansprechend, weil es die riesengroße Schlucht beschreibt, zwischen dem, was LKW-Fahrer Hinz und die Brötchenverkäuferin Kunz von nebenan sich denken und was die Experten für uns für eine schöne, gerechtere Zukunft ausgedacht haben.
Sach' ich jetzt mal so, ganz AUTONOM.

Ich diskutiere grundsätzlich mit eindeutigen Begriffen, die im Bedarfsfall bei mir hinterfragt werden können.
Das ist Handwerkszeug und Wissen.
Ich bin auf Entwürfe von Bertelsman etc. nicht angewiesen, lebe aber mit scharfem Blick auf diesem Planeten.
Gleichschaltung jeglicher Art lehne ich ab. Ich greife in meine Trickkiste und "flüster", verrate ganz grosse Geheimnisse und kämpfe gegen Dummheit und Kritiklosigkeit, ernsthaft!


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#462

RE: @Peter-Freimann

in Foristen 13.08.2010 13:55
von Peter-Freimann (gelöscht)
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Zitat von: semipermeabel 
Ich diskutiere grundsätzlich mit eindeutigen Begriffen, die im Bedarfsfall bei mir hinterfragt werden können.
Das ist Handwerkszeug und Wissen.


Wenn sich bestimmte wissenschaftliche und/oder ökonomische (Interessen-)Gruppen z.B. den Begriff "Kompetenzerwerb" erarbeitet haben, dann wird mit diesem Begriff ein neues Faktum geschaffen. Wer 's nicht glaubt, kann ja bei Wikipedia, Brockhaus u.ä. nachschlagen.

Es gibt Begriffe mit sehr langer Lebensdauer, "Mutter", "Heimat" ... andere Begriffe verschwinden erfreulicherweise sehr schnell wieder von der Landschaft ("Rassenreinheit").

Allerdings sind solche temporären Begriffe zu einer bestimmten Zeitepoche Fakten (denn was ist, das ist), die wiederum weitere Fakten schaffen.

Ich ging in den Sechziger Jahren noch auf ein klassisches Gymnasium, habe mir dort eine Menge Wissen erworben, ich bin aber nicht kompetent, das wäre für mich eine Beleidigung. Mir reicht Wissen, Nachdenken, Erkennen logischer Ordnungen.
Bei der Wohnungsverwaltung, die für meine Behausung zuständig ist, steht "Kompetenz" auf dem Werbestempel.
Seitdem schaffen die das in der EDV nicht, von Ihrem Recht auf Abbuchung meiner Miete Gebrauch zu machen. Die Chefin ist frei von Sozialkompetenz - mit anderen Worten besitzt sie eine echte, herzliche Aufmerksamkeit für ihre Mieter, das Büro besitzt hingegen eine Menge Werbekompetenz, schließlich haben die sich dort ganz kreativ den neuen Stempel mit der "Kompetenz" ausgedacht. Gut aufgestellt.

Vermitteln Sie doch mal Ihr elitäres Wissen:
Wie man das Einmal-Eins, Addition und Subtraktion lehrt oder lernt, ist mir schon klar. Aber wie kann man nun auch in den Gewinn von Rechenkompetenz(en) (Additionskompetenz) gelangen?




Ich bin auf Entwürfe von Bertelsman etc. nicht angewiesen, lebe aber mit scharfem Blick auf diesem Planeten.
Gleichschaltung jeglicher Art lehne ich ab. Ich greife in meine Trickkiste und "flüster", verrate ganz grosse Geheimnisse und kämpfe gegen Dummheit und Kritiklosigkeit, ernsthaft!


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#463

RE: @Peter-Freimann

in Foristen 13.08.2010 14:00
von Peter-Freimann (gelöscht)
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Zitat von: Peter-Freimann 
Ich greife in meine Trickkiste und "flüster", verrate ganz grosse Geheimnisse und kämpfe gegen Dummheit ...



DasSE sich dann um mich bemühen, erfreut zugleich - menschlich besehen - meine Seele, dochdoch, aber ich finde es sehr schade, wenn sich da ausgerechnet einen unheilbaren Klienten ausgesucht haben.
Einfach mal so aus Sympathie und Mitgefühl: WollenSe sich das wirklich antun???


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#464

RE: @Peter-Freimann

in Foristen 13.08.2010 14:14
von semipermeabel (gelöscht)
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Zitat von: Peter-Freimann 
Wenn sich bestimmte wissenschaftliche und/oder ökonomische (Interessen-)Gruppen z.B. den Begriff "Kompetenzerwerb" erarbeitet haben, dann wird mit diesem Begriff ein neues Faktum geschaffen. Wer 's nicht glaubt, kann ja bei Wikipedia, Brockhaus u.ä. nachschlagen.
Es gibt Begriffe mit sehr langer Lebensdauer, "Mutter", "Heimat" ... andere Begriffe verschwinden erfreulicherweise sehr schnell wieder von der Landschaft ("Rassenreinheit").
Allerdings sind solche temporären Begriffe zu einer bestimmten Zeitepoche Fakten (denn was ist, das ist), die wiederum weitere Fakten schaffen.
Ich ging in den Sechziger Jahren noch auf ein klassisches Gymnasium, habe mir dort eine Menge Wissen erworben, ich bin aber nicht kompetent, das wäre für mich eine Beleidigung. Mir reicht Wissen, Nachdenken, Erkennen logischer Ordnungen.
Bei der Wohnungsverwaltung, die für meine Behausung zuständig ist, steht "Kompetenz" auf dem Werbestempel.
Seitdem schaffen die das in der EDV nicht, von Ihrem Recht auf Abbuchung meiner Miete Gebrauch zu machen. Die Chefin ist frei von Sozialkompetenz - mit anderen Worten besitzt sie eine echte, herzliche Aufmerksamkeit für ihre Mieter, das Büro besitzt hingegen eine Menge Werbekompetenz, schließlich haben die sich dort ganz kreativ den neuen Stempel mit der "Kompetenz" ausgedacht. Gut aufgestellt.
Vermitteln Sie doch mal Ihr elitäres Wissen:
Wie man das Einmal-Eins, Addition und Subtraktion lehrt oder lernt, ist mir schon klar. Aber wie kann man nun auch in den Gewinn von Rechenkompetenz(en) (Additionskompetenz) gelangen?
Ich bin auf Entwürfe von Bertelsman etc. nicht angewiesen, lebe aber mit scharfem Blick auf diesem Planeten.
Gleichschaltung jeglicher Art lehne ich ab. Ich greife in meine Trickkiste und "flüster", verrate ganz grosse Geheimnisse und kämpfe gegen Dummheit und Kritiklosigkeit, ernsthaft!


Wissen zu haben und es anwenden zu können (und zu wollen), das ist Kompetenz.
Wenn das für Sie nicht wichtig ist, auch gut.
Wenn der Begriff ge- und verbogen und in alle denkbaren Richtungen geschossen wird- ist nicht mein Problem.
MUTTER und HEIMAT sind in ihrer Wörtlichkeit zwar alte Begriffe, definiert werden sie jedoch individuell und somit immer neu.


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#465

RE: @Peter-Freimann

in Foristen 13.08.2010 14:16
von semipermeabel (gelöscht)
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Zitat von: Peter-Freimann 

DasSE sich dann um mich bemühen, erfreut zugleich - menschlich besehen - meine Seele, dochdoch, aber ich finde es sehr schade, wenn sich da ausgerechnet einen unheilbaren Klienten ausgesucht haben.
Einfach mal so aus Sympathie und Mitgefühl: WollenSe sich das wirklich antun???

Nein, ich habe heute einfach so Schreibelust.


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#466

RE: @Peter-Freimann

in Foristen 13.08.2010 15:09
von Peter-Freimann (gelöscht)
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Zitat von: semipermeabel 

Wissen zu haben und es anwenden zu können (und zu wollen), das ist Kompetenz.]

Nun will das Kindergartenkind Jens-Uwe aber partout nicht, daß ihm die Kindergärtnerin beibringt, an der Turnstange weitere motorische Kompetenzen zu entwickeln.
Gibt es hier vielleicht eine innovative Motivationstechnik, zunächst eine Wollenskompetenz auszubilden?

Sonst muß ich passen. Das, was ich weiß, kann ich auch anwenden, ohne das ich auch nur einen Funken von Kompetenz besitze. Zu meiner Zeit gab es das ja auch noch nicht.


Wenn der Begriff ge- und verbogen und in alle denkbaren Richtungen geschossen wird- ist nicht mein Problem.

Sie haben ja auch gewonnen. Die Buzzwords funktionieren doch alle wie geölt. Was wollenSe mehr? Kann doch nicht weiter stören, wenn zwei oder drei schräge Einzelgänger dagegen anquengeln.


MUTTER und HEIMAT sind in ihrer Wörtlichkeit zwar alte Begriffe, definiert werden sie jedoch individuell und somit immer neu.

Welches Individuum meinen Sie jetzt genau? Das Individuum, aus dem die Masse spricht?
Oder das Individuum, das frei von allen Geboten der Mediokratie, der politisch-korrekten Sprachwächter und der Programme der Mainstreamparteien AUTONOM einfach mal so denkt, vor sich hin.
Wenn ich zu hunderten Leuten "Mutter" sage, kann ich mich verständigen. Wenn ich zu hunderten Leuten "Kompetenz" sage ... nee, ich bin auch nicht mehr so gut durchtrainiert und hab' nicht den geringsten Bock auf 'ne Tracht Prügel.

Das habt Ihr fein hingekriegt, einen Riesenkatalog schöner Wörter unser deutschen Muttersprache entehrt, auseinandergebaut, besudelt, mit Häme übergossen und jetzt hat die Elite Euer Abrißarbeiter, die Viertelgebildeten auch noch so ein pseudowissenschaftliches und elitäres Wolkenkuckucksheim geschaffen, wo Ihr zur prämodernen, alchimistischen Weisheit durchgedrungen seid:

Was Du denkst, mit Deinen Begriffen, ist individuell und subjektiv.
Was ich denke, mit meinen Begriffen, ist wissenschaftlich und objektiv.

So kann man eben Restbestände von Geist, das, was die Achtundsechziger-Bewegung noch übriggelasssen hat, natürlich gut instrumentalisieren, um faschistoiden Herrschaftsgelüsten über den freien Menschen nachgehen zu können.

Nepper, Schlepper, Bauernfänger.
Aber interessant, das mal anzugucken.


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#467

RE: @Peter-Freimann

in Foristen 13.08.2010 16:19
von Lea S. | 14.199 Beiträge

überflüssig



zuletzt bearbeitet 13.08.2010 16:22 | nach oben springen

#468

RE: @Peter-Freimann

in Foristen 13.08.2010 16:40
von Peter-Freimann (gelöscht)
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Zitat von: Lea S. 
überflüssig


Herd 'runterschalten, dann den Deckel drauf, Herd reinigen mit Zewawischundweg.


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#469

RE: @Peter-Freimann

in Foristen 13.08.2010 16:57
von BerSie
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Zitat von: Peter-Freimann 
Herd 'runterschalten, dann den Deckel drauf, Herd reinigen mit Zewawischundweg.

Ach Herr Freimann,
bitte gestatten Sie mir meiner Feministengruppe ausgewählte Postings von Ihnen zugänglich zu macnen. Das wird die motivieren und die Anstrengngen im Kampf gegen das Patriarchat verstärken!
Diskutiert wird schon ein Beischlafstreik! Weil Samenstau macht verhandlungsbereit!:-)
Den Dialog zwischen Ihnen und Herrn Degen als exponierte Spezies ihrer aussterbenden Klasse/Art werde ich archivieren, damit der der Nachwelt nicht verloren gehen...
Schönen Abend noch...


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#470

RE: @Peter-Freimann

in Foristen 13.08.2010 17:12
von Peter-Freimann (gelöscht)
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Zitat von: BerSie 
... bitte gestatten Sie mir meiner Feministengruppe ausgewählte Postings von Ihnen zugänglich zu macnen.


Hallo, BerSie,
handelt es sich hier um eine reine Männergruppe? (Finde ich übrigens grundsätzlich gar nicht schlecht.)
Was soll ich Ihnen antworten? Sie sind zum Teil tierisch sauer - Ihr gutes Recht - und dann machen wir wieder unsere Scherzchen.
Eines weiß ich ganz bestimmt: Der Femosozialismus hier und heute ist stark genug, um z.B. meine skeptischen und sarkastischen Anmerkungen zu ertragen. Das ganze kann vollständig in die Spaßgesellschaft integriert werden.
Denken Sie an Ekel Alfred: Der ist einfach widerlich, vieles an seinem Verhalten ist vollkommen unerträglich, deshalb mögen ihn die Leute, weil sein Gedankengut mit dem Ihrigen natürlich nicht tangiert, er ist harmlos.
Und insgeheim verbinden sich die Leute mit diesem Typen, weil sie Menschen sind, weil sie sich frei äußern wollen, weil sie Mann und Frau sein wollen (natürlich nicht auf die gleiche Art und Weise wie diese Fernsehfiguren) und sie spüren das der ganze öffentlich kommunizierte Genderquark zehn Mal gefährlicher ist als eine passive Nikotinvergiftung, wenn jemand sich am Kneipentisch nebenan mal eine Zigarette ansteckt.

Danke der Nachricht, ich wünsche Ihnen auch einen recht schönen Abend, BerSie!


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#471

RE: @Peter-Freimann

in Foristen 13.08.2010 18:14
von hans-werner degen | 533 Beiträge


Zitat von: Peter-Freimann 
Hallo, BerSie,
handelt es sich hier um eine reine Männergruppe? (Finde ich übrigens grundsätzlich gar nicht schlecht.)


Nur moderne Männer können vollkommene Feministinnen sein.
Richtigen Frauen ist das zu blöde; die setzen sich als Frau durch ohne das ganze Gendergerede.
Feminismus ist das Anliegen der schwachen Frauen die zu schwach/feige/dumm sind um sich durchzusetzen.


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#472

RE: @Peter-Freimann

in Foristen 13.08.2010 18:26
von Lea S. | 14.199 Beiträge


Zitat von: hans-werner degen 
Nur moderne Männer können vollkommene Feministinnen sein.
Richtigen Frauen ist das zu blöde; die setzen sich als Frau durch ohne das ganze Gendergerede.
Feminismus ist das Anliegen der schwachen Frauen die zu schwach/feige/dumm sind um sich durchzusetzen.

Erzählen Sie das mal den afghanischen Frauen!


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#473

RE: @Peter-Freimann

in Foristen 13.08.2010 18:37
von hans-werner degen | 533 Beiträge


Zitat von: Lea S. 
Erzählen Sie das mal den afghanischen Frauen!

Sie verwechseln 2 Welten.
Und die paar afghanische Frauen die kenne sind keine Feministinnen sondern wollen ein freiheitliches Leben mit den gleichen Chancen wie die Männer.


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#474

@Peter-Freimann

in Foristen 13.08.2010 18:43
von semipermeabel (gelöscht)
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"...Sonst muß ich passen. Das, was ich weiß, kann ich auch anwenden, ohne das ich auch nur einen Funken von Kompetenz besitze. Zu meiner Zeit gab es das ja auch noch nicht..."

Aber sicher gab es Kompetenz"...Schüler XY ist fähig, willens und in der Lage..." sagt nichts anderes aus.
Nebenbei sind motorische Kompetenzen quatsch, Verbesserung der Motorik, wie auch immer, reicht völlig aus.
Wenn Sie zu einem Menschen MUTTER sagen, dann wird er das Wort verstehen, mehr auch nicht. Es sei, Sie sprechen Ihre Mutter, Ihre Adoptivmutter oder die Muttergottes direkt an.
Dann fühlt sich der Angesprochene "angesprochen" und gemeint.
HEIMAT- das gleiche: wessen Heimat- Ihre, meine, die von Thomas Jefferson?
Hängen Sie Ihren Ärger darüber, was mit der Muttersprache vermeintlich so schlimmes passiert, nicht so hoch. Sie können das jederzeit komplett verweigern, ich auch.
Meinem Chef würde das irgendwann nicht gefallen und er würde mich auffordern, im wissenschaftlichen Sprachkontext zu bleiben.
Objektives Denken ist unmöglich. Ich kann das nicht, niemand kann das. Was bleibt ist die Bemühung, objektiv zu denken ung zu handeln.
Über die Restbestände von Geist aus der 68-er-Bewegung kann ich nicht viel sagen, der Un-geist scheint jedoch Mehrheiten gefunden zu haben.
Zu den faschistoiden Herrschaftsgelüsten: Gelüste erkennen, deren "Buzzwörter" und Taktiken, ist ein guter Schutz davor!


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#475

RE: @Peter-Freimann

in Foristen 13.08.2010 18:48
von Peter-Freimann (gelöscht)
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Zitat von: hans-werner degen 
Nur moderne Männer können vollkommene Feministinnen sein.
Richtigen Frauen ist das zu blöde; die setzen sich als Frau durch ohne das ganze Gendergerede.
Feminismus ist das Anliegen der schwachen Frauen die zu schwach/feige/dumm sind um sich durchzusetzen.


Fällt mir als erstes Heiner Geißler ein, Mit(?)glied der Christlich(?)-Demokratischen Union.
Bei dieser Gendergeschichte liegt eine schwere Intelligenzstörung vor: Eine Frau, die dieser Lehre anhängt, ist keine, denn "Frau" ist ein gesellschaftliches Konstrukt. Wie soll man jetzt Bildungsfernen erklären, wie es möglich ist, Frauen zugleich bevorzugt zu fördern, die man - wie die Männer ja auch - abschaffen will.
Mir ist nicht bekannt, ob es irgendwelche Ausstiegsprogramme gibt, die hier hilfreich sein können, mit Bildungsförderung zu erklären, daß "heiß" und "kalt" zugleich ein Widerspruch ist.
Menschen über Sondergesetzgebungen zu stigmatisieren über sogenannte "Gleichstellungsbeauftragte" (das sind dann in der Regel Frauen), bedeutet, das Kennzeichen der Minderwertigkeit dieser Menschengruppe zu prolongieren.
Hatte mal eine Bekannte, IT-Dozentin, eine sehr überzeugte Feministin, mit der ich sehr anregende Gespräche über Gott und die Welt geführt habe, heftige Diskussionen über den Feminismus ebenfalls, die bekam beim Stichwort "Quote" Wutanfälle und Pickel. Sie hat sich aus kleinsten Verhältnissen hochgearbeitet und fand es ganz furchtbar, wenn Frauen als Underperformerinnen sich kleinmachen und auf solchen Quotenwellen surfen.


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