#4176

RE: Staaten haben keine Freunde, sondern nur Interessen

in Politik 23.02.2012 12:36
von nahal | 18.780 Beiträge | 20445 Punkte


Zitat von: Maga-neu
23.02.2012 09:59 #107096
Pardon, aber ich halte den Vergleich auch für gewagt, allerdings nicht gerechtfertigt.


Hier Maga, ein weiterer der unzählig vorhandenen Beispielen der Vergleichbarkeit:

"If only…we could sit down at a table with the Germans and run through all their complaints and claims with a pencil, this would greatly relieve all tension."
Chamberlain, speaking unoffficially to Anthony Eden in 1937


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#4177

RE: Staaten haben keine Freunde, sondern nur Interessen

in Politik 23.02.2012 12:37
von Leto_II. | 20.248 Beiträge | 25613 Punkte


Zitat von: Hans Bergman
23.02.2012 12:20 #107123

1.Sie ist so einseitig, wie die Diebereien und die Ignoranz gegenüber UN-Resolutuonen einseitig sind.
2.
Von "Gott" geliehen?
Die Westbank wurde den Palästinensern im Gegenzug zur Errichtung Israels zugestanden. Da gibt es doch nichts zu beschönigen.
3.
Auch schöne Bilder können nicht die vorgeschoben religiös motivierten imperialistischen Verbrechen Israels rechtfertigen.



1. Ignoranz, Hans, ist genau das, was man Dir gut und berechtig vorwerfen kann.

2. Fast, Hans.

3. Dumme Bilder tun das?


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#4178

RE: Staaten haben keine Freunde, sondern nur Interessen

in Politik 23.02.2012 12:43
von nahal | 18.780 Beiträge | 20445 Punkte


Zitat von: nahal
23.02.2012 12:36 #107127


Hier Maga, ein weiterer der unzählig vorhandenen Beispielen der Vergleichbarkeit:



"You have only to look at the map to see that nothing we could do could possibly save Czechoslovakia from being overrun by the Germans."

Chamberlain, writing to his sister in 1938.


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#4179

RE: Staaten haben keine Freunde, sondern nur Interessen

in Politik 23.02.2012 12:49
von nahal | 18.780 Beiträge | 20445 Punkte

Und hier Maga, einen Brief Chamberlains.
Ich hoffe, wenn du nur einiges in diesem Brief auf die aktuelle Lage überträgst, wird sich nicht nur deine historische Sicht etwas ändern, sondern dass du die Vergleichbarkeit endlich einsiehst:

"First of all I must say something to those who have written to my wife or myself in these last weeks to tell us of their gratitude for my efforts and to assure us of their prayers for my success. Most of these letters have come from women -- mothers or sisters of our own countrymen. But there are countless others besides -- from France, from Belgium, from Italy, even from Germany, and it has been heartbreaking to read of the growing anxiety they reveal and their intense relief when they thought, too soon, that the danger of war was past.

If I felt my responsibility heavy before, to read such letters has made it seem almost overwhelming. How horrible, fantastic, incredible it is that we should be digging trenches and trying on gas masks here because of a quarrel in a far-away country between people of whom we know nothing. It seems still more impossible that a quarrel which has already been settled in principle should be the subject of war.

I can well understand the reasons why the Czech Government have felt unable to accept the terms which have been put before them in the German memorandum. Yet I believe after my talks with Herr Hitler that, if only time were allowed[/], it ought to be possible for the arrangements for transferring the territory that the Czech Government has agreed to give to Germany to be settled by agreement under conditions which would assure fair treatment to the population concerned. . . .

However much we may sympathize with a small nation confronted by a big and powerful neighbor, we cannot in all circumstances undertake to involve the whole British Empire in war [b]simply on her account. If we have to fight it must be on larger issues than that
. I am myself a man of peace to the depths of my soul. Armed conflict between nations is a nightmare to me; but if I were convinced that any nation had made up its mind to dominate the world by fear of its force, I should feel that it must be resisted. Under such a domination life for people who believe in liberty would not be worth living; but war is a fearful thing, and we must be very clear, before we embark upon it, that it is really the great issues that are at stake, and that the call to risk everything in their defense, when all the consequences are weighed, is irresistible.

For the present I ask you to await as calmly as you can the events of the next few days. As long as war has not begun, there is always hope that it may be prevented, and you know that I am going to work for peace to the last moment. Good night. . . ."


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#4180

RE: Staaten haben keine Freunde, sondern nur Interessen

in Politik 23.02.2012 12:56
von guylux (gelöscht)
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Zitat von: nahal
23.02.2012 12:01 #107121


Finden Sie nicht bezeichnend, dass Sie "Glaube" so oft strapazieren?

Ich bin auch dafür, den Sanktionen eine Chance zu geben.
Wie lange glauben Sie, sollte die Chance Zeit haben?
Haben Sie den Eindruck, die Mullahs haben sich bisher, trotz Sanktionen, einen Zentimeter bewegt?
Woher stammt Ihr Eindruck (sind Sie "man"?), dass man diesen Sanktionen, die seit einigen Jahren verhängt wurden, keine Chance geben möchte?
Wenn die letzten Sanktionen auch nicht die gewünschte Wirkung zeigen, wie sollte man weiter verfahren?


Es ist allerdings bezeichnend , dass ich " Glaube " schreibe um kundzutun dass es sich um meine Meinung handelt , Sie strapazieren " Wissen " noch öfter .
Warum haben Sie denn auf meine 1, Frage nicht geantwortet ?
Mein Eindruck dass man den Sanktionen keine Chance geben will , stammen von Aussagen eines gewissen Herrn Barak . Ausserdem davon , dass die USA sagen , dass die Sanktionen zu wirken beginnen , Bibi aber das Gegenteil behauptet .
Wenn die letzten Sanktionen keine Wirkung zeigen , sollte man meine Meinung mit dem Iran das Gleiche tun wie mit Nordkorea . Dann haben sie die Atombombe eben . Andere Länder haben sie ja auch und es scheint niemand zu stören .
Ein " Präventiveschlag " wird die Bombe höchstens um ein paar Jahre verzögern , mehr nicht . Sie wollen doch wohl nicht , dass Israel den Iran alle paar Jahre " präventiv " angreift ?


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#4181

RE: Staaten haben keine Freunde, sondern nur Interessen

in Politik 23.02.2012 13:08
von nahal | 18.780 Beiträge | 20445 Punkte


Zitat von: guylux
23.02.2012 12:56 #107131



1)Mein Eindruck dass man den Sanktionen keine Chance geben will , stammen von Aussagen eines gewissen Herrn Barak . Ausserdem davon , dass die USA sagen , dass die Sanktionen zu wirken beginnen , Bibi aber das Gegenteil behauptet .

2)Wenn die letzten Sanktionen keine Wirkung zeigen , sollte man meine Meinung mit dem Iran das Gleiche tun wie mit Nordkorea . Dann haben sie die Atombombe eben . Andere Länder haben sie ja auch und es scheint niemand zu stören .

3)Sie wollen doch wohl nicht , dass Israel den Iran alle paar Jahre " präventiv " angreift ?


1) Ihre Eindrücke unbenommen, sie sind falsch.
Die bisherigen Sanktionen haben als Wirkung allein die weitere Verarmung der iranischen Bevölkerung. Ein Umdenken in der Atompolitik haben diese nicht bewirkt.
2) Ja, Chamberalin aus Luxemburg.
Nebenbei, die Aussage, "Andere Länder haben sie ja auch und es scheint niemand zu stören" ist so was von unsinnig, dass diese nicht weiter kommentiert werden muss.
3)Es geht nicht um Wollen, aber, wenn nötig, selbstverständlich.



zuletzt bearbeitet 23.02.2012 13:08 | nach oben springen

#4182

RE: Staaten haben keine Freunde, sondern nur Interessen

in Politik 23.02.2012 15:38
von nahal | 18.780 Beiträge | 20445 Punkte

Hier ein Haaretz-Editorial, der (fast) meine Meinung wiederspiegelt:

"But the time for playing diplomatic games with the military option is drawing to a close. There's a limit to how many times one can cry wolf. There's a point at which a "hold-me-back" policy exhausts itself. And that's a very dangerous point, because suddenly the military option turns into a real option.

The Netanyahu-Obama meeting in two weeks will be definitive. If the U.S. president wants to prevent a disaster, he must give Netanyahu iron-clad guarantees that the United States will stop Iran in any way necessary and at any price, after the 2012 elections. If Obama doesn't do this, he will obligate Netanyahu to act before the 2012 elections.

The moral responsibility for what may happen does not lie with the heirs of Chaim Weizmann and David Ben-Gurion. The moral responsibility will be borne by the man sitting in the chair that was once Franklin Roosevelt's. "
http://www.haaretz.com/print-edition/opi...top-it-1.414245


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#4183

RE: Staaten haben keine Freunde, sondern nur Interessen

in Politik 23.02.2012 16:23
von Hans Bergman | 15.211 Beiträge | 25208 Punkte


Zitat von: Leto_II.
23.02.2012 12:37 #107128


1. Ignoranz, Hans, ist genau das, was man Dir gut und berechtig vorwerfen kann.

2. Fast, Hans.

3. Dumme Bilder tun das?

Das passt schon alles ganz gut zusammen. Die Verbrechen einfach schön reden, anderen Vorwürfe machen etc. Ich kenne es jetzt seit über 40 Jahren.
Die Ignoranz des Siedlergesindels und seiner Beschützer mit der unbequemen Meinung eines heftigen Kritikers zu vergleichen, das hat schon was.

"Ich bin nicht für die Siedlungen" oder "ich bin gegen die Siedlungen" war und ist das manchmal abgerungene Maximalgeständnis der Befürworter, nicht der Gegner der Siedlungen. Weil alles andere Relativierung ist und Beschwichtigung.



zuletzt bearbeitet 23.02.2012 16:23 | nach oben springen

#4184

RE: Staaten haben keine Freunde, sondern nur Interessen

in Politik 23.02.2012 16:40
von guylux (gelöscht)
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Zitat von: nahal
23.02.2012 13:08 #107132


1) Ihre Eindrücke unbenommen, sie sind falsch.
Die bisherigen Sanktionen haben als Wirkung allein die weitere Verarmung der iranischen Bevölkerung. Ein Umdenken in der Atompolitik haben diese nicht bewirkt.
2) Ja, Chamberalin aus Luxemburg.
Nebenbei, die Aussage, "Andere Länder haben sie ja auch und es scheint niemand zu stören" ist so was von unsinnig, dass diese nicht weiter kommentiert werden muss.
3)Es geht nicht um Wollen, aber, wenn nötig, selbstverständlich.

1. Richtig , das Einlenken kommt zuletzt .
2. Sie haben immer noch nicht die Frage beantwortet , ob Hitler den Krieg angezettelt hätte wenn beide Seiten Atomwaffen gehabt hätten . Solange Sie das nicht getan haben . solltes Sie Chamberlain besser nicht zitieren .
Nordkorea , Pakistan haben die Bombe auch , der Weltfriede hält trotzdem . Wobei Ich Pakistan für gefährlicher als den Iran halte .
3. Eine Frage die Sie auch unbeantwortet lassen : was geschieht wenn der Iran aus dem NPT austritt ?


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#4185

RE: Staaten haben keine Freunde, sondern nur Interessen

in Politik 23.02.2012 16:50
von nahal | 18.780 Beiträge | 20445 Punkte


Zitat von: guylux
23.02.2012 16:40 #107139


2. Sie haben immer noch nicht die Frage beantwortet , ob Hitler den Krieg angezettelt hätte wenn beide Seiten Atomwaffen gehabt hätten . Solange Sie das nicht getan haben . solltes Sie Chamberlain besser nicht zitieren .
Nordkorea , Pakistan haben die Bombe auch , der Weltfriede hält trotzdem . Wobei Ich Pakistan für gefährlicher als den Iran halte .
3. Eine Frage die Sie auch unbeantwortet lassen : was geschieht wenn der Iran aus dem NPT austritt ?


2)
Ja, ich glaube Hitler hätte den Krieg, ab 1939, unter allen Umständen angezettelt.
Ihnen sind seine Aussagen April 1945 nicht gegenwärtig.
Hätte man ihm , 1938, die Rote Karte gezeigt, vielleicht nicht.
1936 wäre noch viel besser und leichter und deswegen zitiere ich Chamberlain immer dann, wenn ich es für angebracht halte. Im Gegensatz zu Ihnen, begründe ich meine Argumentation. Ich habe einige Zitate Chamberlains zitiert, Ihre reaktion darauf ist recht dünn.
Was Nordkorea oder Pakistan anbelangt, SIE hatten den Blödsinn angeführt, dass niemand was dagegen hätte.
3)
Ich lasse diese Frage nicht unbeantwortet, habe diese schon oft beantwortet:
Hier geht es nicht um eine tatsächliche oder vermeintliche Legalität, sondern um tatsächliche oder empfundene Gefährdung.


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#4186

RE: Staaten haben keine Freunde, sondern nur Interessen

in Politik 23.02.2012 16:53
von guylux (gelöscht)
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Zitat von: nahal
23.02.2012 15:38 #107136
Hier ein Haaretz-Editorial, der (fast) meine Meinung wiederspiegelt:

"But the time for playing diplomatic games with the military option is drawing to a close. There's a limit to how many times one can cry wolf. There's a point at which a "hold-me-back" policy exhausts itself. And that's a very dangerous point, because suddenly the military option turns into a real option.

The Netanyahu-Obama meeting in two weeks will be definitive. If the U.S. president wants to prevent a disaster, he must give Netanyahu iron-clad guarantees that the United States will stop Iran in any way necessary and at any price, after the 2012 elections. If Obama doesn't do this, he will obligate Netanyahu to act before the 2012 elections.

The moral responsibility for what may happen does not lie with the heirs of Chaim Weizmann and David Ben-Gurion. The moral responsibility will be borne by the man sitting in the chair that was once Franklin Roosevelt's. "
http://www.haaretz.com/print-edition/opi...top-it-1.414245

Der Artikel ist nicht schlecht , nur 3 Kommentare :

Netanyahu sei der Überzeugung der Iran würde die Atombombe gebrauchen wenn er sie mal hätte . Das kann Ich ihm nicht abnehmen , das muss er sagen damit er losschlagen kann .

Die moralische Verantwortung für einen Erstschlag Israels auf die USA abzuschieben ist typisch : schuld sind immer die anderen . Ganz so einfach kann man Verantwortung nicht delegieren .

Mit der Iran-Affaire hat Bibi die ihm unangenehme Palestinenserfrage tatsächlich in das 2. Glied gedrückt . Das war clever . Sie ist aber damit nicht vom Tisch .


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#4187

RE: Staaten haben keine Freunde, sondern nur Interessen

in Politik 23.02.2012 17:06
von guylux (gelöscht)
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Zitat von: nahal
23.02.2012 16:50 #107140


2)
Ja, ich glaube Hitler hätte den Krieg, ab 1939, unter allen Umständen angezettelt.
Ihnen sind seine Aussagen April 1945 nicht gegenwärtig.
Hätte man ihm , 1938, die Rote Karte gezeigt, vielleicht nicht.
1936 wäre noch viel besser und leichter und deswegen zitiere ich Chamberlain immer dann, wenn ich es für angebracht halte. Im Gegensatz zu Ihnen, begründe ich meine Argumentation. Ich habe einige Zitate Chamberlains zitiert, Ihre reaktion darauf ist recht dünn.
Was Nordkorea oder Pakistan anbelangt, SIE hatten den Blödsinn angeführt, dass niemand was dagegen hätte.
3)
Ich lasse diese Frage nicht unbeantwortet, habe diese schon oft beantwortet:
Hier geht es nicht um eine tatsächliche oder vermeintliche Legalität, sondern um tatsächliche oder empfundene Gefährdung.

Es geht nicht drum Ihre Aussagen bezüglich Chamberlain zu widerlegen , sondern drum , dass beide Situationen nicht vergleichbar sind . Sie selbst haben ja gesagt warum .
Sie strapazieren inzwischen " Glauben " auch und zwar extrem . Es ist einfach nicht plausibel zu behaupten , irgendjemand würde einen Krieg anzetteln wenn der Gegner Atombomben hat . Sie müssen das aber tun , sonst fällt Ihre Argumentation in sich zusammen .
Ich bin nicht der Meinung , dass empfundene Gefährdung zu einem Krieg berechtigt . Im Endeffekt wird die Atommacht Israel sich von jeder anderen Atommacht ( vielleicht ausser Ägypten ) im NO gefährdet fühlen und losschlagen .


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#4188

RE: Staaten haben keine Freunde, sondern nur Interessen

in Politik 23.02.2012 17:07
von Leto_II. | 20.248 Beiträge | 25613 Punkte


Zitat von: Hans Bergman
23.02.2012 16:23 #107138

Das passt schon alles ganz gut zusammen. Die Verbrechen einfach schön reden, anderen Vorwürfe machen etc. Ich kenne es jetzt seit über 40 Jahren.
Die Ignoranz des Siedlergesindels und seiner Beschützer mit der unbequemen Meinung eines heftigen Kritikers zu vergleichen, das hat schon was.

"Ich bin nicht für die Siedlungen" oder "ich bin gegen die Siedlungen" war und ist das manchmal abgerungene Maximalgeständnis der Befürworter, nicht der Gegner der Siedlungen. Weil alles andere Relativierung ist und Beschwichtigung.


In Deiner Einseitigkeit hast Du Dich richtig schön eingerichtet, Dein Vergleich ist und bleibt falsch.


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#4189

RE: Staaten haben keine Freunde, sondern nur Interessen

in Politik 23.02.2012 17:07
von nahal | 18.780 Beiträge | 20445 Punkte


Zitat von: guylux
23.02.2012 16:53 #107141


Die moralische Verantwortung für einen Erstschlag Israels auf die USA abzuschieben ist typisch : schuld sind immer die anderen . Ganz so einfach kann man Verantwortung nicht delegieren .



"Delegieren" liegt in der Kompetenz des Delegieres.
Hier:
Es sieht so aus, dass es einen Unterschied in der Einschätzung des Zeitpunktes, wo die Atomwaffenbeschaffung des Iran nicht mehr zu stoppen sein wird.
Selbstverständlcih könnte dieser Zeitpunkt auch unterschiedlich sein, da die Möglichkeiten Israels und der USA unterschiedlich sind.
Netanjahu ist, meiner Meinung nach zurecht,der meinung, dass Obama nicht vertrauenwürdig ist.
Der Artikel beschreibt, dass Netanjahu keinesfalls die Geschicke seines Landes völlig in die Hände dieses nicht vertrauenwürdigen Präsidenten übergeben soll.

Israel kann nur dann länger warten, sogar über den Zeitpunkt, wo die eigenen Möglichkeiten erschöpft sind, wenn es handfeste Garantien gibt.
Insoweit hat der Artikelschreiber Recht, es liegt bei Obama, diese Garantien zu geben oder nicht.



zuletzt bearbeitet 23.02.2012 17:09 | nach oben springen

#4190

RE: Staaten haben keine Freunde, sondern nur Interessen

in Politik 23.02.2012 17:19
von nahal | 18.780 Beiträge | 20445 Punkte


Zitat von: guylux
23.02.2012 17:06 #107142

Es geht nicht drum Ihre Aussagen bezüglich Chamberlain zu widerlegen , sondern drum , dass beide Situationen nicht vergleichbar sind .


Auch wenn Sie sich wiederholen, es reicht nicht einfach zu behaupten, die "Situationen" seien nicht vergleichbar.

Hier, zu Ihrer pfleglichen Lektüre:

"Ich darf noch einmal feststellen, dass ich erstens keinen Krieg geführt habe, dass ich zweitens seit Jahren meinem Abscheu vor einem Krieg und allerdings auch meinem Abscheu vor einer Kriegshetze Ausdruck verleihe, und dass ich drittens nicht wüsste, für welchen Zweck ich überhaupt einen Krieg führen sollte." - aus einer Rede vor dem Reichstag, 28. April 1939

"Das Wirken des Judentums wird niemals vergehen, und die Vergiftung des Volkes nicht enden, solange nicht der Erreger, der Jude, aus unserer Mitte entfernt ist." - 7. August 1920

Und hier noch das, was Sie bei der Frage, ob Hitler den Krieg angezettelt hätte, wenn...
""Wenn der Krieg verloren geht, ist es vollkommen egal, wenn das Volk mit untergeht. Ich könnte darüber noch keine Träne weinen, denn es hätte nichts anderes verdient." -
April des Jahres 1945 im "Führerbunker"


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#4191

RE: Staaten haben keine Freunde, sondern nur Interessen

in Politik 23.02.2012 17:33
von guylux (gelöscht)
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Zitat von: nahal
23.02.2012 17:07 #107144


"Delegieren" liegt in der Kompetenz des Delegieres.
Hier:
1. Es sieht so aus, dass es einen Unterschied in der Einschätzung des Zeitpunktes, wo die Atomwaffenbeschaffung des Iran nicht mehr zu stoppen sein wird.
Selbstverständlcih könnte dieser Zeitpunkt auch unterschiedlich sein, da die Möglichkeiten Israels und der USA unterschiedlich sind.
2. Netanjahu ist, meiner Meinung nach zurecht,der meinung, dass Obama nicht vertrauenwürdig ist.
Der Artikel beschreibt, dass Netanjahu keinesfalls die Geschicke seines Landes völlig in die Hände dieses nicht vertrauenwürdigen Präsidenten übergeben soll.

3. Israel kann nur dann länger warten, sogar über den Zeitpunkt, wo die eigenen Möglichkeiten erschöpft sind, wenn es handfeste Garantien gibt.
Insoweit hat der Artikelschreiber Recht, es liegt bei Obama, diese Garantien zu geben oder nicht.

1. Zweifellos richtig
2. Dass Sie Obama für nicht vertrauenswürdig halten , hätten sie gar nicht nochmal schreiben müssen . Ich halte Bibi auch nicht für vertrauenswürdig .
Aber darum geht es doch gar nicht :
es geht darum ob ein Iran mit Atomwaffen für einen der am höchsten militärisch entwickelten Staat der Welt , nämlich die Atommacht Israel mit bekannter Zweitschlagkapazität , eine reelle Existenzbedrohung darstellt . Diese Frage wird von Bibi natürlich bejaht , von Ihnen auch , aber noch längst nicht von allen .
Wenn Obama die Garantie nicht gibt, weil er z.B. an die Existenzbedrohung nicht glaubt , liegt die Verantwortung für einen Krieg immer noch bei Israel .


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#4192

RE: Staaten haben keine Freunde, sondern nur Interessen

in Politik 23.02.2012 17:47
von nahal | 18.780 Beiträge | 20445 Punkte


Zitat von: guylux
23.02.2012 17:33 #107148


es geht darum ob ein Iran mit Atomwaffen für einen der am höchsten militärisch entwickelten Staat der Welt , nämlich die Atommacht Israel mit bekannter Zweitschlagkapazität , eine reelle Existenzbedrohung darstellt . Diese Frage wird von Bibi natürlich bejaht , von Ihnen auch , aber noch längst nicht von allen .
Wenn Obama die Garantie nicht gibt, weil er z.B. an die Existenzbedrohung nicht glaubt , liegt die Verantwortung für einen Krieg immer noch bei Israel .


Sie übersehen hier eine "Kleinigkeit":
Wie auch sein Vorgänger, hat Obama, wiederholt, erklärt, dass Iran mit Atomwaffen eine unannehmbare Option ist. Ich habe jetzt keine Zeit, die Fülle an Zitaten zu verlinken, aber morgen kann ich das nachholen.
Die Verantwortung liegt wohl auch beim US-Präsidenten, weil dieser und sein Vorgänger diese garantien abgegeben hat und damit ereicht hat, dass Israel sich, bisher, zurückgehalten hat.
Und es wäre früher viel einfacher und risikoramer.


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#4193

RE: Staaten haben keine Freunde, sondern nur Interessen

in Politik 23.02.2012 17:51
von nahal | 18.780 Beiträge | 20445 Punkte


Zitat von: nahal
23.02.2012 17:47 #107149


Sie übersehen hier eine "Kleinigkeit":
Wie auch sein Vorgänger, hat Obama, wiederholt, erklärt, dass Iran mit Atomwaffen eine unannehmbare Option ist. Ich habe jetzt keine Zeit, die Fülle an Zitaten zu verlinken, aber morgen kann ich das nachholen.



Hier, seine State of the Union :

“Let there be no doubt: America is determined to prevent Iran from getting a nuclear weapon, and I will take no options off the table to achieve that goal. But a peaceful resolution of this issue is still possible, and far better, and if Iran changes course and meets its obligations, it can rejoin the community of nations.”


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#4194

RE: Staaten haben keine Freunde, sondern nur Interessen

in Politik 23.02.2012 18:36
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: nahal
23.02.2012 17:07 #107144


...................
Insoweit hat der Artikelschreiber Recht, es liegt bei Obama, diese Garantien zu geben oder nicht.

Es ist ganz allein Israels Angelegenheit, ob sie einen anderen Staat mit einem illegalen Angriffskrieg überziehen wollen.
Sie sollten dann auch die Konsequenzen allein ausbaden.
Dieses unwürdige Geschachere um Krieg und Frieden ist einfach nur noch widerwärtig Der israelische Staat hätte genug im eigenen Einzugsbereich zu tun, um sich selbst einem Frieden näher zu bringen.

Obama die Verantwortung für die Folgen der israelischen/iranischen Hetzerei zuzuschreiben ist wirklich übel.


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#4195

RE: Staaten haben keine Freunde, sondern nur Interessen

in Politik 23.02.2012 18:42
von nahal | 18.780 Beiträge | 20445 Punkte


Zitat von: Lea S.
23.02.2012 18:36 #107163


Obama die Verantwortung für die Folgen der israelischen/iranischen Hetzerei zuzuschreiben ist wirklich übel.


Dass du dich hier oft auskozt ist schon Gewohnheit.
Leider findet sich in dieser Kotze wenig Wiederverwertbares.


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#4196

RE: Staaten haben keine Freunde, sondern nur Interessen

in Politik 23.02.2012 18:53
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: nahal
23.02.2012 18:42 #107164


Dass du dich hier oft auskozt ist schon Gewohnheit.
Leider findet sich in dieser Kotze wenig Wiederverwertbares.



Noch habe ich mich nicht ausgekotzt. Wenn Du aber weiterhin das Brechmittel spielst, kann das ohne weiteres passieren. Auch kann ich es nicht ändern, wenn Du die Angewohnheit hast, in der Kotze anderer zu wühlen.

Hör auf hier dem Krieg das Wort zu reden!
Geh in kämpf Deinen ungerechten Krieg Oberst, und fordere nicht andere dazu auf.


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#4197

RE: Staaten haben keine Freunde, sondern nur Interessen

in Politik 23.02.2012 18:54
von Leto_II. | 20.248 Beiträge | 25613 Punkte


Zitat von: Lea S.
23.02.2012 18:36 #107163

Es ist ganz allein Israels Angelegenheit, ob sie einen anderen Staat mit einem illegalen Angriffskrieg überziehen wollen.
Sie sollten dann auch die Konsequenzen allein ausbaden.
Dieses unwürdige Geschachere um Krieg und Frieden ist einfach nur noch widerwärtig Der israelische Staat hätte genug im eigenen Einzugsbereich zu tun, um sich selbst einem Frieden näher zu bringen.

Obama die Verantwortung für die Folgen der israelischen/iranischen Hetzerei zuzuschreiben ist wirklich übel.


Iran ist wie er ist jedenfalls nicht wegen Israel und ausgehen tut der Konflikt einzig und allein vom Iran durch dessen Entscheidung diesen zu führen, um im inner-moslemischen Konflikt zu punkten.


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#4198

RE: Staaten haben keine Freunde, sondern nur Interessen

in Politik 23.02.2012 18:57
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: Leto_II.
23.02.2012 18:54 #107166


Iran ist wie er ist jedenfalls nicht wegen Israel und ausgehen tut der Konflikt einzig und allein vom Iran durch dessen Entscheidung diesen zu führen, um im inner-moslemischen Konflikt zu punkten.

Übersetz den Satz mal in verständlich!


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#4199

RE: Staaten haben keine Freunde, sondern nur Interessen

in Politik 23.02.2012 19:21
von ente (gelöscht)
avatar


Zitat von: Lea S.
23.02.2012 18:36 #107163

Es ist ganz allein Israels Angelegenheit, ob sie einen anderen Staat mit einem illegalen Angriffskrieg überziehen wollen.
Sie sollten dann auch die Konsequenzen allein ausbaden.
Dieses unwürdige Geschachere um Krieg und Frieden ist einfach nur noch widerwärtig Der israelische Staat hätte genug im eigenen Einzugsbereich zu tun, um sich selbst einem Frieden näher zu bringen.

Obama die Verantwortung für die Folgen der israelischen/iranischen Hetzerei zuzuschreiben ist wirklich übel.


Ohne einen starken Freund ist es halt riskant, mit dicker Lippe auf die Strasse zu gehen.
Als Obama würde ich meine Freunde mal ganz alleine auf die Strasse schicken, da kann man etwas lernen.


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#4200

RE: Staaten haben keine Freunde, sondern nur Interessen

in Politik 23.02.2012 19:29
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: ente
23.02.2012 19:21 #107169


Ohne einen starken Freund ist es halt riskant, mit dicker Lippe auf die Strasse zu gehen.
Als Obama würde ich meine Freunde mal ganz alleine auf die Strasse schicken, da kann man etwas lernen.


Dieses verlogene Gehabe um den kleinen Giftzwerg geht mir wirklich auf den Geist. Der will den grossen Bruder wahrhaftig in einen erneuten illegalen Angriffskrieg drängen allein um sekbst der stärkste Scheisser in Nah Ost zu bleiben.

Brennt es in der Gegend noch nicht genug? Wie kann man so irreal sein und zu glauben, man käme ewig davon wenn rundherum alle brennen?
Selbst die dicksten Waffen (die man sich illegal besorgt hat) vor sich hertragen um sie endlich auch mal benutzen zu können, Zuhause aber den einfachen Einwohnern dieses Landstriches die Häuser unterm Hintern wegzunehmen um sie einer bestimmten Ethnie geben zu können. Freiluftgefängnisse zu halten, nur um die eigene Ethnie zu pflegen.

Unser Oberst ist so in dieses verlogene Spiel eingebunden, er sieht wohl nicht anderes mehr.
Die Iraner sollten nicht mit Waffen dort angreifen, sondern jede Menge Frauen schicken, die an den Kasernentoren und in den ultrareligiösen Quatieren von morgens bis Abends singen. Dann laufen die Kriegshetzer schon freiwillig.


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