#5426

RE: "Geschenk gemacht"!

in Politik 18.04.2012 03:29
von old-chatterhand | 3.820 Beiträge | 3820 Punkte


Zitat von: Friefie
Hier der kurdische Standpunkt zum iranischen Atomprogramm:

Kurdische Sicht:Iran will Atombombe


Iran will Atombombe

Von Haydar Isik


"Ihr braucht uns mehr als wir euch" sagt der iranische Präsident Ahmadinedschad und pocht nun auf die Atombombe. Iran versucht die Welt an der Leine zu führen, weil die westliche Welt von Öl und Gas abhängig ist, und der Iran davon reichlich hat. Iran will jetzt einen Umweg gehen, um seine Atombombe zu bauen. Dazu will es das korrupte Putin-Regime als Werkzeug benützen. Nachdem auch die Chinesen sich auf die Seite des Iran gestellt haben, wird das Land so oder so zur Atombombe gelangen.

Die Weltöffentlichkeit zu diesem Thema ist leider sehr gespalten. Um die Hegemonie der USA zurückzudrängen, wollen die EU-Länder sich sogar mit dem "Satan" einlassen, um den Status quo im Nahen Osten beizubehalten. Sie kooperieren mit allen antidemokratischen Regimen. Die Länder in Südamerika versuchen mit nationalistischem Sozialismus aus dem Schatten der Großmacht USA zu kommen. Während die Kapitalisten in Davos tagen, tagen in Caracas national denkende Sozialisten.

Und die Demokraten in Deutschland propagieren immer wieder ihre alt gediente antiimperialistische Propaganda. Sie sehen kaum, was im Iran, in der Türkei oder in Syrien geschieht. Da diese Länder im Krieg gegen die USA für das Saddamregime waren, bezeichnet man sie als antiimperialistisch. Also sind sie unterstützenswert. Deshalb geben manche Scheindemokraten dem Iran das Recht die Atombombe zu bauen. Wenn Israel als einziges Land die Bombe hat, warum kann der Iran sie nicht auch haben, sagen sie.

Aber diese linkstendierten und nationalistisch agierten Leute haben nicht kapiert, dass Israel den Iran nicht tilgen will. Umgekehrt hat der iranische Präsident sich mehrere Male in dieser Hinsicht ganz offen geäußert.

Diese im Trockenen sitzenden Scheindemokraten versuchen die Öffentlichkeit zu Gunsten der blutrünstigsten Regime, wie das Mullah Regime im Iran, das kemalistische Regime in der Türkei und das Baath-Regime in Syrien, zu manupulieren.

Als in den Gassen Bagdads die Saddams-Statuen zerstört wurden, schrieb eine Türkin, die zur Zeit eine Linke Partei leitet etwa so: "als ich sah, dass man die Statuen von Saddam auf den Strassen zieht, tat es mir weh."

Aber diese Leute haben vorher nicht gesehen, nicht gehört, nicht gesprochen als Saddam willkürlich Menschen tötete. Sie standen auch nicht da, als das kemalistische Regime den Kurden das Recht mit brutalsten Repressalien verwehrt hat. Auch das Baath Regime in Syrien hat die Kurden nicht mal als Staatsbürger anerkannt, aber das stört sie kaum.

Wenn man heute die Welt betrachtet, sieht man gleichzeitig die Unruhegebiete. Die Länder, die mit diktatorischen Regimen ihre Völker unterdrücken, werden niemals stabil. In Iran, Syrien und in der Türkei leben 35 Millionen Kurden. Wenn man diesen ihre Rechte verwehrt, wird das Problem noch komplizierter, denn es ist klar, dass die Kurden um zu ihren Rechten zu gelangen, auch nicht friedliche Wege gehen werden. Wenn diese Länder nicht demokratisiert werden, werden sie immer ein außerdem Nährboden für islamischen Terrorismus sein.

Um wieder zum Mullahregime zu kommen möchte ich ein Beispiel nennen: Als Ayatollah Khomeyni den Ayatollah Khalkali als Richter der islamischen Republik nach Kurdistan sandte, hatte dieser ohne irgend ein Verfahren Kurden willkürlich hingerichtet. Dieses Regime hat keine Rechtstaatlichkeit. Es zählt nur der Islam. Die Menschen sollen sich gehorsam dem Islam unterwerfen. Dieser Absolutismus des Islam unterdrückt die aufgewachten Menschen, besonders die Frauen. Deshalb ist dieses Mullahregime wie eine Atombombe zu betrachten. Man braucht nicht mal wirklich eine Bombe zu bauen.

Die Äußerungen von Ahmadinedschad sind nicht nur unqualifiziert, sondern zeigen eine neue Politik. Er sagt immer wieder, dass der Holocaust eine erfundene Lüge sei. Oder, die Juden sollen nach Europa. Diese und andere Äußerungen darf man nicht als unbedacht gesagt sehen. Iran will damit die Fahne des Jihad hoch halten. Ich denke, Iran ist jetzt gefährlich genug. Aber wenn es zur Atombombe gelangen würde, würde die Gefährlichkeit überdimensional. Dann kann der Iran sein Terrorregime exportieren.

Der österreichische Politiker Peter Pilz bezichtigt Ahmadinedaschad, bei der Ermordung des kurdischen Politikers Qasimlo in Wien dabei gewesen zu sein. Die Kurden haben keinen Anwalt, deshalb ist man dieser Behauptung nicht nachgegangen, um ihn vor Gericht zu stellen. Das Mullahregime ist vieler Überraschungen gut.

Iran ist wie die Türkei und Syrien für das Chaos im Irak verantwortlich. Sie wollen nicht, dass der Irak die geordneten demokratischen Bürgerrechte erhält. Wenn zum Jihad gerufen wird, muss der wahre Moslem zu Hilfe eilen. In diesem Fall muss der Iran als islamische Republik gegen Ungläubige kämpfen. Wenn man die Politik dieses Landes betrachtet, sieht man, dass der Iran eine nicht offizielle Allianz mit El Qaida hat. El Qaida und Iran haben das gleiche Interesse, die Demokratisierung im Irak zu verhindern.

http://www.haydar-isik.com/content/view/109//


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#5427

RE: "Geschenk gemacht"!

in Politik 18.04.2012 04:31
von old-chatterhand | 3.820 Beiträge | 3820 Punkte

Wegen der Gleichberechtigung der Kurden im Iran muss Ach. mit Erdogan gegen aufständische Kurden paktieren:

http://www.handelsblatt.com/politik/inte...kt/4659102.html

Der Irak ahnt, dass es auf seine Kosten gehen könnte:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,809559,00.html


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#5428

RE:

in Politik 18.04.2012 06:52
von tbn | 4.131 Beiträge | 4131 Punkte


Zitat von: OC
17.04.2012 17:21 #115376

Ich weiss nicht, warum sie sich selber so veralbern mit ihrer kindischen Wortwahl, aber das ist ihre Entscheidung. In der Tat hat der Iran ein viel größeres Problem die militärische Trommel zu rühren. Zum einen schwadroniert man dort und in der linken Presse seit 10 Jahren über einen unmittelbar bevorstehenden Schlag gegen Iran, geschehen ist trotz alledem nichts. Zum anderen spielt die iranische Führung auf Chameneis Webseite die Bedrohung derartig herunter, dass niemand mehr weiß, wie er eine angeblich drohende israelisch-amerikanische Intervention glaubhaft machen möchte.


Falls Sie mit kindischer Wortwahl die Hunde meinen, ich zitiere bei solchen Gelegenheiten gerne mal israelische Politiker.
Wenn Sie gegen einen Militärschlag gegen den Iran sind, haben wir in einem Punkt einen Konsens.
Die diplomatischen Mittel sind aus meiner Sicht erst dann ausgeschöpft wenn der Iran angegriffen hat und nicht durch den Bau einer Bombe.
Sowenig wie ich es gut gehiessen hätte Israel, Nord Korea oder Pakistan durch Luftschläge vom Bau der Atombombe abzubringen, sowenig sehe ich diese Notwendigkeit im Iran.
Der Iran soll mit allen Möglichkeiten der Diplomatie und mit gegen das Regime gezielten Sanktionen vom Bau abgehalten werden. Dies sehe ich aber ebenso für jedes andere Land, welches sich in den Besitz einer atomaren Bewaffnung bringen will.
Und hier unterscheiden sich unsere Meinungen offensichtlich, denn ich bin nicht der Meinung, dass der Iran selbst mit einer Bombe eine größere Gefahr für den Weltfrieden darstellen würde, als es Pakistan oder Nord Korea heute nicht schon tun.
Die wie ich meine, Hetze gegen den Iran indes verköpert eine viel größere Gefahr. Die Iraner sind mit ihrer Regierung schon gestraft genug und aussenpolitische Drohungen, vor allem von Israel ausgehend, nützt der Regierung.
Natürlich bedient sich die iranische Führung der Mittel der Feindbilderhaltung und wird dabei allzu gut unterstützt. Nicht anderst als in Israel, in dem die Ultrarechten von der politischen und religiösen Führung aus Theheran bestens mit Material bedient werden.
Israel aber ist das Land, indem das Volk im Gegensatz zum Iran alleine schon durch Demokratie selbst über seinen Weg entscheiden kann, es braucht keinen Iran als Feindbild und es wäre der bessere Weg den Tyrannen aus Theheran weniger Material zu geben und sich gelassener auf den verbalen Müll Ahmedindeschads zu stürtzen, geschweige denn auf ein Gedicht. (*von dem ich ausgehe, dass die Zukunft über den Wert entscheiden wird und meine Urenkel vermutlich eine Interprtation darüber beim Abi schreiben müssen)

Noch eine Frage?
Wenn tatsächlich 150.000 Raketen der Hisbollah im Libanon stationiert sind, ist das nicht eine größere Gefahr für Israel als eine mutmassliche Atombombe im Iran?
Und glauben Sie das die Hisbollah still hält, falls der Iran angegriffen würde?



zuletzt bearbeitet 18.04.2012 07:00 | nach oben springen

#5429

RE: Irans Atomprogramm - wie gefährlich ist es?

in Politik 18.04.2012 09:09
von Maga-neu | 20.258 Beiträge | 37085 Punkte


Zitat von: old-chatterhand
17.04.2012 19:18 #115423
Die alten Römer hatten einen Sinnspruch: Nichts riecht so gut, wie ein toter Feind (ich glaube von Aesinius).

Im übrigen gefällt es mir, wenn sie mich unverschämt nennen. Wenigstens eine Frau, die mich nicht nett findet. Nichts ist so schlimm, wie nett zu sein... :-)

Hier, zu den Konflikten zwischen Iran und den Golfstaaten, speziell einem, aus der Schahzeit:

"Ein Zusatz zur Schah-Verfassung erklärte 1959 Bahrain zum "integralen Bestandteil des Iran". Das Schah-Parlament proklamierte den Insel-Fünfer zur 14. Perser-Provinz. Der Schah ernannte einen "Gouverneur von Bahrain" -- doch der Mini-Monarch auf den Palmeninseln, Scheich Issa Bin Salman Hamid al-Chalifa, 34, blieb souverän, unterworfen nicht dem Pfauenthron, sondern nur den Gesetzen der Ölproduktion.
Der Schah versuchte, ihn huldvoll zu ködern. Er versprach dem kleinen Ölscheich den glanzvollen Posten eines kaiserlichen Bahrain-Gouverneurs -- falls er sich nur unterwerfe."
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46135727.html

Der Schah gerierte sich, anders als die Mullahs und Ayatollahs, als Protektor der Golfstaaten. Das Dominanzverhalten war aber unverkennbar.

Es gibt übrigens auch noch einen anderen römischen Spruch, von Cicero, der gut zu diesem Thread passt: "Equidem ad pacem hortari non desino; quae vel iniusta utilior est quam iustissimum bellum." (Allerdings lasse ich nicht nach, den Frieden anzumahnen, denn sogar ein ungerechter Friede ist besser - (eigentlich "nützlicher") - als ein sehr gerechter Krieg.")



zuletzt bearbeitet 18.04.2012 09:13 | nach oben springen

#5430

RE: "Geschenk gemacht"!

in Politik 18.04.2012 09:12
von nahal | 18.780 Beiträge | 20445 Punkte


Zitat von: FrieFie
18.04.2012 02:57 #115584



Und Netajahu hat kritisiert, dass die Verhandlungen so lange unterbrochen werden. Würde er sich sicher fühlen, könnte es ihm sch**** egal sein. Aber es besteht die Befürchtung, dass Iran nur Zeit gewinnen will.




Sogar Nachts versuchst du, Friefie, elegant, das offensichtliche Fehlen jeder Logik in der Argumentation der Foristin aufzuzeigen.
OC versucht es mit einer rethorischen Frage:
"Sind sie wirklich so naiv zu glauben, dass eine Diktatur Vorkämpfer für die Freiheit Dritter sein kann?"
wobei hier die klare Antwort und die Implikation auf die Redlichkeit der Argumentation aufgeziegt ist.

Nach Hunderten Beiträgen erscheint mir dieses anfänglich positives Bemühen nicht mehr zielführend.
Das Problem liegt eindeutig nicht in der Argumentationsrichtigkeit, sondern tief bei der grundsätzlichen Ausrichtung der Foristin.


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#5431

RE: Irans Atomprogramm - wie gefährlich ist es?

in Politik 18.04.2012 09:17
von nahal | 18.780 Beiträge | 20445 Punkte


Zitat von: Maga-neu
18.04.2012 09:09 #115593


Es gibt übrigens auch noch einen anderen römischen Spruch, von Cicero, der gut zu diesem Thread passt: "Equidem ad pacem hortari non desino; quae vel iniusta utilior est quam iustissimum bellum." (Allerdings lasse ich nicht nach, den Frieden anzumahnen, denn sogar ein ungerechter Friede ist besser - (eigentlich "nützlicher") - als ein sehr gerechter Krieg.")


Warum unbedingt Cicero?
Bertrand Russel hat es auch gesagt ("Lieber rot als tot").

Beide sind falsch, beide negieren das inhärente Recht und Streben nach Freiheit.

Im Ergebnis hat diese Haltung immer, langfristig, zu noch größeren Katastrophen geführt.

Aus der Diskussion über Chabmerlain hast du keine Schlüsse gezogen. :-(


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#5432

RE:

in Politik 18.04.2012 09:27
von Maga-neu | 20.258 Beiträge | 37085 Punkte


Zitat von: Indogermane_HS
18.04.2012 01:53 #115567


"Bedanken" Sie sich dafür bei dem geisteskranken Angrifflustigen aus Jerusalem, der am liebsten einen Krieg beginnen würde. Anders kann man ihn doch nicht mehr nennen, es sei denn man ist ein Kriegsbefürworter... Sind Sie das etwa?
Wir wissen eigentlich zu wenig. (Primor wies allerdings in einer Diskussionssendung darauf hin, dass der viel gescholtene Netanyahu noch keinen Krieg im NO begonnen hat.) Letztendlich sind wir auf Vermutungen angewiesen:

Israel fühlt sich existenziell bedroht, sieht sich aber gleichzeitig als zu schwach an, um das Problem zu lösen. Also macht es Druck vor allem auf die Amerikaner, sich des Problems anzunehmen. (Und droht, im Einklang mit seiner Sicherheitsdoktrin, sich von keiner ausländischen Macht Vorschriften bzgl. seines Handelns machen zu lassen, mit Angriff. Die Verhandlungen beobachtet es mit Argusaugen.)

Obama kann keinen Krieg gebrauchen. Er kann aber auch die jüdischen Wähler nicht verprellen. Also spielt er wie die Europäer auf Zeit.

Die BRICS-Staaten (nicht nur die pöhsen Chinesen und die pöhsen Russen) sind an einem Waffengang, der die wichtige Energieversorgung bedrohen würde, auf die alle (mit Ausnahme der Russen) angewiesen sind, überhaupt nicht interessiert. Keiner will eine iranische Bombe, aber keiner fühlt sich von ihr sonderlich bedroht.

Die mieseste Rolle in dem Stück spielen die Golfstaaten, allen voran das Wahabitenregime in Riad und die UAE.
Sie hetzen in Washington, sind aber anders als die Israelis zu feige, ihre Ansichten öffentlich vorzubringen - aus Angst, für Verbündete der "Kreuzzügler" gehalten zu werden, waas sie ja sind. Was für ein feiges Pack!



zuletzt bearbeitet 18.04.2012 09:28 | nach oben springen

#5433

RE:

in Politik 18.04.2012 09:36
von nahal | 18.780 Beiträge | 20445 Punkte


Zitat von: Maga-neu
18.04.2012 09:27 #115602

1) Letztendlich sind wir auf Vermutungen angewiesen:

2)Israel fühlt sich existenziell bedroht, sieht sich aber gleichzeitig als zu schwach an, um das Problem zu lösen.


Da Willie leider Forumsurlaub nimmt, übernehme ich die Logikkritik. :-)

Verändere die Reihenfolge deiner zwei Aussagen:

Im 2) behauptest du etwas
Im 1) schränkst du ein, es seien nur Vermutungen

Man könnte auch vermuten, Israel sei nicht "zu schwach" um das Problem zu lösen, sondern sieht das Problem als eins, dass nicht nur allein Israel zu lösen hat.
Man könnte auch vermuten, Israel betrachtet eine militärische Option als ultima ratio, eine Haltung die man wiederholt öffentlich erklärt hat.
BTW, genau wie viele andere Ländern.

Wie gesagt, alles Vermutungen, aber dann bitte keine halbe Sachen.



zuletzt bearbeitet 18.04.2012 09:37 | nach oben springen

#5434

RE:

in Politik 18.04.2012 09:49
von Maga-neu | 20.258 Beiträge | 37085 Punkte


Zitat von: nahal
18.04.2012 09:17 #115598


Warum unbedingt Cicero?
Bertrand Russel hat es auch gesagt ("Lieber rot als tot").

Beide sind falsch, beide negieren das inhärente Recht und Streben nach Freiheit.

Im Ergebnis hat diese Haltung immer, langfristig, zu noch größeren Katastrophen geführt.

Aus der Diskussion über Chabmerlain hast du keine Schlüsse gezogen. :-(

Good point: Den Cicero habe ich gewählt, weil OC einen römischen Satz zitierte. Dazu passte Cicero besser als Bertrand Russell.

Der Hintergrund der Aussage Ciceros war kein auswärtiger Krieg, sondern ein drohender Bürgerkrieg, in dem sich die Republikaner, allen voran Cato, gegen Caesar auf die römische Freiheit beriefen. Cicero wurde nicht gehört; der Krieg dauerte fast zwanzig Jahre, mit Millionen von Toten (bei einer Bevölkerung von rund 50 Millionen in den Reichsprovinzen). Und am Ende stand die Militärdiktatur, wenn auch als "Prinzipat" verkleidet. Cicero, der selbst sein Leben in diesem Krieg verlor, hatte also recht behalten.


Zitat von: nahal
18.04.2012 09:36 #115605


Da Willie leider Forumsurlaub nimmt, übernehme ich die Logikkritik. :-)

Verändere die Reihenfolge deiner zwei Aussagen:

Im 2) behauptest du etwas
Im 1) schränkst du ein, es seien nur Vermutungen

Man könnte auch vermuten, Israel sei nicht "zu schwach" um das Problem zu lösen, sondern sieht das Problem als eins, dass nicht nur allein Israel zu lösen hat.
Man könnte auch vermuten, Israel betrachtet eine militärische Option als ultima ratio, eine Haltung die man wiederholt öffentlich erklärt hat.
BTW, genau wie viele andere Ländern.

Wie gesagt, alles Vermutungen, aber dann bitte keine halbe Sachen.

Okay, einigen wir uns darauf: "zu schwach, um das Problem allein zu lösen". :-)



zuletzt bearbeitet 18.04.2012 09:49 | nach oben springen

#5435

RE: "Geschenk gemacht"!

in Politik 18.04.2012 09:49
von mbockstette | 7.881 Beiträge | 6023 Punkte


Zitat von: Lea S.
18.04.2012 02:01 #115571


Ob ich der iranischen Führung das Interesse am Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser abnehme? Wie kann ich das nicht glauben. Damit würde ich ja behaupten, dass irgendjemand das Recht hat, anderen das Selbstbestimmungsrecht abzusprechen.

Ein freies Kurdistan? Das ist wohl etwas, was die Kurden in 4 Ländern sich erkämpfen müssen. Solange aber die einzelnen Gruppen der Kurden sich spinnefeind sind, wird das wohl nicht passieren.

Allerdings sind die Kurden im Iran nicht Menschen unter Besatzung und Drangsal wie die Palästinenser in den besetzten Gebieten. Ob Kurde, Azeri, Turkaman oder Parse oder was auch immer, jeder liebt mit dem anderen Tür an Tür, hat die gleichen Recht, die gleichen Pflichten und die gleiche Art von Unterdrückung.
Da gibt es keine Roadblocks und keine Strassen nur für eine Ethnie, keine Mauer um die Dörfer und keine Bulldozer die Häuser niederreissen, weil eine andere Ethnie sich auserwählter fühlt.
Man lebt eben miteinander, teilt miteinander und leidet auch miteinander.


OC hat aufgezeigt, dass Sie nicht nur nicht Bescheid wissen, sondern das Gegenteil der Wahrheit über die Unterdrückung der Kurden hier verbreiten. "Friedlich Tür an Tür mit allen RECHTEN und Pflichten".

Es sind aber nicht "nur" die Kurden, die im Iran brachial verfolgt werden sondern diverse andere Minderheiten, denen es nicht besser ergeht:

Zitat
Das fundamentalistische Regime des Iran hat nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) nicht nur die Mehrheit der Jugend und große Teile der weiblichen Bevölkerung gegen sich. Auch die vielfach verfolgten oder unterdrückten nicht-persischen Volksgruppen und nicht- schiitischen Glaubensgemeinschaften, die insgesamt bis zu 60% der Bevölkerung stellen, stehen mehrheitlich gegen die Diktatur. "Viele Nationalitätenvertreter des Iran fordern Föderalismus nach europäischem Vorbild", sagte der GfbV-Vorstandsvorsitzende Tilman Zülch am Dienstag in Göttingen.

Die rund zehn Millionen iranischen Kurden haben nach der gnadenlosen Niederschlagung des Aufstandes 1988 und den Morden an ihren Generalsekretären Abdulrahman Ghassemlou 1989 in Wien und Dr. Sadegh Sharafkandi 1993 im Berliner Restaurant "Mykonos" jeden Glauben an das Regime verloren. Damals sollen mehrere zehntausend Kurden ermordet worden sein.

Auch die 15 bis 20 Millionen Aserbaidschaner (Aseri), von der Konfession her Schiiten, werden nicht als ethnische Gemeinschaft mit eigener Sprache, Kultur und Geschichte anerkannt. In Kindergärten, Schulen und Universitäten ist das Aserbaidschanische, eine Turksprache, nicht zugelassen. Im Mai 2006 hatten iranische Paramilitärs mehrere hundert Aseri bei Demonstrationen erschossen. Mehrere Zehntausend wurden verhaftet und gefoltert.

Die Zahl der Ahwazi, der Golfaraber in Khuzestan wird auf 4,5 Millionen geschätzt. Tiefe Armut prägt den Alltag dieser Volksgruppe. Die Ahwazi sind bis heute mehrheitlich Analphabeten sind. Die "Iranisierung" ihrer Region am Persischen Golf soll durch Bevölkerungsaustausch durchgesetzt werden. Dieses Gebiet wurde zur militärischen Sperrzone erklärt. Die etwa 2,5 Millionen Belutschen bekennen sich mehrheitlich zum sunnitischen Islam. Sie leiden unter ethnischer und religiöser Diskriminierung. Ihre ökonomisch rückständigen Siedlungsgebiete werden systematisch vernachlässigt.

Nach der Gründung der Islamischen Republik Iran wurden seit 1979 auch die etwa zwei Millionen sunnitischen Turkmenen an der Ausübung ihrer Kultur, Sprache und Religion gehindert. Die Arbeitslosigkeit beträgt in dieser Region mehr als 40%. Alle religiösen Minderheiten des Iran, Sunniten wie Zoroastrier (30.000), Juden (rund 25.000), Assyrer (noch etwa 15.000) und Armenier (noch einige tausend) werden durch den Staat zurückgesetzt oder diskriminiert.

Extremer Verfolgung sind die 300.000 Angehörigen der größten religiösen Minderheit des Iran, die Bahai, ausgesetzt. Sie werden der Gotteslästerung beschuldigt, schwere Menschenrechtsverletzungen wie Inhaftierungen, Folter und Hinrichtungen sind an der Tagesordnung. Hasspredigten, diffamierende Medienberichte, Beschlagnahme von Eigentum, Zerstörung von Friedhöfen und anderer heiliger Stätten haben in letzter Zeit zugenommen. Ihr Führungsgremium wurde im Frühjahr 2008 inhaftiert. Diesen Männern und Frauen droht die Todesstrafe.
http://www.gfbv.it/2c-stampa/2009/090616de.html



Angesichts dieser Zustände im Iran, entlarven Ihre Einlassungen Sie als unglaubwürdig, desinformiert, unaufrichtig und inhuman. Selten hat sich ein Forist/in so schonungslos demaskiert wie es Ihnen hier gelungen ist.



zuletzt bearbeitet 18.04.2012 09:57 | nach oben springen

#5436

RE: "Geschenk gemacht"!

in Politik 18.04.2012 09:52
von primatologe | 8.476 Beiträge | 8476 Punkte


Zitat von: Indogermane Warum die Mullahs aber dann nicht bei der alteingesessenen jüdischen Gemeinde im eigenen Land mit dem Holocaust anfangen, die Erklärung bleibt Netanjahu der Welt schuldig.

Mit 25.000 bis 35.000 Juden lebt im Iran die größte und älteste jüdische Minderheit im Nahen Osten.

2007 bot die israelische Hebrew Immigrant Aid Society allen iranischen jüdischen Familien 5.000 Dollar für die Auswanderung. Diese lehnten jedoch ab und blieben im Iran.

Auswanderungswellen gab es jedoch zur Staatsgründung Israels, und nach der Machtübernahme der Mullahs.
Das Verhältnis entspannte sich aber schnell wieder, da Ayatollah Khomeini die Juden unter den Schutz des Korans stellte und sogar eine Fatwa für deren Schutz aussprach.
Die Juden haben ausserdem ein verbrieftes Anrecht auf einen Abgeordneten.

Ahmadinedschad hat zwar ein "Problem" mit dem "zionistischem Gebilde " Israel, aber er spendet regelmäßig für das jüdische Krankenhaus in Teheran. Ein Antisemit würde das wohl kaum tun.

http://www.eurasischesmagazin.de/artikel/?artikelID=20090305



zuletzt bearbeitet 18.04.2012 09:58 | nach oben springen

#5437

RE:

in Politik 18.04.2012 09:54
von nahal | 18.780 Beiträge | 20445 Punkte

"Okay, einigen wir uns darauf: "zu schwach, um das Problem allein zu lösen"."

Neee,

Wenn schon, dann einigen wir uns auf:
Wir wissen es nicht, wir können nur vermuten.

Obwohl hier auch die Tendenz etwas hängt:
Die "Sorge" vieler Ländern, Israel könnte das tun, spricht mehr für eine der zwei Vermutungen.


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#5438

RE: "Geschenk gemacht"!

in Politik 18.04.2012 09:56
von primatologe | 8.476 Beiträge | 8476 Punkte


Zitat von: old-chatterhand
... wie die Palästinenser, die sich auch spinnefeind sind mit Hamas und Fatah? Warum also wird der Freiheitskampf eines kleinen zerstrittenen Volkes wie der Palästinenser ...

Polemik sollte man nicht "unterschieben" sondern kenntlich machen, sonst entlarvt sie den Schreiber.


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#5439

RE: "Geschenk gemacht"!

in Politik 18.04.2012 11:11
von FrieFie | 7.321 Beiträge | 7298 Punkte


Zitat von: primatologe
18.04.2012 09:56 #115612

Polemik sollte man nicht "unterschieben" sondern kenntlich machen, sonst entlarvt sie den Schreiber.


Nein, sie entlarvt sonst den Dummen, der sie nicht ekennt.


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#5440

RE: "Geschenk gemacht"!

in Politik 18.04.2012 12:20
von nahal | 18.780 Beiträge | 20445 Punkte

Maga:
"Den Cicero habe ich gewählt, weil OC einen römischen Satz zitierte. Dazu passte Cicero besser als Bertrand Russell.

Der Hintergrund der Aussage Ciceros war kein auswärtiger Krieg, sondern ein drohender Bürgerkrieg,....."

Ok, genug gebohrt, back to the more important things:

Du hast "Cicero" gewählt, im Zusammenhang mit Hegemonialbestrebungen Irans, die weit in der Zeit des Shahs zurückliegen.
Nada mit Gefahren eines Bürgerkrieges, sondern aussenpolitsich gerichtet.

Nein Maga, du hast das Beispiel als allgemeingültige Aussage gewählt, das du als fast Handlungsmaxime zu betrachten scheinst.

Ich halte grundsätzlich dagegen und gebe dir hier nur zwei Beispiele zu bedenken, wo du dich schon anders geäußert hast:
Ruanda
Sebrenica


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#5441

RE: "Geschenk gemacht"!

in Politik 18.04.2012 12:41
von kein Name angegeben • ( Gast )
avatar

[Eingabe Username]nahal[zusatz]
18.04.2012 12:20 #115625
[/zusatz][Username Eingabe][Eingabe Text]Nein Maga, du hast das Beispiel als allgemeingültige Aussage gewählt, das du als fast Handlungsmaxime zu betrachten scheinst.

Ich halte grundsätzlich dagegen und gebe dir hier nur zwei Beispiele zu bedenken, wo du dich schon anders geäußert hast:
Ruanda
Sebrenica
[Text Eingabe][Ende Zitat]Nein, so "kantianisch" bin ich nicht. Man muss alles "cum grano salis" betrachten und jeden Fall für sich genommen.


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#5442

RE: "Geschenk gemacht"!

in Politik 18.04.2012 12:42
von Maga-neu | 20.258 Beiträge | 37085 Punkte

Ist von mir:


Zitat von: 
18.04.2012 12:41 #115627
Nein, so "kantianisch" bin ich nicht. Man muss alles "cum grano salis" betrachten und jeden Fall für sich genommen.


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#5443

RE: "Geschenk gemacht"!

in Politik 18.04.2012 13:10
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: old-chatterhand
18.04.2012 03:29 #115586
Hier der kurdische Standpunkt zum iranischen Atomprogramm:

Kurdische Sicht:Iran will Atombombe


Iran will Atombombe

Von Haydar Isik


"Ihr braucht uns mehr als wir euch" sagt der iranische Präsident Ahmadinedschad und pocht nun auf die Atombombe. Iran versucht die Welt an der Leine zu führen, weil die westliche Welt von Öl und Gas abhängig ist, und der Iran davon reichlich hat. Iran will jetzt einen Umweg gehen, um seine Atombombe zu bauen. Dazu will es das korrupte Putin-Regime als Werkzeug benützen. Nachdem auch die Chinesen sich auf die Seite des Iran gestellt haben, wird das Land so oder so zur Atombombe gelangen.

Die Weltöffentlichkeit zu diesem Thema ist leider sehr gespalten. Um die Hegemonie der USA zurückzudrängen, wollen die EU-Länder sich sogar mit dem "Satan" einlassen, um den Status quo im Nahen Osten beizubehalten. Sie kooperieren mit allen antidemokratischen Regimen. Die Länder in Südamerika versuchen mit nationalistischem Sozialismus aus dem Schatten der Großmacht USA zu kommen. Während die Kapitalisten in Davos tagen, tagen in Caracas national denkende Sozialisten.

Und die Demokraten in Deutschland propagieren immer wieder ihre alt gediente antiimperialistische Propaganda. Sie sehen kaum, was im Iran, in der Türkei oder in Syrien geschieht. Da diese Länder im Krieg gegen die USA für das Saddamregime waren, bezeichnet man sie als antiimperialistisch. Also sind sie unterstützenswert. Deshalb geben manche Scheindemokraten dem Iran das Recht die Atombombe zu bauen. Wenn Israel als einziges Land die Bombe hat, warum kann der Iran sie nicht auch haben, sagen sie.

Aber diese linkstendierten und nationalistisch agierten Leute haben nicht kapiert, dass Israel den Iran nicht tilgen will. Umgekehrt hat der iranische Präsident sich mehrere Male in dieser Hinsicht ganz offen geäußert.

Diese im Trockenen sitzenden Scheindemokraten versuchen die Öffentlichkeit zu Gunsten der blutrünstigsten Regime, wie das Mullah Regime im Iran, das kemalistische Regime in der Türkei und das Baath-Regime in Syrien, zu manupulieren.

Als in den Gassen Bagdads die Saddams-Statuen zerstört wurden, schrieb eine Türkin, die zur Zeit eine Linke Partei leitet etwa so: "als ich sah, dass man die Statuen von Saddam auf den Strassen zieht, tat es mir weh."

Aber diese Leute haben vorher nicht gesehen, nicht gehört, nicht gesprochen als Saddam willkürlich Menschen tötete. Sie standen auch nicht da, als das kemalistische Regime den Kurden das Recht mit brutalsten Repressalien verwehrt hat. Auch das Baath Regime in Syrien hat die Kurden nicht mal als Staatsbürger anerkannt, aber das stört sie kaum.

Wenn man heute die Welt betrachtet, sieht man gleichzeitig die Unruhegebiete. Die Länder, die mit diktatorischen Regimen ihre Völker unterdrücken, werden niemals stabil. In Iran, Syrien und in der Türkei leben 35 Millionen Kurden. Wenn man diesen ihre Rechte verwehrt, wird das Problem noch komplizierter, denn es ist klar, dass die Kurden um zu ihren Rechten zu gelangen, auch nicht friedliche Wege gehen werden. Wenn diese Länder nicht demokratisiert werden, werden sie immer ein außerdem Nährboden für islamischen Terrorismus sein.

Um wieder zum Mullahregime zu kommen möchte ich ein Beispiel nennen: Als Ayatollah Khomeyni den Ayatollah Khalkali als Richter der islamischen Republik nach Kurdistan sandte, hatte dieser ohne irgend ein Verfahren Kurden willkürlich hingerichtet. Dieses Regime hat keine Rechtstaatlichkeit. Es zählt nur der Islam. Die Menschen sollen sich gehorsam dem Islam unterwerfen. Dieser Absolutismus des Islam unterdrückt die aufgewachten Menschen, besonders die Frauen. Deshalb ist dieses Mullahregime wie eine Atombombe zu betrachten. Man braucht nicht mal wirklich eine Bombe zu bauen.

Die Äußerungen von Ahmadinedschad sind nicht nur unqualifiziert, sondern zeigen eine neue Politik. Er sagt immer wieder, dass der Holocaust eine erfundene Lüge sei. Oder, die Juden sollen nach Europa. Diese und andere Äußerungen darf man nicht als unbedacht gesagt sehen. Iran will damit die Fahne des Jihad hoch halten. Ich denke, Iran ist jetzt gefährlich genug. Aber wenn es zur Atombombe gelangen würde, würde die Gefährlichkeit überdimensional. Dann kann der Iran sein Terrorregime exportieren.

Der österreichische Politiker Peter Pilz bezichtigt Ahmadinedaschad, bei der Ermordung des kurdischen Politikers Qasimlo in Wien dabei gewesen zu sein. Die Kurden haben keinen Anwalt, deshalb ist man dieser Behauptung nicht nachgegangen, um ihn vor Gericht zu stellen. Das Mullahregime ist vieler Überraschungen gut.

Iran ist wie die Türkei und Syrien für das Chaos im Irak verantwortlich. Sie wollen nicht, dass der Irak die geordneten demokratischen Bürgerrechte erhält. Wenn zum Jihad gerufen wird, muss der wahre Moslem zu Hilfe eilen. In diesem Fall muss der Iran als islamische Republik gegen Ungläubige kämpfen. Wenn man die Politik dieses Landes betrachtet, sieht man, dass der Iran eine nicht offizielle Allianz mit El Qaida hat. El Qaida und Iran haben das gleiche Interesse, die Demokratisierung im Irak zu verhindern.

http://www.haydar-isik.com/content/view/109//


Vielleicht hätten Sie etwas aufmerksamer und weniger vorbelastet lesen sollen.
Ich schrieb an Friefie:

Zitat
Allerdings sind die Kurden im Iran nicht Menschen unter Besatzung und Drangsal wie die Palästinenser in den besetzten Gebieten. Ob Kurde, Azeri, Turkaman oder Parse oder was auch immer, jeder liebt mit dem anderen Tür an Tür, hat die gleichen Recht, die gleichen Pflichten und die gleiche Art von Unterdrückung.
Da gibt es keine Roadblocks und keine Strassen nur für eine Ethnie, keine Mauer um die Dörfer und keine Bulldozer die Häuser niederreissen, weil eine andere Ethnie sich auserwählter fühlt.
Man lebt eben miteinander, teilt miteinander und leidet auch miteinander.

und


Alle im gleichen Masse unfrei unter der Mullahkratie!
Die eine Religion hier etwas mehr, die andere dort. Zum Neidischwerden reicht es trotzdem nicht.
Die Menschen untereinander aber, leben Tür an Tür.


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#5444

RE: die zahnteuflischen Verse

in Politik 18.04.2012 13:14
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: nahal
18.04.2012 09:12 #115595


Sogar Nachts versuchst du, Friefie, elegant, das offensichtliche Fehlen jeder Logik in der Argumentation der Foristin aufzuzeigen.
OC versucht es mit einer rethorischen Frage:
"Sind sie wirklich so naiv zu glauben, dass eine Diktatur Vorkämpfer für die Freiheit Dritter sein kann?"
wobei hier die klare Antwort und die Implikation auf die Redlichkeit der Argumentation aufgeziegt ist.

Nach Hunderten Beiträgen erscheint mir dieses anfänglich positives Bemühen nicht mehr zielführend.
Das Problem liegt eindeutig nicht in der Argumentationsrichtigkeit, sondern tief bei der grundsätzlichen Ausrichtung der Foristin.



Willst Du nicht noch ein paar Vernichtungswünsche hinzufügen?


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#5445

RE: "Geschenk gemacht"!

in Politik 18.04.2012 13:16
von nahal | 18.780 Beiträge | 20445 Punkte


Zitat von: 
18.04.2012 12:41 #115627

Nein, so "kantianisch" bin ich nicht. Man muss alles "cum grano salis" betrachten und jeden Fall für sich genommen.



Ja, dann sollte mann aber nicht Cicero in diesem Zusammenhang zitieren, es sei denn, man stellt siese, so wie oben, klar. :-)


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#5446

RE: "Geschenk gemacht"!

in Politik 18.04.2012 13:17
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: mbockstette
18.04.2012 09:49 #115609


OC hat aufgezeigt, dass Sie nicht nur nicht Bescheid wissen, sondern das Gegenteil der Wahrheit über die Unterdrückung der Kurden hier verbreiten. "Friedlich Tür an Tür mit allen RECHTEN und Pflichten".

Es sind aber nicht "nur" die Kurden, die im Iran brachial verfolgt werden sondern diverse andere Minderheiten, denen es nicht besser ergeht:

Zitat
Das fundamentalistische Regime des Iran hat nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) nicht nur die Mehrheit der Jugend und große Teile der weiblichen Bevölkerung gegen sich. Auch die vielfach verfolgten oder unterdrückten nicht-persischen Volksgruppen und nicht- schiitischen Glaubensgemeinschaften, die insgesamt bis zu 60% der Bevölkerung stellen, stehen mehrheitlich gegen die Diktatur. "Viele Nationalitätenvertreter des Iran fordern Föderalismus nach europäischem Vorbild", sagte der GfbV-Vorstandsvorsitzende Tilman Zülch am Dienstag in Göttingen.

Die rund zehn Millionen iranischen Kurden haben nach der gnadenlosen Niederschlagung des Aufstandes 1988 und den Morden an ihren Generalsekretären Abdulrahman Ghassemlou 1989 in Wien und Dr. Sadegh Sharafkandi 1993 im Berliner Restaurant "Mykonos" jeden Glauben an das Regime verloren. Damals sollen mehrere zehntausend Kurden ermordet worden sein.

Auch die 15 bis 20 Millionen Aserbaidschaner (Aseri), von der Konfession her Schiiten, werden nicht als ethnische Gemeinschaft mit eigener Sprache, Kultur und Geschichte anerkannt. In Kindergärten, Schulen und Universitäten ist das Aserbaidschanische, eine Turksprache, nicht zugelassen. Im Mai 2006 hatten iranische Paramilitärs mehrere hundert Aseri bei Demonstrationen erschossen. Mehrere Zehntausend wurden verhaftet und gefoltert.

Die Zahl der Ahwazi, der Golfaraber in Khuzestan wird auf 4,5 Millionen geschätzt. Tiefe Armut prägt den Alltag dieser Volksgruppe. Die Ahwazi sind bis heute mehrheitlich Analphabeten sind. Die "Iranisierung" ihrer Region am Persischen Golf soll durch Bevölkerungsaustausch durchgesetzt werden. Dieses Gebiet wurde zur militärischen Sperrzone erklärt. Die etwa 2,5 Millionen Belutschen bekennen sich mehrheitlich zum sunnitischen Islam. Sie leiden unter ethnischer und religiöser Diskriminierung. Ihre ökonomisch rückständigen Siedlungsgebiete werden systematisch vernachlässigt.

Nach der Gründung der Islamischen Republik Iran wurden seit 1979 auch die etwa zwei Millionen sunnitischen Turkmenen an der Ausübung ihrer Kultur, Sprache und Religion gehindert. Die Arbeitslosigkeit beträgt in dieser Region mehr als 40%. Alle religiösen Minderheiten des Iran, Sunniten wie Zoroastrier (30.000), Juden (rund 25.000), Assyrer (noch etwa 15.000) und Armenier (noch einige tausend) werden durch den Staat zurückgesetzt oder diskriminiert.

Extremer Verfolgung sind die 300.000 Angehörigen der größten religiösen Minderheit des Iran, die Bahai, ausgesetzt. Sie werden der Gotteslästerung beschuldigt, schwere Menschenrechtsverletzungen wie Inhaftierungen, Folter und Hinrichtungen sind an der Tagesordnung. Hasspredigten, diffamierende Medienberichte, Beschlagnahme von Eigentum, Zerstörung von Friedhöfen und anderer heiliger Stätten haben in letzter Zeit zugenommen. Ihr Führungsgremium wurde im Frühjahr 2008 inhaftiert. Diesen Männern und Frauen droht die Todesstrafe.
http://www.gfbv.it/2c-stampa/2009/090616de.html



Angesichts dieser Zustände im Iran, entlarven Ihre Einlassungen Sie als unglaubwürdig, desinformiert, unaufrichtig und inhuman. Selten hat sich ein Forist/in so schonungslos demaskiert wie es Ihnen hier gelungen ist.



Sie sollten lesen lernen. Plustern Sie sich nicht schon wieder so auf, gleich platzen Sie!


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#5447

RE:

in Politik 18.04.2012 13:20
von nahal | 18.780 Beiträge | 20445 Punkte


Zitat von: nahal
18.04.2012 09:36 #115605


Da Willie leider Forumsurlaub nimmt, übernehme ich die Logikkritik. :-)




Und punkt genau ist er wieder da! :-)


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#5448

RE:

in Politik 18.04.2012 13:26
von guylux (gelöscht)
avatar


Zitat von: old-chatterhand
17.04.2012 23:51 #115520
Ist da jemand eifersüchtig? Wenn wir die schrecklich nette Familie sind und ins Bett müssen, dann müssen sie sich jetzt die Haare blondieren und die Wetternachrichten vorlesen ;-)

Hab Ich schon gemacht , Sie hatten leider nicht eingeschaltet !


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#5449

RE: "Geschenk gemacht"!

in Politik 18.04.2012 13:28
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: primatologe
18.04.2012 09:56 #115612

Polemik sollte man nicht "unterschieben" sondern kenntlich machen, sonst entlarvt sie den Schreiber.



Er hat nichtmals so sehr unrecht mit dem Vergleich. Allein im irakischen Teil Kurdistans haben die einzelnen Clans (Barzani (heutiger Präsident irakisch Kurdistan/Talabani http://en.wikipedia.org/wiki/Massoud_Barzani ] Jahrzehntelang blutig gegeneinander gekämpft. Da in vielen Familien noch Blutrache gilt, wird es auch heute noch blutig.

Ich kenne persönlich noch einige Leute, die auf einer Seite dieser Clankämpfe gekämpft haben.
Aber stimmt, die Herrschaften Freiheitskämpfer am Schreibtisch wissen es immer besser als die, die evtl. näher an so manchem Kampf sind. Schliesslich gibt es heutzutage für jede Ansicht entsprechende Medienbeiträge.



zuletzt bearbeitet 18.04.2012 13:53 | nach oben springen

#5450

RE:

in Politik 18.04.2012 13:29
von guylux (gelöscht)
avatar


Zitat von: FrieFie
18.04.2012 00:19 #115527


Tschuldigung, aber das ist doch ein bisschen dick.
Kretin habe ich noch nie jemanden genannt, nur einen als Idioten bezeichnet (was ich jederzeit wieder tun würde, in dem Fall).

Umgekehrt könnte ich auch schreiben, dass sich Hans, der Primatologe, R.L., Leah und Sie, Pirkl und Thurner ja auch ganz prima ergänzen. Tue ich aber nicht, denn ich nehme immernoch Unterschiede wahr. (Vor allem bei Ihnen.)


Sie werden auch nie den Orden wider den tierischen Ernst kriegen .
Satire ist immer ein bisschen dick , schon gemerkt '


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