#7051

RE: Doppelmoral at its best .. !

in Politik 25.06.2013 15:41
von Leto_II. | 20.461 Beiträge | 27743 Punkte

Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7050
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7049
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7048
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7045
Zitat von Landegaard im Beitrag #7044
Nord Korea nicht vergessen. Die Welt hat sich auch nicht verändert, nur Teile davon. Und wenn ich mir Syrien so anschaue, kommt es mir so vor, als sehe ich eine altbekannte Welt...


Ich habe Korea nicht vergessen, es steht ja unter massiven Druck von aussen, genau wie der Iran. In dieser Form gab es den Druck vor drei oder vier Jahrzehnten eben nicht. Naturlich gehört "Entwicklung des Rechtempfindes" in Anführungsstriche, ein guter Teil ist natürlich Strategiewechsel der Ständigen Mitglieder im SR.

Der Fakt bleibt: Das "unveräusserliche Recht" zur Anreicherung wurde dem Iran bis auf weiteres ganz legal entzogen.


Und genau das ist ungerechtes Messen mit zweierlei Maß, was natürlich auch eine Art Doppelmoral ist. Der Iran hat daher ganz recht, die Entscheidung des SR anzuprangern. Nur weil der SR das weltpolitische Sagen hat, kann man doch nicht einfach die Tatsache ignorieren, dass die ständigen Mitglieder des SR sich bekanntlich aus den 5 Atommächten zusammensetzen, die - im Gegensatz zu Staaten wie der Iran - den NPT nicht unterzeichnet und Inspektionen nicht zugelassen haben! Wenn schon, dann müssten -- korrekte moralische Empfinung und korrektes Rechtsempfinden vorausgesetzt -- andere Staaten/Institutionen über Recht und Unrecht im Bezug auf Atomprogramme anderer Staaten entscheiden. Erst wenn die ständigen Mitglieder des SR, die neben Israel und Nord-Korea die einzigen Betrüger-Staaten mit Nuklearwaffen sind, nachweislich ihr Atomwaffenarsenal vollständig abgebaut und selbst den NPT unterzeichnet haben, hätten sie moralisch einwandfrei das Recht, auf Basis der IAEA-Berichterstattung über Atomprogramme anderer Staaten inklusive Anreciherung und Nichtanreicherung zu entscheiden. Vorher aber nicht.

Auch bedeutet der Atomwaffensperrvertrag (NPT), dass jeder Staat, der diesen Vertrag unterzeichnet hat, sehr wohl das (unveräusserliche) Recht besitzt, spaltbares Material anzureichern solange der Grad der Anreicherung eben unter der Waffentauglichkeit liegt, was bei Uran 85% beträgt (denn erst ab diesem Anreicherungsgrad spricht man von "weapon-grade"). Bis zu diesem Anreicherungsgrad haben die NPT-Staaten, zum Beispiel der Iran, moralich gesehen sehr wohl das recht, antzureichern. Die (politische) Entscheidung des UN-SR spielt - moralisch gesehen - keine Rolle, solange sie sich nicht selbst daran hält.





(1) Die Ständigen Mitglieder der SR allein kriegen keine Mehrheit zustande, sie können verhindern, nicht erzwingen.
(2) Die nächsthöhere Instanz wäre Allah, und auch der soll der Bombe ja nichts abgewinnen können.
(3) Nebenbei steht es dem Iran ja frei, aus dieser UNO auszutreten, um seinen Protest deutlich zu machen. Ändern täte das allerdings nichts.

(4) Wenn der Iran die Bombe haben wollen sollte, wäre es moralisch gewesen, zu Beginn des Programms aus dem NPT auszutreten und sein Programm ohne Hilfe der NPT-Staaten aufzubauen.

3.) Auch deshalb wird der Iran nicht aus der UN austreten. Er hatte und hat aber noch immer die Option, den freiwillig unterzeichneten Atomwaffensperrvertrag für Null und nichtig zu erklären, was ihm zumindest einen Vorteil einbringen würde, da dann der IAEA jegliche Grundlage für Inspektionen entzogen werden würde und alle Inspektoren dauerhaft nach Hause reisen müssten.



Der Austritt ändert an der Feststellung durch den SR gar nichts. Die IAEA würde den Fall auch weiterhin für den SR bearbeiten, denn eine andere Fachbehörde ist einfach nicht da. Wesentliche Grundlage für die Inspektionen ist auch jetzt die Berichterstattung an den SR.

Der NPT war ursprünglich darauf angelegt, dass Vertragsstaaten, die zum Tag X Atomwaffen hatten, diese auch behalten durften, Aufrufe zur Abrüstung sind neueren Datums. Der Vertrag ist also auf genau diese Ungleichheit angelgt. Als sehr früher Unterzeichner hat der Iran genau dafür unterschrieben.


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#7052

Vereidigung Rohanis am 4. August

in Politik 22.07.2013 12:46
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte

<<Geste des guten Willens: Iran lädt USA und EU zu Präsidenten-Vereidigung>>

"Irans gewählter Präsident Hassan Rohani will die Beziehungen seines Landes zum Westen verbessern. Als Geste des guten Willens hat Teheran erstmals Vertreter von USA und EU zur Vereidigung des neuen Regierungschefs eingeladen.

Damit setzt Rohani erste Zeichen für eine Verbesserung der Beziehungen zum Westen. Schon im iranischen Präsidentschaftswahlkampf hatte er angekündigt, nach seiner Amtsübernahme im Streit um das iranische Atomprogramm auf einen Dialog mit Amerikanern und Europäern zu setzen. "Es gibt eine neue Chance für Austausch auf der internationalen Ebene", sagte er nach seinem Wahlerfolg. "Ich hoffe, dass auch andere Länder diese Chance ergreifen."

Der Geistliche hofft darauf, eine Lockerung der harschen Wirtschaftssanktionen auszuhandeln, die der iranischen Bevölkerung zu schaffen machen. Rohani hatte die Präsidentschaftswahl am 14. Juni im ersten Durchgang mit großem Vorsprung gewonnen.[...]"

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ir...n-a-912295.html

...

Einige kritische Stimmen fragen, was er von seinen Wahlversprchen bisher schon umgestezt habe ...?
Natürlich noch gar nichts. Denn er wird schliesslich erst am 4. August vereidigt.



zuletzt bearbeitet 22.07.2013 12:53 | nach oben springen

#7053

Gegenseitige Bereitschaft für direkte Gespräche ...

in Politik 01.08.2013 11:57
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte

---
<< Atomstreit: USA wollen offenbar mit Irans Führung verhandeln>>
http://www.spiegel.de/politik/ausland/us...n-a-911021.html

"Washington - Neue Hoffnung im festgefahrenen Streit über das iranische Atomprogramm: Die USA wollen offenbar in den kommenden Wochen direkt mit der iranischen Führung verhandeln. Der im Juni gewählte iranische Präsident Hassan Rohani hatte zuvor mehrfach signalisiert, dass er zu Gesprächen bereit sei, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf hochrangige Vertreter der US-Regierung. "Wir sind offen für direkte Gespräche und wollen dem auch Nachdruck verleihen, wo wir können", wird ein Regierungsvertreter zitiert.

Demnach treffen sich die Regierungsvertreter der USA in der kommenden Woche vorab mit Repräsentanten der vier weiteren permanenten Mitglieder des UN-Sicherheitsrates plus Deutschland, um die Vorgehensweise abzustimmen. Die erneuten Gespräche wollen die USA laut "Wall Street Journal" auch dazu nutzen, die Linie des neuen iranischen Präsidenten abzutasten.

[...]
Von Rohani waren nun schon im Vorfeld neue Impulse für den festgefahrenen Atomstreit erwartet worden. Der 64-Jährige war 2003 bis 2005 Irans Chefunterhändler und stimmte einem Anreicherungsstopp zu. Rohani hält daran fest, dass Iran ein Recht auf ein ziviles Atomprogramm habe. Allerdings will er auf Dialog setzen. Der Geistliche hofft darauf, eine Lockerung der harschen Wirtschaftssanktionen herauszuhandeln, die der iranischen Bevölkerung zu schaffen machen.

Zwar liegt die Entscheidung über Irans Atomprogramm bei Ajatollah Ali Chamenei, dem wichtigsten Mann in der Islamischen Republik. Doch der Präsident hat erheblichen Einfluss darauf, in welcher Atmosphäre und welchem Ton die Verhandlungen mit der internationalen Gemeinschaft stattfinden."


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#7054

RE: Gegenseitige Bereitschaft für direkte Gespräche ...

in Politik 01.08.2013 12:02
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte

Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7053
---
<< Atomstreit: USA wollen offenbar mit Irans Führung verhandeln>>
http://www.spiegel.de/politik/ausland/us...n-a-911021.html

"Washington - Neue Hoffnung im festgefahrenen Streit über das iranische Atomprogramm: Die USA wollen offenbar in den kommenden Wochen direkt mit der iranischen Führung verhandeln. Der im Juni gewählte iranische Präsident Hassan Rohani hatte zuvor mehrfach signalisiert, dass er zu Gesprächen bereit sei, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf hochrangige Vertreter der US-Regierung. "Wir sind offen für direkte Gespräche und wollen dem auch Nachdruck verleihen, wo wir können", wird ein Regierungsvertreter zitiert.

Demnach treffen sich die Regierungsvertreter der USA in der kommenden Woche vorab mit Repräsentanten der vier weiteren permanenten Mitglieder des UN-Sicherheitsrates plus Deutschland, um die Vorgehensweise abzustimmen. Die erneuten Gespräche wollen die USA laut "Wall Street Journal" auch dazu nutzen, die Linie des neuen iranischen Präsidenten abzutasten.

[...]
Von Rohani waren nun schon im Vorfeld neue Impulse für den festgefahrenen Atomstreit erwartet worden. Der 64-Jährige war 2003 bis 2005 Irans Chefunterhändler und stimmte einem Anreicherungsstopp zu. Rohani hält daran fest, dass Iran ein Recht auf ein ziviles Atomprogramm habe. Allerdings will er auf Dialog setzen. Der Geistliche hofft darauf, eine Lockerung der harschen Wirtschaftssanktionen herauszuhandeln, die der iranischen Bevölkerung zu schaffen machen.

Zwar liegt die Entscheidung über Irans Atomprogramm bei Ajatollah Ali Chamenei, dem wichtigsten Mann in der Islamischen Republik. Doch der Präsident hat erheblichen Einfluss darauf, in welcher Atmosphäre und welchem Ton die Verhandlungen mit der internationalen Gemeinschaft stattfinden."



So signalisiert man allerdings keine Verhandlungsbereitschaft, sondern setzt dummerweise weiter auf Konfrontation ..:

"Drei Tage vor dem Amtsantritt des iranischen Präsidenten Rohani hat das US-Repräsentantenhaus neue Sanktionen gegen Teheran beschlossen. Die Entscheidung enttäuscht einige Demokraten in Washington: Sie hoffen auf Annäherung statt Konfrontation."
http://www.spiegel.de/politik/ausland/vo...n-a-914224.html

Offenbar konnten sich die üblichen Lobbyi$ten hier wieder einmal "durchsetzen".



zuletzt bearbeitet 01.08.2013 12:04 | nach oben springen

#7055

RE: Gegenseitige Bereitschaft für direkte Gespräche ...

in Politik 02.08.2013 13:48
von Leto_II. | 20.461 Beiträge | 27743 Punkte

Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7054
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7053
---
<< Atomstreit: USA wollen offenbar mit Irans Führung verhandeln>>
http://www.spiegel.de/politik/ausland/us...n-a-911021.html

"Washington - Neue Hoffnung im festgefahrenen Streit über das iranische Atomprogramm: Die USA wollen offenbar in den kommenden Wochen direkt mit der iranischen Führung verhandeln. Der im Juni gewählte iranische Präsident Hassan Rohani hatte zuvor mehrfach signalisiert, dass er zu Gesprächen bereit sei, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf hochrangige Vertreter der US-Regierung. "Wir sind offen für direkte Gespräche und wollen dem auch Nachdruck verleihen, wo wir können", wird ein Regierungsvertreter zitiert.

Demnach treffen sich die Regierungsvertreter der USA in der kommenden Woche vorab mit Repräsentanten der vier weiteren permanenten Mitglieder des UN-Sicherheitsrates plus Deutschland, um die Vorgehensweise abzustimmen. Die erneuten Gespräche wollen die USA laut "Wall Street Journal" auch dazu nutzen, die Linie des neuen iranischen Präsidenten abzutasten.

[...]
Von Rohani waren nun schon im Vorfeld neue Impulse für den festgefahrenen Atomstreit erwartet worden. Der 64-Jährige war 2003 bis 2005 Irans Chefunterhändler und stimmte einem Anreicherungsstopp zu. Rohani hält daran fest, dass Iran ein Recht auf ein ziviles Atomprogramm habe. Allerdings will er auf Dialog setzen. Der Geistliche hofft darauf, eine Lockerung der harschen Wirtschaftssanktionen herauszuhandeln, die der iranischen Bevölkerung zu schaffen machen.

Zwar liegt die Entscheidung über Irans Atomprogramm bei Ajatollah Ali Chamenei, dem wichtigsten Mann in der Islamischen Republik. Doch der Präsident hat erheblichen Einfluss darauf, in welcher Atmosphäre und welchem Ton die Verhandlungen mit der internationalen Gemeinschaft stattfinden."



So signalisiert man allerdings keine Verhandlungsbereitschaft, sondern setzt dummerweise weiter auf Konfrontation ..:

"Drei Tage vor dem Amtsantritt des iranischen Präsidenten Rohani hat das US-Repräsentantenhaus neue Sanktionen gegen Teheran beschlossen. Die Entscheidung enttäuscht einige Demokraten in Washington: Sie hoffen auf Annäherung statt Konfrontation."
http://www.spiegel.de/politik/ausland/vo...n-a-914224.html

Offenbar konnten sich die üblichen Lobbyi$ten hier wieder einmal "durchsetzen".


Das ist natürlich ausdrücklich konstruktiv:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ir...e-a-914490.html

Und bestimmt ist es nur ein Übersetzungsfehler, wenn hier im Aktiv von Beseitigung die Rede ist. Bisher war da die Sprache eher blumiger.


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#7056

RE: Gegenseitige Bereitschaft für direkte Gespräche ...

in Politik 02.08.2013 16:17
von nahal | 18.856 Beiträge | 21205 Punkte

Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7054
[quote=Indogermane_HS|p167038]---
[
So signalisiert man allerdings keine Verhandlungsbereitschaft, sondern setzt dummerweise weiter auf Konfrontation ..:




Mit diesen Verbrechern kann man und soll man nicht verhandeln.


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#7057

RE: Gegenseitige Bereitschaft für direkte Gespräche ...

in Politik 02.08.2013 16:20
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #7055
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7054
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7053
---
<< Atomstreit: USA wollen offenbar mit Irans Führung verhandeln>>
http://www.spiegel.de/politik/ausland/us...n-a-911021.html

"Washington - Neue Hoffnung im festgefahrenen Streit über das iranische Atomprogramm: Die USA wollen offenbar in den kommenden Wochen direkt mit der iranischen Führung verhandeln. Der im Juni gewählte iranische Präsident Hassan Rohani hatte zuvor mehrfach signalisiert, dass er zu Gesprächen bereit sei, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf hochrangige Vertreter der US-Regierung. "Wir sind offen für direkte Gespräche und wollen dem auch Nachdruck verleihen, wo wir können", wird ein Regierungsvertreter zitiert.

Demnach treffen sich die Regierungsvertreter der USA in der kommenden Woche vorab mit Repräsentanten der vier weiteren permanenten Mitglieder des UN-Sicherheitsrates plus Deutschland, um die Vorgehensweise abzustimmen. Die erneuten Gespräche wollen die USA laut "Wall Street Journal" auch dazu nutzen, die Linie des neuen iranischen Präsidenten abzutasten.

[...]
Von Rohani waren nun schon im Vorfeld neue Impulse für den festgefahrenen Atomstreit erwartet worden. Der 64-Jährige war 2003 bis 2005 Irans Chefunterhändler und stimmte einem Anreicherungsstopp zu. Rohani hält daran fest, dass Iran ein Recht auf ein ziviles Atomprogramm habe. Allerdings will er auf Dialog setzen. Der Geistliche hofft darauf, eine Lockerung der harschen Wirtschaftssanktionen herauszuhandeln, die der iranischen Bevölkerung zu schaffen machen.

Zwar liegt die Entscheidung über Irans Atomprogramm bei Ajatollah Ali Chamenei, dem wichtigsten Mann in der Islamischen Republik. Doch der Präsident hat erheblichen Einfluss darauf, in welcher Atmosphäre und welchem Ton die Verhandlungen mit der internationalen Gemeinschaft stattfinden."



So signalisiert man allerdings keine Verhandlungsbereitschaft, sondern setzt dummerweise weiter auf Konfrontation ..:

"Drei Tage vor dem Amtsantritt des iranischen Präsidenten Rohani hat das US-Repräsentantenhaus neue Sanktionen gegen Teheran beschlossen. Die Entscheidung enttäuscht einige Demokraten in Washington: Sie hoffen auf Annäherung statt Konfrontation."
http://www.spiegel.de/politik/ausland/vo...n-a-914224.html

Offenbar konnten sich die üblichen Lobbyi$ten hier wieder einmal "durchsetzen".


Das ist natürlich ausdrücklich konstruktiv:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ir...e-a-914490.html

Und bestimmt ist es nur ein Übersetzungsfehler, wenn hier im Aktiv von Beseitigung die Rede ist. Bisher war da die Sprache eher blumiger.


Nein, nein, kein Übersetzungsfehler.
Er spricht ausdrücklich vom REGIME, nicht vom (Staats-)"Gebilde", wei einst Ahmadi, oder gar vom "zionistischen Volk". Das ist ein wesentlicher Unterschied.

Außerdem ist das Wettern gegen Isarel ganz besonders am Al-Qods-(Jerusalem)-Tag gang-und-gebe und quasi eine "erste Qualifikationsprüfung" für den neuen Präsidenten.
Das darf man genauso wenig überbewerten, wie die Reden Netanjahus zum iranischen Atomprogramm beziehungsweise zu seinen permanenten Angriffsdrohungen gegen den Iran.

Außerdem stammt diese Medlung von heute, und könnte in der Härte auch eine Reaktion auf die neuen Sanktionen der USÁ sein, die davor beschlossen wurden. Israel wird in der Islamischen Welt bekanntlich nämlich nicht unabhägig von den USA betrachtet ... Grund genug würden aber auch alleine schon die erneut kontraproduktiven, aggressiven und paranoiden Hass-Tiraden Netanjahus gleich nach der Wiederwahl Rohanis liefern.



zuletzt bearbeitet 02.08.2013 16:27 | nach oben springen

#7058

RE: Gegenseitige Bereitschaft für direkte Gespräche ...

in Politik 02.08.2013 16:33
von Leto_II. | 20.461 Beiträge | 27743 Punkte

Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7057
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7055
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7054
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7053
---
<< Atomstreit: USA wollen offenbar mit Irans Führung verhandeln>>
http://www.spiegel.de/politik/ausland/us...n-a-911021.html

"Washington - Neue Hoffnung im festgefahrenen Streit über das iranische Atomprogramm: Die USA wollen offenbar in den kommenden Wochen direkt mit der iranischen Führung verhandeln. Der im Juni gewählte iranische Präsident Hassan Rohani hatte zuvor mehrfach signalisiert, dass er zu Gesprächen bereit sei, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf hochrangige Vertreter der US-Regierung. "Wir sind offen für direkte Gespräche und wollen dem auch Nachdruck verleihen, wo wir können", wird ein Regierungsvertreter zitiert.

Demnach treffen sich die Regierungsvertreter der USA in der kommenden Woche vorab mit Repräsentanten der vier weiteren permanenten Mitglieder des UN-Sicherheitsrates plus Deutschland, um die Vorgehensweise abzustimmen. Die erneuten Gespräche wollen die USA laut "Wall Street Journal" auch dazu nutzen, die Linie des neuen iranischen Präsidenten abzutasten.

[...]
Von Rohani waren nun schon im Vorfeld neue Impulse für den festgefahrenen Atomstreit erwartet worden. Der 64-Jährige war 2003 bis 2005 Irans Chefunterhändler und stimmte einem Anreicherungsstopp zu. Rohani hält daran fest, dass Iran ein Recht auf ein ziviles Atomprogramm habe. Allerdings will er auf Dialog setzen. Der Geistliche hofft darauf, eine Lockerung der harschen Wirtschaftssanktionen herauszuhandeln, die der iranischen Bevölkerung zu schaffen machen.

Zwar liegt die Entscheidung über Irans Atomprogramm bei Ajatollah Ali Chamenei, dem wichtigsten Mann in der Islamischen Republik. Doch der Präsident hat erheblichen Einfluss darauf, in welcher Atmosphäre und welchem Ton die Verhandlungen mit der internationalen Gemeinschaft stattfinden."



So signalisiert man allerdings keine Verhandlungsbereitschaft, sondern setzt dummerweise weiter auf Konfrontation ..:

"Drei Tage vor dem Amtsantritt des iranischen Präsidenten Rohani hat das US-Repräsentantenhaus neue Sanktionen gegen Teheran beschlossen. Die Entscheidung enttäuscht einige Demokraten in Washington: Sie hoffen auf Annäherung statt Konfrontation."
http://www.spiegel.de/politik/ausland/vo...n-a-914224.html

Offenbar konnten sich die üblichen Lobbyi$ten hier wieder einmal "durchsetzen".


Das ist natürlich ausdrücklich konstruktiv:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ir...e-a-914490.html

Und bestimmt ist es nur ein Übersetzungsfehler, wenn hier im Aktiv von Beseitigung die Rede ist. Bisher war da die Sprache eher blumiger.


Nein, nein, kein Übersetzungsfehler.
Er spricht ausdrücklich vom REGIME, nicht vom (Staats-)"Gebilde", wei einst Ahmadi, oder gar vom "zionistischen Volk". Das ist ein wesentlicher Unterschied.

Außerdem ist das Wettern gegen Isarel ganz besonders am Al-Qods-(Jerusalem)-Tag gang-und-gebe und quasi eine "erste Qualifikationsprüfung" für den neuen Präsidenten.
Das darf man genauso wenig überbewerten, wie die Reden Netanjahus zum iranischen Atomprogramm beziehungsweise zu seinen permanenten Angriffsdrohungen gegen den Iran.

Außerdem stammt diese Medlung von heute, und könnte in der Härte auch eine Reaktion auf die neuen Sanktionen der USÁ sein, die davor beschlossen wurden. Israel wird in der Islamischen Welt bekanntlich nämlich nicht unabhägig von den USA betrachtet ... Grund genug würden aber auch alleine schon die erneut kontraproduktiven, aggressiven und paranoiden Hass-Tiraden Netanjahus gleich nach der Wiederwahl Rohanis liefern.





Ahmadi sollte doch immer so verstanden werden, dass sich das "Problem" von selbst erledigt, hier will man aber aktiv werden, eine Eskalation, also, und ein guter Grund, dagegen auch aktiv vorzugehen.


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#7059

RE: Gegenseitige Bereitschaft für direkte Gespräche ...

in Politik 02.08.2013 16:57
von Leto_II. | 20.461 Beiträge | 27743 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #7058
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7057
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7055
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7054
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7053
---
<< Atomstreit: USA wollen offenbar mit Irans Führung verhandeln>>
http://www.spiegel.de/politik/ausland/us...n-a-911021.html

"Washington - Neue Hoffnung im festgefahrenen Streit über das iranische Atomprogramm: Die USA wollen offenbar in den kommenden Wochen direkt mit der iranischen Führung verhandeln. Der im Juni gewählte iranische Präsident Hassan Rohani hatte zuvor mehrfach signalisiert, dass er zu Gesprächen bereit sei, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf hochrangige Vertreter der US-Regierung. "Wir sind offen für direkte Gespräche und wollen dem auch Nachdruck verleihen, wo wir können", wird ein Regierungsvertreter zitiert.

Demnach treffen sich die Regierungsvertreter der USA in der kommenden Woche vorab mit Repräsentanten der vier weiteren permanenten Mitglieder des UN-Sicherheitsrates plus Deutschland, um die Vorgehensweise abzustimmen. Die erneuten Gespräche wollen die USA laut "Wall Street Journal" auch dazu nutzen, die Linie des neuen iranischen Präsidenten abzutasten.

[...]
Von Rohani waren nun schon im Vorfeld neue Impulse für den festgefahrenen Atomstreit erwartet worden. Der 64-Jährige war 2003 bis 2005 Irans Chefunterhändler und stimmte einem Anreicherungsstopp zu. Rohani hält daran fest, dass Iran ein Recht auf ein ziviles Atomprogramm habe. Allerdings will er auf Dialog setzen. Der Geistliche hofft darauf, eine Lockerung der harschen Wirtschaftssanktionen herauszuhandeln, die der iranischen Bevölkerung zu schaffen machen.

Zwar liegt die Entscheidung über Irans Atomprogramm bei Ajatollah Ali Chamenei, dem wichtigsten Mann in der Islamischen Republik. Doch der Präsident hat erheblichen Einfluss darauf, in welcher Atmosphäre und welchem Ton die Verhandlungen mit der internationalen Gemeinschaft stattfinden."



So signalisiert man allerdings keine Verhandlungsbereitschaft, sondern setzt dummerweise weiter auf Konfrontation ..:

"Drei Tage vor dem Amtsantritt des iranischen Präsidenten Rohani hat das US-Repräsentantenhaus neue Sanktionen gegen Teheran beschlossen. Die Entscheidung enttäuscht einige Demokraten in Washington: Sie hoffen auf Annäherung statt Konfrontation."
http://www.spiegel.de/politik/ausland/vo...n-a-914224.html

Offenbar konnten sich die üblichen Lobbyi$ten hier wieder einmal "durchsetzen".


Das ist natürlich ausdrücklich konstruktiv:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ir...e-a-914490.html

Und bestimmt ist es nur ein Übersetzungsfehler, wenn hier im Aktiv von Beseitigung die Rede ist. Bisher war da die Sprache eher blumiger.


Nein, nein, kein Übersetzungsfehler.
Er spricht ausdrücklich vom REGIME, nicht vom (Staats-)"Gebilde", wei einst Ahmadi, oder gar vom "zionistischen Volk". Das ist ein wesentlicher Unterschied.

Außerdem ist das Wettern gegen Isarel ganz besonders am Al-Qods-(Jerusalem)-Tag gang-und-gebe und quasi eine "erste Qualifikationsprüfung" für den neuen Präsidenten.
Das darf man genauso wenig überbewerten, wie die Reden Netanjahus zum iranischen Atomprogramm beziehungsweise zu seinen permanenten Angriffsdrohungen gegen den Iran.

Außerdem stammt diese Medlung von heute, und könnte in der Härte auch eine Reaktion auf die neuen Sanktionen der USÁ sein, die davor beschlossen wurden. Israel wird in der Islamischen Welt bekanntlich nämlich nicht unabhägig von den USA betrachtet ... Grund genug würden aber auch alleine schon die erneut kontraproduktiven, aggressiven und paranoiden Hass-Tiraden Netanjahus gleich nach der Wiederwahl Rohanis liefern.





Ahmadi sollte doch immer so verstanden werden, dass sich das "Problem" von selbst erledigt, hier will man aber aktiv werden, eine Eskalation, also, und ein guter Grund, dagegen auch aktiv vorzugehen.


Und es geht schon wieder los mit ganz unterschiedlichen Aussagen, Übersetzungen und Zitaten:

http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-...raelbeleidigung

Können iranischen Journalisten mal wieder nicht lesen und nicht schreiben.


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#7060

RE: Gegenseitige Bereitschaft für direkte Gespräche ...

in Politik 03.08.2013 14:53
von Hans Bergman | 15.439 Beiträge | 27488 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #7059


Und es geht schon wieder los mit ganz unterschiedlichen Aussagen, Übersetzungen und Zitaten:

http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-...raelbeleidigung

Können iranischen Journalisten mal wieder nicht lesen und nicht schreiben.



Willst du von iranischen Journalisten mehr Sorgfalt einfordern als von anderen? Aus welcher Motivation heraus?

Was man Rohani wirklich vorwerfen kann, dass ist sein Egoismus. Das zionistische Regime ist nicht nur eine Wunde für die islamische Welt.


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#7061

RE: war doch klar...

in Politik 03.08.2013 17:15
von mbockstette | 7.881 Beiträge | 6023 Punkte

Zitat
Hassan Ruhani: Das freundliche Gesicht des Terrors

Der Westen darf sich nicht täuschen lassen: Der neue iranische Präsident ist kein Hoffnungsträger.

Fünfundachtzig Tote, Hunderte von Verletzten: Der Bombenanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum Amia 1994 in Buenos Aires war das schlimmste antisemitische Verbrechen außerhalb Israels seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Die argentinische Justiz macht die Machthaber in Teheran und Hisbollah für den Anschlag verantwortlich. Einige der Drahtzieher werden mit internationalem Haftbefehl von Interpol gesucht.

Einem Bericht des argentinischen Generalstaatsanwalts zufolge soll ein iranischer Sonderausschuss die Entscheidung für das Massaker gefällt haben, der eng mit dem nationalen Sicherheitsrat des iranischen Regimes verbunden war. Sekretär dieses Rates war Hassan Ruhani, .....
http://www.zeit.de/2013/31/iran-ruhani-op-ed-stephan-grigat


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#7062

RE: Gegenseitige Bereitschaft für direkte Gespräche ...

in Politik 05.08.2013 11:01
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #7059
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7058
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7057
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7055
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7054
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7053
---
<< Atomstreit: USA wollen offenbar mit Irans Führung verhandeln>>
http://www.spiegel.de/politik/ausland/us...n-a-911021.html

"Washington - Neue Hoffnung im festgefahrenen Streit über das iranische Atomprogramm: Die USA wollen offenbar in den kommenden Wochen direkt mit der iranischen Führung verhandeln. Der im Juni gewählte iranische Präsident Hassan Rohani hatte zuvor mehrfach signalisiert, dass er zu Gesprächen bereit sei, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf hochrangige Vertreter der US-Regierung. "Wir sind offen für direkte Gespräche und wollen dem auch Nachdruck verleihen, wo wir können", wird ein Regierungsvertreter zitiert.

Demnach treffen sich die Regierungsvertreter der USA in der kommenden Woche vorab mit Repräsentanten der vier weiteren permanenten Mitglieder des UN-Sicherheitsrates plus Deutschland, um die Vorgehensweise abzustimmen. Die erneuten Gespräche wollen die USA laut "Wall Street Journal" auch dazu nutzen, die Linie des neuen iranischen Präsidenten abzutasten.

[...]
Von Rohani waren nun schon im Vorfeld neue Impulse für den festgefahrenen Atomstreit erwartet worden. Der 64-Jährige war 2003 bis 2005 Irans Chefunterhändler und stimmte einem Anreicherungsstopp zu. Rohani hält daran fest, dass Iran ein Recht auf ein ziviles Atomprogramm habe. Allerdings will er auf Dialog setzen. Der Geistliche hofft darauf, eine Lockerung der harschen Wirtschaftssanktionen herauszuhandeln, die der iranischen Bevölkerung zu schaffen machen.

Zwar liegt die Entscheidung über Irans Atomprogramm bei Ajatollah Ali Chamenei, dem wichtigsten Mann in der Islamischen Republik. Doch der Präsident hat erheblichen Einfluss darauf, in welcher Atmosphäre und welchem Ton die Verhandlungen mit der internationalen Gemeinschaft stattfinden."



So signalisiert man allerdings keine Verhandlungsbereitschaft, sondern setzt dummerweise weiter auf Konfrontation ..:

"Drei Tage vor dem Amtsantritt des iranischen Präsidenten Rohani hat das US-Repräsentantenhaus neue Sanktionen gegen Teheran beschlossen. Die Entscheidung enttäuscht einige Demokraten in Washington: Sie hoffen auf Annäherung statt Konfrontation."
http://www.spiegel.de/politik/ausland/vo...n-a-914224.html

Offenbar konnten sich die üblichen Lobbyi$ten hier wieder einmal "durchsetzen".


Das ist natürlich ausdrücklich konstruktiv:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ir...e-a-914490.html

Und bestimmt ist es nur ein Übersetzungsfehler, wenn hier im Aktiv von Beseitigung die Rede ist. Bisher war da die Sprache eher blumiger.


Nein, nein, kein Übersetzungsfehler.
Er spricht ausdrücklich vom REGIME, nicht vom (Staats-)"Gebilde", wei einst Ahmadi, oder gar vom "zionistischen Volk". Das ist ein wesentlicher Unterschied.

Außerdem ist das Wettern gegen Isarel ganz besonders am Al-Qods-(Jerusalem)-Tag gang-und-gebe und quasi eine "erste Qualifikationsprüfung" für den neuen Präsidenten.
Das darf man genauso wenig überbewerten, wie die Reden Netanjahus zum iranischen Atomprogramm beziehungsweise zu seinen permanenten Angriffsdrohungen gegen den Iran.

Außerdem stammt diese Medlung von heute, und könnte in der Härte auch eine Reaktion auf die neuen Sanktionen der USÁ sein, die davor beschlossen wurden. Israel wird in der Islamischen Welt bekanntlich nämlich nicht unabhägig von den USA betrachtet ... Grund genug würden aber auch alleine schon die erneut kontraproduktiven, aggressiven und paranoiden Hass-Tiraden Netanjahus gleich nach der Wiederwahl Rohanis liefern.





Ahmadi sollte doch immer so verstanden werden, dass sich das "Problem" von selbst erledigt, hier will man aber aktiv werden, eine Eskalation, also, und ein guter Grund, dagegen auch aktiv vorzugehen.


Und es geht schon wieder los mit ganz unterschiedlichen Aussagen, Übersetzungen und Zitaten:

http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-...raelbeleidigung

Können iranischen Journalisten mal wieder nicht lesen und nicht schreiben.



Das war Absicht. Es gibt Kreise, die gemäßigte Kräfte, zu denen eben auch der der neue Präsident zählt, nur zu gerne torpedieren und für eine Eskalation des Konflikts mit Israel und USA sind. Das ist aber alles eigentlich nichts Neues.

Schuld hat in diesem Fall allein die konservative iranische Nachrichtenagentur ISNA, die auf Basis von Wunschdenken zweckgerichtet absichtlich falsch zitiert hatte.

Gesagt hat Rohani lediglich folgendes:
Zitzat (diverse Nachrichtenagenturen): "Ruhani sagte, die israelische Besetzung palästinensischer Gebiete sei "eine alte Wunde im Körper der islamischen Welt".
Damit hat er eine altbekannte Tatsache anlässlich des "Al-Ghods"-Tags (oft auch "Qods" oder "Kuds" geschrieben) lediglich wieder aufgegriffen und ausgesprochen.



zuletzt bearbeitet 05.08.2013 11:26 | nach oben springen

#7063

Lost in Translation (II)

in Politik 05.08.2013 11:06
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #7058
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7057
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7055
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7054
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7053
---
<< Atomstreit: USA wollen offenbar mit Irans Führung verhandeln>>
http://www.spiegel.de/politik/ausland/us...n-a-911021.html

"Washington - Neue Hoffnung im festgefahrenen Streit über das iranische Atomprogramm: Die USA wollen offenbar in den kommenden Wochen direkt mit der iranischen Führung verhandeln. Der im Juni gewählte iranische Präsident Hassan Rohani hatte zuvor mehrfach signalisiert, dass er zu Gesprächen bereit sei, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf hochrangige Vertreter der US-Regierung. "Wir sind offen für direkte Gespräche und wollen dem auch Nachdruck verleihen, wo wir können", wird ein Regierungsvertreter zitiert.

Demnach treffen sich die Regierungsvertreter der USA in der kommenden Woche vorab mit Repräsentanten der vier weiteren permanenten Mitglieder des UN-Sicherheitsrates plus Deutschland, um die Vorgehensweise abzustimmen. Die erneuten Gespräche wollen die USA laut "Wall Street Journal" auch dazu nutzen, die Linie des neuen iranischen Präsidenten abzutasten.

[...]
Von Rohani waren nun schon im Vorfeld neue Impulse für den festgefahrenen Atomstreit erwartet worden. Der 64-Jährige war 2003 bis 2005 Irans Chefunterhändler und stimmte einem Anreicherungsstopp zu. Rohani hält daran fest, dass Iran ein Recht auf ein ziviles Atomprogramm habe. Allerdings will er auf Dialog setzen. Der Geistliche hofft darauf, eine Lockerung der harschen Wirtschaftssanktionen herauszuhandeln, die der iranischen Bevölkerung zu schaffen machen.

Zwar liegt die Entscheidung über Irans Atomprogramm bei Ajatollah Ali Chamenei, dem wichtigsten Mann in der Islamischen Republik. Doch der Präsident hat erheblichen Einfluss darauf, in welcher Atmosphäre und welchem Ton die Verhandlungen mit der internationalen Gemeinschaft stattfinden."



So signalisiert man allerdings keine Verhandlungsbereitschaft, sondern setzt dummerweise weiter auf Konfrontation ..:

"Drei Tage vor dem Amtsantritt des iranischen Präsidenten Rohani hat das US-Repräsentantenhaus neue Sanktionen gegen Teheran beschlossen. Die Entscheidung enttäuscht einige Demokraten in Washington: Sie hoffen auf Annäherung statt Konfrontation."
http://www.spiegel.de/politik/ausland/vo...n-a-914224.html

Offenbar konnten sich die üblichen Lobbyi$ten hier wieder einmal "durchsetzen".


Das ist natürlich ausdrücklich konstruktiv:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ir...e-a-914490.html

Und bestimmt ist es nur ein Übersetzungsfehler, wenn hier im Aktiv von Beseitigung die Rede ist. Bisher war da die Sprache eher blumiger.


Nein, nein, kein Übersetzungsfehler.
Er spricht ausdrücklich vom REGIME, nicht vom (Staats-)"Gebilde", wei einst Ahmadi, oder gar vom "zionistischen Volk". Das ist ein wesentlicher Unterschied.

Außerdem ist das Wettern gegen Isarel ganz besonders am Al-Qods-(Jerusalem)-Tag gang-und-gebe und quasi eine "erste Qualifikationsprüfung" für den neuen Präsidenten.
Das darf man genauso wenig überbewerten, wie die Reden Netanjahus zum iranischen Atomprogramm beziehungsweise zu seinen permanenten Angriffsdrohungen gegen den Iran.

Außerdem stammt diese Medlung von heute, und könnte in der Härte auch eine Reaktion auf die neuen Sanktionen der USÁ sein, die davor beschlossen wurden. Israel wird in der Islamischen Welt bekanntlich nämlich nicht unabhägig von den USA betrachtet ... Grund genug würden aber auch alleine schon die erneut kontraproduktiven, aggressiven und paranoiden Hass-Tiraden Netanjahus gleich nach der Wiederwahl Rohanis liefern.



Ahmadi sollte doch immer so verstanden werden, dass sich das "Problem" von selbst erledigt, hier will man aber aktiv werden, eine Eskalation, also, und ein guter Grund, dagegen auch aktiv vorzugehen.


Keinesfalls (wie schon gesagt bzw. im vorherigen Beitrag richtig gestellt).

Zitat
<<Israel-Kritik des neuen iranischen Präsidenten wurde falsch zitiert>>
2. August 2013, 16:43

Hassan Rohani wurde Opfer eines Übersetzungsfehlers.
"Nachrichtenagenturen korrigieren sich: Rohani hat Entfernung des "zionistischen Regimes" nie gefordert"
http://derstandard.at/1373514489999/Roha...t-wiedergegeben


<<Medien ziehen Rohani-Zitat zu Israel zurück>>
"02.08.2013 · Iranische Medien haben am Freitagabend Meldungen über Israel-kritische Äußerungen des künftigen Präsidenten Hassan Rohani zurückgezogen. Zuvor hieß es, er habe einen Tag vor seiner Amtseinführung Israel als eine „alte Wunde“ bezeichnet, die „beseitigt werden muss“."
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausla...k-12316813.html



zuletzt bearbeitet 05.08.2013 11:09 | nach oben springen

#7064

RE: Gegenseitige Bereitschaft für direkte Gespräche ...

in Politik 05.08.2013 11:12
von Leto_II. | 20.461 Beiträge | 27743 Punkte

Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7062
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7059
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7058
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7057
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7055
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7054
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7053
---
<< Atomstreit: USA wollen offenbar mit Irans Führung verhandeln>>
http://www.spiegel.de/politik/ausland/us...n-a-911021.html

"Washington - Neue Hoffnung im festgefahrenen Streit über das iranische Atomprogramm: Die USA wollen offenbar in den kommenden Wochen direkt mit der iranischen Führung verhandeln. Der im Juni gewählte iranische Präsident Hassan Rohani hatte zuvor mehrfach signalisiert, dass er zu Gesprächen bereit sei, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf hochrangige Vertreter der US-Regierung. "Wir sind offen für direkte Gespräche und wollen dem auch Nachdruck verleihen, wo wir können", wird ein Regierungsvertreter zitiert.

Demnach treffen sich die Regierungsvertreter der USA in der kommenden Woche vorab mit Repräsentanten der vier weiteren permanenten Mitglieder des UN-Sicherheitsrates plus Deutschland, um die Vorgehensweise abzustimmen. Die erneuten Gespräche wollen die USA laut "Wall Street Journal" auch dazu nutzen, die Linie des neuen iranischen Präsidenten abzutasten.

[...]
Von Rohani waren nun schon im Vorfeld neue Impulse für den festgefahrenen Atomstreit erwartet worden. Der 64-Jährige war 2003 bis 2005 Irans Chefunterhändler und stimmte einem Anreicherungsstopp zu. Rohani hält daran fest, dass Iran ein Recht auf ein ziviles Atomprogramm habe. Allerdings will er auf Dialog setzen. Der Geistliche hofft darauf, eine Lockerung der harschen Wirtschaftssanktionen herauszuhandeln, die der iranischen Bevölkerung zu schaffen machen.

Zwar liegt die Entscheidung über Irans Atomprogramm bei Ajatollah Ali Chamenei, dem wichtigsten Mann in der Islamischen Republik. Doch der Präsident hat erheblichen Einfluss darauf, in welcher Atmosphäre und welchem Ton die Verhandlungen mit der internationalen Gemeinschaft stattfinden."



So signalisiert man allerdings keine Verhandlungsbereitschaft, sondern setzt dummerweise weiter auf Konfrontation ..:

"Drei Tage vor dem Amtsantritt des iranischen Präsidenten Rohani hat das US-Repräsentantenhaus neue Sanktionen gegen Teheran beschlossen. Die Entscheidung enttäuscht einige Demokraten in Washington: Sie hoffen auf Annäherung statt Konfrontation."
http://www.spiegel.de/politik/ausland/vo...n-a-914224.html

Offenbar konnten sich die üblichen Lobbyi$ten hier wieder einmal "durchsetzen".


Das ist natürlich ausdrücklich konstruktiv:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ir...e-a-914490.html

Und bestimmt ist es nur ein Übersetzungsfehler, wenn hier im Aktiv von Beseitigung die Rede ist. Bisher war da die Sprache eher blumiger.


Nein, nein, kein Übersetzungsfehler.
Er spricht ausdrücklich vom REGIME, nicht vom (Staats-)"Gebilde", wei einst Ahmadi, oder gar vom "zionistischen Volk". Das ist ein wesentlicher Unterschied.

Außerdem ist das Wettern gegen Isarel ganz besonders am Al-Qods-(Jerusalem)-Tag gang-und-gebe und quasi eine "erste Qualifikationsprüfung" für den neuen Präsidenten.
Das darf man genauso wenig überbewerten, wie die Reden Netanjahus zum iranischen Atomprogramm beziehungsweise zu seinen permanenten Angriffsdrohungen gegen den Iran.

Außerdem stammt diese Medlung von heute, und könnte in der Härte auch eine Reaktion auf die neuen Sanktionen der USÁ sein, die davor beschlossen wurden. Israel wird in der Islamischen Welt bekanntlich nämlich nicht unabhägig von den USA betrachtet ... Grund genug würden aber auch alleine schon die erneut kontraproduktiven, aggressiven und paranoiden Hass-Tiraden Netanjahus gleich nach der Wiederwahl Rohanis liefern.





Ahmadi sollte doch immer so verstanden werden, dass sich das "Problem" von selbst erledigt, hier will man aber aktiv werden, eine Eskalation, also, und ein guter Grund, dagegen auch aktiv vorzugehen.


Und es geht schon wieder los mit ganz unterschiedlichen Aussagen, Übersetzungen und Zitaten:

http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-...raelbeleidigung

Können iranischen Journalisten mal wieder nicht lesen und nicht schreiben.



Ganz genau.

Schuld hat allein die konservative iranische Nachrichtenagentur ISNA, die auf Basis von Wunschdenken zweckgerichtet absichtlich falsch zitiert hatte.

Gesagt hat Rohani lediglich folgendes:
Zitzat (diverse Nachrichtenagenturen): "Ruhani sagte, die israelische Besetzung palästinensischer Gebiete sei "eine alte Wunde im Körper der islamischen Welt".
Damit hat er eine altbekannte Tatsache anlässlich des Al-Ghods-(oder auch Qods)-Tags lediglich wieder aufgegriffen und ausgesprochen.



:))) Die klassische Auslegung von "palästinensischen Gebieten" ist da aber eher weit gefasst... :)))


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#7065

RE: Gegenseitige Bereitschaft für direkte Gespräche ...

in Politik 05.08.2013 11:16
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #7064
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7062
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7059
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7058
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7057
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7055
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7054
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7053
---
<< Atomstreit: USA wollen offenbar mit Irans Führung verhandeln>>
http://www.spiegel.de/politik/ausland/us...n-a-911021.html

"Washington - Neue Hoffnung im festgefahrenen Streit über das iranische Atomprogramm: Die USA wollen offenbar in den kommenden Wochen direkt mit der iranischen Führung verhandeln. Der im Juni gewählte iranische Präsident Hassan Rohani hatte zuvor mehrfach signalisiert, dass er zu Gesprächen bereit sei, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf hochrangige Vertreter der US-Regierung. "Wir sind offen für direkte Gespräche und wollen dem auch Nachdruck verleihen, wo wir können", wird ein Regierungsvertreter zitiert.

Demnach treffen sich die Regierungsvertreter der USA in der kommenden Woche vorab mit Repräsentanten der vier weiteren permanenten Mitglieder des UN-Sicherheitsrates plus Deutschland, um die Vorgehensweise abzustimmen. Die erneuten Gespräche wollen die USA laut "Wall Street Journal" auch dazu nutzen, die Linie des neuen iranischen Präsidenten abzutasten.

[...]
Von Rohani waren nun schon im Vorfeld neue Impulse für den festgefahrenen Atomstreit erwartet worden. Der 64-Jährige war 2003 bis 2005 Irans Chefunterhändler und stimmte einem Anreicherungsstopp zu. Rohani hält daran fest, dass Iran ein Recht auf ein ziviles Atomprogramm habe. Allerdings will er auf Dialog setzen. Der Geistliche hofft darauf, eine Lockerung der harschen Wirtschaftssanktionen herauszuhandeln, die der iranischen Bevölkerung zu schaffen machen.

Zwar liegt die Entscheidung über Irans Atomprogramm bei Ajatollah Ali Chamenei, dem wichtigsten Mann in der Islamischen Republik. Doch der Präsident hat erheblichen Einfluss darauf, in welcher Atmosphäre und welchem Ton die Verhandlungen mit der internationalen Gemeinschaft stattfinden."



So signalisiert man allerdings keine Verhandlungsbereitschaft, sondern setzt dummerweise weiter auf Konfrontation ..:

"Drei Tage vor dem Amtsantritt des iranischen Präsidenten Rohani hat das US-Repräsentantenhaus neue Sanktionen gegen Teheran beschlossen. Die Entscheidung enttäuscht einige Demokraten in Washington: Sie hoffen auf Annäherung statt Konfrontation."
http://www.spiegel.de/politik/ausland/vo...n-a-914224.html

Offenbar konnten sich die üblichen Lobbyi$ten hier wieder einmal "durchsetzen".


Das ist natürlich ausdrücklich konstruktiv:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ir...e-a-914490.html

Und bestimmt ist es nur ein Übersetzungsfehler, wenn hier im Aktiv von Beseitigung die Rede ist. Bisher war da die Sprache eher blumiger.


Nein, nein, kein Übersetzungsfehler.
Er spricht ausdrücklich vom REGIME, nicht vom (Staats-)"Gebilde", wei einst Ahmadi, oder gar vom "zionistischen Volk". Das ist ein wesentlicher Unterschied.

Außerdem ist das Wettern gegen Isarel ganz besonders am Al-Qods-(Jerusalem)-Tag gang-und-gebe und quasi eine "erste Qualifikationsprüfung" für den neuen Präsidenten.
Das darf man genauso wenig überbewerten, wie die Reden Netanjahus zum iranischen Atomprogramm beziehungsweise zu seinen permanenten Angriffsdrohungen gegen den Iran.

Außerdem stammt diese Medlung von heute, und könnte in der Härte auch eine Reaktion auf die neuen Sanktionen der USÁ sein, die davor beschlossen wurden. Israel wird in der Islamischen Welt bekanntlich nämlich nicht unabhägig von den USA betrachtet ... Grund genug würden aber auch alleine schon die erneut kontraproduktiven, aggressiven und paranoiden Hass-Tiraden Netanjahus gleich nach der Wiederwahl Rohanis liefern.





Ahmadi sollte doch immer so verstanden werden, dass sich das "Problem" von selbst erledigt, hier will man aber aktiv werden, eine Eskalation, also, und ein guter Grund, dagegen auch aktiv vorzugehen.


Und es geht schon wieder los mit ganz unterschiedlichen Aussagen, Übersetzungen und Zitaten:

http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-...raelbeleidigung

Können iranischen Journalisten mal wieder nicht lesen und nicht schreiben.



Ganz genau.

Schuld hat allein die konservative iranische Nachrichtenagentur ISNA, die auf Basis von Wunschdenken zweckgerichtet absichtlich falsch zitiert hatte.

Gesagt hat Rohani lediglich folgendes:
Zitzat (diverse Nachrichtenagenturen): "Ruhani sagte, die israelische Besetzung palästinensischer Gebiete sei "eine alte Wunde im Körper der islamischen Welt".
Damit hat er eine altbekannte Tatsache anlässlich des Al-Ghods-(oder auch Qods)-Tags lediglich wieder aufgegriffen und ausgesprochen.



:))) Die klassische Auslegung von "palästinensischen Gebieten" ist da aber eher weit gefasst... :)))

Ist halt Auslegungssache. :)


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#7066

RE: war doch klar...

in Politik 05.08.2013 11:20
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte

Zitat von mbockstette im Beitrag #7061

Zitat
Hassan Ruhani: Das freundliche Gesicht des Terrors

Der Westen darf sich nicht täuschen lassen: Der neue iranische Präsident ist kein Hoffnungsträger.

Fünfundachtzig Tote, Hunderte von Verletzten: Der Bombenanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum Amia 1994 in Buenos Aires war das schlimmste antisemitische Verbrechen außerhalb Israels seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Die argentinische Justiz macht die Machthaber in Teheran und Hisbollah für den Anschlag verantwortlich. Einige der Drahtzieher werden mit internationalem Haftbefehl von Interpol gesucht.

Einem Bericht des argentinischen Generalstaatsanwalts zufolge soll ein iranischer Sonderausschuss die Entscheidung für das Massaker gefällt haben, der eng mit dem nationalen Sicherheitsrat des iranischen Regimes verbunden war. Sekretär dieses Rates war Hassan Ruhani, .....
http://www.zeit.de/2013/31/iran-ruhani-op-ed-stephan-grigat



Gewisse Politiker der alten BRD sollen in der Vergangenheit auch nicht gerade eine reine Weste gehabt haben ... (von argentinischen Politikern ganz zu schweigen).

Man sollte jetzt vielmehr einen neuen Schnitt machen, dem vom Volk gewählten neuen iranischen Präsidenten und seinem Kabinett eine Chance geben und abwarten und Tee trinken. Kriegen Sie das hin?



zuletzt bearbeitet 05.08.2013 11:21 | nach oben springen

#7067

RE: war doch klar...

in Politik 05.08.2013 11:26
von nahal | 18.856 Beiträge | 21205 Punkte

Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7066

Gewisse Politiker der alten BRD sollen in der Vergangenheit auch nicht gerade eine reine Weste gehabt haben ... (von argentinischen Politikern ganz zu schweigen).

..... Kriegen Sie das hin?


Von diesen "Gewissen Politiker der alten BRD " ist keiner gestern Präsident geworden.


Kriegen Sie das hin?


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#7068

RE: war doch klar...

in Politik 05.08.2013 11:34
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte

Zitat von nahal im Beitrag #7067
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7066

Gewisse Politiker der alten BRD sollen in der Vergangenheit auch nicht gerade eine reine Weste gehabt haben ... (von argentinischen Politikern ganz zu schweigen).

..... Kriegen Sie das hin?


Von diesen "Gewissen Politiker der alten BRD " ist keiner gestern Präsident geworden.

Kriegen Sie das hin?


Möchte nicht wissen, wie viele aktuelle hochrangige Politiker es auf der Welt gibt, die "Dreck am Stecken" haben - gerade oder erst recht in einem Land wie Israel, auf dessen Konto die geheimdienstliche Ermordung zahlreicher unschuldiger Zivilisten geht - auch in Iran.

Außerdem ist Rohani selbst für keine Tat verantwortlich (sofern überhauptg irgendwelche iranische Politiker an der Sache beteiligt waren). Rohani war damals lediglich ein Mitglied des Sicherheitsrates. Die Befehle erteilt in der I.R.I. aber bekanntlich der religiöse Führer.



zuletzt bearbeitet 05.08.2013 11:36 | nach oben springen

#7069

RE: war doch klar...

in Politik 05.08.2013 11:36
von nahal | 18.856 Beiträge | 21205 Punkte

Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7068


Möchte nicht wissen, wie viele aktuelle hochrangige Politiker es auf der Welt gibt, die "Dreck am Stecken" haben - gerade oder erst recht in einem Land wie Israel, auf dessen Konto die geheimdienstliche Ermordung zahlreicher Zivilisten geht - auch in Iran.

Außerdem ist Rohani selbst für keine Tat verantwortlich (sofern überhauptg irgendwelche iranische Politiker an der Sache beteiligt gewesen sind). Rohani war damals nur ein Mitglied des Sicherheitsrates. Die Befehle erteilt in der I.R.I. aber bekanntlich der religiöse Führer.




Völlig richtig.
Aber MB hat nichts anderes gesagt(zitiert), als dass Rouhani Mitglied dieses Rates war.

Kriegen Sie das auch hin?



zuletzt bearbeitet 05.08.2013 11:37 | nach oben springen

#7070

RE: war doch klar...

in Politik 05.08.2013 11:37
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte

Zitat von nahal im Beitrag #7069
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7068


Möchte nicht wissen, wie viele aktuelle hochrangige Politiker es auf der Welt gibt, die "Dreck am Stecken" haben - gerade oder erst recht in einem Land wie Israel, auf dessen Konto die geheimdienstliche Ermordung zahlreicher Zivilisten geht - auch in Iran.

Außerdem ist Rohani selbst für keine Tat verantwortlich (sofern überhauptg irgendwelche iranische Politiker an der Sache beteiligt gewesen sind). Rohani war damals nur ein Mitglied des Sicherheitsrates. Die Befehle erteilt in der I.R.I. aber bekanntlich der religiöse Führer.


Völlig richtig.
Aber MB hat nichts anderes gesagt zitiert), als dass Rouhani Mitglied dieses Rates war.

Kriegen Sie das auch hin?


Das macht aus ihm noch lange keinen Kriminellen.

Kriegen Sie und MB das hin?


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#7071

RE: war doch klar...

in Politik 05.08.2013 11:40
von nahal | 18.856 Beiträge | 21205 Punkte

Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7070
Zitat von nahal im Beitrag #7069
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7068


Möchte nicht wissen, wie viele aktuelle hochrangige Politiker es auf der Welt gibt, die "Dreck am Stecken" haben - gerade oder erst recht in einem Land wie Israel, auf dessen Konto die geheimdienstliche Ermordung zahlreicher Zivilisten geht - auch in Iran.

Außerdem ist Rohani selbst für keine Tat verantwortlich (sofern überhauptg irgendwelche iranische Politiker an der Sache beteiligt gewesen sind). Rohani war damals nur ein Mitglied des Sicherheitsrates. Die Befehle erteilt in der I.R.I. aber bekanntlich der religiöse Führer.


Völlig richtig.
Aber MB hat nichts anderes gesagt zitiert), als dass Rouhani Mitglied dieses Rates war.

Kriegen Sie das auch hin?


Das macht aus ihm noch lange keinen Kriminellen.

Kriegen Sie und MB das hin?


Hat jemand hier geschrieben, er sei ein Krimineller?
Allein der argentinische Generalstaatsanwalt hat behauptet, er wäre Mitglied einer Organisation, die für einen schweren Terroranschlag verantwortlich war.

Dass er der Repräsentat eines verbrecherischen Regimes ist, ist ohne Zweifel.



zuletzt bearbeitet 05.08.2013 11:41 | nach oben springen

#7072

RE: Gegenseitige Bereitschaft für direkte Gespräche ...

in Politik 05.08.2013 11:46
von Leto_II. | 20.461 Beiträge | 27743 Punkte

Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7065
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7064
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7062
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7059
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7058
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7057
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7055
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7054
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7053
---
<< Atomstreit: USA wollen offenbar mit Irans Führung verhandeln>>
http://www.spiegel.de/politik/ausland/us...n-a-911021.html

"Washington - Neue Hoffnung im festgefahrenen Streit über das iranische Atomprogramm: Die USA wollen offenbar in den kommenden Wochen direkt mit der iranischen Führung verhandeln. Der im Juni gewählte iranische Präsident Hassan Rohani hatte zuvor mehrfach signalisiert, dass er zu Gesprächen bereit sei, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf hochrangige Vertreter der US-Regierung. "Wir sind offen für direkte Gespräche und wollen dem auch Nachdruck verleihen, wo wir können", wird ein Regierungsvertreter zitiert.

Demnach treffen sich die Regierungsvertreter der USA in der kommenden Woche vorab mit Repräsentanten der vier weiteren permanenten Mitglieder des UN-Sicherheitsrates plus Deutschland, um die Vorgehensweise abzustimmen. Die erneuten Gespräche wollen die USA laut "Wall Street Journal" auch dazu nutzen, die Linie des neuen iranischen Präsidenten abzutasten.

[...]
Von Rohani waren nun schon im Vorfeld neue Impulse für den festgefahrenen Atomstreit erwartet worden. Der 64-Jährige war 2003 bis 2005 Irans Chefunterhändler und stimmte einem Anreicherungsstopp zu. Rohani hält daran fest, dass Iran ein Recht auf ein ziviles Atomprogramm habe. Allerdings will er auf Dialog setzen. Der Geistliche hofft darauf, eine Lockerung der harschen Wirtschaftssanktionen herauszuhandeln, die der iranischen Bevölkerung zu schaffen machen.

Zwar liegt die Entscheidung über Irans Atomprogramm bei Ajatollah Ali Chamenei, dem wichtigsten Mann in der Islamischen Republik. Doch der Präsident hat erheblichen Einfluss darauf, in welcher Atmosphäre und welchem Ton die Verhandlungen mit der internationalen Gemeinschaft stattfinden."



So signalisiert man allerdings keine Verhandlungsbereitschaft, sondern setzt dummerweise weiter auf Konfrontation ..:

"Drei Tage vor dem Amtsantritt des iranischen Präsidenten Rohani hat das US-Repräsentantenhaus neue Sanktionen gegen Teheran beschlossen. Die Entscheidung enttäuscht einige Demokraten in Washington: Sie hoffen auf Annäherung statt Konfrontation."
http://www.spiegel.de/politik/ausland/vo...n-a-914224.html

Offenbar konnten sich die üblichen Lobbyi$ten hier wieder einmal "durchsetzen".


Das ist natürlich ausdrücklich konstruktiv:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ir...e-a-914490.html

Und bestimmt ist es nur ein Übersetzungsfehler, wenn hier im Aktiv von Beseitigung die Rede ist. Bisher war da die Sprache eher blumiger.


Nein, nein, kein Übersetzungsfehler.
Er spricht ausdrücklich vom REGIME, nicht vom (Staats-)"Gebilde", wei einst Ahmadi, oder gar vom "zionistischen Volk". Das ist ein wesentlicher Unterschied.

Außerdem ist das Wettern gegen Isarel ganz besonders am Al-Qods-(Jerusalem)-Tag gang-und-gebe und quasi eine "erste Qualifikationsprüfung" für den neuen Präsidenten.
Das darf man genauso wenig überbewerten, wie die Reden Netanjahus zum iranischen Atomprogramm beziehungsweise zu seinen permanenten Angriffsdrohungen gegen den Iran.

Außerdem stammt diese Medlung von heute, und könnte in der Härte auch eine Reaktion auf die neuen Sanktionen der USÁ sein, die davor beschlossen wurden. Israel wird in der Islamischen Welt bekanntlich nämlich nicht unabhägig von den USA betrachtet ... Grund genug würden aber auch alleine schon die erneut kontraproduktiven, aggressiven und paranoiden Hass-Tiraden Netanjahus gleich nach der Wiederwahl Rohanis liefern.





Ahmadi sollte doch immer so verstanden werden, dass sich das "Problem" von selbst erledigt, hier will man aber aktiv werden, eine Eskalation, also, und ein guter Grund, dagegen auch aktiv vorzugehen.


Und es geht schon wieder los mit ganz unterschiedlichen Aussagen, Übersetzungen und Zitaten:

http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-...raelbeleidigung

Können iranischen Journalisten mal wieder nicht lesen und nicht schreiben.



Ganz genau.

Schuld hat allein die konservative iranische Nachrichtenagentur ISNA, die auf Basis von Wunschdenken zweckgerichtet absichtlich falsch zitiert hatte.

Gesagt hat Rohani lediglich folgendes:
Zitzat (diverse Nachrichtenagenturen): "Ruhani sagte, die israelische Besetzung palästinensischer Gebiete sei "eine alte Wunde im Körper der islamischen Welt".
Damit hat er eine altbekannte Tatsache anlässlich des Al-Ghods-(oder auch Qods)-Tags lediglich wieder aufgegriffen und ausgesprochen.



:))) Die klassische Auslegung von "palästinensischen Gebieten" ist da aber eher weit gefasst... :)))

Ist halt Auslegungssache. :)


Es bedeutet lediglich, dass sowohl die richtige als auch die falsche Meldung das gleiche besagen.


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#7073

RE: Gegenseitige Bereitschaft für direkte Gespräche ...

in Politik 05.08.2013 12:15
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #7072
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7065
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7064
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7062
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7059
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7058
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7057
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7055
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7054
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7053
---
<< Atomstreit: USA wollen offenbar mit Irans Führung verhandeln>>
http://www.spiegel.de/politik/ausland/us...n-a-911021.html

"Washington - Neue Hoffnung im festgefahrenen Streit über das iranische Atomprogramm: Die USA wollen offenbar in den kommenden Wochen direkt mit der iranischen Führung verhandeln. Der im Juni gewählte iranische Präsident Hassan Rohani hatte zuvor mehrfach signalisiert, dass er zu Gesprächen bereit sei, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf hochrangige Vertreter der US-Regierung. "Wir sind offen für direkte Gespräche und wollen dem auch Nachdruck verleihen, wo wir können", wird ein Regierungsvertreter zitiert.

Demnach treffen sich die Regierungsvertreter der USA in der kommenden Woche vorab mit Repräsentanten der vier weiteren permanenten Mitglieder des UN-Sicherheitsrates plus Deutschland, um die Vorgehensweise abzustimmen. Die erneuten Gespräche wollen die USA laut "Wall Street Journal" auch dazu nutzen, die Linie des neuen iranischen Präsidenten abzutasten.

[...]
Von Rohani waren nun schon im Vorfeld neue Impulse für den festgefahrenen Atomstreit erwartet worden. Der 64-Jährige war 2003 bis 2005 Irans Chefunterhändler und stimmte einem Anreicherungsstopp zu. Rohani hält daran fest, dass Iran ein Recht auf ein ziviles Atomprogramm habe. Allerdings will er auf Dialog setzen. Der Geistliche hofft darauf, eine Lockerung der harschen Wirtschaftssanktionen herauszuhandeln, die der iranischen Bevölkerung zu schaffen machen.

Zwar liegt die Entscheidung über Irans Atomprogramm bei Ajatollah Ali Chamenei, dem wichtigsten Mann in der Islamischen Republik. Doch der Präsident hat erheblichen Einfluss darauf, in welcher Atmosphäre und welchem Ton die Verhandlungen mit der internationalen Gemeinschaft stattfinden."



So signalisiert man allerdings keine Verhandlungsbereitschaft, sondern setzt dummerweise weiter auf Konfrontation ..:

"Drei Tage vor dem Amtsantritt des iranischen Präsidenten Rohani hat das US-Repräsentantenhaus neue Sanktionen gegen Teheran beschlossen. Die Entscheidung enttäuscht einige Demokraten in Washington: Sie hoffen auf Annäherung statt Konfrontation."
http://www.spiegel.de/politik/ausland/vo...n-a-914224.html

Offenbar konnten sich die üblichen Lobbyi$ten hier wieder einmal "durchsetzen".


Das ist natürlich ausdrücklich konstruktiv:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ir...e-a-914490.html

Und bestimmt ist es nur ein Übersetzungsfehler, wenn hier im Aktiv von Beseitigung die Rede ist. Bisher war da die Sprache eher blumiger.


Nein, nein, kein Übersetzungsfehler.
Er spricht ausdrücklich vom REGIME, nicht vom (Staats-)"Gebilde", wei einst Ahmadi, oder gar vom "zionistischen Volk". Das ist ein wesentlicher Unterschied.

Außerdem ist das Wettern gegen Isarel ganz besonders am Al-Qods-(Jerusalem)-Tag gang-und-gebe und quasi eine "erste Qualifikationsprüfung" für den neuen Präsidenten.
Das darf man genauso wenig überbewerten, wie die Reden Netanjahus zum iranischen Atomprogramm beziehungsweise zu seinen permanenten Angriffsdrohungen gegen den Iran.

Außerdem stammt diese Medlung von heute, und könnte in der Härte auch eine Reaktion auf die neuen Sanktionen der USÁ sein, die davor beschlossen wurden. Israel wird in der Islamischen Welt bekanntlich nämlich nicht unabhägig von den USA betrachtet ... Grund genug würden aber auch alleine schon die erneut kontraproduktiven, aggressiven und paranoiden Hass-Tiraden Netanjahus gleich nach der Wiederwahl Rohanis liefern.





Ahmadi sollte doch immer so verstanden werden, dass sich das "Problem" von selbst erledigt, hier will man aber aktiv werden, eine Eskalation, also, und ein guter Grund, dagegen auch aktiv vorzugehen.


Und es geht schon wieder los mit ganz unterschiedlichen Aussagen, Übersetzungen und Zitaten:

http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-...raelbeleidigung

Können iranischen Journalisten mal wieder nicht lesen und nicht schreiben.



Ganz genau.

Schuld hat allein die konservative iranische Nachrichtenagentur ISNA, die auf Basis von Wunschdenken zweckgerichtet absichtlich falsch zitiert hatte.

Gesagt hat Rohani lediglich folgendes:
Zitzat (diverse Nachrichtenagenturen): "Ruhani sagte, die israelische Besetzung palästinensischer Gebiete sei "eine alte Wunde im Körper der islamischen Welt".
Damit hat er eine altbekannte Tatsache anlässlich des Al-Ghods-(oder auch Qods)-Tags lediglich wieder aufgegriffen und ausgesprochen.



:))) Die klassische Auslegung von "palästinensischen Gebieten" ist da aber eher weit gefasst... :)))

Ist halt Auslegungssache. :)


Es bedeutet lediglich, dass sowohl die richtige als auch die falsche Meldung das gleiche besagen.

Nein, keinesfalls (habe dich da für schlauer gehalten).

Die falsche Meldung implementiert einen Zwang zur Beseitigung Israels bzw. propagiert entsprechende Aktionen durch wen auch immer, während die richtige Medung lediglich eine FESTSTELLUNG ist, dass die Masse der Muslime in der Islamischen Welt den Verlust diverser palästinensischen Gebiete (mit nicht weiter genannten und daher unbestimter Grenzen) noch nicht verwunden hat.

Kriegst du diese Differenzierung, die außenpolitisch wesentlich ist, hin?



zuletzt bearbeitet 05.08.2013 12:19 | nach oben springen

#7074

RE: Gegenseitige Bereitschaft für direkte Gespräche ...

in Politik 05.08.2013 12:35
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte

Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7073
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7072
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7065
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7064
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7062
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7059
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7058
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7057
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7055
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7054
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7053
---
<< Atomstreit: USA wollen offenbar mit Irans Führung verhandeln>>
http://www.spiegel.de/politik/ausland/us...n-a-911021.html

"Washington - Neue Hoffnung im festgefahrenen Streit über das iranische Atomprogramm: Die USA wollen offenbar in den kommenden Wochen direkt mit der iranischen Führung verhandeln. Der im Juni gewählte iranische Präsident Hassan Rohani hatte zuvor mehrfach signalisiert, dass er zu Gesprächen bereit sei, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf hochrangige Vertreter der US-Regierung. "Wir sind offen für direkte Gespräche und wollen dem auch Nachdruck verleihen, wo wir können", wird ein Regierungsvertreter zitiert.

Demnach treffen sich die Regierungsvertreter der USA in der kommenden Woche vorab mit Repräsentanten der vier weiteren permanenten Mitglieder des UN-Sicherheitsrates plus Deutschland, um die Vorgehensweise abzustimmen. Die erneuten Gespräche wollen die USA laut "Wall Street Journal" auch dazu nutzen, die Linie des neuen iranischen Präsidenten abzutasten.

[...]
Von Rohani waren nun schon im Vorfeld neue Impulse für den festgefahrenen Atomstreit erwartet worden. Der 64-Jährige war 2003 bis 2005 Irans Chefunterhändler und stimmte einem Anreicherungsstopp zu. Rohani hält daran fest, dass Iran ein Recht auf ein ziviles Atomprogramm habe. Allerdings will er auf Dialog setzen. Der Geistliche hofft darauf, eine Lockerung der harschen Wirtschaftssanktionen herauszuhandeln, die der iranischen Bevölkerung zu schaffen machen.

Zwar liegt die Entscheidung über Irans Atomprogramm bei Ajatollah Ali Chamenei, dem wichtigsten Mann in der Islamischen Republik. Doch der Präsident hat erheblichen Einfluss darauf, in welcher Atmosphäre und welchem Ton die Verhandlungen mit der internationalen Gemeinschaft stattfinden."



So signalisiert man allerdings keine Verhandlungsbereitschaft, sondern setzt dummerweise weiter auf Konfrontation ..:

"Drei Tage vor dem Amtsantritt des iranischen Präsidenten Rohani hat das US-Repräsentantenhaus neue Sanktionen gegen Teheran beschlossen. Die Entscheidung enttäuscht einige Demokraten in Washington: Sie hoffen auf Annäherung statt Konfrontation."
http://www.spiegel.de/politik/ausland/vo...n-a-914224.html

Offenbar konnten sich die üblichen Lobbyi$ten hier wieder einmal "durchsetzen".


Das ist natürlich ausdrücklich konstruktiv:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ir...e-a-914490.html

Und bestimmt ist es nur ein Übersetzungsfehler, wenn hier im Aktiv von Beseitigung die Rede ist. Bisher war da die Sprache eher blumiger.


Nein, nein, kein Übersetzungsfehler.
Er spricht ausdrücklich vom REGIME, nicht vom (Staats-)"Gebilde", wei einst Ahmadi, oder gar vom "zionistischen Volk". Das ist ein wesentlicher Unterschied.

Außerdem ist das Wettern gegen Isarel ganz besonders am Al-Qods-(Jerusalem)-Tag gang-und-gebe und quasi eine "erste Qualifikationsprüfung" für den neuen Präsidenten.
Das darf man genauso wenig überbewerten, wie die Reden Netanjahus zum iranischen Atomprogramm beziehungsweise zu seinen permanenten Angriffsdrohungen gegen den Iran.

Außerdem stammt diese Medlung von heute, und könnte in der Härte auch eine Reaktion auf die neuen Sanktionen der USÁ sein, die davor beschlossen wurden. Israel wird in der Islamischen Welt bekanntlich nämlich nicht unabhägig von den USA betrachtet ... Grund genug würden aber auch alleine schon die erneut kontraproduktiven, aggressiven und paranoiden Hass-Tiraden Netanjahus gleich nach der Wiederwahl Rohanis liefern.





Ahmadi sollte doch immer so verstanden werden, dass sich das "Problem" von selbst erledigt, hier will man aber aktiv werden, eine Eskalation, also, und ein guter Grund, dagegen auch aktiv vorzugehen.


Und es geht schon wieder los mit ganz unterschiedlichen Aussagen, Übersetzungen und Zitaten:

http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-...raelbeleidigung

Können iranischen Journalisten mal wieder nicht lesen und nicht schreiben.



Ganz genau.

Schuld hat allein die konservative iranische Nachrichtenagentur ISNA, die auf Basis von Wunschdenken zweckgerichtet absichtlich falsch zitiert hatte.

Gesagt hat Rohani lediglich folgendes:
Zitzat (diverse Nachrichtenagenturen): "Ruhani sagte, die israelische Besetzung palästinensischer Gebiete sei "eine alte Wunde im Körper der islamischen Welt".
Damit hat er eine altbekannte Tatsache anlässlich des Al-Ghods-(oder auch Qods)-Tags lediglich wieder aufgegriffen und ausgesprochen.



:))) Die klassische Auslegung von "palästinensischen Gebieten" ist da aber eher weit gefasst... :)))

Ist halt Auslegungssache. :)


Es bedeutet lediglich, dass sowohl die richtige als auch die falsche Meldung das gleiche besagen.

Nein, keinesfalls (habe dich da für schlauer gehalten).

Die falsche Meldung implementiert einen Zwang zur Beseitigung Israels bzw. propagiert entsprechende Aktionen durch wen auch immer, während die richtige Medung lediglich eine FESTSTELLUNG ist, dass die Masse der Muslime in der Islamischen Welt den Verlust diverser palästinensischen Gebiete (mit nicht weiter genannten und daher unbestimter Grenzen) noch nicht verwunden hat.

Kriegst du diese Differenzierung, die außenpolitisch wesentlich ist, hin?


Hätte er ausgerechnet am Al-Ghods-Tag diese Tatsache nicht angesprochen, wäre er wohl nicht vereidigt worden ... oder wir hätten bald lesen müssen, dass er einen leider einen tödlichen "Unfall" hatte ...

Daher schrieb ich anfangs bereits von einer Art "Prüfung".

Man darf es daher nicht überbewrten, wie ebenfalls schon gesagt wurde.



zuletzt bearbeitet 05.08.2013 12:42 | nach oben springen

#7075

RE: Gegenseitige Bereitschaft für direkte Gespräche ...

in Politik 05.08.2013 12:35
von Leto_II. | 20.461 Beiträge | 27743 Punkte

Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7073
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7072
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7065
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7064
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7062
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7059
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7058
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7057
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7055
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7054
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7053
---
<< Atomstreit: USA wollen offenbar mit Irans Führung verhandeln>>
http://www.spiegel.de/politik/ausland/us...n-a-911021.html

"Washington - Neue Hoffnung im festgefahrenen Streit über das iranische Atomprogramm: Die USA wollen offenbar in den kommenden Wochen direkt mit der iranischen Führung verhandeln. Der im Juni gewählte iranische Präsident Hassan Rohani hatte zuvor mehrfach signalisiert, dass er zu Gesprächen bereit sei, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf hochrangige Vertreter der US-Regierung. "Wir sind offen für direkte Gespräche und wollen dem auch Nachdruck verleihen, wo wir können", wird ein Regierungsvertreter zitiert.

Demnach treffen sich die Regierungsvertreter der USA in der kommenden Woche vorab mit Repräsentanten der vier weiteren permanenten Mitglieder des UN-Sicherheitsrates plus Deutschland, um die Vorgehensweise abzustimmen. Die erneuten Gespräche wollen die USA laut "Wall Street Journal" auch dazu nutzen, die Linie des neuen iranischen Präsidenten abzutasten.

[...]
Von Rohani waren nun schon im Vorfeld neue Impulse für den festgefahrenen Atomstreit erwartet worden. Der 64-Jährige war 2003 bis 2005 Irans Chefunterhändler und stimmte einem Anreicherungsstopp zu. Rohani hält daran fest, dass Iran ein Recht auf ein ziviles Atomprogramm habe. Allerdings will er auf Dialog setzen. Der Geistliche hofft darauf, eine Lockerung der harschen Wirtschaftssanktionen herauszuhandeln, die der iranischen Bevölkerung zu schaffen machen.

Zwar liegt die Entscheidung über Irans Atomprogramm bei Ajatollah Ali Chamenei, dem wichtigsten Mann in der Islamischen Republik. Doch der Präsident hat erheblichen Einfluss darauf, in welcher Atmosphäre und welchem Ton die Verhandlungen mit der internationalen Gemeinschaft stattfinden."



So signalisiert man allerdings keine Verhandlungsbereitschaft, sondern setzt dummerweise weiter auf Konfrontation ..:

"Drei Tage vor dem Amtsantritt des iranischen Präsidenten Rohani hat das US-Repräsentantenhaus neue Sanktionen gegen Teheran beschlossen. Die Entscheidung enttäuscht einige Demokraten in Washington: Sie hoffen auf Annäherung statt Konfrontation."
http://www.spiegel.de/politik/ausland/vo...n-a-914224.html

Offenbar konnten sich die üblichen Lobbyi$ten hier wieder einmal "durchsetzen".


Das ist natürlich ausdrücklich konstruktiv:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ir...e-a-914490.html

Und bestimmt ist es nur ein Übersetzungsfehler, wenn hier im Aktiv von Beseitigung die Rede ist. Bisher war da die Sprache eher blumiger.


Nein, nein, kein Übersetzungsfehler.
Er spricht ausdrücklich vom REGIME, nicht vom (Staats-)"Gebilde", wei einst Ahmadi, oder gar vom "zionistischen Volk". Das ist ein wesentlicher Unterschied.

Außerdem ist das Wettern gegen Isarel ganz besonders am Al-Qods-(Jerusalem)-Tag gang-und-gebe und quasi eine "erste Qualifikationsprüfung" für den neuen Präsidenten.
Das darf man genauso wenig überbewerten, wie die Reden Netanjahus zum iranischen Atomprogramm beziehungsweise zu seinen permanenten Angriffsdrohungen gegen den Iran.

Außerdem stammt diese Medlung von heute, und könnte in der Härte auch eine Reaktion auf die neuen Sanktionen der USÁ sein, die davor beschlossen wurden. Israel wird in der Islamischen Welt bekanntlich nämlich nicht unabhägig von den USA betrachtet ... Grund genug würden aber auch alleine schon die erneut kontraproduktiven, aggressiven und paranoiden Hass-Tiraden Netanjahus gleich nach der Wiederwahl Rohanis liefern.





Ahmadi sollte doch immer so verstanden werden, dass sich das "Problem" von selbst erledigt, hier will man aber aktiv werden, eine Eskalation, also, und ein guter Grund, dagegen auch aktiv vorzugehen.


Und es geht schon wieder los mit ganz unterschiedlichen Aussagen, Übersetzungen und Zitaten:

http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-...raelbeleidigung

Können iranischen Journalisten mal wieder nicht lesen und nicht schreiben.



Ganz genau.

Schuld hat allein die konservative iranische Nachrichtenagentur ISNA, die auf Basis von Wunschdenken zweckgerichtet absichtlich falsch zitiert hatte.

Gesagt hat Rohani lediglich folgendes:
Zitzat (diverse Nachrichtenagenturen): "Ruhani sagte, die israelische Besetzung palästinensischer Gebiete sei "eine alte Wunde im Körper der islamischen Welt".
Damit hat er eine altbekannte Tatsache anlässlich des Al-Ghods-(oder auch Qods)-Tags lediglich wieder aufgegriffen und ausgesprochen.



:))) Die klassische Auslegung von "palästinensischen Gebieten" ist da aber eher weit gefasst... :)))

Ist halt Auslegungssache. :)


Es bedeutet lediglich, dass sowohl die richtige als auch die falsche Meldung das gleiche besagen.

Nein, keinesfalls (habe dich da für schlauer gehalten).

Die falsche Meldung implementiert einen Zwang zur Beseitigung Israels bzw. propagiert entsprechende Aktionen durch wen auch immer, während die richtige Medung lediglich eine FESTSTELLUNG ist, dass die Masse der Muslime in der Islamischen Welt den Verlust diverser palästinensischen Gebiete (mit nicht weiter genannten und daher unbestimter Grenzen) noch nicht verwunden hat.

Kriegst du diese Differenzierung, die außenpolitisch wesentlich ist, hin?



"In unserer Region existiert seit Jahren eine Wunde im Körper der islamischen Welt im Schatten der Besatzung des heiligen Landes Palästina und unseres geliebten Kuds."

Der Zwang fehlt, da hast Du Recht. Die "Grenzen" kennst Du sehrwohl.


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