#1026

RE: Militärschlag keine Option

in Politik 26.01.2011 11:14
von Maga (gelöscht)
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Zitat von: Leto_II.
26.01.2011 11:02 #52021


Ne, Maga, das ändert nichts an meiner Aussage, Jordanien und Libanon haben onhe Not sondern in Absicht der Eroberung einen Krieg begonnen und sind natürlich auch hauptverantwortlich für dessen Folgen.

Ja, das meinte ich mit der notwendigen Aufarbeitung durch arabische Historiker.

@ nahal: Die Hauptopfer des Konflikts sind die christlichen Palästinenser - so wie die Hauptopfer des Irakkrieges die christlichen Iraker sind.

Bis später.


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#1027

RE: Militärschlag keine Option

in Politik 26.01.2011 11:27
von trocadero (gelöscht)
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Zitat von: Maga
26.01.2011 11:14 #52022


@ nahal: Die Hauptopfer des Konflikts sind die christlichen Palästinenser - so wie die Hauptopfer des Irakkrieges die christlichen Iraker sind.



Auch diese Aussage nötigt eine "kleine" Relativierung;
Die christlichen Palästinenser Nazareths haben wenig Probleme mit der jüdischen Bevölkerung.
Die Konflikte finden hauptsächlich aufgrund der sehr "toleranten" Haltung der muslimischen Bevölkerung:

"Muslim activists outraged Christians when they built an unauthorized mosque next to the Basilica of the Annunciation, where Christians believe the Angel Gabriel foretold the birth of Jesus to Mary. Israel later tore down the mosque in 2003."

Diese "Toleranz" muslimischen Gesellschaften ist keine Eigenschaft, die alleine auf Palästina beschränkt ist. man findet diese auch in anderen islamischen Ländern.
Haifa, zB, ist das Weltzentrum der Bahaí, eine ursprünglich iranische Religion. Dort werden die Anhänger gehängt, in Haifa strahlt der Bahaí Tempel.



zuletzt bearbeitet 26.01.2011 11:36 | nach oben springen

#1028

RE: Militärschlag keine Option

in Politik 26.01.2011 11:30
von Leto_II. | 20.259 Beiträge | 25723 Punkte


Zitat von: Maga
26.01.2011 11:14 #52022

so wie die Hauptopfer des Irakkrieges die christlichen Iraker sind.


Die Juden sind da auch längst weg.


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#1029

RE: Militärschlag keine Option

in Politik 26.01.2011 14:11
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: GeorgeF
25.01.2011 21:22 #51932

Die deutschen Flchtlinge aus den Balkanländern hatten dort auch schon seit über 500 Jahren gelebt (Siebenbürgen..), in der heutigen Tschechei samt Prag ebenso.
Erstens entstand Jordanien auch erst mit dem Abzug der Briten aus dem ehemaligen Mandatsgebiet - als künstlich geschaffener Staat in einem Gebiet, dessen Bewohner sich durchweg Araber nannten. Zweitens war das neu geschaffenen Jordanien führend an dem Angriffskrieg gegen Isarel beteiligt, mit dem bekanntlich das von der UN sanktionierte Israel ausgelöscht werden sollte - und hat diesen Krieg damit beendet, dass es die ihm nicht zustehenden Teile Alt-Jerusalems - das jüdische Viertel besetzt und alle Juden von dort vertrieben hat. Nebenbei besetzte Jordanien auch noch die Westbanks, die nach UN-Teilungsplan einem eigenen arabischen Staat zugesprochen waren.
Die Hunderttausende Juden, die nach 1948 aus den Arabischen Ländern nach Israel eingewandert sind, wollten gewiss nicht "heimehren", sie wurden aus ihren seit fast 2.000 Jahren angestammten Heimatgebieten von Algerien bis zum Jemen mit aller Brutalität vertrieben. Es blieb ihnen kaum etwas anderes übrig, als nach Israel zu gehen. Ein Teil der Juden aus Ägypten zog es vor, nac England zu flüchten, Andere aus Nord-Afrika nach Frankreich. Die USA waren für diese orientalischen Juden kein Thema.
Sie sollten die relativ wenigen strikt Religiösen nicht für den Normalfall der Einwanderer nach Israel halten. Die übergrosse Mehrheit aus Europa und aus den arabischen Ländern sah einfach keinen anderen Ort, wohin sie flüchten konnten. Das grosse Motiv der "Alija" ist nicht die Klagemauer, sondern ein Land, in dem Juden unter Juden in Frieden leben können.



Alles richtig was Sie schreiben, zumindest aus den Augen der einen Seite.
Was mich wirklich stört, dass Sie die Vertreibungen und Flüchtlingswellen als Ergebnis des 2. Weltkrieges mit den Vertreibungen und Flüchtlingswellen nach 1948 vergleichen.
Die Deutschen sind aufgrund Besatzung, Besiedelung, Ermordung, Kriegsverbrechen aller Art, industrielle Tötung von vielen Millionen Menschen - nicht nur Juden - vertrieben und als Nation verurteilt worden. Zu Recht!
Wer aber sind im NahOst die Besatzer, dass Sie die Opfer und Flüchtlinge dieser unausgegorenen Politik mit den deutschen Opfern und Flüchtlingen gleichsetzen?
Wen haben die Palästinenser industriell ermordet, welches Land besetzt, wessen Menschen in Konzentrationslager gesteckt?

Kein Nachbarland des Staates Israel hat irgendeine Verpflichtung, die Opfer israelischer Politik aufzunehmen. Wenn sie es denn täten, wäre es besser, das stimmt. Eine Verpflichtung aber gibt es nicht, auch nicht daraus, dass auf dieser Welt sich jede Menge Menschen Araber nennen. Ansonsten müsste ja auch der Irak verpflichtet werden, die Palästinenser aufzunehmen.
Mögen Sie noch so sehr dem bereits vor dem Staat Israel gegründeten unabhängigen Staat Jordanien alle Palästinenser überantworten wollen. Nein, Palästinenser haben ein Zuhause und dort wollen sie wieder hin.
Solange selbst die UNO ihnen dieses Rückkehrrecht zugesteht, ist alles was aus israelischer Sicht dagegen unternommen wird Unrecht. Das Sie dieses immer weiterhin verteidigen, ist traurig. Aber auch Ihre wohlgewählten Worte und das "es wäre besser, wenn" macht daraus kein Recht.

Erst recht aber hat die Vertreibung der Juden aus anderen Ländern nichts damit zu tun. Er könnte evtl. als gutes Beispiel der Integrationsarbeit herhalten. Die gezahlten Prämien an die "Umzugswilligen" vergessen wir hier mal.
Allein aber ohne den Zustrom der Juden von überall auf der Welt hätte man keine jüdische Mehrheit hinbekommen können.
Das wissen Sie selbst sehr genau.

Sie dürfen gerne ein Anhänger dieser Politik bleiben, war ich übrigens auch einmal.

Nur hören Sie endlich auf Flüchtlingsströme verschiedener Ereignisse miteinander zu vermengen.
Erst Recht aber hören Sie bitte endlich damit auf, die Flüchtlingsströme aufgrund des 2. Weltkrieges und seiner Greuel die von Deutschen ausgingen, mit den Flüchtlingsströmen und der immer noch andauernden Landnahme in NahOst zu vergleichen.
Es ist so, als ob Sie im Nachhinein die Länder und Menschen, welche einst unter dem Nazijoch gelitten haben, als Schuldige darstellen. Mögen die Vertreibungen der deutschen Flüchtlinge noch so grausam gewesen sein, grundlos waren sie nicht! Da kam kein Staat, der sich neu gegründet hat und brauchte eine ethniche Mehrheit.

In den meisten dieser damaligen Vertreibungsländer kann ein Deutscher heutzutage unbehelligt leben und wohnen, im Gegensatz zur Westbank allerdings selbstverständlich in Absprache mit dem betreffenden Land.
Ich habe noch nicht von illegalen deutschen Siedlungen in Polen, oder Tchechien gehört, die dort von der deutschen Armee kriegerisch verteidigt werden.


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#1030

RE: Militärschlag keine Option

in Politik 26.01.2011 14:21
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: trocadero
26.01.2011 10:53 #52019


Maga,

Bevor eine neue Diskussion hier eröffnet wird, sollten wir vielleicht auf die überfällige Antwort der Foristin warten.



Oh ja bitte, warte Sie auf die Antwort. Dann hat man hier wenigsten eine Zeit Ruhe vor Ihrer Arroganz.
Die Antwort können sie sich sehr leicht beim UN-Flüchtlingswerk holen, ebenso bei Wikipedia..........oder bei Fielmann!
Aus den ca. 1 Million Flüchtlingen vor 1950 sind mittlerweile mehrere Millionen geworden.


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#1031

RE: Militärschlag keine Option

in Politik 26.01.2011 14:27
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: Leto_II.
26.01.2011 10:20 #52009


Wer einen Krieg beginnt, produziert auch Flüchtlingsbewegungen und das war auch gewollt, nur die Richtung halt nicht. Dumm gelaufen aber eben auch das Risiko.

So weit so richtig. Nur besteht da immer noch das Völkerrecht, dass Flüchtlingen die Rückkehr erlaubt.
Davon abgesehen sind das keine Flüchtlinge aus Jordanien oder Libanon.


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#1032

RE: Militärschlag keine Option

in Politik 26.01.2011 14:35
von Leto_II. | 20.259 Beiträge | 25723 Punkte


Zitat von: Lea S.
26.01.2011 14:27 #52054

So weit so richtig. Nur besteht da immer noch das Völkerrecht, dass Flüchtlingen die Rückkehr erlaubt.
Davon abgesehen sind das keine Flüchtlinge aus Jordanien oder Libanon.


Die Frage war, was Jordanien und Libanon mit diesen Flüchtlingen zu tun hat. Die Antwort lautet: Eine Menge.


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#1033

RE: Militärschlag keine Option

in Politik 26.01.2011 14:45
von GeorgeF | 4.734 Beiträge | 4734 Punkte


Zitat von: Lea S.
26.01.2011 14:11 #52051



Alles richtig was Sie schreiben, zumindest aus den Augen der einen Seite.
Was mich wirklich stört, dass Sie die Vertreibungen und Flüchtlingswellen als Ergebnis des 2. Weltkrieges mit den Vertreibungen und Flüchtlingswellen nach 1948 vergleichen.
Die Deutschen sind aufgrund Besatzung, Besiedelung, Ermordung, Kriegsverbrechen aller Art, industrielle Tötung von vielen Millionen Menschen - nicht nur Juden - vertrieben und als Nation verurteilt worden. Zu Recht!
Wer aber sind im NahOst die Besatzer, dass Sie die Opfer und Flüchtlinge dieser unausgegorenen Politik mit den deutschen Opfern und Flüchtlingen gleichsetzen?
Wen haben die Palästinenser industriell ermordet, welches Land besetzt, wessen Menschen in Konzentrationslager gesteckt?

Kein Nachbarland des Staates Israel hat irgendeine Verpflichtung, die Opfer israelischer Politik aufzunehmen. Wenn sie es denn täten, wäre es besser, das stimmt. Eine Verpflichtung aber gibt es nicht, auch nicht daraus, dass auf dieser Welt sich jede Menge Menschen Araber nennen. Ansonsten müsste ja auch der Irak verpflichtet werden, die Palästinenser aufzunehmen.
Mögen Sie noch so sehr dem bereits vor dem Staat Israel gegründeten unabhängigen Staat Jordanien alle Palästinenser überantworten wollen. Nein, Palästinenser haben ein Zuhause und dort wollen sie wieder hin.
Solange selbst die UNO ihnen dieses Rückkehrrecht zugesteht, ist alles was aus israelischer Sicht dagegen unternommen wird Unrecht. Das Sie dieses immer weiterhin verteidigen, ist traurig. Aber auch Ihre wohlgewählten Worte und das "es wäre besser, wenn" macht daraus kein Recht.

Erst recht aber hat die Vertreibung der Juden aus anderen Ländern nichts damit zu tun. Er könnte evtl. als gutes Beispiel der Integrationsarbeit herhalten. Die gezahlten Prämien an die "Umzugswilligen" vergessen wir hier mal.
Allein aber ohne den Zustrom der Juden von überall auf der Welt hätte man keine jüdische Mehrheit hinbekommen können.
Das wissen Sie selbst sehr genau.

Sie dürfen gerne ein Anhänger dieser Politik bleiben, war ich übrigens auch einmal.

Nur hören Sie endlich auf Flüchtlingsströme verschiedener Ereignisse miteinander zu vermengen.
Erst Recht aber hören Sie bitte endlich damit auf, die Flüchtlingsströme aufgrund des 2. Weltkrieges und seiner Greuel die von Deutschen ausgingen, mit den Flüchtlingsströmen und der immer noch andauernden Landnahme in NahOst zu vergleichen.
Es ist so, als ob Sie im Nachhinein die Länder und Menschen, welche einst unter dem Nazijoch gelitten haben, als Schuldige darstellen. Mögen die Vertreibungen der deutschen Flüchtlinge noch so grausam gewesen sein, grundlos waren sie nicht! Da kam kein Staat, der sich neu gegründet hat und brauchte eine ethniche Mehrheit.

In den meisten dieser damaligen Vertreibungsländer kann ein Deutscher heutzutage unbehelligt leben und wohnen, im Gegensatz zur Westbank allerdings selbstverständlich in Absprache mit dem betreffenden Land.
Ich habe noch nicht von illegalen deutschen Siedlungen in Polen, oder Tchechien gehört, die dort von der deutschen Armee kriegerisch verteidigt werden.


'tschuldigung Frau S. Sie waren es, die den Vergleich mit der Besatzung/Flüchtlingen in D ins Spiel brachten: #51878
Übrigens erhielten die Flüchtlinge aus den arabischen Ländern in Israel eine Starthilfe - genauso wie das hier geschah. Schon mal vom Lastenausgleich gehört?
Und nachdem auch der Irak eine grosse Zahl Juden vertrieben hatte, hätte es dem Irak wohl angestanden, palästinensische Flüchtlinge mindestens in gleicher Zahl aufzunehmen und zu integrieren - dito Syrien.
Wenn Sie sich dann mal etwas näher mit Selbstzeugnissen der jüdischen Flüchtlinge beschäftigen, die nach Israel gingen, werden Sie dort kaum auf das Argument stossen, man sei zum Erhalt einer jüdischen Mehrheit nach Israel gegangen. In fast allen Fällen ging es um ein endlich sicheres Land. Dass Israel heftig um die Einwanderung geworben hat - die Plakate dazu hängen im Flughafen Bn Gurion - mag Ihnen eine Idee davon geben, dass es für viele Juden aus Europa und den Arabischen Ländern keineswegs so selbstverständlich war, nach Israel zu gehen.



zuletzt bearbeitet 26.01.2011 14:46 | nach oben springen

#1034

RE: Militärschlag keine Option

in Politik 26.01.2011 14:45
von trocadero (gelöscht)
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Zitat von: Lea S.
26.01.2011 14:21 #52052



Oh ja bitte, warte Sie auf die Antwort. Dann hat man hier wenigsten eine Zeit Ruhe vor Ihrer Arroganz.
Die Antwort können sie sich sehr leicht beim UN-Flüchtlingswerk holen, ebenso bei Wikipedia..........oder bei Fielmann!
Aus den ca. 1 Million Flüchtlingen vor 1950 sind mittlerweile mehrere Millionen geworden.



Verstehe.
Die Neugeborenen sind, als Spermatozoid und Ovul vertrieben worden. Und das noch getrennt.


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#1035

RE: Militärschlag keine Option

in Politik 26.01.2011 14:53
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: GeorgeF
26.01.2011 14:45 #52065

'tschuldigung Frau S. Sie waren es, die den Vergleich mit der Besatzung/Flüchtlingen in D ins Spiel brachten: #51878
Übrigens erhielten die Flüchtlinge aus den arabischen Ländern in Israel eine Starthilfe - genauso wie das hier geschah. Schon mal vom Lastenausgleich gehört?
Und nachdem auch der Irak eine grosse Zahl Juden vertrieben hatte, hätte es dem Irak wohl angestanden, palästinensische Flüchtlinge mindestens in gleicher Zahl aufzunehmen und zu integrieren - dito Syrien.
Wenn Sie sich dann mal etwas näher mit Selbstzeugnissen der jüdischen Flüchtlinge beschäftigen, die nach Israel gingen, werden Sie dort kaum auf das Argument stossen, man sei zum Erhalt einer jüdischen Mehrheit nach Israel gegangen. In fast allen Fällen ging es um ein endlich sicheres Land. Dass Israel heftig um die Einwanderung geworben hat - die Plakate dazu hängen im Flughafen Bn Gurion - mag Ihnen eine Idee davon geben, dass es für viele Juden aus Europa und den Arabischen Ländern keineswegs so selbstverständlich war, nach Israel zu gehen.


Sorry, wo lesen Sie in dem von Ihnen genannten Beitrag was von Flüchtlingen? Wer war es dann bloss, der wieder mal die 14 Millionen deutschen Flüchtlinge ins Spiel brachte, nicht zum ersten Mal!

Es ging in meiner Antwort an den Foristen um die Besatzung eines Gebietes anstatt um Besiedlung.

Den Wunsch vieler heutigen Israelis in Israel zu leben und auch die Grüne dafür negieren ich überhaupt nicht. Man hätte auch miteinander leben können.



zuletzt bearbeitet 26.01.2011 14:54 | nach oben springen

#1036

RE: Militärschlag keine Option

in Politik 26.01.2011 14:57
von trocadero (gelöscht)
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Zitat von: Lea S.
25.01.2011 17:35 #51880


Man muss wirklich schon sehr blind auf dem internationalen Auge sein, um in der Verteidigung der UN-Menschenrechte sowie der Sichtweise der UNO eine geschlossene feindliche Front sehen zu können.
Je mehr Menschen vertrieben wurden von ihrem Land, je feindlicher wurde wohl die Front!


Damit Alzheimer nicht zum Foristen des Jahres, schon Januar, gekuert werden muss.


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#1037

RE: Militärschlag keine Option

in Politik 26.01.2011 14:57
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: trocadero
26.01.2011 14:45 #52066


Verstehe.
Die Neugeborenen sind, als Spermatozoid und Ovul vertrieben worden. Und das noch getrennt.

Ach wissens, wenn ich mir die Geschichten anderer aus dem Gebiet so ansehe und anhöhre, muss das ja ein wirklich fruchtbares und haltbares Gebiet sein. Manche haben 2000 Jahre überlebt und behaupten doch steif und fest, schon immer dort gewohnt zu haben.

Falls Sie die Anzahl der palästinensischen Flüchtlinge auf die damals wirklich vertriebene Anzahl reduzieren wollen, mir solls recht sein. Ermitteln Sie dann aber bitte auch die Netto-Zahl der unter den Römern vertriebenen Juden, ohne deren Nachkommen natürlich. Gleiches Recht für alle!
Ob da noch einer lebt?


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#1038

RE: Militärschlag keine Option

in Politik 26.01.2011 14:59
von Maga (gelöscht)
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Zitat von: trocadero
26.01.2011 11:27 #52027


Auch diese Aussage nötigt eine "kleine" Relativierung;
Die christlichen Palästinenser Nazareths haben wenig Probleme mit der jüdischen Bevölkerung.
Die Konflikte finden hauptsächlich aufgrund der sehr "toleranten" Haltung der muslimischen Bevölkerung:

"Muslim activists outraged Christians when they built an unauthorized mosque next to the Basilica of the Annunciation, where Christians believe the Angel Gabriel foretold the birth of Jesus to Mary. Israel later tore down the mosque in 2003."

Diese "Toleranz" muslimischen Gesellschaften ist keine Eigenschaft, die alleine auf Palästina beschränkt ist. man findet diese auch in anderen islamischen Ländern.
Haifa, zB, ist das Weltzentrum der Bahaí, eine ursprünglich iranische Religion. Dort werden die Anhänger gehängt, in Haifa strahlt der Bahaí Tempel.


Das bestreite ich ja nicht. Sie sind Opfer des Konflikts bzw. Krieges, vermutlich weil sie als "fünfte Kolonne" der Besatzer angesehen werden. Es hilft den arabischen Christen auch nicht, dass sie einige der radikalsten arabischen Nationalisten hervorgebracht haben - Bsp. Michel Aflaq. Ich denke, wir werden in diesem Jahrhundert erleben, wie eine mehr als 2000jährige Tradition im NO erlischt. :-(


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#1039

RE: Militärschlag keine Option

in Politik 26.01.2011 15:00
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: trocadero
26.01.2011 14:57 #52069


Damit Alzheimer nicht zum Foristen des Jahres, schon Januar, gekuert werden muss.

Sie dürfen küren was und wie und wo Sie wollen.
Was Sie meinen verstehen sowieso nur Sie selbst und auch das nicht immer.


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#1040

RE: Militärschlag keine Option

in Politik 26.01.2011 15:03
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: Maga
26.01.2011 14:59 #52071

Das bestreite ich ja nicht. Sie sind Opfer des Konflikts bzw. Krieges, vermutlich weil sie als "fünfte Kolonne" der Besatzer angesehen werden. Es hilft den arabischen Christen auch nicht, dass sie einige der radikalsten arabischen Nationalisten hervorgebracht haben - Bsp. Michel Aflaq. Ich denke, wir werden in diesem Jahrhundert erleben, wie eine mehr als 2000jährige Tradition im NO erlischt. :-(


Es hilft der NahOst-Politik insgesamt aber auch nicht, wenn jetzt verstärkt die Religionszugehörigkeit verschiedenster Flüchtlinge in den Vordergrund gestellt wird.
Oder sind fast eine Million vertriebener Flüchtlinge bis 1950 alles Christen gewesen?

Sollte nicht endlich eine Politik gefahren werden - von allen Seiten - die alle Menschen schützt und ihnen ein normales Leben erlaubt, anstatt Einwohner erster bis dritter Klasse zu schaffen?


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#1041

RE: Militärschlag keine Option

in Politik 26.01.2011 15:25
von Maga (gelöscht)
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Zitat von: Lea S.
26.01.2011 15:03 #52074


Es hilft der NahOst-Politik insgesamt aber auch nicht, wenn jetzt verstärkt die Religionszugehörigkeit verschiedenster Flüchtlinge in den Vordergrund gestellt wird.
Oder sind fast eine Million vertriebener Flüchtlinge bis 1950 alles Christen gewesen?

Sollte nicht endlich eine Politik gefahren werden - von allen Seiten - die alle Menschen schützt und ihnen ein normales Leben erlaubt, anstatt Einwohner erster bis dritter Klasse zu schaffen?

Die Christen sind das schwächste Glied und damit von dem Konflikt besonders betroffen. Im Fall Israels mache ich niemandem Vorwürfe - außer den muslimischen Hasspredigern, von denen es wohl nicht wenige gibt -, denn die Juden, die in den Jahren 45 - 48 nach Palästina kamen, waren zumeist arme Leute, die mit knappster Not den Vernichtungslagern der Nazis entkommen waren. Im Fall Irak mache ich dem früheren Präsidenten, diesem "born again Christian", und seiner Kamarilla Vorwürfe. Dieser Krieg war absolut unnötig, ein Verbrechen und für die irakischen Christen eine Katastrophe.

Und ja, ich verspüre mehr Solidarität mit den palästinensischen Christen als mit den palästinensischen Muslimen. Wir sind ja nicht völlig unemotionale "Kopfmenschen".


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#1042

RE: Militärschlag keine Option

in Politik 26.01.2011 15:26
von Leto_II. | 20.259 Beiträge | 25723 Punkte


Zitat von: Lea S.
26.01.2011 15:03 #52074


Es hilft der NahOst-Politik insgesamt aber auch nicht, wenn jetzt verstärkt die Religionszugehörigkeit verschiedenster Flüchtlinge in den Vordergrund gestellt wird.
Oder sind fast eine Million vertriebener Flüchtlinge bis 1950 alles Christen gewesen?

Sollte nicht endlich eine Politik gefahren werden - von allen Seiten - die alle Menschen schützt und ihnen ein normales Leben erlaubt, anstatt Einwohner erster bis dritter Klasse zu schaffen?


Die Christen im Irak flüchten, weil sie verfolgt werden, weil sie Christen sind, da wird es dann schwierig, die Religionzugehrigkeit in den Hintergrund zu stellen.


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#1043

RE: Militärschlag keine Option

in Politik 26.01.2011 16:25
von trocadero (gelöscht)
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Zitat von: Lea S.
26.01.2011 14:57 #52070


Falls Sie die Anzahl der palästinensischen Flüchtlinge auf die damals wirklich vertriebene Anzahl reduzieren wollen, mir solls recht sein.


Nach Ihrer arithmetischen Glanzleistung bitte um Entschuldigung um die falsche Zahl-Angabe der deutschen Vertriebenen und Flüchtlingen.
Es waren somit nicht 14 Mil. sondern cca 42 Mil. Dabei habe ich die wesentlich geringere Geburtenrate mitberücksichtigt.


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#1044

RE: Militärschlag keine Option

in Politik 26.01.2011 18:14
von GeorgeF | 4.734 Beiträge | 4734 Punkte


Zitat von: Maga
26.01.2011 14:59 #52071

Das bestreite ich ja nicht. Sie sind Opfer des Konflikts bzw. Krieges, vermutlich weil sie als "fünfte Kolonne" der Besatzer angesehen werden. Es hilft den arabischen Christen auch nicht, dass sie einige der radikalsten arabischen Nationalisten hervorgebracht haben - Bsp. Michel Aflaq. Ich denke, wir werden in diesem Jahrhundert erleben, wie eine mehr als 2000jährige Tradition im NO erlischt. :-(

Für die aramäischen Christen sieht es jedenfalls düster aus. Die neuerliche Machtverschiebung im Libanon wird das Leben der Christen im Libanon auch nicht erleichtern.
Mir wurde übrigens berichtet - ich kann leider keinen ernsthaften Link dazu finden - dass die palästinensischen Christen in Israel
- das höchste Durchnittseinkommen haben
- die wenigsten Kinder und
- die höchste Scheidungsrate.



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#1045

RE: Militärschlag keine Option

in Politik 26.01.2011 20:04
von primatologe | 8.476 Beiträge | 8476 Punkte


Zitat von: GeorgeF
26.01.2011 14:45 #52065

...
Dass Israel heftig um die Einwanderung geworben hat - die Plakate dazu hängen im Flughafen Bn Gurion - mag Ihnen eine Idee davon geben, dass es für viele Juden aus Europa und den Arabischen Ländern keineswegs so selbstverständlich war, nach Israel zu gehen.

Also ist die angebliche Vertreibung der Juden aus den arabischen Ländern doch aufgebauscht und zu propagandistischen Zwecken übertrieben aufgeblasen.



zuletzt bearbeitet 26.01.2011 20:05 | nach oben springen

#1046

RE: Militärschlag keine Option

in Politik 26.01.2011 20:25
von primatologe | 8.476 Beiträge | 8476 Punkte


Zitat von: GeorgeF
25.01.2011 23:56 #51976

Wie kommen Sie darauf, dass "die Israeliten den Gewinn abschöpfen"? Hätten Sie da mal ein paar konkrete Zahlen anzubieten? Erzeugerpreis, Transportkosten, Handelsgewinn... womöglich auch mit Vergleichswerten für spanische Erdbeerbauern?

Welchen Sinn soll es sonst machen den Palis die Ausfuhr nur über ein israelisches Handelsunternehmen zu "erlauben"?

Jetzt bitte extra dumm stellen, für die naivste Antwort gibt es die vergoldete Zipfelmütze!


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#1047

RE: Militärschlag keine Option

in Politik 26.01.2011 21:48
von GeorgeF | 4.734 Beiträge | 4734 Punkte


Zitat von: primatologe
26.01.2011 20:04 #52116

Also ist die angebliche Vertreibung der Juden aus den arabischen Ländern doch aufgebauscht und zu propagandistischen Zwecken übertrieben aufgeblasen.

Sie dürfen sich über eine einfache Netz-Recherche gerne darüber belehren lassen, mit welcher Brutalität nach 1948 die Juden aus ihrer angestammten Heimat in den arabischen Ländern vertrieben, mit welcher Frechheit ihr Eigentum konfisziert wurde. Da verhielten sich die arabischen Länder nicht anders als die Nazis bei der Vertreibung und Enteignung der deutschen Juden bis 1939. Ägypten, Jordanien, Syrien, Irak waren anschliessend ziemlich "judenrein". Es handelte sich unterm Strich um insgesamt ein paar Hunderttausend Menschen, die dann zuu einem grossen Teil boshafterweise auch noch die Frechheit hatten, Zuflucht in Israel zu suchen...



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#1048

RE: Militärschlag keine Option

in Politik 26.01.2011 21:57
von GeorgeF | 4.734 Beiträge | 4734 Punkte


Zitat von: Lea S.
26.01.2011 14:57 #52070

Ach wissens, wenn ich mir die Geschichten anderer aus dem Gebiet so ansehe und anhöhre, muss das ja ein wirklich fruchtbares und haltbares Gebiet sein. Manche haben 2000 Jahre überlebt und behaupten doch steif und fest, schon immer dort gewohnt zu haben.

Falls Sie die Anzahl der palästinensischen Flüchtlinge auf die damals wirklich vertriebene Anzahl reduzieren wollen, mir solls recht sein. Ermitteln Sie dann aber bitte auch die Netto-Zahl der unter den Römern vertriebenen Juden, ohne deren Nachkommen natürlich. Gleiches Recht für alle!
Ob da noch einer lebt?

Ihre langsam bizarren Gegenüberstellungen werden eher lächerlich. Sie stellen die Gründe zur Rückkehr nach Israel einer kleinen Minderheit extremistischer Juden ("von Gott geschenktes Land") auf die gleiche Ebene wie die der palästinensisch-arabischen Propaganda. Geht es nicht in Ihr Hirn, dass die Mehrheit der Juden nicht von wegen "von Gott geschenkt" nach Israel gegangen ist, sondern wegen gewissen Ereignissen in Europa, insbesondere Deutschland, und in den arabischen Ländern, die ihnen kaum eine andere Wahl liessen, als in einem Land Zuflucht zu suchen, in dem sie sich vor Pogromen, Diskriminierung und Pogromen einigermassen sicher fühlen konnten? Nein, das hat Ihr Hirn und Ihr Herz offensichtlich nicht erreicht.



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#1049

RE: Militärschlag keine Option

in Politik 26.01.2011 22:06
von GeorgeF | 4.734 Beiträge | 4734 Punkte


Zitat von: Lea S.
26.01.2011 15:03 #52074


Es hilft der NahOst-Politik insgesamt aber auch nicht, wenn jetzt verstärkt die Religionszugehörigkeit verschiedenster Flüchtlinge in den Vordergrund gestellt wird.
Oder sind fast eine Million vertriebener Flüchtlinge bis 1950 alles Christen gewesen?

Sollte nicht endlich eine Politik gefahren werden - von allen Seiten - die alle Menschen schützt und ihnen ein normales Leben erlaubt, anstatt Einwohner erster bis dritter Klasse zu schaffen?

Genau das ist den arabischen Nachbarn Israels vorzuwerfen, dass sie eben die palästinensischen Flüchlinge weder beschützt, noch ihnen ein normales Leben erlaubt haben. Sie haben sie in Lager gesperrt, ihnen die Bürgerrechte verweigert, sie als Druckmittel missbraucht und sie im Zweifel auch mit Kanonen und Artillerie niederkartätscht - in Jordanien wie im Libanon. Dies alles, nachdem dieselben arabischen Nachbarn mit ihre Angriff auf das UN-sanktionierte Israel konzentrisch angegriffen und mit ihrem unsäglichen Krieg Ursache für die Flucht waren.
Es wäre hilfreich, wenn - wie bereits gefordert - die arabischen Nachbarn Israels diesen Teil ihrer Geschichte aufarbeiten würden, wie dies in Israel geschieht. Vielleicht könnte so die Flüchtlingsfrage auch in einem realistischeren Licht betrachtet werden.



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#1050

RE: Militärschlag keine Option

in Politik 26.01.2011 22:13
von GeorgeF | 4.734 Beiträge | 4734 Punkte


Zitat von: primatologe
26.01.2011 20:25 #52117

Welchen Sinn soll es sonst machen den Palis die Ausfuhr nur über ein israelisches Handelsunternehmen zu "erlauben"?

Jetzt bitte extra dumm stellen, für die naivste Antwort gibt es die vergoldete Zipfelmütze!

Sie weichen aus. Die Frage war, wie sich die Preise in der Kette Erzeuger - Händler - Verbraucher gestalten. Dazu erfragte ich konkrete Zahlen, die Sie schuldig bleiben. Sie können sich natürlich nicht vorstellen, dass die Vermarktung der palästinensischen Erdeeren beispielsweise über den etablierten israelischen Handel/Vertrieb für den palästinensischen Erdbeerbauern sich durchaus vorteilhafter darstellen könnte als über einen No-Name palästinensischen Händler....
Sie haben doch immer versucht, den Eindruck zu erwecken, Sie hätten den grossen Durchblick in solchen Gechäften.



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