#1326

RE: Mord und Terror sind keine Lösung

in Politik 01.08.2011 18:03
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte


Zitat von: Leto_II.
01.08.2011 17:57 #79695


Einen Angriffskrieg zu starten, ist im Kriegszustand immer etwas schwierig.


Wenn wir von einem seit 1948 anhaltenden Kriegszustand ausgehen, dann wundert die relativ späte Entstehung der Hisbollah-Miliz im Jahre 1982 umso mehr.


nach oben springen

#1327

RE: Sabotage, Mordanschläge und Zerstörung sind keine Lösung

in Politik 01.08.2011 18:03
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: Indogermane_HS
01.08.2011 17:59 #79697


Das allerdings wundert mich ebenfalls. Offenbar hat der Mossad einige IAEA-Mitglieder "überzeugen" können

Gibt es eigentlich Veröffentlichungen der IAEA darüber oder ist alles nur Hoffmanns Erzählungen, um einen Mord zu rechtfertigen?

Der Mossad hat gesagt, dass die IAEA gesagt hat, dass die Putzfrau gesagt hat, dass der Mann dort im Werk gesehen wurde.


nach oben springen

#1328

RE: Sabotage, Mordanschläge und Zerstörung sind keine Lösung

in Politik 01.08.2011 18:06
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte


Zitat von: Lea S.
01.08.2011 18:03 #79700

Gibt es eigentlich Veröffentlichungen der IAEA darüber oder ist alles nur Hoffmanns Erzählungen, um einen Mord zu rechtfertigen?

Der Mossad hat gesagt, dass die IAEA gesagt hat, dass die Putzfrau gesagt hat, dass der Mann dort im Werk gesehen wurde.


Das frage ich mich auch.


nach oben springen

#1329

Dominanz = Staatsdoktrin

in Politik 01.08.2011 18:17
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte


Zitat von: Leto_II.
01.08.2011 16:09 #79650


Nur sehe ich im Iran grundsätzlich keine israelischen Interessen. Der Iran hat sich interessant gemacht.


Keine israelischen Intressen in Iran? Dafür, dass Israel keine Interessen in Iran hat, ist es aber ziemlich aktiv dort unterwegs, finden Sie nicht - von wegen Sabotage und Auftragsmorde und so? Nein, das Gegenteil ist der Fall. Israel ist an ein "system change" und an eine Kleinhaltung Irans interessiert, da "Dominanz" über andere Staaten in Middle-East bekanntlich ein fundamentaler Bestandteil der israelischen Staatsdoktrin ist. Nur wird diese selbstauferlegte überholte Doktrin von Vorgestern nicht auf ewig funktionieren. Die Lösung heißt <Regionales Gleichgewicht der Kräfte>. Und um diese Lösung führt - realistisch betrachtet - auch kein Weg vorbei.



zuletzt bearbeitet 01.08.2011 18:19 | nach oben springen

#1330

RE: Mord und Terror sind keine Lösung

in Politik 01.08.2011 18:18
von Leto_II. | 20.251 Beiträge | 25643 Punkte


Zitat von: Indogermane_HS
01.08.2011 18:03 #79699


Wenn wir von einem seit 1948 anhaltenden Kriegszustand ausgehen, dann wundert die relativ späte Entstehung der Hisbollah-Miliz im Jahre 1982 umso mehr.


Wann war dieser Kriegszustand denn nicht? Hisbollah ist natürlich das Ergebnis der Besatzung, dem widerspreche ich doch gar nicht.


nach oben springen

#1331

RE: Mord und Terror sind keine Lösung

in Politik 01.08.2011 18:27
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte


Zitat von: Leto_II.
01.08.2011 18:18 #79703


Wann war dieser Kriegszustand denn nicht? Hisbollah ist natürlich das Ergebnis der Besatzung, dem widerspreche ich doch gar nicht.


Nicht das Ergebnis der Besatzung, sondern der Invasion Libanons in 1982:

"Hezbollah first emerged in response to the 1982 Israeli invasion of Lebanon, during the Lebanese civil war.[10]"
http://en.wikipedia.org/wiki/Hezbollah


nach oben springen

#1332

RE: Dominanz = Staatsdoktrin

in Politik 01.08.2011 18:27
von Leto_II. | 20.251 Beiträge | 25643 Punkte


Zitat von: Indogermane_HS
01.08.2011 18:17 #79702


Keine israelischen Intressen in Iran? Dafür, dass Israel keine Interessen in Iran hat, ist es aber ziemlich aktiv dort unterwegs, finden Sie nicht - von wegen Sabotage und Auftragsmorde und so? Nein, das Gegenteil ist der Fall. Israel ist an ein "system change" und an eine Kleinhaltung Irans interessiert, da "Dominanz" über andere Staaten in Middle-East bekanntlich ein fundamentaler Bestandteil der israelischen Staatsdoktrin ist. Nur wird diese selbstauferlegte überholte Doktrin von Vorgestern nicht auf ewig funktionieren. Die Lösung heißt <Regionales Gleichgewicht der Kräfte>. Und um diese Lösung führt - realistisch betrachtet - auch kein Weg vorbei.


Ich schrieb vom grundsätzlichem Interesse. Beide Länder hatten auch lange genug einen gemeinsamen Feind. Dominanz beansprucht die Türkei auch. Mal schauen, wann die ein Atom-Programm auflegen.


nach oben springen

#1333

RE: Mord und Terror sind keine Lösung

in Politik 01.08.2011 18:29
von Leto_II. | 20.251 Beiträge | 25643 Punkte


Zitat von: Indogermane_HS
01.08.2011 18:27 #79705


Nicht das Ergebnis der Besatzung, sondern der Invasion Libanons in 1982:

"Hezbollah first emerged in response to the 1982 Israeli invasion of Lebanon, during the Lebanese civil war.[10]"
http://en.wikipedia.org/wiki/Hezbollah





Wenn Israel nach dem Abzug der PLO auch wieder abgezogen wäre, hätte sich das vielleicht erledigt. Vielleicht auch nicht.


nach oben springen

#1334

"Achse des Bösen"

in Politik 01.08.2011 18:32
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte

Zitat von Landegaard:
"angesichts der möglichen Folgen verbietet es sich, eben nicht von Eventualitäten auszugehen. Ich dachte, das erläutert zu haben."

Wenn also "von Evantualitäten ausgehehen müssen", dann muß das aber auch umgekehrt für den Iran gelten, seit dem der Bush-Krieger diese Land bereits in 2001 - also vor den dümmlichen Äußerungen Ahmadinedschads gegenüber dem "Zionismus" - auf die "Achse des Bösen" gesetzt hat - eine Zeit, in der noch der pro-westliche gemäßigte Dr. M. Khatami Präsident gewesen ist! Desweiteren wurde eine Schlichtungs-Initiatve der Khatami-Regierung in 2003 (das sog. "Schweizer Memorandum", in der übrigens auch Atomwaffen-Verzicht und auch die Anerkennung Israels gelistet werden...) von Seiten der USA leider abgelehnt, was zusätzliche Spekulationen in der iranischen Führung ausgelöst hat.



zuletzt bearbeitet 01.08.2011 18:58 | nach oben springen

#1335

RE: "Achse des Bösen"

in Politik 01.08.2011 18:36
von Leto_II. | 20.251 Beiträge | 25643 Punkte


Zitat von: Indogermane_HS
01.08.2011 18:32 #79708

Wenn also "von Evantualitäten ausgehehen müssen", dann muß das aber auch umgekehrt für den Iran gelten, seit dem der Bush-Krieger diese Land bereits in 2001 - also vor den dümmlichen Äußerungen Ahmadinedschads gegenüber dem "Zionismus" - auf die "Achse des Bösen" gesetzt hat.



Tut der Iran das etwa nicht?


nach oben springen

#1336

Nukleares Gleichgewicht als logische Konsequenz

in Politik 01.08.2011 18:39
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte


Zitat von: Leto_II.
01.08.2011 18:27 #79706


Ich schrieb vom grundsätzlichem Interesse. Beide Länder hatten auch lange genug einen gemeinsamen Feind. Dominanz beansprucht die Türkei auch. Mal schauen, wann die ein Atom-Programm auflegen.


Die Überlegungen hierzu dürften bereits schon stattgefunden haben, wie auch in Saudi-Arabien, wo es schon entsprechende Pläne gibt.

Nich einmal: (Regionales) Nukleares Gleichgewicht ist die einzig logische Konsequenz auf nicht stattfindende, weil nicht gewollte (regionale) Nukleare Abrüstung, für die alle amtomwaffenfreie (regionale) Staaten - einschliesslich Iran - eigentlich plädieren bzw. plädiert haben.



zuletzt bearbeitet 01.08.2011 18:39 | nach oben springen

#1337

RE: Nukleares Gleichgewicht als logische Konsequenz

in Politik 01.08.2011 18:45
von Leto_II. | 20.251 Beiträge | 25643 Punkte


Zitat von: Indogermane_HS
01.08.2011 18:39 #79710


Die Überlegungen hierzu dürften bereits schon stattgefunden haben, wie auch in Saudi-Arabien, wo es schon entsprechende Pläne gibt.

Nich einmal: (Regionales) Nukleares Gleichgewicht ist die einzig logische Konsequenz auf nicht stattfindende, weil nicht gewollte (regionale) Nukleare Abrüstung, für die alle amtomwaffenfreie (regionale) Staaten - einschliesslich Iran - eigentlich plädieren bzw. plädiert haben.


Ist ein Dilemma, ganz ohne Atomwaffen werden gössere konventionelle Konflikte wieder wahrscheinlicher, mit zu vielen atomare.


nach oben springen

#1338

RE: "Achse des Bösen"

in Politik 01.08.2011 18:49
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte


Zitat von: Leto_II.
01.08.2011 18:36 #79709


Tut der Iran das etwa nicht?


Natürlich. Es ist aber mindestens genauso nachvollziehbar und gerechtfertigt, da nicht auf Vermutungen, sondern auf Tatsachen basierend (Einstufung als Bestandteil des "Achse des Bösens" von Seiten Bushs in 2001). Das Forcieren des iranischen Atomprogramm sowie Planung, Durchführung und Ausbau des Raketenprogramm sind zum einen eine direkte Folge hiervon, zum anderen eine direkte Folge der zurückliegenden aber nicht vergessenen, von Ost und West unterstützten irakischen Invasion in 1980 inklusive diverse international unverurteilt gebliebene Giftgaseinsätze Saddams sowie die massive Städtebeschiessungen mit SCUD-Raketen (der von Irak begonnene sog. "Städtekrieg" ab Mitte der 80er Jahre).



zuletzt bearbeitet 01.08.2011 18:54 | nach oben springen

#1339

RE: Mord und Terror sind keine Lösung

in Politik 01.08.2011 18:57
von mbockstette | 7.881 Beiträge | 6023 Punkte


Zitat von: Indogermane_HS
01.08.2011 17:55 #79692


Wollen Sie uns für dumm verkaufen? Die israelische Libanon-Invasion von 1982 (denn darum ging es) war also eine Antwort auf die (militärische) Unterstützung der Palästinenser von Seiten der Arabischen Liga im Jahre 1948, der auch der Libanon angehört?!


und seither besteht der Kriegszustand und die Waffenruhe wurde regelmäßig von libanesischer Seite her gebrochen!



zuletzt bearbeitet 01.08.2011 18:57 | nach oben springen

#1340

RE: "Achse des Bösen"

in Politik 01.08.2011 18:57
von Leto_II. | 20.251 Beiträge | 25643 Punkte


Zitat von: Indogermane_HS
01.08.2011 18:49 #79712


Natürlich. Es ist aber mindestens genauso nachvollziehbar und gerechtfertigt, da nicht auf Vermutungen, sondern auf Tatsachen basierend (Einstufung als Bestandteil des "Achse des Bösens" von Seiten Bushs in 2001). Das Forcieren des iranischen Atomprogramm sowie Planung, Durchführung und Ausbau des Raketenprogramm sind zum einen eine direkte Folge hiervon, zum anderen eine direkte Folge der zurückliegenden aber nicht vergessenen, von Ost und West unterstützten irakischen Invasion in 1980 inklusive diverse international unverurteilt gebliebene Giftgaseinsätze Saddams und massive Städtebeschiessungen mit SCUD-Raketen (ab Mitte der 80er Jahre).


Am Iran-Irak-Krieg waren beide nicht ganz unschuldig, Chomeini soll ja ganz begeistert gewesen sein. Und um auf die Achse zu kommen, hat der Iran auch das seinige getan.


nach oben springen

#1341

RE: Mord und Terror sind keine Lösung

in Politik 01.08.2011 18:59
von Leto_II. | 20.251 Beiträge | 25643 Punkte


Zitat von: mbockstette
01.08.2011 18:57 #79713


und seither besteht der Kriegszustand und die Waffenruhe wurde regelmäßig von libanesischer Seite her gebrochen!


Von israelische Seite auch bisweilen.


nach oben springen

#1342

RE: "Achse des Bösen" und Ablehung der iranischen Friedensinitiative ("Schweizer Memorandum")

in Politik 01.08.2011 18:59
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte

Zitat von Landegaard:
"angesichts der möglichen Folgen verbietet es sich, eben nicht von Eventualitäten auszugehen. Ich dachte, das erläutert zu haben."

Wenn also "von Evantualitäten ausgehehen müssen", dann muß das aber auch umgekehrt für den Iran gelten, seit dem der Bush-Krieger diese Land bereits in 2001 - also vor den dümmlichen Äußerungen Ahmadinedschads gegenüber dem "Zionismus" - auf die "Achse des Bösen" gesetzt hat - eine Zeit, in der noch der pro-westliche gemäßigte Dr. M. Khatami Präsident gewesen ist! Desweiteren wurde eine Schlichtungs- bzw. Friedens-Initiatve der Khatami-Regierung in 2003 (das sog. "Schweizer Memorandum", in der übrigens auch Atomwaffen-Verzicht und auch die Anerkennung Israels gelistet werden...!) von Seiten der USA leider abgelehnt, was zusätzliche Spekulationen in der iranischen Führung ausgelöst hat.



zuletzt bearbeitet 01.08.2011 19:21 | nach oben springen

#1343

RE: "Achse des Bösen"

in Politik 01.08.2011 19:03
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte


Zitat von: Leto_II.
01.08.2011 18:57 #79714


Am Iran-Irak-Krieg waren beide nicht ganz unschuldig, Chomeini soll ja ganz begeistert gewesen sein. Und um auf die Achse zu kommen, hat der Iran auch das seinige getan.


Khomeinei kam der Krieg natürlich sehr gelegen. Es war aber bekanntermaßen und nachweislich der Irak, der die Grenze zu Iran überschritten und im größeren Umfang eine Invasion und Bombardierungen gestartet hat. Seitdem gilt in den Analen der Geschichte der Irak als Kriegsbeginner, auch wenn das einige ganz wenige auf Grund von der Invasion vorangegangenen kleineren begrenzten Artillerie-Duellen gerne anders sehen. ;-)



zuletzt bearbeitet 01.08.2011 19:11 | nach oben springen

#1344

RE: Nukleares Gleichgewicht als logische Konsequenz

in Politik 01.08.2011 19:08
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte


Zitat von: Leto_II.
01.08.2011 18:45 #79711


Ist ein Dilemma, ganz ohne Atomwaffen werden gössere konventionelle Konflikte wieder wahrscheinlicher, mit zu vielen atomare.


Dilemma hin order her: Zu der - mit Ausnahme gewissser Atommächte - von allen bevorzugten Nukleare Abrüstung gibt realpolitisch gesehen mittel- bis langfristig trotz allem nur die Alternative des Nuklearen Gleichgewichts.

P.S.: Ihr Satz ist nicht vollständig.



zuletzt bearbeitet 01.08.2011 19:09 | nach oben springen

#1345

RE: Mord und Terror sind keine Lösung

in Politik 01.08.2011 19:19
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte


Zitat von: Leto_II.
01.08.2011 17:57 #79695


Einen Angriffskrieg zu starten, ist im Kriegszustand immer etwas schwierig.


Auf den Atomstreit mit Iran, den auf dem Tisch liegenden israelischen Angriffsplänen und Ihren vorangegangenen Beiträgen bezogen, würde diese Ansicht also bedeuten, Israel könnte einen "eventuellen" Angriff auf iranische Anlagen damit rechtfertigen bzw. sich völkerrechtlich damit heraus zu winden versuchen, indem es darstellt, die beiden Staaten würden sich bereits in einem Krieg befinden, den der Iran mit Mitbegründung und Unterstützung der Hisbollah begonnen hat... Interessant. Nur wird diese Auslegung international zum Glück kaum Befürworter finden.



zuletzt bearbeitet 01.08.2011 19:23 | nach oben springen

#1346

RE: Mord und Terror sind keine Lösung

in Politik 01.08.2011 20:19
von mbockstette | 7.881 Beiträge | 6023 Punkte


Zitat von: Indogermane_HS
01.08.2011 19:19 #79719

Nur wird diese Auslegung international zum Glück kaum Befürworter finden.


Mord und Totschlag sind keine Lösung? Sie, ID-HS, heben seit Jahr und Tag die strategische Allianz zwischen dem Iran und seinem arabischen Verbündeten Syrien als Beweis dafür hervor, dass der Iran in der arabisch-sunnitischen Welt nicht verfemt sei.

In Syrien bekämpfen über das ganze Land verteilt Hunderttausende seit nunmehr über fünf Monaten ihre iran-freundliche Regierung und ein Ende des Aufstands ist nicht in Sicht.
Eine der Gründe warum die Unzufriedenen den Sturz ihrer Henker und Folterer fordern ist deren strategische Allianz mit dem Iran. Die breite Mehrheit der syrischen Bevölkerung verachtet und verabscheut die Mullahktatie im Iran bis aufs Blut.

01.08.2011 - Konflikt in Syrien
Westen fürchtet Regime-Kollaps in Nahost

Syrien: Assads Kampf gegen das eigene Volk

Syriens Präsident Assad geht mit aller Härte gegen sein eigenes Volk vor, 1800 Menschen sind nach Schätzungen der Opposition bereits umgekommen. Der Westen kritisiert die Gewalt, eine militärische Intervention aber scheint ausgeschlossen - zu groß ist die Furcht vor einem Flächenbrand.

Der Presseattaché der US-Botschaft in Damaskus nimmt längst kein Blatt mehr vor den Mund: Der Einmarsch der syrischen Armee in die Rebellenhochburg Hama sei ein "eindeutig kriegerischer Akt" gewesen, sagte J.J. Hader der BBC, nachdem Sicherheitskräfte am Wochenende allein in Hama über 90 Menschen getötet haben sollen. In Syrien gebe es nur eine kriminelle Bande, und das sei die syrische Regierung, wetterte der Diplomat in ungewohnter Schärfe. "Dies ist die bewaffnete Bande, die ihre eigenen Städte brandschatzt, die den Terror in den Herzen der vielen Menschen sät, die doch nur friedlich demonstrieren wollen".


Deadly Syrian crackdown continues
More deaths reported in several cities, a day after activists said 142 people were killed across the country.
http://english.aljazeera.net/news/middle...3040657423.html

Monday, August 1, 2011 - Iran issues tough warning to Turkey on Syria

Iran's Islamic Revolutionary Guard Corps has issued a harsh warning to Turkey ...... The article, titled "Iran's Serious Stance in the Face of Syrian Events" and said to reflect IRGC thinking, warned that Syria would remain a strategic asset of Iran.
http://www.worldtribune.com/worldtribune...n0958_08_01.asp

Despite Turkey’s glaring shortcomings, and the many domestic problems it has yet to overcome, it is clear that this positive image it increasingly enjoys among Arabs is not something that Ankara’s Western allies and partners can overlook as they look for calmer days in the region. Events are proving that Turkey will continue to be considered a factor of stability and a yardstick for democratic and economic development in the Middle East among the Muslim masses.

This, however, cannot be much to the liking of an Iran that is increasingly being seen in the region as a source of instability, and which is clearly hankering for its own Islamic revolution to be replicated in Arab countries. ( Hurirreyet).


nach oben springen

#1347

RE: Sabotage, Mordanschläge und Zerstörung sind keine Lösung

in Politik 01.08.2011 20:44
von sayada.b. | 8.424 Beiträge | 11880 Punkte


Zitat von: Leto_II.
01.08.2011 13:24 #79623


Die iranischen Friedensabsichten muss ich übersehen haben. :)



Kann leicht passieren, die gibt es ja leider nicht, jedenfalls nicht beim gegenwärtigen Regime!


nach oben springen

#1348

Syrien

in Politik 01.08.2011 20:59
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte


Zitat von: mbockstette
01.08.2011 20:19 #79724


Mord und Totschlag sind keine Lösung? Sie, ID-HS, heben seit Jahr und Tag die strategische Allianz zwischen dem Iran und seinem arabischen Verbündeten Syrien als Beweis dafür hervor, dass der Iran in der arabisch-sunnitischen Welt nicht verfemt sei.

In Syrien bekämpfen über das ganze Land verteilt Hunderttausende seit nunmehr über fünf Monaten ihre iran-freundliche Regierung und ein Ende des Aufstands ist nicht in Sicht.
Eine der Gründe warum die Unzufriedenen den Sturz ihrer Henker und Folterer fordern ist deren strategische Allianz mit dem Iran. Die breite Mehrheit der syrischen Bevölkerung verachtet und verabscheut die Mullahktatie im Iran bis aufs Blut.

01.08.2011 - Konflikt in Syrien
Westen fürchtet Regime-Kollaps in Nahost

Syrien: Assads Kampf gegen das eigene Volk

Syriens Präsident Assad geht mit aller Härte gegen sein eigenes Volk vor, 1800 Menschen sind nach Schätzungen der Opposition bereits umgekommen. Der Westen kritisiert die Gewalt, eine militärische Intervention aber scheint ausgeschlossen - zu groß ist die Furcht vor einem Flächenbrand.

Der Presseattaché der US-Botschaft in Damaskus nimmt längst kein Blatt mehr vor den Mund: Der Einmarsch der syrischen Armee in die Rebellenhochburg Hama sei ein "eindeutig kriegerischer Akt" gewesen, sagte J.J. Hader der BBC, nachdem Sicherheitskräfte am Wochenende allein in Hama über 90 Menschen getötet haben sollen. In Syrien gebe es nur eine kriminelle Bande, und das sei die syrische Regierung, wetterte der Diplomat in ungewohnter Schärfe. "Dies ist die bewaffnete Bande, die ihre eigenen Städte brandschatzt, die den Terror in den Herzen der vielen Menschen sät, die doch nur friedlich demonstrieren wollen".


Deadly Syrian crackdown continues
More deaths reported in several cities, a day after activists said 142 people were killed across the country.
http://english.aljazeera.net/news/middle...3040657423.html

Monday, August 1, 2011 - Iran issues tough warning to Turkey on Syria

Iran's Islamic Revolutionary Guard Corps has issued a harsh warning to Turkey ...... The article, titled "Iran's Serious Stance in the Face of Syrian Events" and said to reflect IRGC thinking, warned that Syria would remain a strategic asset of Iran.
http://www.worldtribune.com/worldtribune...n0958_08_01.asp

Despite Turkey’s glaring shortcomings, and the many domestic problems it has yet to overcome, it is clear that this positive image it increasingly enjoys among Arabs is not something that Ankara’s Western allies and partners can overlook as they look for calmer days in the region. Events are proving that Turkey will continue to be considered a factor of stability and a yardstick for democratic and economic development in the Middle East among the Muslim masses.

This, however, cannot be much to the liking of an Iran that is increasingly being seen in the region as a source of instability, and which is clearly hankering for its own Islamic revolution to be replicated in Arab countries. ( Hurirreyet).



Als wäre mir das alles bisher unbekannt gewesen...!

Allerdings keine Spur in Ihren Quellen, von Ihrer persönlichen These, die syrischen Demonstranten wären Iran gegenüber feindlich gesonnen. Diese türkische Quelle äußerst sich nur gegen eine eigennützige Einmischung des iranischen Regimes, aber das ist keine Überraschung.

Und wenn Sie denken, ich wäre ein Befürworter des übertrieben harten Durchgreifens Assads, welches dem syrischen Volk realistischen Schätzungen nach bisher über Tausend Tote gekostet hat, dann haben Sie sich tief geschnitten.

Auf der anderen Seite darf sich weder die Türkei als Oberlehrer aufspielen, noch dürfen die Türkei oder andere Staaten versuchen Profit aus der innenpolitischen Krisensituation in Syrien zu ziehen.

Einzig die UNO ist berechtigt, sich (ähnlich wie in Libyen) auch hier - ganz im Sinne des rebellierenden Volkes und auf dessen ausdrücklichem Wunsch - konstruktiv einzumischen. Allerdings ist Syrien kaum mit Libyen zu vergleichen, weshalb diese Einmischung viel wohler überlegt sein muß, als im Falle Libyens.


P.S.: Anscheinend haben Sie sich immer noch keine (neue) Lesebrille besorgt, denn hier ist nicht der Syrien-Strang.



zuletzt bearbeitet 01.08.2011 21:13 | nach oben springen

#1349

RE: Sabotage, Mordanschläge und Zerstörung sind keine Lösung

in Politik 01.08.2011 21:01
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte


Zitat von: sayada.b.
01.08.2011 20:44 #79725



Kann leicht passieren, die gibt es ja leider nicht, jedenfalls nicht beim gegenwärtigen Regime!


Hat auch niemand behauptet (da schenken sich beide Seiten nichts). Nur besitzt der Iran keine Atombomben und droht auch nicht mit Erst-Angriffen.

Und Sabotageakte und Mordanschläge (denn darum ging es ursprünglich) wirken so "positiv", wie das Giessen von Öl ins Feuer.



zuletzt bearbeitet 01.08.2011 21:27 | nach oben springen

#1350

RE: Sabotage, Mordanschläge und Zerstörung sind keine Lösung

in Politik 01.08.2011 21:15
von sayada.b. | 8.424 Beiträge | 11880 Punkte


Zitat von: Indogermane_HS
01.08.2011 21:01 #79727


Hat auch niemand behauptet (da schenken sich beide Seiten nichts). Nur Besitz der Iran keine Atombomben und droht auch nicht mit Erst-Angriffen.



Und, ganz ehrlich? Ich bin sehr froh, daß er keine A-Waffen besitzt! Was nicht heißen soll, ich wäre überhaupt für Besitz bzw. gar Einsatz dieser Waffen... Und ich will mich eigentlich nicht wiederholen, aber die nette Grußformel "Tod Israel" (jaja, man meint "nur" die Zionisten, ich weiß) wird Israel halt nicht mit "Shalom!" beantworten.

Vielleicht sollten beide Seiten mal innehalten und die ganze Sache überdenken? Ein "Klappe halten" von Ahmadi und seinen Fans wäre dabei ebenso hilfreich, wie ein Maulkorb für Lieberman.


nach oben springen

Arbeitgeberbewertung
Besucher
1 Mitglied und 1 Gast sind Online:
ghassan

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: yheinz
Besucherzähler
Heute waren 10 Gäste und 3 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 1354 Themen und 248784 Beiträge.

Heute waren 3 Mitglieder Online:
ghassan, Landegaard, Willie

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen