#151

RE: Israel ein demokratischer Rechtsstaat?!

in Politik 08.03.2010 11:01
von sayada.b. | 8.424 Beiträge | 11880 Punkte


Zitat von: Hans Bergman #3933

Wenigstens in Sachen Korruption kann Israel locker als westliche Demokratie mithalten. ;)


Ja, klar! Für Dich ist es anscheinend ja kein Unterschied, ob die Geschichte aufgerollt und der jeweilige Nutznießer zur Verantwortung gezogen wird oder man den Mantel des Schweigen/Vergessens drüber breitet... Für mich allerdings schon - und ich glaube, für Gerald auch.

:-P


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#152

RE: Israel ein demokratischer Rechtsstaat?!

in Politik 08.03.2010 11:31
von Hans Bergman | 15.207 Beiträge | 25168 Punkte


Zitat von: sayada.b. #3938

Ja, klar! Für Dich ist es anscheinend ja kein Unterschied, ob die Geschichte aufgerollt und der jeweilige Nutznießer zur Verantwortung gezogen wird oder man den Mantel des Schweigen/Vergessens drüber breitet... Für mich allerdings schon - und ich glaube, für Gerald auch.
:-P

Eigentlich ist es nur so, dass ich die diesbezüglichen Vorkommnisse in Israel nicht überbewerte. Da bräuchte ich moralisch bessere Vorgaben aus dem eigenen Land. Die sehe ich nicht.



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#153

RE: Israel ein demokratischer Rechtsstaat?!

in Politik 08.03.2010 12:31
von RagnarLodbrok (gelöscht)
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Zitat von: Hans Bergman #3939

Eigentlich ist es nur so, dass ich die diesbezüglichen Vorkommnisse in Israel nicht überbewerte. Da bräuchte ich moralisch bessere Vorgaben aus dem eigenen Land. Die sehe ich nicht.


Ob es nun für Israel spricht, oder gegen Deutschland, dass Schäuble und Koch, Finanzminister und Ministerpräsident sind, wärend Olmert politisch kaltgestellt wurde, ist Ansichtsache.
Für meinen Geschmack ist es ein Armutszeugnis der Rechtstaatlichkeit, dass diese Herren noch in Amt und Würden sind.



zuletzt bearbeitet 08.03.2010 13:18 | nach oben springen

#154

RE: Israel ein demokratischer Rechtsstaat?!

in Politik 08.03.2010 14:43
von Hans Bergman | 15.207 Beiträge | 25168 Punkte


Zitat von: RagnarLodbrok #3941

Ob es nun für Israel spricht, oder gegen Deutschland, dass Schäuble und Koch, Finanzminister und Ministerpräsident sind, wärend Olmert politisch kaltgestellt wurde, ist Ansichtsache.
Für meinen Geschmack ist es ein Armutszeugnis der Rechtstaatlichkeit, dass diese Herren noch in Amt und Würden sind.

Der Rechtstaat müsste da wesentlich wehrhafter werden. Dann wäre er auch ehrhafter.



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#155

RE: Israel ein demokratischer Rechtsstaat?!

in Politik 08.03.2010 21:02
von kein Name angegeben • ( Gast )
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Zitat von: RagnarLodbrok #3941

Ob es nun für Israel spricht, oder gegen Deutschland, dass Schäuble und Koch, Finanzminister und Ministerpräsident sind, wärend Olmert politisch kaltgestellt wurde, ist Ansichtsache.
Für meinen Geschmack ist es ein Armutszeugnis der Rechtstaatlichkeit, dass diese Herren noch in Amt und Würden sind.


Das sowieso - klarer Fall.

Aber deshalb wird die Situation in Israel auch nicht besser.

Nur weil einige israelische Politiker über aufgedeckte Korruptionsskandale gestolpert sind (wer weiß, wie viele Skandale NICHT aufgedeckt wurden...), heisst das noch lange nicht, dass dort durchweg, also in jeder Beziehung, rechtsstaatliche Demokratie herrscht.


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#156

RE: Israel ein demokratischer Rechtsstaat?!

in Politik 08.03.2010 21:03
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte


Zitat von:  #3946

Das sowieso - klarer Fall.
Aber deshalb wird die Situation in Israel auch nicht besser.
Nur weil einige israelische Politiker über aufgedeckte Korruptionsskandale gestolpert sind (wer weiß, wie viele Skandale NICHT aufgedeckt wurden...), heisst das noch lange nicht, dass dort durchweg, also in jeder Beziehung, rechtsstaatliche Demokratie herrscht.


Das war ich (war nicht eingelogt). :)


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#157

RE: Israel ein demokratischer Rechtsstaat?!

in Politik 17.03.2010 23:27
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: RagnarLodbrok #3941

Ob es nun für Israel spricht, oder gegen Deutschland, dass Schäuble und Koch, Finanzminister und Ministerpräsident sind, wärend Olmert politisch kaltgestellt wurde, ist Ansichtsache.
Für meinen Geschmack ist es ein Armutszeugnis der Rechtstaatlichkeit, dass diese Herren noch in Amt und Würden sind.


Diese Vergleiche führen doch zu nichts.
Können wir denn gutheissen, dass Bader/Meinhof plötzlich führende Politiker dieses Landes würden. Irgun/Hagana/Stern konnten das sehr wohl.
Das zeigt doch einen sehr grossen Unterschied allein schon in der Beurteilung von Rechtsstaatlichkeit.


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#158

RE: Israel ein demokratischer Rechtsstaat?!

in Politik 18.03.2010 09:29
von Landegaard
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Zitat von: Lea S. #4344

Diese Vergleiche führen doch zu nichts.
Können wir denn gutheissen, dass Bader/Meinhof plötzlich führende Politiker dieses Landes würden. Irgun/Hagana/Stern konnten das sehr wohl.
Das zeigt doch einen sehr grossen Unterschied allein schon in der Beurteilung von Rechtsstaatlichkeit.


Was jetzt? Führen diese Vergleiche zu was, oder führen sie zu nichts. Nicht so, wie es gerade passt, Lea.

Es sagt nichts über die Rechtsstaatlichkeit aus, was die Regenten eines Landes vor Amtsübernahme IHRER Ansicht nach taten. Baader ist nach deutscher Geschichtsschreibung ein Terrorist. Das sind diejenigen, die in Israel führende Politiker wurden, nach israelischer Geschichtsschreibung nicht. So einfach ist das. Fischer ist auch kein Terrorist, wie Arafat auch keiner ist.


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#159

Obama, Iran und die Atommacht Israel

in Politik 17.04.2010 12:57
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte

"Das israelische Tabu"

"Israels geheime Atomwaffen sind die schwache Flanke von US-Präsident Obama im Kampf gegen Irans Bombe. Warum soll Jerusalem geduldet werden, was Teheran verboten ist?"

...

"Tiefe Kluft zwischen Vision und Wirklichkeit"

Je größer der Druck auf Präsident Mahmud Ahmadinedschad wird, desto lauter wird gefragt: Warum soll in Jerusalem erlaubt oder zumindest geduldet sein, was in Teheran verboten ist?

Die Frage liegt nahe, doch Israelis wie Amerikaner haben sich bislang vor einer Antwort gedrückt. Denn diese Antwort führt tief hinein in die Widersprüche der Weltpolitik, und sie zeigt besonders deutlich, welch tiefe Kluft sich auftut zwischen den visionären Postulaten des US-Präsidenten und der rauen Wirklichkeit."

Obama verheißt den Menschen eine atomwaffenfreie Welt, doch dazu würde natürlich auch ein atomwaffenfreier Naher Osten gehören, in dem nicht nur Iran auf die Bombe verzichtet, sondern Israel seine Atomsprengköpfe vernichtet.

Das klingt gut, ist aber derzeit zutiefst unrealistisch. Denn erstens wird Israel sein nukleares Faustpfand in absehbarer Zeit nicht aufgeben, und zweitens läge das auch gar nicht im US-Interesse, weil dies die Balancen im Nahen Osten drastisch zu Lasten des Verbündeten verschieben würde.

Unter dem Strich ist also der Aufruf an Israel zur Unterzeichnung des Sperrvertrags nicht mehr als ein Versuch Obamas, sich über eine unübersehbar gewordene Glaubwürdigkeitslücke hinwegzuhangeln. Er will ein wenig Druck aus dem Kessel lassen.


http://www.sueddeutsche.de/politik/509/508652/text/


[Hinweis: Das Verlinken/Zitieren dieser Artikel-Abschnitte soll von meiner Seite ebenfalls eine kritische Hinterfragung, und keinesfalls ein Plädoyer für die den (v.a. innenpolitischen) Volkswillen ignorierende, unverbesserliche und radikal-konservative momentane iranische Regierung sein].



zuletzt bearbeitet 17.04.2010 13:19 | nach oben springen

#160

---

in Politik 17.04.2010 13:13
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte

(gelöscht)



zuletzt bearbeitet 17.04.2010 13:17 | nach oben springen

#161

RE: Obama, Iran und die Atommacht Israel

in Politik 17.04.2010 13:21
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte


Zitat von: Indogermane_HS #6158
"Das israelische Tabu"
"Israels geheime Atomwaffen sind die schwache Flanke von US-Präsident Obama im Kampf gegen Irans Bombe. Warum soll Jerusalem geduldet werden, was Teheran verboten ist?"
...
"Tiefe Kluft zwischen Vision und Wirklichkeit"
Je größer der Druck auf Präsident Mahmud Ahmadinedschad wird, desto lauter wird gefragt: Warum soll in Jerusalem erlaubt oder zumindest geduldet sein, was in Teheran verboten ist?
Die Frage liegt nahe, doch Israelis wie Amerikaner haben sich bislang vor einer Antwort gedrückt. Denn diese Antwort führt tief hinein in die Widersprüche der Weltpolitik, und sie zeigt besonders deutlich, welch tiefe Kluft sich auftut zwischen den visionären Postulaten des US-Präsidenten und der rauen Wirklichkeit."
Obama verheißt den Menschen eine atomwaffenfreie Welt, doch dazu würde natürlich auch ein atomwaffenfreier Naher Osten gehören, in dem nicht nur Iran auf die Bombe verzichtet, sondern Israel seine Atomsprengköpfe vernichtet.
Das klingt gut, ist aber derzeit zutiefst unrealistisch. Denn erstens wird Israel sein nukleares Faustpfand in absehbarer Zeit nicht aufgeben, und zweitens läge das auch gar nicht im US-Interesse, weil dies die Balancen im Nahen Osten drastisch zu Lasten des Verbündeten verschieben würde.
Unter dem Strich ist also der Aufruf an Israel zur Unterzeichnung des Sperrvertrags nicht mehr als ein Versuch Obamas, sich über eine unübersehbar gewordene Glaubwürdigkeitslücke hinwegzuhangeln. Er will ein wenig Druck aus dem Kessel lassen.

http://www.sueddeutsche.de/politik/509/508652/text/
[Hinweis: Das Verlinken/Zitieren dieser Artikel-Abschnitte soll von meiner Seite ebenfalls eine kritische Hinterfragung, und keinesfalls ein Plädoyer für die den (v.a. innenpolitischen) Volkswillen ignorierende, unverbesserliche und radikal-konservative momentane iranische Regierung sein].



zuletzt bearbeitet 17.04.2010 13:22 | nach oben springen

#162

Sanktionen sinnvoll?

in Politik 04.05.2010 19:25
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte

Atomstreit
----------------
"ElBaradei: Sanktionen gegen den Iran werden scheitern"


03. Mai 2010, 16:24
"Wirtschaftsblockade schade nur der Bevölkerung, nicht dem Regime, sagt Ex-Chef der UN-Atomenergiebehörde"


http://derstandard.at/1271375798956/Atom...erden-scheitern

Da hat er recht, der ElBaradei.

Leider scheinen v.a. die USA, Frankreich und Deutschland nicht so einsichtig zu sein.



zuletzt bearbeitet 04.05.2010 19:28 | nach oben springen

#163

RE: Sanktionen sinnvoll?

in Politik 05.05.2010 11:16
von Hans Bergman | 15.207 Beiträge | 25168 Punkte


Zitat von: Indogermane_HS Atomstreit
----------------
"ElBaradei: Sanktionen gegen den Iran werden scheitern"

03. Mai 2010, 16:24
"Wirtschaftsblockade schade nur der Bevölkerung, nicht dem Regime, sagt Ex-Chef der UN-Atomenergiebehörde"

http://derstandard.at/1271375798956/Atom...erden-scheitern
Da hat er recht, der ElBaradei.
Leider scheinen v.a. die USA, Frankreich und Deutschland nicht so einsichtig zu sein.

Wissen tun sie es ganz bestimmt. Sie machen es ja auch nur aus reinem Aktionismus und Populismus. Politik selber findet ja kaum mehr statt.



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#164

RE: Sanktionen sinnvoll?

in Politik 05.05.2010 18:14
von LAndegaard
avatar


Zitat von: Indogermane_HS Atomstreit
----------------
"ElBaradei: Sanktionen gegen den Iran werden scheitern"

03. Mai 2010, 16:24
"Wirtschaftsblockade schade nur der Bevölkerung, nicht dem Regime, sagt Ex-Chef der UN-Atomenergiebehörde"

http://derstandard.at/1271375798956/Atom...erden-scheitern
Da hat er recht, der ElBaradei.
Leider scheinen v.a. die USA, Frankreich und Deutschland nicht so einsichtig zu sein.


Was der Bevölkerung schadet, schadet auch einem destabilem System. Die Destabilisierung des Systems, dass sich nur noch durch Verbreitung von Angst und Schrecken an der Macht hält, kommt sicherlich nicht daher, weils der Bevölkerung unter den Klerikalfaschisten so gut geht. Oder doch?


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#165

RE: Sanktionen sinnvoll?

in Politik 05.05.2010 20:03
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte


Zitat von: LAndegaard 
Was der Bevölkerung schadet, schadet auch einem destabilem System. Die Destabilisierung des Systems, dass sich nur noch durch Verbreitung von Angst und Schrecken an der Macht hält, kommt sicherlich nicht daher, weils der Bevölkerung unter den Klerikalfaschisten so gut geht. Oder doch?


Wie es der iranischen Bevölkerung geht, das wissen doch auch Sie - oder sehen/lesen Sie keine Medien?
Warum also diese überflüssige rhetorische Frage?



zuletzt bearbeitet 05.05.2010 21:01 | nach oben springen

#166

RE: Sanktionen sinnvoll?

in Politik 05.05.2010 21:24
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte


Zitat von: LAndegaard 
Was der Bevölkerung schadet, schadet auch einem destabilem System.


Sicherlich. Gilt aber eben auch umgekehrt, weshalb sogar schon weitere Sanktionen die Opposition spalten könnten - ganz zu schweigen von irgendwelchen abenteuerlichen militärischen Alleingängen.

Ich teile daher die Meinung zahlreicher Experten, die härtere Sanktionen gegen den Iran für kontraproduktiv handeln. Die richtige Lösung lautet abermals Annäherung und Dialog, allerdings auf gleicher Augenhöhe, mit angemessenen Zugeständnissen und OHNE Vorbedingungen, was es so bisher leider nicht gegeben hat.

Und falls eines Tages Russland und vor allem China (widerwillig bzw. gezwungenermaßen) tatsächlich härteren Sanktionen den Weg räumen sollten, indem sie von ihrem Vetorecht bei der Abstimmung im UN-SR keinen Gebrauch machen, dann hauptsächlich allein deswegen, um eine Eskalation der ohnehin angespannten Situation durch eventuelle israelische Angriffe auf bekannte iranische Atomanlagen und eine zwangsläufige Antwort Irans zu vermeiden.



zuletzt bearbeitet 05.05.2010 21:25 | nach oben springen

#167

RE: Sanktionen sinnvoll?

in Politik 05.05.2010 22:20
von Landegaard | 15.852 Beiträge | 20376 Punkte


Zitat von: Indogermane_HS 
Sicherlich. Gilt aber eben auch umgekehrt, weshalb sogar schon weitere Sanktionen die Opposition spalten könnten - ganz zu schweigen von irgendwelchen abenteuerlichen militärischen Alleingängen.


Natürlich. Vielleicht würde es die Opposition stärken, den Iran mit Atomwaffen zu versorgen, nicht wahr?


Zitat von: Indogermane_HS 
Ich teile daher die Meinung zahlreicher Experten, die härtere Sanktionen gegen den Iran für kontraproduktiv handeln. Die richtige Lösung lautet abermals Annäherung und Dialog, allerdings auf gleicher Augenhöhe, mit angemessenen Zugeständnissen und OHNE Vorbedingungen, was es so bisher leider nicht gegeben hat.


Sie haben offensichtlich das Jahr 2009 verpasst, als es mehr als ausreichend Annäherung auf Augenhöhe mit dem Iran gab. Reaktion: nada. Was Irans Herrscher wollen, ist keine Begegnung auf Augenhöhe, es ist Unterwürfigkeit. Seit Obamas gescheiterter Politik der Annäherung sollten Sie Ihre Argumentation einmal updaten.


Zitat von: Indogermane_HS 
Und falls eines Tages Russland und vor allem China (widerwillig bzw. gezwungenermaßen) tatsächlich härteren Sanktionen den Weg räumen sollten, indem sie von ihrem Vetorecht bei der Abstimmung im UN-SR keinen Gebrauch machen, dann hauptsächlich allein deswegen, um eine Eskalation der ohnehin angespannten Situation durch eventuelle israelische Angriffe auf bekannte iranische Atomanlagen und eine zwangsläufige Antwort Irans zu vermeiden.


Ja schon klar.



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#168

RE: Sanktionen sinnvoll?

in Politik 08.05.2010 14:15
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte

>>Zitat von: Landegaard: Natürlich. Vielleicht würde es die Opposition stärken, den Iran mit Atomwaffen zu versorgen, nicht wahr?<<
-------------------------------------

Sie haben als Antwort mangels ausreichender Information bzw. Sachkenntnis und/oder auf Grund rein oberflächlicher, einseitiger Analyse wieder einmal nur Polemik übrig, Landi - was bisher leider ziemlich typisch für Ihre Konversation mit mir zu diesem Thema ist...!
Noch einmal extra für Sie: Ein autonomes nationales Atomprogramm und alles was dazugehört oder dazugehören kann, kann nur im Interesse des gesamten iranischen Volkes inklusive der Opposition sein. Und was die in naher Zukunft durchaus mögliche, regional angepasste Abschreckungswaffe betrifft: Die Mehrheit der Opposition schert sich zwar wenig darum, aber sie hat natürlich nichts dagegen, wenn ihr Heimalland nach außen hin gegen mögliche Übergriffe fremder Mächte abschrecken kann, was völlig logisch und nachvollziehbar ist


>>Zitat von: Landegaard: Sie haben offensichtlich das Jahr 2009 verpasst, als es mehr als ausreichend Annäherung auf Augenhöhe mit dem Iran gab. Reaktion: nada. Was Irans Herrscher wollen, ist keine Begegnung auf Augenhöhe, es ist Unterwürfigkeit. Seit Obamas gescheiterter Politik der Annäherung sollten Sie Ihre Argumentation einmal updaten.<<
-------------------------------------

Das ist die offizielle, einseitige Meinung des WESTENS, die Sie stets gut wiedergeben können, ja. Aber wer difiniert und bestimmt was "ausreichend" ist? Das ist doch nicht Sache desjenigen, der von dem anderen etwas will bzw. fordert, sondern desjenigen, von dem man etwas haben möchte - nämlich Einlenken. Wie ich schon geschrieben habe: Der Dialog und die darin ohne jegliche Garantie "in Aussicht" gestellten Anreize für ein Einlenken waren und sind alles andere als ernsthaft und ausreichend.



zuletzt bearbeitet 08.05.2010 14:18 | nach oben springen

#169

RE: Sanktionen sinnvoll?

in Politik 18.05.2010 17:31
von NAHAL (gelöscht)
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Heute wird der Entwurf der Sanktionen-Resolution dem UN-Sicherheitsrat vorgelegt. Der Entwurf wird von allen ständigen Mitgledern unterstüzt.



zuletzt bearbeitet 18.05.2010 17:32 | nach oben springen

#170

RE: Sanktionen sinnvoll?

in Politik 18.05.2010 18:27
von sayada.b. | 8.424 Beiträge | 11880 Punkte


Zitat von: NAHAL 
Heute wird der Entwurf der Sanktionen-Resolution dem UN-Sicherheitsrat vorgelegt. Der Entwurf wird von allen ständigen Mitgledern unterstüzt.


Wie auch von vielen Menschen, die unbedingt einen Angriff auf den Iran verhindern möchten!!! Dann schon lieber Sanktionen - auch wenn darunter am Ende wieder nur die "ganz normalen Iraner" leiden müssen. Obama meinte ja mal so schön, die Sanktionen müssen die Regierung treffen. Hello??? Good idea, nur wie soll dies gehen...? Wer eine zündende Eingebung hat zu diesen Thema, der sende diese doch bitte mit Blitztelegramm direkt ans Weiße Haus (Dc.)! Da aber Regenmacher in unserer Zeit relativ selten geworden sind, müssen wir wohl alle mithelfen...



zuletzt bearbeitet 18.05.2010 18:31 | nach oben springen

#171

RE: Sanktionen sinnvoll?

in Politik 18.05.2010 18:34
von Hans Bergman | 15.207 Beiträge | 25168 Punkte


Zitat von: sayada.b. 
Wie auch von vielen Menschen, die unbedingt einen Angriff auf den Iran verhindern möchten!!! Dann schon lieber Sanktionen - auch wenn darunter am Ende wieder nur die "ganz normalen Iraner" leiden müssen. Obama meinte ja mal so schön, die Sanktionen müssen die Regierung treffen. Hello??? Good idea, nur wie soll dies gehen...? Wer eine zündende Eingebung hat zu diesen Thema, der sende diese doch bitte mit Blitztelegramm direkt ans Weiße Haus (Dc.)! Da aber Regenmacher in unserer Zeit relativ selten geworden sind, müssen wir wohl alle mithelfen...

Die feinen Burschen in Teheran wären ohne die Unterstützung des internationalen Kapitals verloren. Sie haben aber Hilfe von jenen feinen Herren in allen Ländern, die von der Not und dem Elend der Bevölkerungen profitieren.



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#172

RE: Sanktionen sinnvoll?

in Politik 18.05.2010 18:56
von sayada.b. | 8.424 Beiträge | 11880 Punkte


Zitat von: Hans Bergman 
Die feinen Burschen in Teheran wären ohne die Unterstützung des internationalen Kapitals verloren. Sie haben aber Hilfe von jenen feinen Herren in allen Ländern, die von der Not und dem Elend der Bevölkerungen profitieren.


Und Hans - was ist nun daran neu??? Geld regiert die Welt - auch wenn es Dir und mir so gar nicht passen mag!!! EIne Atombombe möchte ich deswegen aber auch nicht zünden, wenngleich viel passender als freidlicher Protest. Sorry, makaberer Scherz!
Aber was ist bezeichnender, als das z.B. good old Germany im Iran-Irak-Krieg beide Seiten fleißig mit Waffen bediente? Dazu fällt mir außer eingangs genanntem Satz echt nix mehr ein. Moral und Waffen/Rüstung - das geht anscheinend eben nicht zusammen..


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#173

RE: Sanktionen sinnvoll?

in Politik 18.05.2010 19:39
von Hans Bergman | 15.207 Beiträge | 25168 Punkte


Zitat von: sayada.b. 
Und Hans - was ist nun daran neu??? Geld regiert die Welt - auch wenn es Dir und mir so gar nicht passen mag!!! EIne Atombombe möchte ich deswegen aber auch nicht zünden, wenngleich viel passender als freidlicher Protest. Sorry, makaberer Scherz!
Aber was ist bezeichnender, als das z.B. good old Germany im Iran-Irak-Krieg beide Seiten fleißig mit Waffen bediente? Dazu fällt mir außer eingangs genanntem Satz echt nix mehr ein. Moral und Waffen/Rüstung - das geht anscheinend eben nicht zusammen..

Ich will damit nur sagen, dass man eine Bevölkerung vernünftigerweise nicht mit Sanktionen belegt, weil das nichts bringt, außer mehr Geschlossenheit für die Führung eines Landes.



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#174

RE: Sanktionen sinnvoll?

in Politik 19.05.2010 06:39
von sayada.b. | 8.424 Beiträge | 11880 Punkte


Zitat von: Hans Bergman 
Ich will damit nur sagen, dass man eine Bevölkerung vernünftigerweise nicht mit Sanktionen belegt, weil das nichts bringt, außer mehr Geschlossenheit für die Führung eines Landes.


Okay, soweit war ich (ebenso wie viele andere) ja auch schon... Aber? Was denn dann??? Verhandeln - okay, bringt aber nix, weil keine Seite der anderen auch nur für 5 Cent vertraut. Und eine militärische Lösung?Die wollen wir doch hoffentlich alle nicht...??? Also? Vorschläge bitte!
Siehe, ich mecker' ja auch nach Kräften über die Deppen der Politik - aber besser machen...? :(


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#175

RE: Sanktionen sinnvoll?

in Politik 19.05.2010 07:14
von Landegaard | 15.852 Beiträge | 20376 Punkte


Zitat von: Indogermane_HS Sie haben als Antwort mangels ausreichender Information bzw. Sachkenntnis und/oder auf Grund rein oberflächlicher, einseitiger Analyse wieder einmal nur Polemik übrig, Landi - was bisher leider ziemlich typisch für Ihre Konversation mit mir zu diesem Thema ist...!


Ich mag es, wenn Sie Sachlichkeit faken. Es ist schon mehr als absurd, von jemanden "einseitige Analysen" nachgesagt zu bekommen, dessen Anaylsen wiederholt so objektiv sind, wie die von comical ali.

Es ist Ihr Schwachpunkt, indem Sie alles, was Irans Mullahs in ihrer Macht einschränken könnte, von Ihnen abgelehnt wird. Stattdessen brabbeln Sie was von Augenhöhe und entgegenkommen, ohne offensichtlich bemerkt zu haben, dass es der Iran ist, der dem Rest der Welt genau diesen Respekt verweigert. Auf diese Kritik sollten Sie nun gewohnt objektiv mit Aussagen über meine Manneskraft sachlich kontern.


Zitat von: Indogermane_HS 
Noch einmal extra für Sie: Ein autonomes nationales Atomprogramm und alles was dazugehört oder dazugehören kann, kann nur im Interesse des gesamten iranischen Volkes inklusive der Opposition sein.


Halten Sie mich für einen Trottel, oder warum verklausulieren Sie Atomwaffe mit "mit allem, was dazugehört oder dazugehören kann"?
Dass das im Interesse das Volkes ist, ist mal schnell im nationalistischem Eifer behauptet. Wer denken Sie, leidet unter den kommenden Sanktionen? Wo ist der diesen Nachteil kompensierende Atomstrom eigentlich?


Zitat von: Indogermane_HS 
Und was die in naher Zukunft durchaus mögliche, regional angepasste Abschreckungswaffe betrifft: Die Mehrheit der Opposition schert sich zwar wenig darum, aber sie hat natürlich nichts dagegen, wenn ihr Heimalland nach außen hin gegen mögliche Übergriffe fremder Mächte abschrecken kann, was völlig logisch und nachvollziehbar ist


Mein völlig logisches und nachvollziehbares Interesse ist, dass ich regelmäßig billigen Sprit kaufe. Sollte ich deshalb völlig losgelöst von konkurrierendem Interesse anderer dafür sein, Iran mit chemischen Waffen zu bombardieren, um an das dortige Öl zu kommen?
Will sagen: Sie ignorieren in Ihrer nationalistischen Einseitigkeit völlig die Wand, vor der sich Iran mit seiner Politik manövriert hat.



Zitat von: Indogermane_HS Das ist die offizielle, einseitige Meinung des WESTENS, die Sie stets gut wiedergeben können, ja. Aber wer difiniert und bestimmt was "ausreichend" ist? Das ist doch nicht Sache desjenigen, der von dem anderen etwas will bzw. fordert, sondern desjenigen, von dem man etwas haben möchte - nämlich Einlenken.


Vom Iran wird ein Einlenken in einer Sache verlangt, die er, wäre er ein vertrauenswürdiger und ehrlicher Vertragspartner, ohnehin nicht tun würde. Vertragstreue, lieber Indo, ist etwas, was man hierzulande schlicht erwartet und nicht erst nach vertragsabschluss mit besonderen Nettigkeiten zu erreichen versucht.

Was ausreichend ist, bestimmt denn wer? Da Sie gleich mit einer Wertung um die Ecke kamen, nehme ich an, Sie halten sich selbst da für eine relevante Instanz.


Zitat von: Indogermane_HS 
Wie ich schon geschrieben habe: Der Dialog und die darin ohne jegliche Garantie "in Aussicht" gestellten Anreize für ein Einlenken waren und sind alles andere als ernsthaft und ausreichend.


Noch eine Wertung, zu der Sie sich offenbar befähigt fühlen. Soll ich der meine gegenüberstellen, die Sie dann als irrelevant und einseitig ablehnen, oder kann ich mir das mal ausnahmsweise sparen?



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