#2401

RE:

in Politik 03.01.2012 00:46
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: Indogermane_HS
03.01.2012 00:39 #99376
---
Was in den hiesigen Medien leider zu kurz gekommen ist:

"[...]Teheran hat sich unterdessen zur Wiederaufnahme der internationalen Gespräche über sein umstrittenes Atomprogramm bereiterklärt. Gleichzeitig wurde am Sonntag die Herstellung eines eigenen Atombrennstabes bekannt.

Der Iran hat nach Angaben Moussavis nicht die Absicht, die für Öltransporte wichtige Meerenge von Hormuz zu blockieren. Ein solcher Schritt sei nur denkbar, wenn sein Land dazu gezwungen werde, sagte der Admiral am Sonntag der Nachrichtenagentur ISNA. "Wir treten für Frieden, Sicherheit und freien Schiffsverkehr ein, nicht für die Sperrung der Straße von Hormuz", sagte Moussavi weiter. Allerdings warnte er: "Sollten unsere Interessen dort gefährdet werden, würden auch die Interessen anderer Staaten am Golf gefährdet.[...]"

http://derstandard.at/1324501692452/Lang...greich-getestet






Diese Aussage wurden in den letzten Tagen bereits auch - ich glaube - im Spiegel gebracht. Wird natürlich von interessierter Seite schnell vergessen. Es ist momentan lieber gesehen, vom Irren aus Teheran zu reden, als von einem Staat, der einfach auch nur gezwungen ist, seine eigenen Interessen zu vertreten. Den Irren aus Teheran kann man so richtig gut auf den Scheiterhaufen stellen.

Wir haben hier doch wochenlang zur Genüge lesen können, dass eine Blockade verhängt gegen seine Feinde ein rechtmässiges Mittel ist, wenn es sich beim Blockierer um Israel handelt.
Sollte der Iran - was ich wirklich nicht hoffe - eine Blockade für die Schiffe seiner erklärten Feinde erstellen, müssten eigentlich alle damit einverstanden sein.
Warum die ganze Aufregung anlässlich einer solchen Aussage?



zuletzt bearbeitet 03.01.2012 00:47 | nach oben springen

#2402

Übersetzungsfehler

in Politik 03.01.2012 01:01
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte

---
Die u.a. getestete "Ghader" ("fähig") ist nicht etwa eine "Langstreckenrakete", wie in den hiesigen Medien übersetzt, sondern eine ANTI-SHIFF-Rakete hoher Reichweite (man spricht hier auch von "Anti-Ship Cruise Missile (ASCM)"). Sie ist eine weiterentwickelte chinesische C-802 und soll in der Lage sein, selbst größte Schiffe von Land, See, oder Luft aus mit einem einzigen Treffer zu versenken.

Ausführliche Info (Videos):
http://wn.com/Iranian_Ghader_Missile_New_2011



zuletzt bearbeitet 03.01.2012 01:39 | nach oben springen

#2403

RE:

in Politik 03.01.2012 01:16
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte


Zitat von: Lea S.
03.01.2012 00:46 #99378


Diese Aussage wurden in den letzten Tagen bereits auch - ich glaube - im Spiegel gebracht. Wird natürlich von interessierter Seite schnell vergessen. Es ist momentan lieber gesehen, vom Irren aus Teheran zu reden, als von einem Staat, der einfach auch nur gezwungen ist, seine eigenen Interessen zu vertreten. Den Irren aus Teheran kann man so richtig gut auf den Scheiterhaufen stellen.

Wir haben hier doch wochenlang zur Genüge lesen können, dass eine Blockade verhängt gegen seine Feinde ein rechtmässiges Mittel ist, wenn es sich beim Blockierer um Israel handelt.
Sollte der Iran - was ich wirklich nicht hoffe - eine Blockade für die Schiffe seiner erklärten Feinde erstellen, müssten eigentlich alle damit einverstanden sein.
Warum die ganze Aufregung anlässlich einer solchen Aussage?


So ist es.

Warum die ganze Aufregung? Weil die vom großen Bruder und selbsternannten Weltpolizisten definierten "Schurkenstaaten" nicht nur in jeder Beziehung permanent kleingehalten werden müssen, sondern sich auch nicht auf den Verdeidigungsfall (unter selbstverständlicher Ausnutzung geo-strategischer Vorteile) vorbereiten dürfen...! Durchführen von Großmanövern, Raketentest, Säbelrasseln und das Aussprechen von Drohungen ist nur den "Guten" gestattet!



zuletzt bearbeitet 03.01.2012 01:46 | nach oben springen

#2404

Ungünstige Position der USA / Mossad-Chef: Nuklear-Macht Iran keine Existenz-Bedrohung

in Politik 03.01.2012 01:31
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte


Zitat von: Lea S.
03.01.2012 00:37 #99375

Wie die letzten Tage gezeigt haben, sind die US-Flugzeugträger fein im Abstand geblieben.
Es ist anzunehmen, dass die USA auch nicht besonders scharf auf eine Eskalation sind.


Die hochverschuldeten und moralisch angeschlagenen USA sind bereits in Afghanistan politisch wie militärisch festgefahren und müssen nun aufpassen, dass die dortige Entwicklung nicht ähnlich blamabel wie in Irak endet, und Iran in die Hände spielt, was trotz der (halbherzigen) Unterstützung durch die dort noch verbliebenen Verbündeten schwierig werden dürfte.
Nein, eine weiterer militärischer Konflikt, selbst mit Staaten wie Sudan, Syrien oder Venezuela, die der USA kaum Widerstand leisten können, kann wahrlich nicht im Interesse der USA sein - geschweige denn mit Iran oder Nord-Korea.

Außerdem hat man selbst in Israel erkannt - und traut sich mittlerweile auch laut darüber zu reden - dass selbst ein nuklear-bewaffneter Iran nicht das Ender der Welt bedeutet:
"A nuclear-armed Iran wouldn't necessarily constitute a threat to Israel's continued existence, Mossad chief Tamir Pardo reportedly hinted earlier this week."
http://www.haaretz.com/print-edition/new...israel-1.404227



zuletzt bearbeitet 03.01.2012 01:36 | nach oben springen

#2405

RE: Manöver

in Politik 03.01.2012 01:37
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: Indogermane_HS
03.01.2012 01:31 #99392


Die hochverschuldeten und moralisch angeschlagenen USA sind bereits in Afghanistan politisch wie militärisch festgefahren und müssen nun aufpassen, dass die dortige Entwicklung nicht ähnlich blamabel wie in Irak endet, und Iran in die Hände spielt, was trotz der (halbherzigen) Unterstützung durch die dort noch verbliebenen Verbündeten schwierig werden dürfte.
Nein, eine weiterer militärischer Konflikt, selbst mit Staaten wie Sudan, Syrien oder Venezuela, die der USA kaum Widerstand leisten können, kann wahrlich nicht im Interesse der USA sein - geschweige denn mit Iran oder Nord-Korea.

Außerdem hat man selbst in Israel erkannt - und redet nun auch laut darüber - dass selbst ein nuklear-bewaffneter Iran nicht das Ender der Welt bedeutet:

"A nuclear-armed Iran wouldn't necessarily constitute a threat to Israel's continued existence, Mossad chief Tamir Pardo reportedly hinted earlier this week."
http://www.haaretz.com/print-edition/new...israel-1.404227



Dass "man" in Israel darüber redet ist klar, dort redet anscheinend jeder was anderes (allerdings ist auch das ein Zeichen von freier Meinungsäusserung, wenn auch in diesem Fall eher Dummheit) Was aber Netanjahu sagt und denkt, ist nicht unwichtig.
Er hätte gerne einen Krieg, allerdings.............geführt durch anderer Leuts Kinder.


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#2406

RE: Manöver

in Politik 03.01.2012 01:42
von ente (gelöscht)
avatar


Zitat von: Lea S.
03.01.2012 01:37 #99395



Dass "man" in Israel darüber redet ist klar, dort redet anscheinend jeder was anderes (allerdings ist auch das ein Zeichen von freier Meinungsäusserung, wenn auch in diesem Fall eher Dummheit) Was aber Netanjahu sagt und denkt, ist nicht unwichtig.
Er hätte gerne einen Krieg, allerdings.............geführt durch anderer Leuts Kinder.


Der Herzog ist der, der vor der Streitmacht her zog. Daran sollte sich auch ein Netanjahu bemessen, so seine Lenden eine stolze Anzahl Krieger hervorbrachten, die dann auch herziehen und sterben dürfen. Hat der nix im Sack, so soll er schweigen, anstatt anderer Mütter Kinder zu verheizen, der feige Gesell.


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#2407

RE: Manöver

in Politik 03.01.2012 01:44
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte


Zitat von: Lea S.
03.01.2012 01:37 #99395


Dass "man" in Israel darüber redet ist klar, dort redet anscheinend jeder was anderes (allerdings ist auch das ein Zeichen von freier Meinungsäusserung, wenn auch in diesem Fall eher Dummheit) Was aber Netanjahu sagt und denkt, ist nicht unwichtig.
Er hätte gerne einen Krieg, allerdings.............geführt durch anderer Leuts Kinder.



Netanjahu, Lieberman & Co. sind zwar laut und frech, aber dafür unbedeutend, da unter Kontrolle und nicht allein-entscheidend - ähnlich wie Ahmadi in Iran. Man darf sie daher nicht so ernst nehmen, wie sie es gerne hätten. Und das weiß auch Obama ...



zuletzt bearbeitet 03.01.2012 01:48 | nach oben springen

#2408

RE:

in Politik 03.01.2012 10:21
von guylux (gelöscht)
avatar


Zitat von: Lea S.
03.01.2012 00:46 #99378



Diese Aussage wurden in den letzten Tagen bereits auch - ich glaube - im Spiegel gebracht. Wird natürlich von interessierter Seite schnell vergessen. Es ist momentan lieber gesehen, vom Irren aus Teheran zu reden, als von einem Staat, der einfach auch nur gezwungen ist, seine eigenen Interessen zu vertreten. Den Irren aus Teheran kann man so richtig gut auf den Scheiterhaufen stellen.

Wir haben hier doch wochenlang zur Genüge lesen können, dass eine Blockade verhängt gegen seine Feinde ein rechtmässiges Mittel ist, wenn es sich beim Blockierer um Israel handelt.
Sollte der Iran - was ich wirklich nicht hoffe - eine Blockade für die Schiffe seiner erklärten Feinde erstellen, müssten eigentlich alle damit einverstanden sein.
Warum die ganze Aufregung anlässlich einer solchen Aussage?

Eine See-Blockade und eine Sperrung einer internationalen Wasserstrasse sind 2 verschiedene Dinger .


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#2409

RE:

in Politik 03.01.2012 10:33
von nahal | 18.783 Beiträge | 20475 Punkte


Zitat von: guylux
03.01.2012 10:21 #99405

Eine See-Blockade und eine Sperrung einer internationalen Wasserstrasse sind 2 verschiedene Dinger .


Nicht ganz:
Beide sind kriegerische Akte.

Die eine, zwischen Israel-Gaza, findet bei einem de-facto schon vorhandenen Kriegszustand statt.
Bei der anderen würde dies eine Kriegserklärung Irans gegenüber Irak, Saudi-Arabien und alle anderen Golfstaaten.



zuletzt bearbeitet 03.01.2012 10:36 | nach oben springen

#2410

RE:

in Politik 03.01.2012 10:38
von nahal | 18.783 Beiträge | 20475 Punkte

Das zB ist eine offene Kriegserklärung:

"Iran will take action if a U.S. aircraft carrier which left the area because of Iranian naval exercises returns to the Gulf, the state news agency quoted army chief Ataollah Salehi as saying on Tuesday.

"Iran will not repeat its warning ... the enemy's carrier has been moved to the Sea of Oman because of our drill. I recommend and emphasize to the American carrier not to return to the Persian Gulf," Salehi told IRNA."


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#2411

RE:

in Politik 03.01.2012 10:40
von Hans Bergman | 15.227 Beiträge | 25368 Punkte


Zitat von: nahal
03.01.2012 10:38 #99407
Das zB ist eine offene Kriegserklärung:

"Iran will take action if a U.S. aircraft carrier which left the area because of Iranian naval exercises returns to the Gulf, the state news agency quoted army chief Ataollah Salehi as saying on Tuesday.

"Iran will not repeat its warning ... the enemy's carrier has been moved to the Sea of Oman because of our drill. I recommend and emphasize to the American carrier not to return to the Persian Gulf," Salehi told IRNA."


Für USA-hörige Kriegslüsterne und potenzielle Kriegsgewinnler schon.



zuletzt bearbeitet 03.01.2012 10:41 | nach oben springen

#2412

RE:

in Politik 03.01.2012 11:29
von nahal | 18.783 Beiträge | 20475 Punkte


Zitat von: Hans Bergman
03.01.2012 10:40 #99408


Für USA-hörige Kriegslüsterne und potenzielle Kriegsgewinnler schon.


Der Gehirnzersetzungsprozess scheint 2012 weiter zu gehen.


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#2413

RE:

in Politik 03.01.2012 11:30
von Hans Bergman | 15.227 Beiträge | 25368 Punkte


Zitat von: nahal
03.01.2012 11:29 #99418


Der Gehirnzersetzungsprozess scheint 2012 weiter zu gehen.

Es ist KEINE Kriegserklärung für Normalos. Es ist ein in der Politik übliches Säbelrasseln, möglicherweise sogar ohne Säbel.



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#2414

RE:

in Politik 03.01.2012 11:46
von nahal | 18.783 Beiträge | 20475 Punkte


Zitat von: guylux
03.01.2012 10:21 #99405

Eine See-Blockade und eine Sperrung einer internationalen Wasserstrasse sind 2 verschiedene Dinger .


Wenn ein Land dieser Welt einen Kriegsgrund gegen Iran gesucht hat, die Spinner in Teheran liefern diesen frei Haus;

Die Drohung gegen US-Kriegsschiffe ist ein eindeutiger Kriegsgrund.
Die USA kann sich nicht leisten, darauf nicht zu reagieren.
Der Golf ist ein internationales Gewässer, der Zugang zu den US-Basen in Bahrain und Quatar darf nicht eingeschränkt werden.
Die USA wird den freien Zugang beweisen müssen. Spätestens dann wird sich zeigen, was die Spinner tun.

Inzwischen ist die iranische Währung innerhalb eines Monats um 40% abgesackt.



zuletzt bearbeitet 03.01.2012 11:46 | nach oben springen

#2415

RE:

in Politik 03.01.2012 13:57
von mbockstette | 7.881 Beiträge | 6023 Punkte


Zitat von: ente
03.01.2012 01:42 #99396

Der Herzog ist der, der vor der Streitmacht her zog. Daran sollte sich auch ein Netanjahu bemessen, so seine Lenden eine stolze Anzahl Krieger hervorbrachten, die dann auch herziehen und sterben dürfen. Hat der nix im Sack, so soll er schweigen, anstatt anderer Mütter Kinder zu verheizen, der feige Gesell.



Die US-Dokumente auf der Internetplattform Wikileaks enthüllen: Arabische Staaten forderten Krieg gegen den Iran.

Vor zwei Jahren im April saß der saudische König Abdullah mit US-Gästen in seiner Residenz von Riad. „Mehrfach“ habe der Monarch während des Gesprächs einen amerikanischen Angriff auf den Iran gefordert, sollte später einer der anwesenden Diplomaten im Protokoll vermerken. Teherans Atomwaffenprogramm müsse gestoppt werden. „Schlagt der Schlange den Kopf ab, bevor es zu spät ist“, gipfelte die Philippika des Herrschers, der offenbar mit der Wüstenfauna vertraut ist.

http://www.fr-online.de/politik/us-gehei...96,4880004.html


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#2416

RE:

in Politik 03.01.2012 14:15
von Hans Bergman | 15.227 Beiträge | 25368 Punkte


Zitat von: mbockstette
03.01.2012 13:57 #99433



Die US-Dokumente auf der Internetplattform Wikileaks enthüllen: Arabische Staaten forderten Krieg gegen den Iran.

Vor zwei Jahren im April saß der saudische König Abdullah mit US-Gästen in seiner Residenz von Riad. „Mehrfach“ habe der Monarch während des Gesprächs einen amerikanischen Angriff auf den Iran gefordert, sollte später einer der anwesenden Diplomaten im Protokoll vermerken. Teherans Atomwaffenprogramm müsse gestoppt werden. „Schlagt der Schlange den Kopf ab, bevor es zu spät ist“, gipfelte die Philippika des Herrschers, der offenbar mit der Wüstenfauna vertraut ist.

http://www.fr-online.de/politik/us-gehei...96,4880004.html

Dass Verbrecher, in diesem Falle feudalistische Diktatoren, Kriege fordern, wenn sie ihre Macht bedroht sehen, war schon immer so.
Und die USA sind seit jeh willige Vollstrecker für solche kriminellen Elemente (die Liste muss ich nicht extra aufzählen).



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#2417

RE:

in Politik 03.01.2012 14:44
von ente (gelöscht)
avatar


Zitat von: mbockstette
03.01.2012 13:57 #99433



Die US-Dokumente auf der Internetplattform Wikileaks enthüllen: Arabische Staaten forderten Krieg gegen den Iran.

Vor zwei Jahren im April saß der saudische König Abdullah mit US-Gästen in seiner Residenz von Riad. „Mehrfach“ habe der Monarch während des Gesprächs einen amerikanischen Angriff auf den Iran gefordert, sollte später einer der anwesenden Diplomaten im Protokoll vermerken. Teherans Atomwaffenprogramm müsse gestoppt werden. „Schlagt der Schlange den Kopf ab, bevor es zu spät ist“, gipfelte die Philippika des Herrschers, der offenbar mit der Wüstenfauna vertraut ist.

http://www.fr-online.de/politik/us-gehei...96,4880004.html


Danke für diesen Artikel, der in Teheran bestimmt eingehend besprochen wurde, und nicht nur dort.
Man kann so die Angst vor der iranischen Bombe schön mit den eigenen Interessen verknüpfen. Mir fällt schwer, die Atombomben der Welt in gute und schlechte Bomben zu unterscheiden. Festzuhalten ist, daß bisher kein Staat mit Atombombe ernsthaft angegriffen wurde. Das vermutete Streben Teherans nach einer solchen ist für mich also durchaus verständlich. Oder würde z.B. die USA für Teheran als Schutzmacht auftreten und wieviel wäre ein solches Versprechen wert?


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#2418

RE:

in Politik 03.01.2012 14:51
von nahal | 18.783 Beiträge | 20475 Punkte

"Queues formed at banks and some currency exchange offices shut their doors as Iranians scrambled to buy dollars to protect their savings from the currency's fall."

http://www.jpost.com/IranianThreat/News/....aspx?id=251979

Man fragt sich, warum die Nachfrage nach Yuans oder Rubbels nicht gestiegen ist.


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#2419

RE:

in Politik 03.01.2012 14:57
von mbockstette | 7.881 Beiträge | 6023 Punkte


Zitat von: Hans Bergman
03.01.2012 14:15 #99436

Dass Verbrecher, in diesem Falle feudalistische Diktatoren, Kriege fordern, wenn sie ihre Macht bedroht sehen, war schon immer so.
Und die USA sind seit jeh willige Vollstrecker für solche kriminellen Elemente (die Liste muss ich nicht extra aufzählen).


Saudi Arabien und die anderen Golfstaaten sehen sich nicht durch das Bestreben des Irans für bürgerliche Freiheiten und Demokratie bedroht, sondern durch dessen Bestreben dank der Atombombe die Vorherrschaft am Golf zu erlangen.



zuletzt bearbeitet 03.01.2012 14:59 | nach oben springen

#2420

RE:

in Politik 03.01.2012 15:03
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: mbockstette
03.01.2012 13:57 #99433



Die US-Dokumente auf der Internetplattform Wikileaks enthüllen: Arabische Staaten forderten Krieg gegen den Iran.

Vor zwei Jahren im April saß der saudische König Abdullah mit US-Gästen in seiner Residenz von Riad. „Mehrfach“ habe der Monarch während des Gesprächs einen amerikanischen Angriff auf den Iran gefordert, sollte später einer der anwesenden Diplomaten im Protokoll vermerken. Teherans Atomwaffenprogramm müsse gestoppt werden. „Schlagt der Schlange den Kopf ab, bevor es zu spät ist“, gipfelte die Philippika des Herrschers, der offenbar mit der Wüstenfauna vertraut ist.

http://www.fr-online.de/politik/us-gehei...96,4880004.html



Gibts eigentlich nichts Neueres aus diesem Reich der Demokratur Sadiarabien, dass immer wieder dieser alte Schmarrn gebracht werden muss?

Übrigens aus Ihrem Schmarrn-Artikel: „Eine Kultur, die geduldig und konzentriert genug ist, Jahre an einem einzigen Teppich zu arbeiten, kann auch Jahre oder gar Jahrzehnte abwarten, um noch höhere Ziele zu erreichen“, schrieb er im Blick auf Teheran in einer diplomatischen Depesche.

Ungewollt die Wahrheit verkündet? Warum sollte der Iran irgendein Land mit Atombomben bedrohen? So manchen Regime wird sich im Laufe der Zeit von selbst auflösen, wie man ja gut beobachten kann. Angst vor Veränderung hat höchstens diese feudalistische Diktatur in Saudi Arabien.
Warum sollten die iranischen Politiker Angst vor einem arabischen Frühling haben? Das Ergebnis der diversen Frühlingsfeste im Nahen Osten, die Muslimbruderschaft und andere islamistischen und islamischen Parteien an der Spitze, hat der Iran doch längst zu Hause!



zuletzt bearbeitet 03.01.2012 15:13 | nach oben springen

#2421

RE:

in Politik 03.01.2012 15:09
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: nahal
03.01.2012 10:33 #99406


Nicht ganz:
Beide sind kriegerische Akte.

Die eine, zwischen Israel-Gaza, findet bei einem de-facto schon vorhandenen Kriegszustand statt.
Bei der anderen würde dies eine Kriegserklärung Irans gegenüber Irak, Saudi-Arabien und alle anderen Golfstaaten.



Sind es nicht gerade die Staaten mit Ausnahme Irak, die an der Seite der USA gerne Krieg gegen den Iran führen würden (so erzählt man uns)?

Also wäre die Antwort eine Blockade der Gewässer. Nicht schön, nicht friedlich, aber wirkungsvoll. Das wissen allerdings die Herrschaften Kriegstreiber aller Seiten auch.

Im Ernstfall könnte der Iran natürlich nicht gegen die Angreifer endgültig siegen, aber sehr sehr empfindliche Störungen der Weltwirtschaft verursachen.

Wenn es aber stimmt, dass der Iran viel zu schwach wäre um überhaupt etwas auszurichten, frage ich mich, warum er dann als das grosse die ganze Welt bedrohende Monster hingestellt wird.

Eines davon kann nur stimmen, die Welt wäre schlecht beraten, es herausfinden zu wollen.

Allerdings sind die Rüstungsläger des Westens noch voll, es müssen noch einige gute Milliarden-Deals im Golfraum getätigt werden. Die paar Milliarden an Verkäufen, die bereits getätigt wurden, reichen nicht, die USA vor der Pleite zu retten.

Ein guter Krieg in welchem man "freundlicherweise" die Verbündeten rings um Iran unterstützen würde - gegen Kohle natürlich - käme da gerade recht. Immerhin ist der Iran das letzte Land im nahen und mittleren Osten ohne US-Militärstützpunkte, das muss geändert werden.



zuletzt bearbeitet 03.01.2012 15:30 | nach oben springen

#2422

RE:

in Politik 03.01.2012 15:18
von nahal | 18.783 Beiträge | 20475 Punkte


Zitat von: Lea S.
03.01.2012 15:09 #99454



Sind es nicht gerade die Staaten mit Ausnahme Irak, die an der Seite der USA gerne Krieg gegen den Iran führen würden (so erzählt man uns)?

Also wäre die Antwort eine Blockade der Gewässer. Nicht schön, nicht friedlich, aber wirkungsvoll. Das wissen allerdings die Herrschaften Kriegstreiber aller Seiten auch.

Im Ernstfall könnte der Iran natürlich nicht gegen die Angreifer endgültig siegen, aber sehr sehr empfindliche Störungen der Weltwirtschaft verursachen.

Wenn es aber stimmt, dass der Iran viel zu schwach wäre um überhaupt etwas auszurichten, frage ich mich, warum er dann als das grosse die ganze Welt bedrohende Monster hingestellt wird.

Eines davon kann nur stimmen, die Welt wäre schlecht beraten, es herausfinden zu wollen.


Wie so oft, fast alles falsch was du schreibst:

"Die Staaten" würden nicht gerne Krieg gegen Iran führen, sie sind aber gegen die offensichtlichen Hegemonialansprüche Irans, die jetzt offensichtlich werden.

Ein Blockade wäre zwar wirkungsvoll, aber nur in dem Sinne, dass die iranische Infrastruktur innerhalb kürzester Zeit zerstört wäre.

Die Mullahs spielen ein sehr gefährliches Spiel, die könnten sich, genau wie Weiland Saddam, verrechnen.


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#2423

RE:

in Politik 03.01.2012 15:29
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: nahal
03.01.2012 15:18 #99458


Wie so oft, fast alles falsch was du schreibst:

"Die Staaten" würden nicht gerne Krieg gegen Iran führen, sie sind aber gegen die offensichtlichen Hegemonialansprüche Irans, die jetzt offensichtlich werden.

Ein Blockade wäre zwar wirkungsvoll, aber nur in dem Sinne, dass die iranische Infrastruktur innerhalb kürzester Zeit zerstört wäre.

Die Mullahs spielen ein sehr gefährliches Spiel, die könnten sich, genau wie Weiland Saddam, verrechnen.


Nahal, bitte erkläre mir die iranischen Hegemonialansprüche.
Es ist nicht der iranische Staat, der in allen Ländern rundherum seine Militärbasen hat, sondern die USA.

Ein dermassen eingekesselter Staat wäre schön dumm, nicht auch mal mit den Säbeln zu rasseln, damit die Nachbarn es hören und sehen. Rund um den Iran sind mehr Atombomben vorhanden, als Demokraten.
Der arabische Frühling hat längst schon Saudi Arabien erfasst, in einigen Monaten oder auch ein(zwei Jahren kriegen die genau das, was der Iran schon seit Jahrzehnten hat, eine islamistische Demokratur als Antwort auf US-Hegemonialbestreben.
Davor haben die Saudischen Despoten mehr Angst, als vor einem Iran mit Atombombe.


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#2424

RE:

in Politik 03.01.2012 15:31
von nahal | 18.783 Beiträge | 20475 Punkte


Zitat von: Lea S.
03.01.2012 15:09 #99454



Also wäre die Antwort eine Blockade der Gewässer. Nicht schön, nicht friedlich, aber wirkungsvoll. Das wissen allerdings die Herrschaften Kriegstreiber aller Seiten auch.



Deine gespielte Naivität ("Herrschaften Kriegstreiber") ist schon erstaunlich.

Auch vermeintliche Ubnterstützer der Mullahs sehen langsam ein, mit wem sie sich eingelassen haben:

"Chinese trader Unipec paid a record premium for a February cargo of Russian crude, as the world's second largest oil consumer looks to cover for reduced Iranian supplies.
China slashed Iranian crude imports by more than half for January as the two haggle over 2012 payment terms, industry sources have told Reuters. The latest deals show that the dispute could be dragging on into talks for February cargoes."
http://www.cnbc.com/id/45854582


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#2425

RE:

in Politik 03.01.2012 15:33
von nahal | 18.783 Beiträge | 20475 Punkte


Zitat von: Lea S.
03.01.2012 15:29 #99460


Nahal, bitte erkläre mir die iranischen Hegemonialansprüche.



Was glaubst ist die Drohung, den Golf zu schliessen?

Spiel nicht die Dumme, man könnte reinfallen.


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