#101

RE: Fleischhauer Jan

in Redakteure/Politiker/Parteien 13.11.2013 18:57
von Leto_II. | 18.865 Beiträge

Zitat von Nante im Beitrag #100
P.P.S. Irgendwie komme ich mit Katholiken besonders klar. Woran liegt das wohl? *grübel*.



Mir fiele da einiges ein! :)


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#102

RE: Fleischhauer Jan

in Redakteure/Politiker/Parteien 13.11.2013 19:00
von Nante | 7.232 Beiträge

Zitat von Leto_II. im Beitrag #101
Zitat von Nante im Beitrag #100
P.P.S. Irgendwie komme ich mit Katholiken besonders klar. Woran liegt das wohl? *grübel*.


Mir fiele da einiges ein! :)

Die Evangelen arbeiten zu vülle?


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#103

RE: Fleischhauer Jan

in Redakteure/Politiker/Parteien 13.11.2013 19:52
von Leto_II. | 18.865 Beiträge

Zitat von Nante im Beitrag #102
Zitat von Leto_II. im Beitrag #101
Zitat von Nante im Beitrag #100
P.P.S. Irgendwie komme ich mit Katholiken besonders klar. Woran liegt das wohl? *grübel*.


Mir fiele da einiges ein! :)

Die Evangelen arbeiten zu vülle?


"Ora et labora." ist so evangelisch nicht. :)


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#104

RE: Fleischhauer Jan

in Redakteure/Politiker/Parteien 14.11.2013 08:50
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Nante im Beitrag #100
Zitat von Swann im Beitrag #99
Hey Nante, was sagst du eigentlich zu Fleischhauers Hommage an Willy Brandt im letzten Spiegel ?
.

Kann leider bisher dazu nichts sagen. Du hast mich erst auf die Printausgabe aufmerksam gemacht. Werde sie mir zulegen.


Über Brandt ist ja schon so viel geschrieben worden, F. bringt da nichts Neues. Aber ich fand seinen Artikel überraschend meinungsfreudig. Zu schreiben, Willy Brandt sei der einzige Kanzler gewesen, den die Deutschen wirklich "liebten" ist schon ein Statement (ich denke, für sehr viele Deutsche stimmt das nicht). Insgesamt halten sich Huldigendes, Wohlwollendes und Kritisches gut die Waage in seinem Beitrag.

Zitat von Nante im Beitrag #100

P.S. Du publizierst eher tagsüber, wahrscheinlich von Deinem Arbeitsplatz aus (und abends bist Du durch Deine Familie eingespannt) - ich eher abends; leider.


Manchmal schaue ich auch am Wochenende hier rein, aber selten...

Zitat von Nante im Beitrag #100

a. Meine Kinder sind erwachsen, bei uns hat man eben schon früher "angefangen" - eine kinderlose Frau mit Mitte zwanzig war schon ungewöhnlich.


Heute ist es umgekehrt: Wer in seinen Zwanzigern schon Kinder hat gilt als ungewöhnlich, wegen Karriere, Selbstverwirklichung etc.pp. Heute kommen bei jungen Paaren natürlich auch schlicht Zukunftsangst und Planungsunsicherheit als retardierendes Element dazu.
Leider, denn es gibt eindeutig medizinische Indikatoren, die für die frühe Schwangerschaft sprechen...



zuletzt bearbeitet 14.11.2013 08:53 | nach oben springen

#105

RE: Fleischhauer Jan

in Redakteure/Politiker/Parteien 14.11.2013 18:57
von Maga-neu | 17.156 Beiträge

Zitat von Swann im Beitrag #104
Zitat von Nante im Beitrag #100
Zitat von Swann im Beitrag #99
Hey Nante, was sagst du eigentlich zu Fleischhauers Hommage an Willy Brandt im letzten Spiegel ?
.

Kann leider bisher dazu nichts sagen. Du hast mich erst auf die Printausgabe aufmerksam gemacht. Werde sie mir zulegen.


Über Brandt ist ja schon so viel geschrieben worden, F. bringt da nichts Neues. Aber ich fand seinen Artikel überraschend meinungsfreudig. Zu schreiben, Willy Brandt sei der einzige Kanzler gewesen, den die Deutschen wirklich "liebten" ist schon ein Statement (ich denke, für sehr viele Deutsche stimmt das nicht). Insgesamt halten sich Huldigendes, Wohlwollendes und Kritisches gut die Waage in seinem Beitrag.

Ich finde es auch ziemlich komisch, einen Politiker zu lieben. Sogar einen verstorbenen Politiker. Willy Brandt war einer der am meisten verehrten und am meisten geschmähten Politiker Deutschlands, aber man kann sagen, dass das internationale Ansehen Deutschlands nach Willy Brandt ein anderes als vor ihm war.



zuletzt bearbeitet 14.11.2013 18:57 | nach oben springen

#106

RE: Fleischhauer Jan

in Redakteure/Politiker/Parteien 14.11.2013 19:07
von Nante | 7.232 Beiträge

Zitat von Maga-neu im Beitrag #105
Ich finde es auch ziemlich komisch, einen Politiker zu lieben. Sogar einen verstorbenen Politiker. Willy Brandt war einer der am meisten verehrten und am meisten geschmähten Politiker Deutschlands, aber man kann sagen, dass das internationale Ansehen Deutschlands nach Willy Brandt ein anderes als vor ihm war.

Dafür gab es aber Politiker, die ihr Volk und alle Menschen liebten.....

Brandt war eine bedeutende Persönlichkeit der SPD, wie vor ihm Grotewohl und nach ihm Schmidt. Und davor Friedrich Ebert und August Bebel. Gerhard Schröder gehört m.E.n. nicht in diese Riege. Dazu war seine Linie nicht genuin sozialdemokratisch genug.


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#107

RE: Fleischhauer Jan

in Redakteure/Politiker/Parteien 14.11.2013 19:28
von Hans Bergman | 13.788 Beiträge

Zitat von Nante im Beitrag #106
...Gerhard Schröder gehört m.E.n. nicht in diese Riege. Dazu war seine Linie nicht genuin sozialdemokratisch genug.
In gewisser Weise schon. Wenn man die neue Sozialdemokratie der SPD damit meint.


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#108

Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 10.01.2014 10:24
von Gelöschtes Mitglied
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Hier mal wieder ein guter Fleischhauer:
http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...e-a-942628.html

Und noch die passende aktuelle Meldung dazu:
http://www.sueddeutsche.de/politik/eu-ko...ender-1.1859619

.


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#109

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 10.01.2014 10:50
von Hans Bergman | 13.788 Beiträge

Zitat von Swann im Beitrag #108
Hier mal wieder ein guter Fleischhauer:
http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...e-a-942628.html

Und noch die passende aktuelle Meldung dazu:
http://www.sueddeutsche.de/politik/eu-ko...ender-1.1859619

.
Wo er Recht hat...
Das Konstrukt der EU war von Anfang an eine Totgeburt, weil nicht durchdacht. Die Harmonisierung von Gesetzen wäre eine unabdingbare Voraussetzung für eine kleine Chance zur Erreichung der Ziele gewesen. Nicht einmal das wurde geschafft.
Die Unverständnis über die jetzige Lage spüre ich bei jedem Gespräch mit Bekannten. Alles Ausländerfeinde. :) Der Name Thomas Hitzelsberger ist übrigens nicht ein einziges Mal gefallen.



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#110

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 10.01.2014 10:51
von Landegaard | 14.753 Beiträge

Zitat von Swann im Beitrag #108
Hier mal wieder ein guter Fleischhauer:
http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...e-a-942628.html

Und noch die passende aktuelle Meldung dazu:
http://www.sueddeutsche.de/politik/eu-ko...ender-1.1859619

.


Tatsächlich ein guter Beitrag.



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#111

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 10.01.2014 11:46
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Hans Bergman im Beitrag #109

Das Konstrukt der EU war von Anfang an eine Totgeburt, weil nicht durchdacht. Die Harmonisierung von Gesetzen wäre eine unabdingbare Voraussetzung für eine kleine Chance zur Erreichung der Ziele gewesen. Nicht einmal das wurde geschafft.
Die Unverständnis über die jetzige Lage spüre ich bei jedem Gespräch mit Bekannten. Alles Ausländerfeinde. :) Der Name Thomas Hitzelsberger ist übrigens nicht ein einziges Mal gefallen.



Die Harmonisierung der EU funktioniert eigentlich nur auf zwei Ebenen so richtig gut: ganz oben und ganz unten.
Ganz oben werden Europas Banken grenzüberschreitend mit verfondetem Steuergeld geflutet.
Und ganz unten wird mit dem Schleifen der Landesgrenzen der Sozialhilfemissbrauch grenzübschreitend harmonisiert.

Der Hebel, mit dem all das durchgedrückt werden soll, ist das sogenannte Diskriminierungsverbot...



zuletzt bearbeitet 10.01.2014 11:49 | nach oben springen

#112

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 10.01.2014 12:18
von Landegaard | 14.753 Beiträge

Zitat von Swann im Beitrag #111
Zitat von Hans Bergman im Beitrag #109

Das Konstrukt der EU war von Anfang an eine Totgeburt, weil nicht durchdacht. Die Harmonisierung von Gesetzen wäre eine unabdingbare Voraussetzung für eine kleine Chance zur Erreichung der Ziele gewesen. Nicht einmal das wurde geschafft.
Die Unverständnis über die jetzige Lage spüre ich bei jedem Gespräch mit Bekannten. Alles Ausländerfeinde. :) Der Name Thomas Hitzelsberger ist übrigens nicht ein einziges Mal gefallen.



Die Harmonisierung der EU funktioniert eigentlich nur auf zwei Ebenen so richtig gut: ganz oben und ganz unten.
Ganz oben werden Europas Banken grenzüberschreitend mit verfondetem Steuergeld geflutet.
Und ganz unten wird mit dem Schleifen der Landesgrenzen der Sozialhilfemissbrauch grenzübschreitend harmonisiert.

Der Hebel, mit dem all das durchgedrückt werden soll, ist das sogenannte Diskriminierungsverbot...


So ganz erschließt sich mir die Argumentation der EU an der Stelle im übrigen nicht. Es ist keine Diskrimminierung, wenn einem EU-Bürger Leistungen einer Versicherungsgemeinschaft nicht zugänglich sind, deren Teil er nicht ist. Auch ist mir unklar, warum der Maßstab das deutsche Sozialsystem sein soll, auf den jeder EU-Bürger gleichermaßen Anspruch haben soll. Warum nicht das rumänische?

Der schnellste Weg in den Tod eines Sozialsystems jedenfalls ist der, den Kreis der Nutzer radikal und stetig zu erhöhen, ohne den Kreis der Einzahler gleichermaßen zu erhöhen.



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#113

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 10.01.2014 13:37
von Lea S. | 14.199 Beiträge

Zitat von Hans Bergman im Beitrag #109
Zitat von Swann im Beitrag #108
Hier mal wieder ein guter Fleischhauer:
http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...e-a-942628.html

Und noch die passende aktuelle Meldung dazu:
http://www.sueddeutsche.de/politik/eu-ko...ender-1.1859619

.
Wo er Recht hat...
Das Konstrukt der EU war von Anfang an eine Totgeburt, weil nicht durchdacht. Die Harmonisierung von Gesetzen wäre eine unabdingbare Voraussetzung für eine kleine Chance zur Erreichung der Ziele gewesen. Nicht einmal das wurde geschafft.
Die Unverständnis über die jetzige Lage spüre ich bei jedem Gespräch mit Bekannten. Alles Ausländerfeinde. :) Der Name Thomas Hitzelsberger ist übrigens nicht ein einziges Mal gefallen.




.......................na ja in Bayer spricht man nicht über Schwule, dann gibt es sie nicht.........
schnell weglauf!!!


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#114

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 10.01.2014 13:40
von Lea S. | 14.199 Beiträge

Zitat von Landegaard im Beitrag #112
Zitat von Swann im Beitrag #111
Zitat von Hans Bergman im Beitrag #109

Das Konstrukt der EU war von Anfang an eine Totgeburt, weil nicht durchdacht. Die Harmonisierung von Gesetzen wäre eine unabdingbare Voraussetzung für eine kleine Chance zur Erreichung der Ziele gewesen. Nicht einmal das wurde geschafft.
Die Unverständnis über die jetzige Lage spüre ich bei jedem Gespräch mit Bekannten. Alles Ausländerfeinde. :) Der Name Thomas Hitzelsberger ist übrigens nicht ein einziges Mal gefallen.



Die Harmonisierung der EU funktioniert eigentlich nur auf zwei Ebenen so richtig gut: ganz oben und ganz unten.
Ganz oben werden Europas Banken grenzüberschreitend mit verfondetem Steuergeld geflutet.
Und ganz unten wird mit dem Schleifen der Landesgrenzen der Sozialhilfemissbrauch grenzübschreitend harmonisiert.

Der Hebel, mit dem all das durchgedrückt werden soll, ist das sogenannte Diskriminierungsverbot...


So ganz erschließt sich mir die Argumentation der EU an der Stelle im übrigen nicht. Es ist keine Diskrimminierung, wenn einem EU-Bürger Leistungen einer Versicherungsgemeinschaft nicht zugänglich sind, deren Teil er nicht ist. Auch ist mir unklar, warum der Maßstab das deutsche Sozialsystem sein soll, auf den jeder EU-Bürger gleichermaßen Anspruch haben soll. Warum nicht das rumänische?

Der schnellste Weg in den Tod eines Sozialsystems jedenfalls ist der, den Kreis der Nutzer radikal und stetig zu erhöhen, ohne den Kreis der Einzahler gleichermaßen zu erhöhen.




Vielleicht sollte man noch einmal nachlesen .............es geht um pauschale Verweigerung von Hartz4.

Die gab es bisher auch nicht.


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#115

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 10.01.2014 13:54
von Landegaard | 14.753 Beiträge

Zitat von Lea S. im Beitrag #114
Zitat von Landegaard im Beitrag #112
Zitat von Swann im Beitrag #111
Zitat von Hans Bergman im Beitrag #109

Das Konstrukt der EU war von Anfang an eine Totgeburt, weil nicht durchdacht. Die Harmonisierung von Gesetzen wäre eine unabdingbare Voraussetzung für eine kleine Chance zur Erreichung der Ziele gewesen. Nicht einmal das wurde geschafft.
Die Unverständnis über die jetzige Lage spüre ich bei jedem Gespräch mit Bekannten. Alles Ausländerfeinde. :) Der Name Thomas Hitzelsberger ist übrigens nicht ein einziges Mal gefallen.



Die Harmonisierung der EU funktioniert eigentlich nur auf zwei Ebenen so richtig gut: ganz oben und ganz unten.
Ganz oben werden Europas Banken grenzüberschreitend mit verfondetem Steuergeld geflutet.
Und ganz unten wird mit dem Schleifen der Landesgrenzen der Sozialhilfemissbrauch grenzübschreitend harmonisiert.

Der Hebel, mit dem all das durchgedrückt werden soll, ist das sogenannte Diskriminierungsverbot...


So ganz erschließt sich mir die Argumentation der EU an der Stelle im übrigen nicht. Es ist keine Diskrimminierung, wenn einem EU-Bürger Leistungen einer Versicherungsgemeinschaft nicht zugänglich sind, deren Teil er nicht ist. Auch ist mir unklar, warum der Maßstab das deutsche Sozialsystem sein soll, auf den jeder EU-Bürger gleichermaßen Anspruch haben soll. Warum nicht das rumänische?

Der schnellste Weg in den Tod eines Sozialsystems jedenfalls ist der, den Kreis der Nutzer radikal und stetig zu erhöhen, ohne den Kreis der Einzahler gleichermaßen zu erhöhen.




Vielleicht sollte man noch einmal nachlesen .............es geht um pauschale Verweigerung von Hartz4.

Die gab es bisher auch nicht.



Das Wort "pauschal" können Sie als Füllwort getrost überlesen. Es geht exakt darum, wie Wohlstandsflüchtlinge an das Geld des deutschen Sozialsystems kommen.

"Die Kommission bemängelt insbesondere den generellen Ausschluss vieler EU-Ausländer von Hilfen im deutschen Sozialrecht. Nach den geltenden Regeln erhalten nur Arbeitnehmer und Selbständige Hartz-IV-Leistungen, nicht aber Migranten, die aus anderen Gründen ins Land kommen. "Auch bei Zuwanderern, die nicht aktiv nach einer Arbeit suchen, muss demnach der Anspruch auf Hartz IV geprüft werden", sagte die Professorin für Sozialrecht an der Hochschule Niederrhein, Dorothee Frings, der SZ. Die EU verlange in der Stellungnahme, jeden Fall einzeln zu beurteilen."

Es ist ja völliger Blödsinn, einen Serienfall nicht auch mit einer Serienregelung (spich pauschal), abzulehnen. Und heute ist es schon so, dass von Pauschalität keine Rede sein kann. Denn eine Prüfung der Zugangsberechtigung findet ja statt: Handelt es sich um Arbeitnehmer oder Selbständige bzw. deren Familienanghörige. Falls Nein, ist die Prüfung nun mal eben vorbei.

Ich weiß nicht, welche europäisches Bürokratiegen es befriedigt, wenn nun intensive Einzelfallprüfungen das ersetzen, um zu dem gleichen Ergebnis zu kommen.

Und auch im Text ist die Devise klar:
"Auch bei Zuwanderern, die nicht aktiv nach einer Arbeit suchen, muss demnach der Anspruch auf Hartz IV geprüft werden",

Wo soll der denn herkommen, der Anspruch, wenn der Anspruch nicht gegeben ist? Darin, ob eine passive Arbeitsplatzsuche (was zum Geier soll das sein?) nicht auch irgendwie berechtigt?

Besonders toll: " Die LinkeInnenexpertin Ulla Jelpke forderte am Donnerstag, Deutschland müsse EU-Bürger "aktiv bei der Qualifizierung und Jobsuche unterstützen"."



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#116

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 10.01.2014 14:06
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Landegaard im Beitrag #115

Das Wort "pauschal" können Sie als Füllwort getrost überlesen. Es geht exakt darum, wie Wohlstandsflüchtlinge an das Geld des deutschen Sozialsystems kommen.

Wo soll der denn herkommen, der Anspruch, wenn der Anspruch nicht gegeben ist? Darin, ob eine passive Arbeitsplatzsuche (was zum Geier soll das sein?) nicht auch irgendwie berechtigt?



In Brüssel fühlt man sich denn auch gleich "missverstanden"...:-)
http://www.sueddeutsche.de/politik/debat...essel-1.1859917

Der Witz ist, dass die EU für die Sozialpolitik gar keine Zuständigkeit hat. Solche Rohrkrepierer kommen sicher auch daher, dass dort derzeit die dilettantischste Kommission aller Zeiten sitzt. Die Anti-Europa-Parteien aller Länder wird's freuen...
http://www.sueddeutsche.de/politik/eu-ko...isten-1.1859840



zuletzt bearbeitet 10.01.2014 14:13 | nach oben springen

#117

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 10.01.2014 14:13
von Lea S. | 14.199 Beiträge

Zitat von Landegaard im Beitrag #115
Zitat von Lea S. im Beitrag #114
Zitat von Landegaard im Beitrag #112
Zitat von Swann im Beitrag #111
Zitat von Hans Bergman im Beitrag #109

Das Konstrukt der EU war von Anfang an eine Totgeburt, weil nicht durchdacht. Die Harmonisierung von Gesetzen wäre eine unabdingbare Voraussetzung für eine kleine Chance zur Erreichung der Ziele gewesen. Nicht einmal das wurde geschafft.
Die Unverständnis über die jetzige Lage spüre ich bei jedem Gespräch mit Bekannten. Alles Ausländerfeinde. :) Der Name Thomas Hitzelsberger ist übrigens nicht ein einziges Mal gefallen.



Die Harmonisierung der EU funktioniert eigentlich nur auf zwei Ebenen so richtig gut: ganz oben und ganz unten.
Ganz oben werden Europas Banken grenzüberschreitend mit verfondetem Steuergeld geflutet.
Und ganz unten wird mit dem Schleifen der Landesgrenzen der Sozialhilfemissbrauch grenzübschreitend harmonisiert.

Der Hebel, mit dem all das durchgedrückt werden soll, ist das sogenannte Diskriminierungsverbot...


So ganz erschließt sich mir die Argumentation der EU an der Stelle im übrigen nicht. Es ist keine Diskrimminierung, wenn einem EU-Bürger Leistungen einer Versicherungsgemeinschaft nicht zugänglich sind, deren Teil er nicht ist. Auch ist mir unklar, warum der Maßstab das deutsche Sozialsystem sein soll, auf den jeder EU-Bürger gleichermaßen Anspruch haben soll. Warum nicht das rumänische?

Der schnellste Weg in den Tod eines Sozialsystems jedenfalls ist der, den Kreis der Nutzer radikal und stetig zu erhöhen, ohne den Kreis der Einzahler gleichermaßen zu erhöhen.




Vielleicht sollte man noch einmal nachlesen .............es geht um pauschale Verweigerung von Hartz4.

Die gab es bisher auch nicht.



Das Wort "pauschal" können Sie als Füllwort getrost überlesen. Es geht exakt darum, wie Wohlstandsflüchtlinge an das Geld des deutschen Sozialsystems kommen.

"Die Kommission bemängelt insbesondere den generellen Ausschluss vieler EU-Ausländer von Hilfen im deutschen Sozialrecht. Nach den geltenden Regeln erhalten nur Arbeitnehmer und Selbständige Hartz-IV-Leistungen, nicht aber Migranten, die aus anderen Gründen ins Land kommen. "Auch bei Zuwanderern, die nicht aktiv nach einer Arbeit suchen, muss demnach der Anspruch auf Hartz IV geprüft werden", sagte die Professorin für Sozialrecht an der Hochschule Niederrhein, Dorothee Frings, der SZ. Die EU verlange in der Stellungnahme, jeden Fall einzeln zu beurteilen."

Es ist ja völliger Blödsinn, einen Serienfall nicht auch mit einer Serienregelung (spich pauschal), abzulehnen. Und heute ist es schon so, dass von Pauschalität keine Rede sein kann. Denn eine Prüfung der Zugangsberechtigung findet ja statt: Handelt es sich um Arbeitnehmer oder Selbständige bzw. deren Familienanghörige. Falls Nein, ist die Prüfung nun mal eben vorbei.

Ich weiß nicht, welche europäisches Bürokratiegen es befriedigt, wenn nun intensive Einzelfallprüfungen das ersetzen, um zu dem gleichen Ergebnis zu kommen.

Und auch im Text ist die Devise klar:
"Auch bei Zuwanderern, die nicht aktiv nach einer Arbeit suchen, muss demnach der Anspruch auf Hartz IV geprüft werden",

Wo soll der denn herkommen, der Anspruch, wenn der Anspruch nicht gegeben ist? Darin, ob eine passive Arbeitsplatzsuche (was zum Geier soll das sein?) nicht auch irgendwie berechtigt?

Besonders toll: " Die LinkeInnenexpertin Ulla Jelpke forderte am Donnerstag, Deutschland müsse EU-Bürger "aktiv bei der Qualifizierung und Jobsuche unterstützen"."







Da es um EU Bürger gerht, gehe ich dasvon aus. dass es in allen EU-Staaten die gleiche Regelung gibt. es also nicht nur um die deutschen Kassen geht.


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#118

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 10.01.2014 14:16
von Landegaard | 14.753 Beiträge

Zitat von Lea S. im Beitrag #117
Zitat von Landegaard im Beitrag #115
Zitat von Lea S. im Beitrag #114
Zitat von Landegaard im Beitrag #112
Zitat von Swann im Beitrag #111
Zitat von Hans Bergman im Beitrag #109

Das Konstrukt der EU war von Anfang an eine Totgeburt, weil nicht durchdacht. Die Harmonisierung von Gesetzen wäre eine unabdingbare Voraussetzung für eine kleine Chance zur Erreichung der Ziele gewesen. Nicht einmal das wurde geschafft.
Die Unverständnis über die jetzige Lage spüre ich bei jedem Gespräch mit Bekannten. Alles Ausländerfeinde. :) Der Name Thomas Hitzelsberger ist übrigens nicht ein einziges Mal gefallen.



Die Harmonisierung der EU funktioniert eigentlich nur auf zwei Ebenen so richtig gut: ganz oben und ganz unten.
Ganz oben werden Europas Banken grenzüberschreitend mit verfondetem Steuergeld geflutet.
Und ganz unten wird mit dem Schleifen der Landesgrenzen der Sozialhilfemissbrauch grenzübschreitend harmonisiert.

Der Hebel, mit dem all das durchgedrückt werden soll, ist das sogenannte Diskriminierungsverbot...


So ganz erschließt sich mir die Argumentation der EU an der Stelle im übrigen nicht. Es ist keine Diskrimminierung, wenn einem EU-Bürger Leistungen einer Versicherungsgemeinschaft nicht zugänglich sind, deren Teil er nicht ist. Auch ist mir unklar, warum der Maßstab das deutsche Sozialsystem sein soll, auf den jeder EU-Bürger gleichermaßen Anspruch haben soll. Warum nicht das rumänische?

Der schnellste Weg in den Tod eines Sozialsystems jedenfalls ist der, den Kreis der Nutzer radikal und stetig zu erhöhen, ohne den Kreis der Einzahler gleichermaßen zu erhöhen.




Vielleicht sollte man noch einmal nachlesen .............es geht um pauschale Verweigerung von Hartz4.

Die gab es bisher auch nicht.



Das Wort "pauschal" können Sie als Füllwort getrost überlesen. Es geht exakt darum, wie Wohlstandsflüchtlinge an das Geld des deutschen Sozialsystems kommen.

"Die Kommission bemängelt insbesondere den generellen Ausschluss vieler EU-Ausländer von Hilfen im deutschen Sozialrecht. Nach den geltenden Regeln erhalten nur Arbeitnehmer und Selbständige Hartz-IV-Leistungen, nicht aber Migranten, die aus anderen Gründen ins Land kommen. "Auch bei Zuwanderern, die nicht aktiv nach einer Arbeit suchen, muss demnach der Anspruch auf Hartz IV geprüft werden", sagte die Professorin für Sozialrecht an der Hochschule Niederrhein, Dorothee Frings, der SZ. Die EU verlange in der Stellungnahme, jeden Fall einzeln zu beurteilen."

Es ist ja völliger Blödsinn, einen Serienfall nicht auch mit einer Serienregelung (spich pauschal), abzulehnen. Und heute ist es schon so, dass von Pauschalität keine Rede sein kann. Denn eine Prüfung der Zugangsberechtigung findet ja statt: Handelt es sich um Arbeitnehmer oder Selbständige bzw. deren Familienanghörige. Falls Nein, ist die Prüfung nun mal eben vorbei.

Ich weiß nicht, welche europäisches Bürokratiegen es befriedigt, wenn nun intensive Einzelfallprüfungen das ersetzen, um zu dem gleichen Ergebnis zu kommen.

Und auch im Text ist die Devise klar:
"Auch bei Zuwanderern, die nicht aktiv nach einer Arbeit suchen, muss demnach der Anspruch auf Hartz IV geprüft werden",

Wo soll der denn herkommen, der Anspruch, wenn der Anspruch nicht gegeben ist? Darin, ob eine passive Arbeitsplatzsuche (was zum Geier soll das sein?) nicht auch irgendwie berechtigt?

Besonders toll: " Die LinkeInnenexpertin Ulla Jelpke forderte am Donnerstag, Deutschland müsse EU-Bürger "aktiv bei der Qualifizierung und Jobsuche unterstützen"."







Da es um EU Bürger gerht, gehe ich dasvon aus. dass es in allen EU-Staaten die gleiche Regelung gibt. es also nicht nur um die deutschen Kassen geht.


Sie denken, in Rumänien gibt es H4?



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#119

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 10.01.2014 14:26
von Lea S. | 14.199 Beiträge

Zitat von Landegaard im Beitrag #118
Zitat von Lea S. im Beitrag #117
Zitat von Landegaard im Beitrag #115
Zitat von Lea S. im Beitrag #114
Zitat von Landegaard im Beitrag #112
Zitat von Swann im Beitrag #111
Zitat von Hans Bergman im Beitrag #109

Das Konstrukt der EU war von Anfang an eine Totgeburt, weil nicht durchdacht. Die Harmonisierung von Gesetzen wäre eine unabdingbare Voraussetzung für eine kleine Chance zur Erreichung der Ziele gewesen. Nicht einmal das wurde geschafft.
Die Unverständnis über die jetzige Lage spüre ich bei jedem Gespräch mit Bekannten. Alles Ausländerfeinde. :) Der Name Thomas Hitzelsberger ist übrigens nicht ein einziges Mal gefallen.



Die Harmonisierung der EU funktioniert eigentlich nur auf zwei Ebenen so richtig gut: ganz oben und ganz unten.
Ganz oben werden Europas Banken grenzüberschreitend mit verfondetem Steuergeld geflutet.
Und ganz unten wird mit dem Schleifen der Landesgrenzen der Sozialhilfemissbrauch grenzübschreitend harmonisiert.

Der Hebel, mit dem all das durchgedrückt werden soll, ist das sogenannte Diskriminierungsverbot...


So ganz erschließt sich mir die Argumentation der EU an der Stelle im übrigen nicht. Es ist keine Diskrimminierung, wenn einem EU-Bürger Leistungen einer Versicherungsgemeinschaft nicht zugänglich sind, deren Teil er nicht ist. Auch ist mir unklar, warum der Maßstab das deutsche Sozialsystem sein soll, auf den jeder EU-Bürger gleichermaßen Anspruch haben soll. Warum nicht das rumänische?

Der schnellste Weg in den Tod eines Sozialsystems jedenfalls ist der, den Kreis der Nutzer radikal und stetig zu erhöhen, ohne den Kreis der Einzahler gleichermaßen zu erhöhen.




Vielleicht sollte man noch einmal nachlesen .............es geht um pauschale Verweigerung von Hartz4.

Die gab es bisher auch nicht.



Das Wort "pauschal" können Sie als Füllwort getrost überlesen. Es geht exakt darum, wie Wohlstandsflüchtlinge an das Geld des deutschen Sozialsystems kommen.

"Die Kommission bemängelt insbesondere den generellen Ausschluss vieler EU-Ausländer von Hilfen im deutschen Sozialrecht. Nach den geltenden Regeln erhalten nur Arbeitnehmer und Selbständige Hartz-IV-Leistungen, nicht aber Migranten, die aus anderen Gründen ins Land kommen. "Auch bei Zuwanderern, die nicht aktiv nach einer Arbeit suchen, muss demnach der Anspruch auf Hartz IV geprüft werden", sagte die Professorin für Sozialrecht an der Hochschule Niederrhein, Dorothee Frings, der SZ. Die EU verlange in der Stellungnahme, jeden Fall einzeln zu beurteilen."

Es ist ja völliger Blödsinn, einen Serienfall nicht auch mit einer Serienregelung (spich pauschal), abzulehnen. Und heute ist es schon so, dass von Pauschalität keine Rede sein kann. Denn eine Prüfung der Zugangsberechtigung findet ja statt: Handelt es sich um Arbeitnehmer oder Selbständige bzw. deren Familienanghörige. Falls Nein, ist die Prüfung nun mal eben vorbei.

Ich weiß nicht, welche europäisches Bürokratiegen es befriedigt, wenn nun intensive Einzelfallprüfungen das ersetzen, um zu dem gleichen Ergebnis zu kommen.

Und auch im Text ist die Devise klar:
"Auch bei Zuwanderern, die nicht aktiv nach einer Arbeit suchen, muss demnach der Anspruch auf Hartz IV geprüft werden",

Wo soll der denn herkommen, der Anspruch, wenn der Anspruch nicht gegeben ist? Darin, ob eine passive Arbeitsplatzsuche (was zum Geier soll das sein?) nicht auch irgendwie berechtigt?

Besonders toll: " Die LinkeInnenexpertin Ulla Jelpke forderte am Donnerstag, Deutschland müsse EU-Bürger "aktiv bei der Qualifizierung und Jobsuche unterstützen"."







Da es um EU Bürger gerht, gehe ich dasvon aus. dass es in allen EU-Staaten die gleiche Regelung gibt. es also nicht nur um die deutschen Kassen geht.


Sie denken, in Rumänien gibt es H4?



Ich weiss dasss es das nicht gibt. Mit geht es um das "pauschal".
Ich habe 15 Jahre lang in der Obdachlosenhilfe gearbeitet und weiss, dass es eine Regelung auch bisher gab, dass jeder Fall geprüft werden muss.
Es gibt tausende Gründe, warum ein Mensch hilfebedürftig wird. Menschlich ist es - wenigstens in unserer Gesellschaft - nicht möglich, ohne Prüfung Leistungen zu verweigern.
Das Problem muss am Anfang eingedämmt werden, nicht am Schluss in Deutschland.

Wer meint, es reicht einfach Leute ohne Geld auf den deutschen Strassen zu lassen, täuscht sich. Dann wird eben die Krimminalität steigen. Das wird dann um einiges teurer.

Wie gesagt, es geht um pauschale Ablehnung. Solche Artikel sind Stimmungsmache und ein wenig an der Realität vorbei.


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#120

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 10.01.2014 15:03
von Hans Bergman | 13.788 Beiträge

Zitat von Lea S. im Beitrag #119
...Wie gesagt, es geht um pauschale Ablehnung. Solche Artikel sind Stimmungsmache und ein wenig an der Realität vorbei.
Es geht um pauschale Ablehnung von Schwachsinn. Es ist keine Stimmungsmache nötig. Die Stimmung ist da.
Ich persönlich habe für die Menschen, die das nutzen werden, volles Verständnis. Die müssten genau so blöd sein wie deutsche Politiker, wenn sie es nicht tun würden.
Aber ich bin absolut gegen dieses Gesetz, weil auch kein Deutscher in ein anderes Land gehen kann und dort das doppelte des Durchschnittseinkommens ohne Arbeit bekommt.



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#121

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 10.01.2014 15:04
von Landegaard | 14.753 Beiträge

Zitat von Lea S. im Beitrag #119
Zitat von Landegaard im Beitrag #118
Zitat von Lea S. im Beitrag #117
Zitat von Landegaard im Beitrag #115
Zitat von Lea S. im Beitrag #114
Zitat von Landegaard im Beitrag #112
Zitat von Swann im Beitrag #111
Zitat von Hans Bergman im Beitrag #109

Das Konstrukt der EU war von Anfang an eine Totgeburt, weil nicht durchdacht. Die Harmonisierung von Gesetzen wäre eine unabdingbare Voraussetzung für eine kleine Chance zur Erreichung der Ziele gewesen. Nicht einmal das wurde geschafft.
Die Unverständnis über die jetzige Lage spüre ich bei jedem Gespräch mit Bekannten. Alles Ausländerfeinde. :) Der Name Thomas Hitzelsberger ist übrigens nicht ein einziges Mal gefallen.



Die Harmonisierung der EU funktioniert eigentlich nur auf zwei Ebenen so richtig gut: ganz oben und ganz unten.
Ganz oben werden Europas Banken grenzüberschreitend mit verfondetem Steuergeld geflutet.
Und ganz unten wird mit dem Schleifen der Landesgrenzen der Sozialhilfemissbrauch grenzübschreitend harmonisiert.

Der Hebel, mit dem all das durchgedrückt werden soll, ist das sogenannte Diskriminierungsverbot...


So ganz erschließt sich mir die Argumentation der EU an der Stelle im übrigen nicht. Es ist keine Diskrimminierung, wenn einem EU-Bürger Leistungen einer Versicherungsgemeinschaft nicht zugänglich sind, deren Teil er nicht ist. Auch ist mir unklar, warum der Maßstab das deutsche Sozialsystem sein soll, auf den jeder EU-Bürger gleichermaßen Anspruch haben soll. Warum nicht das rumänische?

Der schnellste Weg in den Tod eines Sozialsystems jedenfalls ist der, den Kreis der Nutzer radikal und stetig zu erhöhen, ohne den Kreis der Einzahler gleichermaßen zu erhöhen.




Vielleicht sollte man noch einmal nachlesen .............es geht um pauschale Verweigerung von Hartz4.

Die gab es bisher auch nicht.



Das Wort "pauschal" können Sie als Füllwort getrost überlesen. Es geht exakt darum, wie Wohlstandsflüchtlinge an das Geld des deutschen Sozialsystems kommen.

"Die Kommission bemängelt insbesondere den generellen Ausschluss vieler EU-Ausländer von Hilfen im deutschen Sozialrecht. Nach den geltenden Regeln erhalten nur Arbeitnehmer und Selbständige Hartz-IV-Leistungen, nicht aber Migranten, die aus anderen Gründen ins Land kommen. "Auch bei Zuwanderern, die nicht aktiv nach einer Arbeit suchen, muss demnach der Anspruch auf Hartz IV geprüft werden", sagte die Professorin für Sozialrecht an der Hochschule Niederrhein, Dorothee Frings, der SZ. Die EU verlange in der Stellungnahme, jeden Fall einzeln zu beurteilen."

Es ist ja völliger Blödsinn, einen Serienfall nicht auch mit einer Serienregelung (spich pauschal), abzulehnen. Und heute ist es schon so, dass von Pauschalität keine Rede sein kann. Denn eine Prüfung der Zugangsberechtigung findet ja statt: Handelt es sich um Arbeitnehmer oder Selbständige bzw. deren Familienanghörige. Falls Nein, ist die Prüfung nun mal eben vorbei.

Ich weiß nicht, welche europäisches Bürokratiegen es befriedigt, wenn nun intensive Einzelfallprüfungen das ersetzen, um zu dem gleichen Ergebnis zu kommen.

Und auch im Text ist die Devise klar:
"Auch bei Zuwanderern, die nicht aktiv nach einer Arbeit suchen, muss demnach der Anspruch auf Hartz IV geprüft werden",

Wo soll der denn herkommen, der Anspruch, wenn der Anspruch nicht gegeben ist? Darin, ob eine passive Arbeitsplatzsuche (was zum Geier soll das sein?) nicht auch irgendwie berechtigt?

Besonders toll: " Die LinkeInnenexpertin Ulla Jelpke forderte am Donnerstag, Deutschland müsse EU-Bürger "aktiv bei der Qualifizierung und Jobsuche unterstützen"."







Da es um EU Bürger gerht, gehe ich dasvon aus. dass es in allen EU-Staaten die gleiche Regelung gibt. es also nicht nur um die deutschen Kassen geht.


Sie denken, in Rumänien gibt es H4?



Ich weiss dasss es das nicht gibt. Mit geht es um das "pauschal".
Ich habe 15 Jahre lang in der Obdachlosenhilfe gearbeitet und weiss, dass es eine Regelung auch bisher gab, dass jeder Fall geprüft werden muss.
Es gibt tausende Gründe, warum ein Mensch hilfebedürftig wird. Menschlich ist es - wenigstens in unserer Gesellschaft - nicht möglich, ohne Prüfung Leistungen zu verweigern.
Das Problem muss am Anfang eingedämmt werden, nicht am Schluss in Deutschland.

Wer meint, es reicht einfach Leute ohne Geld auf den deutschen Strassen zu lassen, täuscht sich. Dann wird eben die Krimminalität steigen. Das wird dann um einiges teurer.

Wie gesagt, es geht um pauschale Ablehnung. Solche Artikel sind Stimmungsmache und ein wenig an der Realität vorbei.


Das sehe ich anders. Solche Artikel stellen ein Problem dar, das zu negieren eher zu einer Stimmung führt. Die Realität ist die, dass es um Verteilung von knappen Ressourcen eines Sozialstaates gibt. Realität ist, dass Sie in beliebigen ärmeren EU-Ländern How-tos erwerben können, in denen explizit beschrieben ist, was auf den Ämtern wie zu tun ist, um möglichst lange in den Genuß von Sozialleistungen zu kommen. Wenn das rechtens ist bei freien Grenzen, dann wird das genutzt.

Das kann man toll finden, weil es den sozial schwachen Rumänen eine Perspektive verschafft, die sich deutlich vom dortigen Standard abhebt. Man sollte sich aber der Konsequenzen im Klaren sein. Und das schlicht als nicht realitätsnah ins Reich der Ausländerhasser zu schieben, ist bestenfalls kurzsichtig.

Ich habe auch nicht vor, mich durch Androhung von Straftaten im anderen Fall abgeschrecken zu lassen. Ich lehne schon die darin scheinbar enthaltene Wahl: Entweder freiwillig oder zwangsweise blechen ab.

Die Stimmung entwickelt sich bei solchen Dingen im übrigen ganz von alleine.



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#122

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 10.01.2014 15:05
von Lea S. | 14.199 Beiträge

Zitat von Hans Bergman im Beitrag #120
Zitat von Lea S. im Beitrag #119
...Wie gesagt, es geht um pauschale Ablehnung. Solche Artikel sind Stimmungsmache und ein wenig an der Realität vorbei.
Es geht um pauschale Ablehnung von Schwachsinn. Es ist keine Stimmungsmache nötig. Die Stimmung ist da.
Ich persönlich habe für die Menschen, die das nutzen werden, volles Verständnis. Die müssten genau so blöd sein wie deutsche Politiker, wenn sie es nicht tun würden.
Aber ich bin absolut gegen dieses Gesetz, weil auch kein Deutscher in ein anderes Land gehen kann und dort das doppelte des Durchschnittseinkommens ohne Arbeit bekommt.




Es ist also nicht ein solches Gesetzt das Problem, sondern die Ungleichheit in einem Bündnis welches gleiche Gesetze haben will.


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#123

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 10.01.2014 15:08
von Hans Bergman | 13.788 Beiträge

Zitat von Landegaard im Beitrag #112
... Auch ist mir unklar, warum der Maßstab das deutsche Sozialsystem sein soll, auf den jeder EU-Bürger gleichermaßen Anspruch haben soll. Warum nicht das rumänische? ...
Das wäre eine gerechte Regelung: rumänische Bürger bekommen hier den rumänischen Satz, deutsche Bürger in Rumänien den deutschen. Beides zahlen jeweils die Staaten der betreffenden Bürger.



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#124

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 10.01.2014 15:09
von Hans Bergman | 13.788 Beiträge

Zitat von Lea S. im Beitrag #122
...Es ist also nicht ein solches Gesetzt das Problem, sondern die Ungleichheit in einem Bündnis welches gleiche Gesetze haben will.
Mein Vorschlag: Das wäre eine gerechte Regelung: rumänische Bürger bekommen hier den rumänischen Satz, deutsche Bürger in Rumänien den deutschen. Beides zahlen jeweils die Staaten der betreffenden Bürger.

Das finde ich gerecht (wenn schon keine gleichen Gesetze und Sätze möglich sind).



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#125

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 10.01.2014 15:12
von Landegaard | 14.753 Beiträge

Zitat von Lea S. im Beitrag #119

Sie denken, in Rumänien gibt es H4?



Ich weiss dasss es das nicht gibt..[/quote]

Im übrigen schrieben Sie: "Da es um EU Bürger gerht, gehe ich dasvon aus. dass es in allen EU-Staaten die gleiche Regelung gibt. es also nicht nur um die deutschen Kassen geht."

Da Sie auch wissen, dass es in Rumänien kein H4 gibt, wissen Sie auch, dass es eben nicht in allen EU-Staaten die gleichen Regelungen gibt.

Diese Wohlstandsgefälle innerhalb der EU sind durchaus gewollt, denn im freien Verkehr ist es toll für Arbeitgeber, dahin zu gehen, wo die Arbeitskräfte billig sind, die Abgaben niedrig und die Bürgermeister dankbar.



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