#201

RE: RIP

in Politik 20.03.2013 09:14
von nahal | 18.578 Beiträge | 18425 Punkte

Zitat von Maga-neu im Beitrag #200

Ich geb's ja ungern zu :-), aber bei Hollande hatte nahal von Anfang an recht.



Es geht nicht um "Hollande", es geht um die prinzipiell falsche Politik.

Das Gleiche gilt für die Obama-Ausgabenorgie

Das Gleiche gilt, im Positivem, für die Schröder-Merkel Politik der letzten 10 Jahre.



zuletzt bearbeitet 20.03.2013 09:15 | nach oben springen

#202

RE: RIP

in Politik 20.03.2013 09:29
von Landegaard | 15.567 Beiträge | 17526 Punkte

Zitat von Maga-neu im Beitrag #200
Zitat von Landegaard im Beitrag #199
Zitat von nahal im Beitrag #193
"Die Arbeitslosigkeit ist mittlerweile auf elf Prozent gestiegen, die Wirtschaftsdaten verschlechtern sich jede Woche weiter, die Industrieproduktion bricht ein, ein Aufschwung ist nirgends in Sicht. "

Spiegel.de

Ein Rip für Hollande?


http://www.sz-online.de/nachrichten/waff...en-2532446.html

Hollande versuchts mit Randale. Unerreicht seine Aussage zur Begründung dafür, nun aus dem beschlossenen EU-Entscheid auszuscheren. Frankreich sei ein souveränes Land und daher nicht zwingend an EU-Beschlüsse gebunden.

Das ist eine sehr interessante Aussage, von der mich erstaunt, dass sie es lediglich mal im WDR5 in einen Kommentar geschafft hat. Was heisst das? Fühlt sich Hollande an gar keine EU-Verpflichtungen gebunden, weil Frankreich souverän ist? Sind die anderen EU-Staaten nicht souverän?
Ich geb's ja ungern zu :-), aber bei Hollande hatte nahal von Anfang an recht.



Ich glaube, Hollande ist einfach eine Nummer zu klein für sein Amt und dazu offensichtlich von schlechten Beratern umgeben. Böswilligkeit sehe ich da nicht, nur mangelnde Eignung.



nach oben springen

#203

RE: RIP

in Politik 20.03.2013 09:32
von Gelöschtes Mitglied
avatar

.



zuletzt bearbeitet 20.03.2013 09:32 | nach oben springen

#204

RE: RIP

in Politik 20.03.2013 09:39
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Landegaard im Beitrag #202


Ich glaube, Hollande ist einfach eine Nummer zu klein für sein Amt und dazu offensichtlich von schlechten Beratern umgeben. Böswilligkeit sehe ich da nicht, nur mangelnde Eignung.

Man hat es wohl von Anfang an geahnt, sah aber keine andere Möglichkeit, das Land von Turbo-Sarko zu befreien. Im Nachhinein gesehen war genau das jedoch ein schwerer Fehler.



zuletzt bearbeitet 20.03.2013 09:39 | nach oben springen

#205

RE: RIP

in Politik 20.03.2013 09:52
von nahal | 18.578 Beiträge | 18425 Punkte

Ihr personifiziert zu sehr.
Es geht um die Politik, die dahinter steht.
Ein Steinbrück würde genau so schlimm sein, obwohl er persönlich nicht diese Politik haben möchte.



zuletzt bearbeitet 20.03.2013 09:53 | nach oben springen

#206

RE: RIP

in Politik 20.03.2013 09:56
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von nahal im Beitrag #205
Ihr personifiziert zu sehr.
Es geht um die Politik, die dahinter steht.
Ein Steinbrück würde genau so schlimm sein, obwohl er persönlich nicht diese Politik haben möchte.


Kommt darauf an, nahal: selten war Politik so personenbezogen wie unter Sarkozy, insofern ist dies hier angebracht. Merkel hat Schröders Politik dagegen einfach übernommen und fortgeführt, insofern geht es in D mehr um politische Konzepte als um Personen.



zuletzt bearbeitet 20.03.2013 09:57 | nach oben springen

#207

RE: RIP

in Politik 20.03.2013 12:10
von guylux (gelöscht)
avatar

Zitat von Landegaard im Beitrag #202
Zitat von Maga-neu im Beitrag #200
Zitat von Landegaard im Beitrag #199
Zitat von nahal im Beitrag #193
"Die Arbeitslosigkeit ist mittlerweile auf elf Prozent gestiegen, die Wirtschaftsdaten verschlechtern sich jede Woche weiter, die Industrieproduktion bricht ein, ein Aufschwung ist nirgends in Sicht. "

Spiegel.de

Ein Rip für Hollande?


http://www.sz-online.de/nachrichten/waff...en-2532446.html

Hollande versuchts mit Randale. Unerreicht seine Aussage zur Begründung dafür, nun aus dem beschlossenen EU-Entscheid auszuscheren. Frankreich sei ein souveränes Land und daher nicht zwingend an EU-Beschlüsse gebunden.

Das ist eine sehr interessante Aussage, von der mich erstaunt, dass sie es lediglich mal im WDR5 in einen Kommentar geschafft hat. Was heisst das? Fühlt sich Hollande an gar keine EU-Verpflichtungen gebunden, weil Frankreich souverän ist? Sind die anderen EU-Staaten nicht souverän?
Ich geb's ja ungern zu :-), aber bei Hollande hatte nahal von Anfang an recht.



Ich glaube, Hollande ist einfach eine Nummer zu klein für sein Amt und dazu offensichtlich von schlechten Beratern umgeben. Böswilligkeit sehe ich da nicht, nur mangelnde Eignung.

Ich glaube die Sozialisten sind dabei einzusehen dass der jetztige Weg ins Nichts führt . Positiv ist , dass es jetzt eine Neuregelung des Arbeitsrechts gibt , welche von den Gewerkschaften und vom Patronat mitgetragen wird . Ein Problem was man bis jetzt vor sich hingeschoben hat , ist ein Abbau des aufgeblähten Staatsapparates , das Anheben des Rentenalters von 62 Jahren auf ... und die Erhöhung der Arbeitszeit von 35 auf ... Stunden


nach oben springen

#208

RE: RIP

in Politik 20.03.2013 12:14
von Nante | 7.586 Beiträge | 8654 Punkte

Zitat von guylux im Beitrag #207
................ ist ein Abbau des aufgeblähten Staatsapparates , das Anheben des Rentenalters von 62 Jahren auf ... und die Erhöhung der Arbeitszeit von 35 auf ... Stunden

So richtig überzeugend ist das auch nicht.


nach oben springen

#209

RE: RIP

in Politik 20.03.2013 12:17
von guylux (gelöscht)
avatar

Zitat von Nante im Beitrag #208
Zitat von guylux im Beitrag #207
................ ist ein Abbau des aufgeblähten Staatsapparates , das Anheben des Rentenalters von 62 Jahren auf ... und die Erhöhung der Arbeitszeit von 35 auf ... Stunden

So richtig überzeugend ist das auch nicht.


Das in Frankreich durch zu bringen , ist eine Herkulesaufgabe . Man muss der Regierung etwas Zeit lassen , ob die Märkte dazu bereit sind ist eine andere Frage .


nach oben springen

#210

RE: RIP

in Politik 20.03.2013 13:26
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von guylux im Beitrag #209
Zitat von Nante im Beitrag #208
Zitat von guylux im Beitrag #207
................ ist ein Abbau des aufgeblähten Staatsapparates , das Anheben des Rentenalters von 62 Jahren auf ... und die Erhöhung der Arbeitszeit von 35 auf ... Stunden

So richtig überzeugend ist das auch nicht.


Das in Frankreich durch zu bringen , ist eine Herkulesaufgabe . Man muss der Regierung etwas Zeit lassen , ob die Märkte dazu bereit sind ist eine andere Frage .

guylux, geben Sie es zu: dieser Präsident ist ein Schaumschläger und seine Regierung ein Haufen Laiendarsteller und Dilettanten (ausser vielleicht Pierre Moscovici und Manuel Valls...)



zuletzt bearbeitet 20.03.2013 13:29 | nach oben springen

#211

RE: RIP

in Politik 20.03.2013 13:48
von Landegaard | 15.567 Beiträge | 17526 Punkte

Zitat von guylux im Beitrag #209
Zitat von Nante im Beitrag #208
Zitat von guylux im Beitrag #207
................ ist ein Abbau des aufgeblähten Staatsapparates , das Anheben des Rentenalters von 62 Jahren auf ... und die Erhöhung der Arbeitszeit von 35 auf ... Stunden

So richtig überzeugend ist das auch nicht.


Das in Frankreich durch zu bringen , ist eine Herkulesaufgabe . Man muss der Regierung etwas Zeit lassen , ob die Märkte dazu bereit sind ist eine andere Frage .


Es ist die Frage, ob man derlei in Frankreich "durchbringen" muss. Ich würde gerne eine Analyse sehen, die die wirtschaftlich unterschiedlichen Entwicklungen Frankreichs im Vergleich zu Deutschland auf die 35-Stunden-Woche zurückführen kann. Ich denke nicht, dass es solch eine Analyse jenseits einer aufgestellten Behauptung gibt.

Und da wir gerade dabei sind, wüsste ich gerne, wo das Problem einer 35-Stunden-Woche ist. Konnte mir noch keiner schildern. Man schaue sich die Krankheistausfälle in Deutschland und deren Entwicklung an sowie die geleisteten und gezahlten sowie ungeleisteten Überstunden.
Das schreit quasi nach einer Arbeitszeitverkürzung und damit einhergehender REduktion von Überstunden und Krankheitsausfällen.

Kennen wir da die Wirkungszusammenhänge? Nein, aber wir machen uns schonmal Gedanken, wie man die Lösung des nicht bekannten Problems in Frankreich durchbringen könnte.



nach oben springen

#212

RE: RIP

in Politik 20.03.2013 14:05
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Landegaard im Beitrag #211

...
Kennen wir da die Wirkungszusammenhänge? Nein, aber wir machen uns schonmal Gedanken, wie man die Lösung des nicht bekannten Problems in Frankreich durchbringen könnte.

Es gibt ja dieses Buch von Jeremy Rifkin, das die Bahauptung aufstellt, die 35-Std.Wo senke die Produktivität mitnichten, sondern steigere sie im Gegenteil. Ich galube das nicht. Ausserdem wird die 35-Std.Woche in F längst durch exzessiven Einsatz von Überstunden (die unter Sarkozy steuerfrei gestellt, sprich staatlich subventioniert wurden) ausgehöhlt.
Aber: tatsächlich gibt es in den westlichen Ex-Insudtrie-Ländern immer weniger Arbeit zu verteilen. Eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit und Verteilung auf mehr Arbeitnehmer könnte da eine Lösung sein, wenn... der Einzelne auch auf Einkommen verzichtet und einen entsprechend geringeren Lebensstandard in Kauf nimmt. Mit einer Kultur von Bescheidenheit und Verzicht wäre dies m.E. möglich.



zuletzt bearbeitet 20.03.2013 14:11 | nach oben springen

#213

RE: RIP

in Politik 20.03.2013 14:17
von Leto_II. | 19.837 Beiträge | 21503 Punkte

Zitat von Swann im Beitrag #212
Mit einer Kultur von Bescheidenheit und Verzicht wäre dies m.E. möglich.


Der neue Papst trifft den Zeitgeist.:)


nach oben springen

#214

RE: RIP

in Politik 20.03.2013 14:24
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Leto_II. im Beitrag #213
Zitat von Swann im Beitrag #212
Mit einer Kultur von Bescheidenheit und Verzicht wäre dies m.E. möglich.


Der neue Papst trifft den Zeitgeist.:)


Wer, ich? ;-)
Habe schon verstanden...ja, die Zeichen stehen auf weniger statt mehr. Viele Menschen haben das schon längst begriffen, nur Politik, Mainstream, Medien und Werbeindustrie noch nicht.



zuletzt bearbeitet 20.03.2013 14:25 | nach oben springen

#215

RE: RIP

in Politik 20.03.2013 14:39
von Maga-neu | 19.116 Beiträge | 25665 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #213
Zitat von Swann im Beitrag #212
Mit einer Kultur von Bescheidenheit und Verzicht wäre dies m.E. möglich.


Der neue Papst trifft den Zeitgeist.:)
Ja. :-)

http://www.amazon.de/Bescheidenheit-f%C3...63786262&sr=8-1

Das Problem an Hollande ist: Er ist der klassische frz. Linke: Etatistisch, antireligiös, "jakobinisch". Und die Antworten, die er gibt, stammen von vorvorgestern.


Mit diesem Beitrag wurden folgende Inhalte verknüpft



zuletzt bearbeitet 20.03.2013 14:43 | nach oben springen

#216

RE: RIP

in Politik 20.03.2013 15:01
von Leto_II. | 19.837 Beiträge | 21503 Punkte

Zitat von Swann im Beitrag #214
Zitat von Leto_II. im Beitrag #213
Zitat von Swann im Beitrag #212
Mit einer Kultur von Bescheidenheit und Verzicht wäre dies m.E. möglich.


Der neue Papst trifft den Zeitgeist.:)


Wer, ich? ;-)
Habe schon verstanden...ja, die Zeichen stehen auf weniger statt mehr. Viele Menschen haben das schon längst begriffen, nur Politik, Mainstream, Medien und Werbeindustrie noch nicht.


Nach meinen Beobachtungen sind das noch nicht so sehr viele.


nach oben springen

#217

RE: RIP

in Politik 20.03.2013 15:34
von guylux (gelöscht)
avatar

Zitat von Landegaard im Beitrag #211
Zitat von guylux im Beitrag #209
Zitat von Nante im Beitrag #208
Zitat von guylux im Beitrag #207
................ ist ein Abbau des aufgeblähten Staatsapparates , das Anheben des Rentenalters von 62 Jahren auf ... und die Erhöhung der Arbeitszeit von 35 auf ... Stunden

So richtig überzeugend ist das auch nicht.


Das in Frankreich durch zu bringen , ist eine Herkulesaufgabe . Man muss der Regierung etwas Zeit lassen , ob die Märkte dazu bereit sind ist eine andere Frage .


Es ist die Frage, ob man derlei in Frankreich "durchbringen" muss. Ich würde gerne eine Analyse sehen, die die wirtschaftlich unterschiedlichen Entwicklungen Frankreichs im Vergleich zu Deutschland auf die 35-Stunden-Woche zurückführen kann. Ich denke nicht, dass es solch eine Analyse jenseits einer aufgestellten Behauptung gibt.

Und da wir gerade dabei sind, wüsste ich gerne, wo das Problem einer 35-Stunden-Woche ist. Konnte mir noch keiner schildern. Man schaue sich die Krankheistausfälle in Deutschland und deren Entwicklung an sowie die geleisteten und gezahlten sowie ungeleisteten Überstunden.
Das schreit quasi nach einer Arbeitszeitverkürzung und damit einhergehender REduktion von Überstunden und Krankheitsausfällen.

Kennen wir da die Wirkungszusammenhänge? Nein, aber wir machen uns schonmal Gedanken, wie man die Lösung des nicht bekannten Problems in Frankreich durchbringen könnte.

Sie glauben doch nicht wirklich , dass die Krankheitsausfälle bei weniger Wochenstunden geringer sind ?
Im Privatsektor gibt es bei uns bei einer 40 Stundenwoche einen Krankheitsausfall von etwa 3 % in der Privatindustrie gegenüber etwa 6 % beim Staat . Das zeigt ihnen wo das Problem liegt , wobei beim Staat wahrscheinlich de facto weniger als 40 Stunden abgeleistet werden .
Fakt ist , dass Sie bei gleichbleibender Arbeitsleistung 14 % mehr Personal brauchen wenn anstatt 40 nur 35 Stunden pro Woche gearbeitet wird , Ihre Personalkosten also 14 % höher sind .


nach oben springen

#218

RE: RIP

in Politik 20.03.2013 15:44
von Landegaard | 15.567 Beiträge | 17526 Punkte

Zitat von guylux im Beitrag #217
Zitat von Landegaard im Beitrag #211
Zitat von guylux im Beitrag #209
Zitat von Nante im Beitrag #208
Zitat von guylux im Beitrag #207
................ ist ein Abbau des aufgeblähten Staatsapparates , das Anheben des Rentenalters von 62 Jahren auf ... und die Erhöhung der Arbeitszeit von 35 auf ... Stunden

So richtig überzeugend ist das auch nicht.


Das in Frankreich durch zu bringen , ist eine Herkulesaufgabe . Man muss der Regierung etwas Zeit lassen , ob die Märkte dazu bereit sind ist eine andere Frage .


Es ist die Frage, ob man derlei in Frankreich "durchbringen" muss. Ich würde gerne eine Analyse sehen, die die wirtschaftlich unterschiedlichen Entwicklungen Frankreichs im Vergleich zu Deutschland auf die 35-Stunden-Woche zurückführen kann. Ich denke nicht, dass es solch eine Analyse jenseits einer aufgestellten Behauptung gibt.

Und da wir gerade dabei sind, wüsste ich gerne, wo das Problem einer 35-Stunden-Woche ist. Konnte mir noch keiner schildern. Man schaue sich die Krankheistausfälle in Deutschland und deren Entwicklung an sowie die geleisteten und gezahlten sowie ungeleisteten Überstunden.
Das schreit quasi nach einer Arbeitszeitverkürzung und damit einhergehender REduktion von Überstunden und Krankheitsausfällen.

Kennen wir da die Wirkungszusammenhänge? Nein, aber wir machen uns schonmal Gedanken, wie man die Lösung des nicht bekannten Problems in Frankreich durchbringen könnte.

1. Sie glauben doch nicht wirklich , dass die Krankheitsausfälle bei weniger Wochenstunden geringer sind ?
Im Privatsektor gibt es bei uns bei einer 40 Stundenwoche einen Krankheitsausfall von etwa 3 % in der Privatindustrie gegenüber etwa 6 % beim Staat . Das zeigt ihnen wo das Problem liegt , wobei beim Staat wahrscheinlich de facto weniger als 40 Stunden abgeleistet werden .

2. Fakt ist , dass Sie bei gleichbleibender Arbeitsleistung 14 % mehr Personal brauchen wenn anstatt 40 nur 35 Stunden pro Woche gearbeitet wird , Ihre Personalkosten also 14 % höher sind .


1. Die Auswertungen der Krankenkasse legen diesen Rückschluss nahe. Sie werfen hier andere Wirkungsfaktoren noch mit rein, was es natürlich schwierig macht.

2. Wozu schreib ich Beiträge?

Sie haben diesen Fall, wenn Sie die weiteren Faktoren ausser Acht lassen und von einem vollen Lohnausgleich ausgehen. Von letzterem sprach ich gar nicht. Die Überstunden und Krankheitsstände hatte ich erwähnt, weil sie in diese Betrachtung rein gehören.

Aber erklären Sie mir bei den Prämissen zunächst mal, was Frankreich von einer Heraufsetzung der Wochenarbeitszeit von 35 auf 40 Stunden hat, ausser zuviele Mitarbeiter und zunächst einmal 14 % höherer Personalkosten?



nach oben springen

#219

RE: RIP

in Politik 20.03.2013 16:14
von guylux (gelöscht)
avatar

Zitat von Landegaard im Beitrag #218
Zitat von guylux im Beitrag #217
Zitat von Landegaard im Beitrag #211
Zitat von guylux im Beitrag #209
Zitat von Nante im Beitrag #208
Zitat von guylux im Beitrag #207
................ ist ein Abbau des aufgeblähten Staatsapparates , das Anheben des Rentenalters von 62 Jahren auf ... und die Erhöhung der Arbeitszeit von 35 auf ... Stunden

So richtig überzeugend ist das auch nicht.


Das in Frankreich durch zu bringen , ist eine Herkulesaufgabe . Man muss der Regierung etwas Zeit lassen , ob die Märkte dazu bereit sind ist eine andere Frage .


Es ist die Frage, ob man derlei in Frankreich "durchbringen" muss. Ich würde gerne eine Analyse sehen, die die wirtschaftlich unterschiedlichen Entwicklungen Frankreichs im Vergleich zu Deutschland auf die 35-Stunden-Woche zurückführen kann. Ich denke nicht, dass es solch eine Analyse jenseits einer aufgestellten Behauptung gibt.

Und da wir gerade dabei sind, wüsste ich gerne, wo das Problem einer 35-Stunden-Woche ist. Konnte mir noch keiner schildern. Man schaue sich die Krankheistausfälle in Deutschland und deren Entwicklung an sowie die geleisteten und gezahlten sowie ungeleisteten Überstunden.
Das schreit quasi nach einer Arbeitszeitverkürzung und damit einhergehender REduktion von Überstunden und Krankheitsausfällen.

Kennen wir da die Wirkungszusammenhänge? Nein, aber wir machen uns schonmal Gedanken, wie man die Lösung des nicht bekannten Problems in Frankreich durchbringen könnte.

1. Sie glauben doch nicht wirklich , dass die Krankheitsausfälle bei weniger Wochenstunden geringer sind ?
Im Privatsektor gibt es bei uns bei einer 40 Stundenwoche einen Krankheitsausfall von etwa 3 % in der Privatindustrie gegenüber etwa 6 % beim Staat . Das zeigt ihnen wo das Problem liegt , wobei beim Staat wahrscheinlich de facto weniger als 40 Stunden abgeleistet werden .

2. Fakt ist , dass Sie bei gleichbleibender Arbeitsleistung 14 % mehr Personal brauchen wenn anstatt 40 nur 35 Stunden pro Woche gearbeitet wird , Ihre Personalkosten also 14 % höher sind .


1. Die Auswertungen der Krankenkasse legen diesen Rückschluss nahe. Sie werfen hier andere Wirkungsfaktoren noch mit rein, was es natürlich schwierig macht.

2. Wozu schreib ich Beiträge?

Sie haben diesen Fall, wenn Sie die weiteren Faktoren ausser Acht lassen und von einem vollen Lohnausgleich ausgehen. Von letzterem sprach ich gar nicht. Die Überstunden und Krankheitsstände hatte ich erwähnt, weil sie in diese Betrachtung rein gehören.

Aber erklären Sie mir bei den Prämissen zunächst mal, was Frankreich von einer Heraufsetzung der Wochenarbeitszeit von 35 auf 40 Stunden hat, ausser zuviele Mitarbeiter und zunächst einmal 14 % höherer Personalkosten?

Bei der Einführung der 35 Stundenwoche in Frankreich gab es vollen Lohnausgleich , also 35 Stunden arbeiten , 40 werden bezahlt .
Wenn Frankreich auf die 40 Stundenwoche zurückgeht , senken sich die Kosten in der Industrie , die Produkte können billiger verkauft werden , also steigt der Absatz . Es ist eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit .
Im öffentlichen Sektor könnten alle Verwaltungen einen wesentlich besseren Dienst am Bürger anbieten ohne Kostensteigerung oder es könnten zusätzliche Dienste angeboten werden . Auch würde es weniger Überstunden , welche ja teuer sind , geben.
Wenn ich sie richtig verstehe plädieren sie für die 30 oder sogar 25 Stundenwoche , wenn's von 40 auf 35 nichts schadet , kann es ja von 35 auf 30 auch nichts schaden , ditto von 30 auf 25 . Man fragt sich am Ende warum überhaupt noch gearbeitet werden muss :-))


nach oben springen

#220

RE: RIP

in Politik 20.03.2013 16:31
von Willie | 16.473 Beiträge | 18268 Punkte

Zitat von guylux im Beitrag #219
Bei der Einführung der 35 Stundenwoche in Frankreich gab es vollen Lohnausgleich , also 35 Stunden arbeiten , 40 werden bezahlt .
Wenn Frankreich auf die 40 Stundenwoche zurückgeht , senken sich die Kosten in der Industrie , die Produkte können billiger verkauft werden , also steigt der Absatz .

Nicht unbedingt. Solches gibt es nur bei entsprechender Nachfrage. Diese wiederum ist aber auch noch von anderen Faktoren abhaengig, wie z.B. der bei den den Nachfragern vorhandenen Mitteln und der Qualitaet des angebotenenen Produktes/Services im Vergleich zu anderen des Wettbewerbes.

Zitat von guylux im Beitrag #219
Es ist eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit .

Stimmt in jedem Falle. Muss aber deswegen aber dennoch nicht unbedingt und zwangslaeufig auch entsprechende Steigerungsraten im Absatz bringen. Weswegen -siehe oben.

Zitat von guylux im Beitrag #219
Im öffentlichen Sektor könnten alle Verwaltungen einen wesentlich besseren Dienst am Bürger anbieten ohne Kostensteigerung oder es könnten zusätzliche Dienste angeboten werden . Auch würde es weniger Überstunden , welche ja teuer sind , geben.
Wenn ich sie richtig verstehe plädieren sie für die 30 oder sogar 25 Stundenwoche , wenn's von 40 auf 35 nichts schadet , kann es ja von 35 auf 30 auch nichts schaden , ditto von 30 auf 25 . Man fragt sich am Ende warum überhaupt noch gearbeitet werden muss :-))

Es muss heute noch gearbeitet werden weil, die Automatisierung noch nicht weit genug fortgeschritten ist.
Aber wir sind auf dem Weg dahin.
Und auf dem Weg dahin wird Arbeit erst noch erst zu einem Privileg werden bevor sie auslaeuft -und davon sind wir nicht mehr weit weg.

Der Moment, wo nicht mehr genug Arbeit fuer alle Arbeitnehmer vorhanden ist, ist ja quasi laengst gegeben. Es wird nur vielfach noch nicht zugegeben.
Und das meist aus soziologischen oder auch egoistischen Gruenden. Es aendert aber nichts an dem, was ist.



zuletzt bearbeitet 20.03.2013 16:44 | nach oben springen

#221

RE: RIP

in Politik 20.03.2013 16:39
von Maga-neu | 19.116 Beiträge | 25665 Punkte

Zitat von Landegaard im Beitrag #202
Zitat von Maga-neu im Beitrag #200
Zitat von Landegaard im Beitrag #199
Zitat von nahal im Beitrag #193
"Die Arbeitslosigkeit ist mittlerweile auf elf Prozent gestiegen, die Wirtschaftsdaten verschlechtern sich jede Woche weiter, die Industrieproduktion bricht ein, ein Aufschwung ist nirgends in Sicht. "

Spiegel.de

Ein Rip für Hollande?


http://www.sz-online.de/nachrichten/waff...en-2532446.html

Hollande versuchts mit Randale. Unerreicht seine Aussage zur Begründung dafür, nun aus dem beschlossenen EU-Entscheid auszuscheren. Frankreich sei ein souveränes Land und daher nicht zwingend an EU-Beschlüsse gebunden.

Das ist eine sehr interessante Aussage, von der mich erstaunt, dass sie es lediglich mal im WDR5 in einen Kommentar geschafft hat. Was heisst das? Fühlt sich Hollande an gar keine EU-Verpflichtungen gebunden, weil Frankreich souverän ist? Sind die anderen EU-Staaten nicht souverän?
Ich geb's ja ungern zu :-), aber bei Hollande hatte nahal von Anfang an recht.



Ich glaube, Hollande ist einfach eine Nummer zu klein für sein Amt und dazu offensichtlich von schlechten Beratern umgeben. Böswilligkeit sehe ich da nicht, nur mangelnde Eignung.
Nein, Böswilligkeit will ich ihm nicht unterstellen. Unfähigkeit hingegen beobachte ich schon.

Zitat von nahal im Beitrag #205
Ihr personifiziert zu sehr.
Es geht um die Politik, die dahinter steht.
Ein Steinbrück würde genau so schlimm sein, obwohl er persönlich nicht diese Politik haben möchte.

Das liegt daran, dass man die Politik Obamas und die Hollandes nicht über einen Kamm scheren kann.

Zur Außenpolitik: Natürlich kann Frankreich im Alleingang Waffen an die syrischen Rebellen liefern, da die politische Einigung Europas immer noch Makulatur ist. Dieses Recht hat die regierung in Paris. Allerdings sollte sich die Regierung dann weiterer Lippenbekenntnisse zum Thema Europa enthalten. Ich glaube auch, dass die Präsidenten Frankreichs gut daran täten, auf die Ratschläge von Monsieur Lévy zu verzichten.



zuletzt bearbeitet 20.03.2013 16:41 | nach oben springen

#222

RE: RIP

in Politik 20.03.2013 16:59
von Landegaard | 15.567 Beiträge | 17526 Punkte

Zitat von guylux im Beitrag #219
Zitat von Landegaard im Beitrag #218
Zitat von guylux im Beitrag #217
Zitat von Landegaard im Beitrag #211
Zitat von guylux im Beitrag #209
Zitat von Nante im Beitrag #208
Zitat von guylux im Beitrag #207
................ ist ein Abbau des aufgeblähten Staatsapparates , das Anheben des Rentenalters von 62 Jahren auf ... und die Erhöhung der Arbeitszeit von 35 auf ... Stunden

So richtig überzeugend ist das auch nicht.


Das in Frankreich durch zu bringen , ist eine Herkulesaufgabe . Man muss der Regierung etwas Zeit lassen , ob die Märkte dazu bereit sind ist eine andere Frage .


Es ist die Frage, ob man derlei in Frankreich "durchbringen" muss. Ich würde gerne eine Analyse sehen, die die wirtschaftlich unterschiedlichen Entwicklungen Frankreichs im Vergleich zu Deutschland auf die 35-Stunden-Woche zurückführen kann. Ich denke nicht, dass es solch eine Analyse jenseits einer aufgestellten Behauptung gibt.

Und da wir gerade dabei sind, wüsste ich gerne, wo das Problem einer 35-Stunden-Woche ist. Konnte mir noch keiner schildern. Man schaue sich die Krankheistausfälle in Deutschland und deren Entwicklung an sowie die geleisteten und gezahlten sowie ungeleisteten Überstunden.
Das schreit quasi nach einer Arbeitszeitverkürzung und damit einhergehender REduktion von Überstunden und Krankheitsausfällen.

Kennen wir da die Wirkungszusammenhänge? Nein, aber wir machen uns schonmal Gedanken, wie man die Lösung des nicht bekannten Problems in Frankreich durchbringen könnte.

1. Sie glauben doch nicht wirklich , dass die Krankheitsausfälle bei weniger Wochenstunden geringer sind ?
Im Privatsektor gibt es bei uns bei einer 40 Stundenwoche einen Krankheitsausfall von etwa 3 % in der Privatindustrie gegenüber etwa 6 % beim Staat . Das zeigt ihnen wo das Problem liegt , wobei beim Staat wahrscheinlich de facto weniger als 40 Stunden abgeleistet werden .

2. Fakt ist , dass Sie bei gleichbleibender Arbeitsleistung 14 % mehr Personal brauchen wenn anstatt 40 nur 35 Stunden pro Woche gearbeitet wird , Ihre Personalkosten also 14 % höher sind .


1. Die Auswertungen der Krankenkasse legen diesen Rückschluss nahe. Sie werfen hier andere Wirkungsfaktoren noch mit rein, was es natürlich schwierig macht.

2. Wozu schreib ich Beiträge?

Sie haben diesen Fall, wenn Sie die weiteren Faktoren ausser Acht lassen und von einem vollen Lohnausgleich ausgehen. Von letzterem sprach ich gar nicht. Die Überstunden und Krankheitsstände hatte ich erwähnt, weil sie in diese Betrachtung rein gehören.

Aber erklären Sie mir bei den Prämissen zunächst mal, was Frankreich von einer Heraufsetzung der Wochenarbeitszeit von 35 auf 40 Stunden hat, ausser zuviele Mitarbeiter und zunächst einmal 14 % höherer Personalkosten?

Bei der Einführung der 35 Stundenwoche in Frankreich gab es vollen Lohnausgleich , also 35 Stunden arbeiten , 40 werden bezahlt .
Wenn Frankreich auf die 40 Stundenwoche zurückgeht , senken sich die Kosten in der Industrie , die Produkte können billiger verkauft werden , also steigt der Absatz . Es ist eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit .


Also momentan gibts für 35 Stunden Geld für 35 Stunden. Es werden keine 40 sondern 35 bezahlt. Wenn man also in Frankreich auf 40 hoch will, wird es die Debatte des Lohnausgleichs wieder geben. Man müsste also nochmals 14 % mehr zahlen. Oder man argumentiert, wie Sie es tun und kann sich auf landesweite Streiks einstellen. Nicht unbedingt ein Gewinn für die Wettbewerbsfähigkeit.

Zitat von guylux im Beitrag #219

Im öffentlichen Sektor könnten alle Verwaltungen einen wesentlich besseren Dienst am Bürger anbieten ohne Kostensteigerung oder es könnten zusätzliche Dienste angeboten werden . Auch würde es weniger Überstunden , welche ja teuer sind , geben.
Wenn ich sie richtig verstehe plädieren sie für die 30 oder sogar 25 Stundenwoche , wenn's von 40 auf 35 nichts schadet , kann es ja von 35 auf 30 auch nichts schaden , ditto von 30 auf 25 . Man fragt sich am Ende warum überhaupt noch gearbeitet werden muss :-))


Sie können sich vielleicht schon denken, dass Sie mich nicht richtig verstehen.

Natürlich werden weniger Überstunden gemacht, wenn Sie die Arbeitszeit von 35 auf 40 Stunden anheben.

Ich plädiere erst einmal für gar nichts, wollte von Ihnen lediglich wissen, wo a) ein Beleg dafür ist, dass Frankreichs Probleme an der 35 Stunden-Woche liegen und b) wo die Durchbringungsnotwendigkeit einer 40 Stunden-Woche ist. Die sehen Sie, wenn ich Sie richtig verstanden habe da, dass kein Lohnausgleich stattfindet.

Wenn Sie teure Überstunden vermeiden wollen und den sprunghaften Anstieg von psychischen Erkrankungen aufgrund Arbeitsüberlastungen begegnen wollen und dazu noch ein paar Arbeitsplätze generieren wollen, könnte der Weg durchaus in einer Verkürzung von Arbeitszeiten liegen. Bediene ich mal mal kurz Ihres Kniffs, keinen Lohnausgleich dafür zu bieten, steigen auch keine Personalkosten, die sinken eher.

Wäre Ihnen das nicht bereits zu hoch, wüssten Sie, dass wir von Arbeitsverteilung und nicht etwa von Wegfall sprechen.

Ihnen müsste langsam auffallen, dass Ihre 40-Stunden-Verklärung inhaltlich auf wackligen Füßen steht und eher einer persönlichen Erwartungshaltung entspringt. Wären Sie Deutscher, käme nun sicher ein kundiges "am Deutschen Wesen soll mal wieder die Welt blabla" von irgendwoher. :)



nach oben springen

#223

RE: RIP

in Politik 20.03.2013 17:01
von Landegaard | 15.567 Beiträge | 17526 Punkte

Zitat von Maga-neu im Beitrag #221
Zur Außenpolitik: Natürlich kann Frankreich im Alleingang Waffen an die syrischen Rebellen liefern, da die politische Einigung Europas immer noch Makulatur ist. Dieses Recht hat die regierung in Paris. Allerdings sollte sich die Regierung dann weiterer Lippenbekenntnisse zum Thema Europa enthalten. Ich glaube auch, dass die Präsidenten Frankreichs gut daran täten, auf die Ratschläge von Monsieur Lévy zu verzichten.



Wenn es einen europäischen Beschluss gibt, keine Waffen zu liefern, hat Frankreich das Recht, es trotzdem zu tun? Warum beteiligt sich Frankreich dann überhaupt an solchen Beschlüssen, wenn die keinen Wert haben?



nach oben springen

#224

RE: RIP

in Politik 20.03.2013 17:09
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Landegaard im Beitrag #223
Zitat von Maga-neu im Beitrag #221
Zur Außenpolitik: Natürlich kann Frankreich im Alleingang Waffen an die syrischen Rebellen liefern, da die politische Einigung Europas immer noch Makulatur ist. Dieses Recht hat die regierung in Paris. Allerdings sollte sich die Regierung dann weiterer Lippenbekenntnisse zum Thema Europa enthalten. Ich glaube auch, dass die Präsidenten Frankreichs gut daran täten, auf die Ratschläge von Monsieur Lévy zu verzichten.



Wenn es einen europäischen Beschluss gibt, keine Waffen zu liefern, hat Frankreich das Recht, es trotzdem zu tun? Warum beteiligt sich Frankreich dann überhaupt an solchen Beschlüssen, wenn die keinen Wert haben?

So wie ich es vesrtehe fordern F und GB ja gerade auf europäischer Ebene, das Embargo aufzuheben um die Rebellen in Syrien mit Waffen beliefern zu können. Das ist zunächst eine poltitische - und per se legitime - Forderung. Ob sie zielführend für eine Beendigung des Bürgerkriegs in Syrien ist, steht auf einem anderen Blatt.



zuletzt bearbeitet 20.03.2013 17:10 | nach oben springen

#225

RE: RIP

in Politik 20.03.2013 17:20
von guylux (gelöscht)
avatar

Zitat von Landegaard im Beitrag #222
Zitat von guylux im Beitrag #219
Zitat von Landegaard im Beitrag #218
[quote=guylux|p159858][quote=Landegaard|p159838][quote=guylux|p159813][quote=Nante|p159812][quote=guylux|p159811]................ ist ein Abbau des aufgeblähten Staatsapparates , das Anheben des Rentenalters von 62 Jahren auf ... und die Erhöhung der Arbeitszeit von 35 auf ... Stunden

So richtig überzeugend ist das auch nicht.


Bei der Einführung der 35 Stundenwoche in Frankreich gab es vollen Lohnausgleich , also 35 Stunden arbeiten , 40 werden bezahlt .
Wenn Frankreich auf die 40 Stundenwoche zurückgeht , senken sich die Kosten in der Industrie , die Produkte können billiger verkauft werden , also steigt der Absatz . Es ist eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit .


Also momentan gibts für 35 Stunden Geld für 35 Stunden. Es werden keine 40 sondern 35 bezahlt. Wenn man also in Frankreich auf 40 hoch will, wird es die Debatte des Lohnausgleichs wieder geben. Man müsste also nochmals 14 % mehr zahlen. Oder man argumentiert, wie Sie es tun und kann sich auf landesweite Streiks einstellen. Nicht unbedingt ein Gewinn für die Wettbewerbsfähigkeit.

Zitat von guylux im Beitrag #219


Ich plädiere erst einmal für gar nichts, wollte von Ihnen lediglich wissen, wo a) ein Beleg dafür ist, dass Frankreichs Probleme an der 35 Stunden-Woche liegen und b) wo die Durchbringungsnotwendigkeit einer 40 Stunden-Woche ist. Die sehen Sie, wenn ich Sie richtig verstanden habe da, dass kein Lohnausgleich stattfindet.

Wenn Sie teure Überstunden vermeiden wollen und den sprunghaften Anstieg von psychischen Erkrankungen aufgrund Arbeitsüberlastungen begegnen wollen und dazu noch ein paar Arbeitsplätze generieren wollen, könnte der Weg durchaus in einer Verkürzung von Arbeitszeiten liegen. Bediene ich mal mal kurz Ihres Kniffs, keinen Lohnausgleich dafür zu bieten, steigen auch keine Personalkosten, die sinken eher.

Wäre Ihnen das nicht bereits zu hoch, wüssten Sie, dass wir von Arbeitsverteilung und nicht etwa von Wegfall sprechen.

Ihnen müsste langsam auffallen, dass Ihre 40-Stunden-Verklärung inhaltlich auf wackligen Füßen steht und eher einer persönlichen Erwartungshaltung entspringt. Wären Sie Deutscher, käme nun sicher ein kundiges "am Deutschen Wesen soll mal wieder die Welt blabla" von irgendwoher. :)


Sie gehen da von falschen Voraussetzungen aus : da bei der Einführung der 35 Stundenwoche der Monatslohn gleich blieb , müsste das auch bei der Wiedereinführung der 40 Stundenwoche so sein . In anderen Worten : die Franzosen haben durch die 35 Stundenwoche de facto eine Stundenlohnerhöhung von 14 % erhalten , die sie jetzt wieder abgeben müssten . Das ist natürlich etwas schwieriger zu bewerkstelligen als die Aktion von Mme Aubry damals .

Ob Krankschreiben exklusiv durch psychische Erkrankungen bedingt ist , wage Ich zu bezweifeln . Die Arbeitsbelastung im öffentlichen Dienst ist wohl kaum höher als in der Privatswirtschaft und doch sind Krankenausfälle doppelt so hoch .

Kürzere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich , also bei gleichem Stundenlohn halte auch ich für sinnvoll . Dann gibt es weniger Arbeitslose und im Endeffekt sind die Gesamtkosten ( Wirtschaft und Staat ) eher kleiner . VW hat seinerzeit gezeigt wie das geht .


nach oben springen

Arbeitgeberbewertung
Besucher
3 Mitglieder und 3 Gäste sind Online:
Maga-neu, Leto_II., Hans Bergman

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Tanja-Schlosser
Besucherzähler
Heute waren 29 Gäste und 8 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 1313 Themen und 243587 Beiträge.

Heute waren 8 Mitglieder Online:
Corto, ghassan, Hans Bergman, Leto_II., Maga-neu, nahal, sayada.b., Willie

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen