#226

RE: RIP

in Politik 20.03.2013 17:56
von Landegaard | 15.567 Beiträge | 17526 Punkte

Zitat von guylux im Beitrag #225
Zitat von Landegaard im Beitrag #222
Zitat von guylux im Beitrag #219
Zitat von Landegaard im Beitrag #218
[quote=guylux|p159858][quote=Landegaard|p159838][quote=guylux|p159813][quote=Nante|p159812][quote=guylux|p159811]................ ist ein Abbau des aufgeblähten Staatsapparates , das Anheben des Rentenalters von 62 Jahren auf ... und die Erhöhung der Arbeitszeit von 35 auf ... Stunden

So richtig überzeugend ist das auch nicht.


Bei der Einführung der 35 Stundenwoche in Frankreich gab es vollen Lohnausgleich , also 35 Stunden arbeiten , 40 werden bezahlt .
Wenn Frankreich auf die 40 Stundenwoche zurückgeht , senken sich die Kosten in der Industrie , die Produkte können billiger verkauft werden , also steigt der Absatz . Es ist eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit .


Also momentan gibts für 35 Stunden Geld für 35 Stunden. Es werden keine 40 sondern 35 bezahlt. Wenn man also in Frankreich auf 40 hoch will, wird es die Debatte des Lohnausgleichs wieder geben. Man müsste also nochmals 14 % mehr zahlen. Oder man argumentiert, wie Sie es tun und kann sich auf landesweite Streiks einstellen. Nicht unbedingt ein Gewinn für die Wettbewerbsfähigkeit.

Zitat von guylux im Beitrag #219


Ich plädiere erst einmal für gar nichts, wollte von Ihnen lediglich wissen, wo a) ein Beleg dafür ist, dass Frankreichs Probleme an der 35 Stunden-Woche liegen und b) wo die Durchbringungsnotwendigkeit einer 40 Stunden-Woche ist. Die sehen Sie, wenn ich Sie richtig verstanden habe da, dass kein Lohnausgleich stattfindet.

Wenn Sie teure Überstunden vermeiden wollen und den sprunghaften Anstieg von psychischen Erkrankungen aufgrund Arbeitsüberlastungen begegnen wollen und dazu noch ein paar Arbeitsplätze generieren wollen, könnte der Weg durchaus in einer Verkürzung von Arbeitszeiten liegen. Bediene ich mal mal kurz Ihres Kniffs, keinen Lohnausgleich dafür zu bieten, steigen auch keine Personalkosten, die sinken eher.

Wäre Ihnen das nicht bereits zu hoch, wüssten Sie, dass wir von Arbeitsverteilung und nicht etwa von Wegfall sprechen.

Ihnen müsste langsam auffallen, dass Ihre 40-Stunden-Verklärung inhaltlich auf wackligen Füßen steht und eher einer persönlichen Erwartungshaltung entspringt. Wären Sie Deutscher, käme nun sicher ein kundiges "am Deutschen Wesen soll mal wieder die Welt blabla" von irgendwoher. :)


Sie gehen da von falschen Voraussetzungen aus : da bei der Einführung der 35 Stundenwoche der Monatslohn gleich blieb , müsste das auch bei der Wiedereinführung der 40 Stundenwoche so sein . In anderen Worten : die Franzosen haben durch die 35 Stundenwoche de facto eine Stundenlohnerhöhung von 14 % erhalten , die sie jetzt wieder abgeben müssten . Das ist natürlich etwas schwieriger zu bewerkstelligen als die Aktion von Mme Aubry damals .

Ob Krankschreiben exklusiv durch psychische Erkrankungen bedingt ist , wage Ich zu bezweifeln . Die Arbeitsbelastung im öffentlichen Dienst ist wohl kaum höher als in der Privatswirtschaft und doch sind Krankenausfälle doppelt so hoch .

Kürzere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich , also bei gleichem Stundenlohn halte auch ich für sinnvoll . Dann gibt es weniger Arbeitslose und im Endeffekt sind die Gesamtkosten ( Wirtschaft und Staat ) eher kleiner . VW hat seinerzeit gezeigt wie das geht .


Man müsste die Franzosen mal befragen, ob die eher Ihrem oder meinem Verständnis folgen. Ja, die haben eine Stundenlohnerhöhung bekommen. Die werden die aber nicht abgeben, sondern diese als Basis für eine Hochsetzung der Arbeitszeit ansetzen und eine Lohnerhöhung von 14 % erwarten. Wetten?

Ich habe nicht behauptet, dass Krankschreibungen exklusiv aufgrund psychischer Erkrankungen stattfinden, insofern brauchen Sie da nichts zu bezweifeln. Man könnte allerdings die Entwicklung mit der in Frankreich vergleichen und das in Bezug auf die Arbeitszeiten setzen.

Kürzere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich finde ich auch gut, eben aus den genannten Gründen. Was Sie dann aber nicht tun können ist das Treffen von Pauschalaussagen wie 40 Stunden sind besser als 35, wie ein geschätzter Mitforist das macht.



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#227

RE: RIP

in Politik 22.03.2013 09:40
von Landegaard | 15.567 Beiträge | 17526 Punkte

...



zuletzt bearbeitet 22.03.2013 09:41 | nach oben springen

#228

RE: RIP

in Politik 22.03.2013 10:05
von guylux (gelöscht)
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Zitat von Landegaard im Beitrag #226
Zitat von guylux im Beitrag #225
Zitat von Landegaard im Beitrag #222
Zitat von guylux im Beitrag #219
Zitat von Landegaard im Beitrag #218
[quote=guylux|p159858][quote=Landegaard|p159838][quote=guylux|p159813][quote=Nante|p159812][quote=guylux|p159811]................ ist ein Abbau des aufgeblähten Staatsapparates , das Anheben des Rentenalters von 62 Jahren auf ... und die Erhöhung der Arbeitszeit von 35 auf ... Stunden

So richtig überzeugend ist das auch nicht.


Bei der Einführung der 35 Stundenwoche in Frankreich gab es vollen Lohnausgleich , also 35 Stunden arbeiten , 40 werden bezahlt .
Wenn Frankreich auf die 40 Stundenwoche zurückgeht , senken sich die Kosten in der Industrie , die Produkte können billiger verkauft werden , also steigt der Absatz . Es ist eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit .


Also momentan gibts für 35 Stunden Geld für 35 Stunden. Es werden keine 40 sondern 35 bezahlt. Wenn man also in Frankreich auf 40 hoch will, wird es die Debatte des Lohnausgleichs wieder geben. Man müsste also nochmals 14 % mehr zahlen. Oder man argumentiert, wie Sie es tun und kann sich auf landesweite Streiks einstellen. Nicht unbedingt ein Gewinn für die Wettbewerbsfähigkeit.

Zitat von guylux im Beitrag #219


Ich plädiere erst einmal für gar nichts, wollte von Ihnen lediglich wissen, wo a) ein Beleg dafür ist, dass Frankreichs Probleme an der 35 Stunden-Woche liegen und b) wo die Durchbringungsnotwendigkeit einer 40 Stunden-Woche ist. Die sehen Sie, wenn ich Sie richtig verstanden habe da, dass kein Lohnausgleich stattfindet.

Wenn Sie teure Überstunden vermeiden wollen und den sprunghaften Anstieg von psychischen Erkrankungen aufgrund Arbeitsüberlastungen begegnen wollen und dazu noch ein paar Arbeitsplätze generieren wollen, könnte der Weg durchaus in einer Verkürzung von Arbeitszeiten liegen. Bediene ich mal mal kurz Ihres Kniffs, keinen Lohnausgleich dafür zu bieten, steigen auch keine Personalkosten, die sinken eher.

Wäre Ihnen das nicht bereits zu hoch, wüssten Sie, dass wir von Arbeitsverteilung und nicht etwa von Wegfall sprechen.

Ihnen müsste langsam auffallen, dass Ihre 40-Stunden-Verklärung inhaltlich auf wackligen Füßen steht und eher einer persönlichen Erwartungshaltung entspringt. Wären Sie Deutscher, käme nun sicher ein kundiges "am Deutschen Wesen soll mal wieder die Welt blabla" von irgendwoher. :)


Sie gehen da von falschen Voraussetzungen aus : da bei der Einführung der 35 Stundenwoche der Monatslohn gleich blieb , müsste das auch bei der Wiedereinführung der 40 Stundenwoche so sein . In anderen Worten : die Franzosen haben durch die 35 Stundenwoche de facto eine Stundenlohnerhöhung von 14 % erhalten , die sie jetzt wieder abgeben müssten . Das ist natürlich etwas schwieriger zu bewerkstelligen als die Aktion von Mme Aubry damals .

Ob Krankschreiben exklusiv durch psychische Erkrankungen bedingt ist , wage Ich zu bezweifeln . Die Arbeitsbelastung im öffentlichen Dienst ist wohl kaum höher als in der Privatswirtschaft und doch sind Krankenausfälle doppelt so hoch .

Kürzere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich , also bei gleichem Stundenlohn halte auch ich für sinnvoll . Dann gibt es weniger Arbeitslose und im Endeffekt sind die Gesamtkosten ( Wirtschaft und Staat ) eher kleiner . VW hat seinerzeit gezeigt wie das geht .


1. Man müsste die Franzosen mal befragen, ob die eher Ihrem oder meinem Verständnis folgen. Ja, die haben eine Stundenlohnerhöhung bekommen. Die werden die aber nicht abgeben, sondern diese als Basis für eine Hochsetzung der Arbeitszeit ansetzen und eine Lohnerhöhung von 14 % erwarten. Wetten?

2. Ich habe nicht behauptet, dass Krankschreibungen exklusiv aufgrund psychischer Erkrankungen stattfinden, insofern brauchen Sie da nichts zu bezweifeln. Man könnte allerdings die Entwicklung mit der in Frankreich vergleichen und das in Bezug auf die Arbeitszeiten setzen.

Kürzere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich finde ich auch gut, eben aus den genannten Gründen. Was Sie dann aber nicht tun können ist das Treffen von Pauschalaussagen wie 40 Stunden sind besser als 35, wie ein geschätzter Mitforist das macht.


1.Wenn sie die Franzosen befragen , werden die Ihnen antworten , dass sie am liebsten 30 Stunden oder weniger bei vollem Lohn arbeiten würden . Es geht hier aber nicht um Umfragen , sondern um die Gesundung einer Wirtschaft .
Wenn Sie der Meinung sind dass 35 Stundenwoche und Rente bei 60 Jahren besser sind als 40 Stundenwoche und Rente bei 65 ,
dann ist das halt Ihre Meinung . Vielleicht zitieren Sie mir einen Ökonomen welcher diese Auffassung teilt ?
2. Es hörte sich aber fast so an .
Die Krankenstatistik im öffentlichen Dienst in Frankreich ist nach der Einführung der 35 Stundenwoche etwa gleich geblieben und immer noch doppelt so hoch wie in der Privatwirtschaft .


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#229

RE: RIP

in Politik 22.03.2013 11:40
von Landegaard | 15.567 Beiträge | 17526 Punkte

Zitat von guylux im Beitrag #228
Zitat von Landegaard im Beitrag #226
Zitat von guylux im Beitrag #225
Zitat von Landegaard im Beitrag #222
Zitat von guylux im Beitrag #219
Zitat von Landegaard im Beitrag #218
[quote=guylux|p159858][quote=Landegaard|p159838][quote=guylux|p159813][quote=Nante|p159812][quote=guylux|p159811]................ ist ein Abbau des aufgeblähten Staatsapparates , das Anheben des Rentenalters von 62 Jahren auf ... und die Erhöhung der Arbeitszeit von 35 auf ... Stunden

So richtig überzeugend ist das auch nicht.


Bei der Einführung der 35 Stundenwoche in Frankreich gab es vollen Lohnausgleich , also 35 Stunden arbeiten , 40 werden bezahlt .
Wenn Frankreich auf die 40 Stundenwoche zurückgeht , senken sich die Kosten in der Industrie , die Produkte können billiger verkauft werden , also steigt der Absatz . Es ist eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit .


Also momentan gibts für 35 Stunden Geld für 35 Stunden. Es werden keine 40 sondern 35 bezahlt. Wenn man also in Frankreich auf 40 hoch will, wird es die Debatte des Lohnausgleichs wieder geben. Man müsste also nochmals 14 % mehr zahlen. Oder man argumentiert, wie Sie es tun und kann sich auf landesweite Streiks einstellen. Nicht unbedingt ein Gewinn für die Wettbewerbsfähigkeit.

Zitat von guylux im Beitrag #219


Ich plädiere erst einmal für gar nichts, wollte von Ihnen lediglich wissen, wo a) ein Beleg dafür ist, dass Frankreichs Probleme an der 35 Stunden-Woche liegen und b) wo die Durchbringungsnotwendigkeit einer 40 Stunden-Woche ist. Die sehen Sie, wenn ich Sie richtig verstanden habe da, dass kein Lohnausgleich stattfindet.

Wenn Sie teure Überstunden vermeiden wollen und den sprunghaften Anstieg von psychischen Erkrankungen aufgrund Arbeitsüberlastungen begegnen wollen und dazu noch ein paar Arbeitsplätze generieren wollen, könnte der Weg durchaus in einer Verkürzung von Arbeitszeiten liegen. Bediene ich mal mal kurz Ihres Kniffs, keinen Lohnausgleich dafür zu bieten, steigen auch keine Personalkosten, die sinken eher.

Wäre Ihnen das nicht bereits zu hoch, wüssten Sie, dass wir von Arbeitsverteilung und nicht etwa von Wegfall sprechen.

Ihnen müsste langsam auffallen, dass Ihre 40-Stunden-Verklärung inhaltlich auf wackligen Füßen steht und eher einer persönlichen Erwartungshaltung entspringt. Wären Sie Deutscher, käme nun sicher ein kundiges "am Deutschen Wesen soll mal wieder die Welt blabla" von irgendwoher. :)


Sie gehen da von falschen Voraussetzungen aus : da bei der Einführung der 35 Stundenwoche der Monatslohn gleich blieb , müsste das auch bei der Wiedereinführung der 40 Stundenwoche so sein . In anderen Worten : die Franzosen haben durch die 35 Stundenwoche de facto eine Stundenlohnerhöhung von 14 % erhalten , die sie jetzt wieder abgeben müssten . Das ist natürlich etwas schwieriger zu bewerkstelligen als die Aktion von Mme Aubry damals .

Ob Krankschreiben exklusiv durch psychische Erkrankungen bedingt ist , wage Ich zu bezweifeln . Die Arbeitsbelastung im öffentlichen Dienst ist wohl kaum höher als in der Privatswirtschaft und doch sind Krankenausfälle doppelt so hoch .

Kürzere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich , also bei gleichem Stundenlohn halte auch ich für sinnvoll . Dann gibt es weniger Arbeitslose und im Endeffekt sind die Gesamtkosten ( Wirtschaft und Staat ) eher kleiner . VW hat seinerzeit gezeigt wie das geht .


1. Man müsste die Franzosen mal befragen, ob die eher Ihrem oder meinem Verständnis folgen. Ja, die haben eine Stundenlohnerhöhung bekommen. Die werden die aber nicht abgeben, sondern diese als Basis für eine Hochsetzung der Arbeitszeit ansetzen und eine Lohnerhöhung von 14 % erwarten. Wetten?

2. Ich habe nicht behauptet, dass Krankschreibungen exklusiv aufgrund psychischer Erkrankungen stattfinden, insofern brauchen Sie da nichts zu bezweifeln. Man könnte allerdings die Entwicklung mit der in Frankreich vergleichen und das in Bezug auf die Arbeitszeiten setzen.

Kürzere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich finde ich auch gut, eben aus den genannten Gründen. Was Sie dann aber nicht tun können ist das Treffen von Pauschalaussagen wie 40 Stunden sind besser als 35, wie ein geschätzter Mitforist das macht.


1.Wenn sie die Franzosen befragen , werden die Ihnen antworten , dass sie am liebsten 30 Stunden oder weniger bei vollem Lohn arbeiten würden . Es geht hier aber nicht um Umfragen , sondern um die Gesundung einer Wirtschaft .
Wenn Sie der Meinung sind dass 35 Stundenwoche und Rente bei 60 Jahren besser sind als 40 Stundenwoche und Rente bei 65 ,
dann ist das halt Ihre Meinung . Vielleicht zitieren Sie mir einen Ökonomen welcher diese Auffassung teilt ?
2. Es hörte sich aber fast so an .
Die Krankenstatistik im öffentlichen Dienst in Frankreich ist nach der Einführung der 35 Stundenwoche etwa gleich geblieben und immer noch doppelt so hoch wie in der Privatwirtschaft .


1. Zunächst geht es um das Verständnis der Regelungen, die man dafür wieder ändern will. Noch immer zweifel ich an der These, dass viel Arbeitszeit viel Wettbewerbsfähigkeit generiert.

2. Sie erwähnen das nun zum dritten Mal. Ich kenne die Erhebungen der Krankenversicherungen in Frankreich nicht, wage aber mal zu behaupten, dass auch in Frankreich zwischen Überlastungserkrankungen und Arbeitszeiten ein Zusammenhang besteht. Wenn der in öffentlichen Verwaltungen nicht valide ist, da die Krankheiten durch weniger Arbeit nicht zurückgehen (gibts da Belege), dass es noch andere Gründe für Krankheiten als die der Überlastung gibt. Nur was denken Sie, haben Sie für ein Argument, wenn Sie das feststellen? Relativiert das das andere?



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#230

RE: RIP

in Politik 22.03.2013 13:13
von nahal | 18.578 Beiträge | 18425 Punkte

Zitat von Landegaard im Beitrag #229

1. Zunächst geht es um das Verständnis der Regelungen, die man dafür wieder ändern will. Noch immer zweifel ich an der These, dass viel Arbeitszeit viel Wettbewerbsfähigkeit generiert.





Wie man inzwischen weiß (oder wissen soll), hängt eine entwickelte Volkswirtschaft hauptsächlich von hochqualifizierten Arbeit, geleistet von hochqualifizierten Arbeitern.
Diese sind nicht überall und in der immer gewünschten Qualität zu finden.
Das hat nichts mit der menschlichen Einschätzung und Respekt für unqualifizierten Arbeitnehmern zu tun, es ist eine Tatsache.

Die hochqualifizierte Arbeit hängt nicht nur von der schulischen Ausbildung des Arbeitnehmers, sondern auch von seiner Erfahrung im betreffenden Job. Diese Erfahrung benötigt Zeit im Job.

Bei dieser Bertachtung habe ich bewußt den Kostenfaktor außer Acht gelassen, der sollte selbstverständlich sein.


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#231

RE: RIP

in Politik 22.03.2013 13:14
von guylux (gelöscht)
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Zitat von Landegaard im Beitrag #229
Zitat von guylux im Beitrag #228
Zitat von Landegaard im Beitrag #226
Zitat von guylux im Beitrag #225
Zitat von Landegaard im Beitrag #222
Zitat von guylux im Beitrag #219
Zitat von Landegaard im Beitrag #218
[quote=guylux|p159858][quote=Landegaard|p159838][quote=guylux|p159813][quote=Nante|p159812][quote=guylux|p159811]................ ist ein Abbau des aufgeblähten Staatsapparates , das Anheben des Rentenalters von 62 Jahren auf ... und die Erhöhung der Arbeitszeit von 35 auf ... Stunden

So richtig überzeugend ist das auch nicht.


Bei der Einführung der 35 Stundenwoche in Frankreich gab es vollen Lohnausgleich , also 35 Stunden arbeiten , 40 werden bezahlt .
Wenn Frankreich auf die 40 Stundenwoche zurückgeht , senken sich die Kosten in der Industrie , die Produkte können billiger verkauft werden , also steigt der Absatz . Es ist eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit .


Also momentan gibts für 35 Stunden Geld für 35 Stunden. Es werden keine 40 sondern 35 bezahlt. Wenn man also in Frankreich auf 40 hoch will, wird es die Debatte des Lohnausgleichs wieder geben. Man müsste also nochmals 14 % mehr zahlen. Oder man argumentiert, wie Sie es tun und kann sich auf landesweite Streiks einstellen. Nicht unbedingt ein Gewinn für die Wettbewerbsfähigkeit.

Zitat von guylux im Beitrag #219


Ich plädiere erst einmal für gar nichts, wollte von Ihnen lediglich wissen, wo a) ein Beleg dafür ist, dass Frankreichs Probleme an der 35 Stunden-Woche liegen und b) wo die Durchbringungsnotwendigkeit einer 40 Stunden-Woche ist. Die sehen Sie, wenn ich Sie richtig verstanden habe da, dass kein Lohnausgleich stattfindet.

Wenn Sie teure Überstunden vermeiden wollen und den sprunghaften Anstieg von psychischen Erkrankungen aufgrund Arbeitsüberlastungen begegnen wollen und dazu noch ein paar Arbeitsplätze generieren wollen, könnte der Weg durchaus in einer Verkürzung von Arbeitszeiten liegen. Bediene ich mal mal kurz Ihres Kniffs, keinen Lohnausgleich dafür zu bieten, steigen auch keine Personalkosten, die sinken eher.

Wäre Ihnen das nicht bereits zu hoch, wüssten Sie, dass wir von Arbeitsverteilung und nicht etwa von Wegfall sprechen.

Ihnen müsste langsam auffallen, dass Ihre 40-Stunden-Verklärung inhaltlich auf wackligen Füßen steht und eher einer persönlichen Erwartungshaltung entspringt. Wären Sie Deutscher, käme nun sicher ein kundiges "am Deutschen Wesen soll mal wieder die Welt blabla" von irgendwoher. :)


Sie gehen da von falschen Voraussetzungen aus : da bei der Einführung der 35 Stundenwoche der Monatslohn gleich blieb , müsste das auch bei der Wiedereinführung der 40 Stundenwoche so sein . In anderen Worten : die Franzosen haben durch die 35 Stundenwoche de facto eine Stundenlohnerhöhung von 14 % erhalten , die sie jetzt wieder abgeben müssten . Das ist natürlich etwas schwieriger zu bewerkstelligen als die Aktion von Mme Aubry damals .

Ob Krankschreiben exklusiv durch psychische Erkrankungen bedingt ist , wage Ich zu bezweifeln . Die Arbeitsbelastung im öffentlichen Dienst ist wohl kaum höher als in der Privatswirtschaft und doch sind Krankenausfälle doppelt so hoch .

Kürzere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich , also bei gleichem Stundenlohn halte auch ich für sinnvoll . Dann gibt es weniger Arbeitslose und im Endeffekt sind die Gesamtkosten ( Wirtschaft und Staat ) eher kleiner . VW hat seinerzeit gezeigt wie das geht .


1. Man müsste die Franzosen mal befragen, ob die eher Ihrem oder meinem Verständnis folgen. Ja, die haben eine Stundenlohnerhöhung bekommen. Die werden die aber nicht abgeben, sondern diese als Basis für eine Hochsetzung der Arbeitszeit ansetzen und eine Lohnerhöhung von 14 % erwarten. Wetten?

2. Ich habe nicht behauptet, dass Krankschreibungen exklusiv aufgrund psychischer Erkrankungen stattfinden, insofern brauchen Sie da nichts zu bezweifeln. Man könnte allerdings die Entwicklung mit der in Frankreich vergleichen und das in Bezug auf die Arbeitszeiten setzen.

Kürzere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich finde ich auch gut, eben aus den genannten Gründen. Was Sie dann aber nicht tun können ist das Treffen von Pauschalaussagen wie 40 Stunden sind besser als 35, wie ein geschätzter Mitforist das macht.


1.Wenn sie die Franzosen befragen , werden die Ihnen antworten , dass sie am liebsten 30 Stunden oder weniger bei vollem Lohn arbeiten würden . Es geht hier aber nicht um Umfragen , sondern um die Gesundung einer Wirtschaft .
Wenn Sie der Meinung sind dass 35 Stundenwoche und Rente bei 60 Jahren besser sind als 40 Stundenwoche und Rente bei 65 ,
dann ist das halt Ihre Meinung . Vielleicht zitieren Sie mir einen Ökonomen welcher diese Auffassung teilt ?
2. Es hörte sich aber fast so an .
Die Krankenstatistik im öffentlichen Dienst in Frankreich ist nach der Einführung der 35 Stundenwoche etwa gleich geblieben und immer noch doppelt so hoch wie in der Privatwirtschaft .


1. Zunächst geht es um das Verständnis der Regelungen, die man dafür wieder ändern will. Noch immer zweifel ich an der These, dass viel Arbeitszeit viel Wettbewerbsfähigkeit generiert.


Höhere Arbeitszeiten bei gleichem Lohn ergeben niedrigere Stundenlöhne , also niedrigere Lohnkosten ,also verbesserte Wettbewerbsfähigkeit .


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#232

RE: RIP

in Politik 22.03.2013 14:13
von Maga-neu | 19.116 Beiträge | 25665 Punkte

Zitat von guylux im Beitrag #231
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Zitat von guylux im Beitrag #225
Zitat von Landegaard im Beitrag #222
Zitat von guylux im Beitrag #219
Zitat von Landegaard im Beitrag #218
[quote=guylux|p159858][quote=Landegaard|p159838][quote=guylux|p159813][quote=Nante|p159812][quote=guylux|p159811]................ ist ein Abbau des aufgeblähten Staatsapparates , das Anheben des Rentenalters von 62 Jahren auf ... und die Erhöhung der Arbeitszeit von 35 auf ... Stunden

So richtig überzeugend ist das auch nicht.


Bei der Einführung der 35 Stundenwoche in Frankreich gab es vollen Lohnausgleich , also 35 Stunden arbeiten , 40 werden bezahlt .
Wenn Frankreich auf die 40 Stundenwoche zurückgeht , senken sich die Kosten in der Industrie , die Produkte können billiger verkauft werden , also steigt der Absatz . Es ist eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit .


Also momentan gibts für 35 Stunden Geld für 35 Stunden. Es werden keine 40 sondern 35 bezahlt. Wenn man also in Frankreich auf 40 hoch will, wird es die Debatte des Lohnausgleichs wieder geben. Man müsste also nochmals 14 % mehr zahlen. Oder man argumentiert, wie Sie es tun und kann sich auf landesweite Streiks einstellen. Nicht unbedingt ein Gewinn für die Wettbewerbsfähigkeit.

Zitat von guylux im Beitrag #219


Ich plädiere erst einmal für gar nichts, wollte von Ihnen lediglich wissen, wo a) ein Beleg dafür ist, dass Frankreichs Probleme an der 35 Stunden-Woche liegen und b) wo die Durchbringungsnotwendigkeit einer 40 Stunden-Woche ist. Die sehen Sie, wenn ich Sie richtig verstanden habe da, dass kein Lohnausgleich stattfindet.

Wenn Sie teure Überstunden vermeiden wollen und den sprunghaften Anstieg von psychischen Erkrankungen aufgrund Arbeitsüberlastungen begegnen wollen und dazu noch ein paar Arbeitsplätze generieren wollen, könnte der Weg durchaus in einer Verkürzung von Arbeitszeiten liegen. Bediene ich mal mal kurz Ihres Kniffs, keinen Lohnausgleich dafür zu bieten, steigen auch keine Personalkosten, die sinken eher.

Wäre Ihnen das nicht bereits zu hoch, wüssten Sie, dass wir von Arbeitsverteilung und nicht etwa von Wegfall sprechen.

Ihnen müsste langsam auffallen, dass Ihre 40-Stunden-Verklärung inhaltlich auf wackligen Füßen steht und eher einer persönlichen Erwartungshaltung entspringt. Wären Sie Deutscher, käme nun sicher ein kundiges "am Deutschen Wesen soll mal wieder die Welt blabla" von irgendwoher. :)


Sie gehen da von falschen Voraussetzungen aus : da bei der Einführung der 35 Stundenwoche der Monatslohn gleich blieb , müsste das auch bei der Wiedereinführung der 40 Stundenwoche so sein . In anderen Worten : die Franzosen haben durch die 35 Stundenwoche de facto eine Stundenlohnerhöhung von 14 % erhalten , die sie jetzt wieder abgeben müssten . Das ist natürlich etwas schwieriger zu bewerkstelligen als die Aktion von Mme Aubry damals .

Ob Krankschreiben exklusiv durch psychische Erkrankungen bedingt ist , wage Ich zu bezweifeln . Die Arbeitsbelastung im öffentlichen Dienst ist wohl kaum höher als in der Privatswirtschaft und doch sind Krankenausfälle doppelt so hoch .

Kürzere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich , also bei gleichem Stundenlohn halte auch ich für sinnvoll . Dann gibt es weniger Arbeitslose und im Endeffekt sind die Gesamtkosten ( Wirtschaft und Staat ) eher kleiner . VW hat seinerzeit gezeigt wie das geht .


1. Man müsste die Franzosen mal befragen, ob die eher Ihrem oder meinem Verständnis folgen. Ja, die haben eine Stundenlohnerhöhung bekommen. Die werden die aber nicht abgeben, sondern diese als Basis für eine Hochsetzung der Arbeitszeit ansetzen und eine Lohnerhöhung von 14 % erwarten. Wetten?

2. Ich habe nicht behauptet, dass Krankschreibungen exklusiv aufgrund psychischer Erkrankungen stattfinden, insofern brauchen Sie da nichts zu bezweifeln. Man könnte allerdings die Entwicklung mit der in Frankreich vergleichen und das in Bezug auf die Arbeitszeiten setzen.

Kürzere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich finde ich auch gut, eben aus den genannten Gründen. Was Sie dann aber nicht tun können ist das Treffen von Pauschalaussagen wie 40 Stunden sind besser als 35, wie ein geschätzter Mitforist das macht.


1.Wenn sie die Franzosen befragen , werden die Ihnen antworten , dass sie am liebsten 30 Stunden oder weniger bei vollem Lohn arbeiten würden . Es geht hier aber nicht um Umfragen , sondern um die Gesundung einer Wirtschaft .
Wenn Sie der Meinung sind dass 35 Stundenwoche und Rente bei 60 Jahren besser sind als 40 Stundenwoche und Rente bei 65 ,
dann ist das halt Ihre Meinung . Vielleicht zitieren Sie mir einen Ökonomen welcher diese Auffassung teilt ?
2. Es hörte sich aber fast so an .
Die Krankenstatistik im öffentlichen Dienst in Frankreich ist nach der Einführung der 35 Stundenwoche etwa gleich geblieben und immer noch doppelt so hoch wie in der Privatwirtschaft .


1. Zunächst geht es um das Verständnis der Regelungen, die man dafür wieder ändern will. Noch immer zweifel ich an der These, dass viel Arbeitszeit viel Wettbewerbsfähigkeit generiert.


Höhere Arbeitszeiten bei gleichem Lohn ergeben niedrigere Stundenlöhne , also niedrigere Lohnkosten ,also verbesserte Wettbewerbsfähigkeit .
Kommt es nur darauf an? Kommt es gar nicht darauf an, was in der Arbeitszeit geleistet wird? Kann ein Mensch überhaupt acht oder zehn Stunden produktiv arbeiten - egal, ob geistig oder körperlich?


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#233

RE: RIP

in Politik 22.03.2013 14:22
von guylux (gelöscht)
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Zitat von Maga-neu im Beitrag #232
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Zitat von Landegaard im Beitrag #229
Zitat von guylux im Beitrag #228
Zitat von Landegaard im Beitrag #226
Zitat von guylux im Beitrag #225
Zitat von Landegaard im Beitrag #222
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Zitat von Landegaard im Beitrag #218
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So richtig überzeugend ist das auch nicht.


Bei der Einführung der 35 Stundenwoche in Frankreich gab es vollen Lohnausgleich , also 35 Stunden arbeiten , 40 werden bezahlt .
Wenn Frankreich auf die 40 Stundenwoche zurückgeht , senken sich die Kosten in der Industrie , die Produkte können billiger verkauft werden , also steigt der Absatz . Es ist eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit .


Also momentan gibts für 35 Stunden Geld für 35 Stunden. Es werden keine 40 sondern 35 bezahlt. Wenn man also in Frankreich auf 40 hoch will, wird es die Debatte des Lohnausgleichs wieder geben. Man müsste also nochmals 14 % mehr zahlen. Oder man argumentiert, wie Sie es tun und kann sich auf landesweite Streiks einstellen. Nicht unbedingt ein Gewinn für die Wettbewerbsfähigkeit.

Zitat von guylux im Beitrag #219


Ich plädiere erst einmal für gar nichts, wollte von Ihnen lediglich wissen, wo a) ein Beleg dafür ist, dass Frankreichs Probleme an der 35 Stunden-Woche liegen und b) wo die Durchbringungsnotwendigkeit einer 40 Stunden-Woche ist. Die sehen Sie, wenn ich Sie richtig verstanden habe da, dass kein Lohnausgleich stattfindet.

Wenn Sie teure Überstunden vermeiden wollen und den sprunghaften Anstieg von psychischen Erkrankungen aufgrund Arbeitsüberlastungen begegnen wollen und dazu noch ein paar Arbeitsplätze generieren wollen, könnte der Weg durchaus in einer Verkürzung von Arbeitszeiten liegen. Bediene ich mal mal kurz Ihres Kniffs, keinen Lohnausgleich dafür zu bieten, steigen auch keine Personalkosten, die sinken eher.

Wäre Ihnen das nicht bereits zu hoch, wüssten Sie, dass wir von Arbeitsverteilung und nicht etwa von Wegfall sprechen.

Ihnen müsste langsam auffallen, dass Ihre 40-Stunden-Verklärung inhaltlich auf wackligen Füßen steht und eher einer persönlichen Erwartungshaltung entspringt. Wären Sie Deutscher, käme nun sicher ein kundiges "am Deutschen Wesen soll mal wieder die Welt blabla" von irgendwoher. :)


Sie gehen da von falschen Voraussetzungen aus : da bei der Einführung der 35 Stundenwoche der Monatslohn gleich blieb , müsste das auch bei der Wiedereinführung der 40 Stundenwoche so sein . In anderen Worten : die Franzosen haben durch die 35 Stundenwoche de facto eine Stundenlohnerhöhung von 14 % erhalten , die sie jetzt wieder abgeben müssten . Das ist natürlich etwas schwieriger zu bewerkstelligen als die Aktion von Mme Aubry damals .

Ob Krankschreiben exklusiv durch psychische Erkrankungen bedingt ist , wage Ich zu bezweifeln . Die Arbeitsbelastung im öffentlichen Dienst ist wohl kaum höher als in der Privatswirtschaft und doch sind Krankenausfälle doppelt so hoch .

Kürzere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich , also bei gleichem Stundenlohn halte auch ich für sinnvoll . Dann gibt es weniger Arbeitslose und im Endeffekt sind die Gesamtkosten ( Wirtschaft und Staat ) eher kleiner . VW hat seinerzeit gezeigt wie das geht .


1. Man müsste die Franzosen mal befragen, ob die eher Ihrem oder meinem Verständnis folgen. Ja, die haben eine Stundenlohnerhöhung bekommen. Die werden die aber nicht abgeben, sondern diese als Basis für eine Hochsetzung der Arbeitszeit ansetzen und eine Lohnerhöhung von 14 % erwarten. Wetten?

2. Ich habe nicht behauptet, dass Krankschreibungen exklusiv aufgrund psychischer Erkrankungen stattfinden, insofern brauchen Sie da nichts zu bezweifeln. Man könnte allerdings die Entwicklung mit der in Frankreich vergleichen und das in Bezug auf die Arbeitszeiten setzen.

Kürzere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich finde ich auch gut, eben aus den genannten Gründen. Was Sie dann aber nicht tun können ist das Treffen von Pauschalaussagen wie 40 Stunden sind besser als 35, wie ein geschätzter Mitforist das macht.


1.Wenn sie die Franzosen befragen , werden die Ihnen antworten , dass sie am liebsten 30 Stunden oder weniger bei vollem Lohn arbeiten würden . Es geht hier aber nicht um Umfragen , sondern um die Gesundung einer Wirtschaft .
Wenn Sie der Meinung sind dass 35 Stundenwoche und Rente bei 60 Jahren besser sind als 40 Stundenwoche und Rente bei 65 ,
dann ist das halt Ihre Meinung . Vielleicht zitieren Sie mir einen Ökonomen welcher diese Auffassung teilt ?
2. Es hörte sich aber fast so an .
Die Krankenstatistik im öffentlichen Dienst in Frankreich ist nach der Einführung der 35 Stundenwoche etwa gleich geblieben und immer noch doppelt so hoch wie in der Privatwirtschaft .


1. Zunächst geht es um das Verständnis der Regelungen, die man dafür wieder ändern will. Noch immer zweifel ich an der These, dass viel Arbeitszeit viel Wettbewerbsfähigkeit generiert.


Höhere Arbeitszeiten bei gleichem Lohn ergeben niedrigere Stundenlöhne , also niedrigere Lohnkosten ,also verbesserte Wettbewerbsfähigkeit .
Kommt es nur darauf an? Kommt es gar nicht darauf an, was in der Arbeitszeit geleistet wird? Kann ein Mensch überhaupt acht oder zehn Stunden produktiv arbeiten - egal, ob geistig oder körperlich?


Natürlich kommt es auch darauf an was in den Arbeitsstunden geleistet wird . Es ist aber sehr wahrscheinlich , dass eine Person in 8 Stunden mehr leistet als in 7 . Und ja , ein Mensch kann 8 Stunden produktiv arbeiten , das sieht man z.B. am Fliessband ganz genau .
Und auch im Mangement ist es wichtig mindestens 8 Stunden verfügbar zu sein , auch wenn man nicht in diesen 8 Stunden nicht immer voll gefordert wird . Aber wenn's nur 7 Stunden sind wird man auch nicht immer voll gefordert .


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#234

RE: RIP

in Politik 22.03.2013 15:56
von Landegaard | 15.567 Beiträge | 17526 Punkte

Zitat von guylux im Beitrag #231
Zitat von Landegaard im Beitrag #229
Zitat von guylux im Beitrag #228
Zitat von Landegaard im Beitrag #226
Zitat von guylux im Beitrag #225
Zitat von Landegaard im Beitrag #222
Zitat von guylux im Beitrag #219
Zitat von Landegaard im Beitrag #218
[quote=guylux|p159858][quote=Landegaard|p159838][quote=guylux|p159813][quote=Nante|p159812][quote=guylux|p159811]................ ist ein Abbau des aufgeblähten Staatsapparates , das Anheben des Rentenalters von 62 Jahren auf ... und die Erhöhung der Arbeitszeit von 35 auf ... Stunden

So richtig überzeugend ist das auch nicht.


Bei der Einführung der 35 Stundenwoche in Frankreich gab es vollen Lohnausgleich , also 35 Stunden arbeiten , 40 werden bezahlt .
Wenn Frankreich auf die 40 Stundenwoche zurückgeht , senken sich die Kosten in der Industrie , die Produkte können billiger verkauft werden , also steigt der Absatz . Es ist eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit .


Also momentan gibts für 35 Stunden Geld für 35 Stunden. Es werden keine 40 sondern 35 bezahlt. Wenn man also in Frankreich auf 40 hoch will, wird es die Debatte des Lohnausgleichs wieder geben. Man müsste also nochmals 14 % mehr zahlen. Oder man argumentiert, wie Sie es tun und kann sich auf landesweite Streiks einstellen. Nicht unbedingt ein Gewinn für die Wettbewerbsfähigkeit.

Zitat von guylux im Beitrag #219


Ich plädiere erst einmal für gar nichts, wollte von Ihnen lediglich wissen, wo a) ein Beleg dafür ist, dass Frankreichs Probleme an der 35 Stunden-Woche liegen und b) wo die Durchbringungsnotwendigkeit einer 40 Stunden-Woche ist. Die sehen Sie, wenn ich Sie richtig verstanden habe da, dass kein Lohnausgleich stattfindet.

Wenn Sie teure Überstunden vermeiden wollen und den sprunghaften Anstieg von psychischen Erkrankungen aufgrund Arbeitsüberlastungen begegnen wollen und dazu noch ein paar Arbeitsplätze generieren wollen, könnte der Weg durchaus in einer Verkürzung von Arbeitszeiten liegen. Bediene ich mal mal kurz Ihres Kniffs, keinen Lohnausgleich dafür zu bieten, steigen auch keine Personalkosten, die sinken eher.

Wäre Ihnen das nicht bereits zu hoch, wüssten Sie, dass wir von Arbeitsverteilung und nicht etwa von Wegfall sprechen.

Ihnen müsste langsam auffallen, dass Ihre 40-Stunden-Verklärung inhaltlich auf wackligen Füßen steht und eher einer persönlichen Erwartungshaltung entspringt. Wären Sie Deutscher, käme nun sicher ein kundiges "am Deutschen Wesen soll mal wieder die Welt blabla" von irgendwoher. :)


Sie gehen da von falschen Voraussetzungen aus : da bei der Einführung der 35 Stundenwoche der Monatslohn gleich blieb , müsste das auch bei der Wiedereinführung der 40 Stundenwoche so sein . In anderen Worten : die Franzosen haben durch die 35 Stundenwoche de facto eine Stundenlohnerhöhung von 14 % erhalten , die sie jetzt wieder abgeben müssten . Das ist natürlich etwas schwieriger zu bewerkstelligen als die Aktion von Mme Aubry damals .

Ob Krankschreiben exklusiv durch psychische Erkrankungen bedingt ist , wage Ich zu bezweifeln . Die Arbeitsbelastung im öffentlichen Dienst ist wohl kaum höher als in der Privatswirtschaft und doch sind Krankenausfälle doppelt so hoch .

Kürzere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich , also bei gleichem Stundenlohn halte auch ich für sinnvoll . Dann gibt es weniger Arbeitslose und im Endeffekt sind die Gesamtkosten ( Wirtschaft und Staat ) eher kleiner . VW hat seinerzeit gezeigt wie das geht .


1. Man müsste die Franzosen mal befragen, ob die eher Ihrem oder meinem Verständnis folgen. Ja, die haben eine Stundenlohnerhöhung bekommen. Die werden die aber nicht abgeben, sondern diese als Basis für eine Hochsetzung der Arbeitszeit ansetzen und eine Lohnerhöhung von 14 % erwarten. Wetten?

2. Ich habe nicht behauptet, dass Krankschreibungen exklusiv aufgrund psychischer Erkrankungen stattfinden, insofern brauchen Sie da nichts zu bezweifeln. Man könnte allerdings die Entwicklung mit der in Frankreich vergleichen und das in Bezug auf die Arbeitszeiten setzen.

Kürzere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich finde ich auch gut, eben aus den genannten Gründen. Was Sie dann aber nicht tun können ist das Treffen von Pauschalaussagen wie 40 Stunden sind besser als 35, wie ein geschätzter Mitforist das macht.


1.Wenn sie die Franzosen befragen , werden die Ihnen antworten , dass sie am liebsten 30 Stunden oder weniger bei vollem Lohn arbeiten würden . Es geht hier aber nicht um Umfragen , sondern um die Gesundung einer Wirtschaft .
Wenn Sie der Meinung sind dass 35 Stundenwoche und Rente bei 60 Jahren besser sind als 40 Stundenwoche und Rente bei 65 ,
dann ist das halt Ihre Meinung . Vielleicht zitieren Sie mir einen Ökonomen welcher diese Auffassung teilt ?
2. Es hörte sich aber fast so an .
Die Krankenstatistik im öffentlichen Dienst in Frankreich ist nach der Einführung der 35 Stundenwoche etwa gleich geblieben und immer noch doppelt so hoch wie in der Privatwirtschaft .


1. Zunächst geht es um das Verständnis der Regelungen, die man dafür wieder ändern will. Noch immer zweifel ich an der These, dass viel Arbeitszeit viel Wettbewerbsfähigkeit generiert.


Höhere Arbeitszeiten bei gleichem Lohn ergeben niedrigere Stundenlöhne , also niedrigere Lohnkosten ,also verbesserte Wettbewerbsfähigkeit .


Also reden wir nicht von Arbeitszeiten, sondern von Lohnkosten. Und auch das ist bereits falsch, weil die Gesamtkosten entscheidend sind und nicht die Lohnkosten. Bspw. fließen Vorstandsgehälter auch in den Preis ein und mindern die Wettbewerbsfähigkeit. Dennoch habe ich kein kritisches Wort hinsichtlich einer Verdopplung der Vorstandsbezüge in nur einem Jahr gelesen.

Aber auch das ist bestenfalls nur die halbe Wahrheit. Ansonsten könnte man Stückkostenrankings gleich zu Wettbewerbsfähigkeitsrankings erklären. Was dann mal die Innovationskraft völlig aussen vor lässt. Dazu empfehle ich ein Blick auf eine Reihe von Produkten des Hauses Apple. Preislich indiskutabel, letztlich aber so innovativ, dass der Preis kaum eine Rolle spielt für die Wettbewerbsfähigkeit, sondern dieser von diesen sog. "Killerfunktionalitäten" definiert wird.



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#235

RE: RIP

in Politik 22.03.2013 17:54
von guylux (gelöscht)
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Zitat von Landegaard im Beitrag #234
Zitat von guylux im Beitrag #231
Zitat von Landegaard im Beitrag #229
Zitat von guylux im Beitrag #228
Zitat von Landegaard im Beitrag #226
Zitat von guylux im Beitrag #225
Zitat von Landegaard im Beitrag #222
Zitat von guylux im Beitrag #219
Zitat von Landegaard im Beitrag #218
[quote=guylux|p159858][quote=Landegaard|p159838][quote=guylux|p159813][quote=Nante|p159812][quote=guylux|p159811]................ ist ein Abbau des aufgeblähten Staatsapparates , das Anheben des Rentenalters von 62 Jahren auf ... und die Erhöhung der Arbeitszeit von 35 auf ... Stunden

So richtig überzeugend ist das auch nicht.


Bei der Einführung der 35 Stundenwoche in Frankreich gab es vollen Lohnausgleich , also 35 Stunden arbeiten , 40 werden bezahlt .
Wenn Frankreich auf die 40 Stundenwoche zurückgeht , senken sich die Kosten in der Industrie , die Produkte können billiger verkauft werden , also steigt der Absatz . Es ist eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit .


Also momentan gibts für 35 Stunden Geld für 35 Stunden. Es werden keine 40 sondern 35 bezahlt. Wenn man also in Frankreich auf 40 hoch will, wird es die Debatte des Lohnausgleichs wieder geben. Man müsste also nochmals 14 % mehr zahlen. Oder man argumentiert, wie Sie es tun und kann sich auf landesweite Streiks einstellen. Nicht unbedingt ein Gewinn für die Wettbewerbsfähigkeit.

Zitat von guylux im Beitrag #219


Ich plädiere erst einmal für gar nichts, wollte von Ihnen lediglich wissen, wo a) ein Beleg dafür ist, dass Frankreichs Probleme an der 35 Stunden-Woche liegen und b) wo die Durchbringungsnotwendigkeit einer 40 Stunden-Woche ist. Die sehen Sie, wenn ich Sie richtig verstanden habe da, dass kein Lohnausgleich stattfindet.

Wenn Sie teure Überstunden vermeiden wollen und den sprunghaften Anstieg von psychischen Erkrankungen aufgrund Arbeitsüberlastungen begegnen wollen und dazu noch ein paar Arbeitsplätze generieren wollen, könnte der Weg durchaus in einer Verkürzung von Arbeitszeiten liegen. Bediene ich mal mal kurz Ihres Kniffs, keinen Lohnausgleich dafür zu bieten, steigen auch keine Personalkosten, die sinken eher.

Wäre Ihnen das nicht bereits zu hoch, wüssten Sie, dass wir von Arbeitsverteilung und nicht etwa von Wegfall sprechen.

Ihnen müsste langsam auffallen, dass Ihre 40-Stunden-Verklärung inhaltlich auf wackligen Füßen steht und eher einer persönlichen Erwartungshaltung entspringt. Wären Sie Deutscher, käme nun sicher ein kundiges "am Deutschen Wesen soll mal wieder die Welt blabla" von irgendwoher. :)


Sie gehen da von falschen Voraussetzungen aus : da bei der Einführung der 35 Stundenwoche der Monatslohn gleich blieb , müsste das auch bei der Wiedereinführung der 40 Stundenwoche so sein . In anderen Worten : die Franzosen haben durch die 35 Stundenwoche de facto eine Stundenlohnerhöhung von 14 % erhalten , die sie jetzt wieder abgeben müssten . Das ist natürlich etwas schwieriger zu bewerkstelligen als die Aktion von Mme Aubry damals .

Ob Krankschreiben exklusiv durch psychische Erkrankungen bedingt ist , wage Ich zu bezweifeln . Die Arbeitsbelastung im öffentlichen Dienst ist wohl kaum höher als in der Privatswirtschaft und doch sind Krankenausfälle doppelt so hoch .

Kürzere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich , also bei gleichem Stundenlohn halte auch ich für sinnvoll . Dann gibt es weniger Arbeitslose und im Endeffekt sind die Gesamtkosten ( Wirtschaft und Staat ) eher kleiner . VW hat seinerzeit gezeigt wie das geht .


1. Man müsste die Franzosen mal befragen, ob die eher Ihrem oder meinem Verständnis folgen. Ja, die haben eine Stundenlohnerhöhung bekommen. Die werden die aber nicht abgeben, sondern diese als Basis für eine Hochsetzung der Arbeitszeit ansetzen und eine Lohnerhöhung von 14 % erwarten. Wetten?

2. Ich habe nicht behauptet, dass Krankschreibungen exklusiv aufgrund psychischer Erkrankungen stattfinden, insofern brauchen Sie da nichts zu bezweifeln. Man könnte allerdings die Entwicklung mit der in Frankreich vergleichen und das in Bezug auf die Arbeitszeiten setzen.

Kürzere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich finde ich auch gut, eben aus den genannten Gründen. Was Sie dann aber nicht tun können ist das Treffen von Pauschalaussagen wie 40 Stunden sind besser als 35, wie ein geschätzter Mitforist das macht.


1.Wenn sie die Franzosen befragen , werden die Ihnen antworten , dass sie am liebsten 30 Stunden oder weniger bei vollem Lohn arbeiten würden . Es geht hier aber nicht um Umfragen , sondern um die Gesundung einer Wirtschaft .
Wenn Sie der Meinung sind dass 35 Stundenwoche und Rente bei 60 Jahren besser sind als 40 Stundenwoche und Rente bei 65 ,
dann ist das halt Ihre Meinung . Vielleicht zitieren Sie mir einen Ökonomen welcher diese Auffassung teilt ?
2. Es hörte sich aber fast so an .
Die Krankenstatistik im öffentlichen Dienst in Frankreich ist nach der Einführung der 35 Stundenwoche etwa gleich geblieben und immer noch doppelt so hoch wie in der Privatwirtschaft .


1. Zunächst geht es um das Verständnis der Regelungen, die man dafür wieder ändern will. Noch immer zweifel ich an der These, dass viel Arbeitszeit viel Wettbewerbsfähigkeit generiert.


Höhere Arbeitszeiten bei gleichem Lohn ergeben niedrigere Stundenlöhne , also niedrigere Lohnkosten ,also verbesserte Wettbewerbsfähigkeit .


1.Also reden wir nicht von Arbeitszeiten, sondern von Lohnkosten. Und auch das ist bereits falsch, weil die Gesamtkosten entscheidend sind und nicht die Lohnkosten. Bspw. fließen Vorstandsgehälter auch in den Preis ein und mindern die Wettbewerbsfähigkeit. Dennoch habe ich kein kritisches Wort hinsichtlich einer Verdopplung der Vorstandsbezüge in nur einem Jahr gelesen.

2. Aber auch das ist bestenfalls nur die halbe Wahrheit. Ansonsten könnte man Stückkostenrankings gleich zu Wettbewerbsfähigkeitsrankings erklären. Was dann mal die Innovationskraft völlig aussen vor lässt. Dazu empfehle ich ein Blick auf eine Reihe von Produkten des Hauses Apple. Preislich indiskutabel, letztlich aber so innovativ, dass der Preis kaum eine Rolle spielt für die Wettbewerbsfähigkeit, sondern dieser von diesen sog. "Killerfunktionalitäten" definiert wird.


Mein Gott ,ist das denn so schwierig ! Natürlich zählen die Gesamtkosten von denen die Lohnkosten ein Teil und zwar interessanter weise quasi ein FIXTEIL sind . Natürlich hängt es auch vom Anteil der Lohnkosten ab , die sind in Servicebetrieben nun mal sehr hoch , in der Industrie immer noch oft um 20 % .
Hier eine einfache Rechnung :
Cost of goods sold ( Materiakosten ) : 50
Lohnkosten : 20
Abschreibungen : 20
Verwaltung , Marketing , Reklame : 5
Gewinn : 5
Macht zusammen 100
jetzt heben wir die Lohnkosten um 10 % an : also 22 . Alles andere bleibt gleich , AUSSER der Gewinn , der geht dann von 5 auf 3 !
Sie haben also durch 10 % höhere Personalkosten ihren Gewinn um 40 % verringert , lustig , nicht ?

Wenn ein Betrieb von 50.000 Mitarbeitern nur 100 € mehr pro Monat zahlt , ergeben das pro Jahr 60 Millionen Euro pro Jahr . Da fallen ein oder 2 Millionen Euro mehr an Vorstandsgehälter nicht soviel in Gewicht .

2. Vielleicht verraten sie mir dann bitte , warum ausgerechnet Apple in Billiglohnländern produziert ??


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#236

RE: RIP

in Politik 22.03.2013 18:29
von Leto_II. | 19.837 Beiträge | 21503 Punkte

Zitat von guylux im Beitrag #235
2. Vielleicht verraten sie mir dann bitte , warum ausgerechnet Apple in Billiglohnländern produziert ??


Wegen der Flexibilität.


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#237

RE: RIP

in Politik 22.03.2013 19:07
von Landegaard | 15.567 Beiträge | 17526 Punkte

Zitat von guylux im Beitrag #235
Zitat von Landegaard im Beitrag #234
Zitat von guylux im Beitrag #231
Zitat von Landegaard im Beitrag #229
Zitat von guylux im Beitrag #228
Zitat von Landegaard im Beitrag #226
Zitat von guylux im Beitrag #225
Zitat von Landegaard im Beitrag #222
Zitat von guylux im Beitrag #219
Zitat von Landegaard im Beitrag #218
[quote=guylux|p159858][quote=Landegaard|p159838][quote=guylux|p159813][quote=Nante|p159812][quote=guylux|p159811]................ ist ein Abbau des aufgeblähten Staatsapparates , das Anheben des Rentenalters von 62 Jahren auf ... und die Erhöhung der Arbeitszeit von 35 auf ... Stunden

So richtig überzeugend ist das auch nicht.


Bei der Einführung der 35 Stundenwoche in Frankreich gab es vollen Lohnausgleich , also 35 Stunden arbeiten , 40 werden bezahlt .
Wenn Frankreich auf die 40 Stundenwoche zurückgeht , senken sich die Kosten in der Industrie , die Produkte können billiger verkauft werden , also steigt der Absatz . Es ist eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit .


Also momentan gibts für 35 Stunden Geld für 35 Stunden. Es werden keine 40 sondern 35 bezahlt. Wenn man also in Frankreich auf 40 hoch will, wird es die Debatte des Lohnausgleichs wieder geben. Man müsste also nochmals 14 % mehr zahlen. Oder man argumentiert, wie Sie es tun und kann sich auf landesweite Streiks einstellen. Nicht unbedingt ein Gewinn für die Wettbewerbsfähigkeit.

Zitat von guylux im Beitrag #219


Ich plädiere erst einmal für gar nichts, wollte von Ihnen lediglich wissen, wo a) ein Beleg dafür ist, dass Frankreichs Probleme an der 35 Stunden-Woche liegen und b) wo die Durchbringungsnotwendigkeit einer 40 Stunden-Woche ist. Die sehen Sie, wenn ich Sie richtig verstanden habe da, dass kein Lohnausgleich stattfindet.

Wenn Sie teure Überstunden vermeiden wollen und den sprunghaften Anstieg von psychischen Erkrankungen aufgrund Arbeitsüberlastungen begegnen wollen und dazu noch ein paar Arbeitsplätze generieren wollen, könnte der Weg durchaus in einer Verkürzung von Arbeitszeiten liegen. Bediene ich mal mal kurz Ihres Kniffs, keinen Lohnausgleich dafür zu bieten, steigen auch keine Personalkosten, die sinken eher.

Wäre Ihnen das nicht bereits zu hoch, wüssten Sie, dass wir von Arbeitsverteilung und nicht etwa von Wegfall sprechen.

Ihnen müsste langsam auffallen, dass Ihre 40-Stunden-Verklärung inhaltlich auf wackligen Füßen steht und eher einer persönlichen Erwartungshaltung entspringt. Wären Sie Deutscher, käme nun sicher ein kundiges "am Deutschen Wesen soll mal wieder die Welt blabla" von irgendwoher. :)


Sie gehen da von falschen Voraussetzungen aus : da bei der Einführung der 35 Stundenwoche der Monatslohn gleich blieb , müsste das auch bei der Wiedereinführung der 40 Stundenwoche so sein . In anderen Worten : die Franzosen haben durch die 35 Stundenwoche de facto eine Stundenlohnerhöhung von 14 % erhalten , die sie jetzt wieder abgeben müssten . Das ist natürlich etwas schwieriger zu bewerkstelligen als die Aktion von Mme Aubry damals .

Ob Krankschreiben exklusiv durch psychische Erkrankungen bedingt ist , wage Ich zu bezweifeln . Die Arbeitsbelastung im öffentlichen Dienst ist wohl kaum höher als in der Privatswirtschaft und doch sind Krankenausfälle doppelt so hoch .

Kürzere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich , also bei gleichem Stundenlohn halte auch ich für sinnvoll . Dann gibt es weniger Arbeitslose und im Endeffekt sind die Gesamtkosten ( Wirtschaft und Staat ) eher kleiner . VW hat seinerzeit gezeigt wie das geht .


1. Man müsste die Franzosen mal befragen, ob die eher Ihrem oder meinem Verständnis folgen. Ja, die haben eine Stundenlohnerhöhung bekommen. Die werden die aber nicht abgeben, sondern diese als Basis für eine Hochsetzung der Arbeitszeit ansetzen und eine Lohnerhöhung von 14 % erwarten. Wetten?

2. Ich habe nicht behauptet, dass Krankschreibungen exklusiv aufgrund psychischer Erkrankungen stattfinden, insofern brauchen Sie da nichts zu bezweifeln. Man könnte allerdings die Entwicklung mit der in Frankreich vergleichen und das in Bezug auf die Arbeitszeiten setzen.

Kürzere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich finde ich auch gut, eben aus den genannten Gründen. Was Sie dann aber nicht tun können ist das Treffen von Pauschalaussagen wie 40 Stunden sind besser als 35, wie ein geschätzter Mitforist das macht.


1.Wenn sie die Franzosen befragen , werden die Ihnen antworten , dass sie am liebsten 30 Stunden oder weniger bei vollem Lohn arbeiten würden . Es geht hier aber nicht um Umfragen , sondern um die Gesundung einer Wirtschaft .
Wenn Sie der Meinung sind dass 35 Stundenwoche und Rente bei 60 Jahren besser sind als 40 Stundenwoche und Rente bei 65 ,
dann ist das halt Ihre Meinung . Vielleicht zitieren Sie mir einen Ökonomen welcher diese Auffassung teilt ?
2. Es hörte sich aber fast so an .
Die Krankenstatistik im öffentlichen Dienst in Frankreich ist nach der Einführung der 35 Stundenwoche etwa gleich geblieben und immer noch doppelt so hoch wie in der Privatwirtschaft .


1. Zunächst geht es um das Verständnis der Regelungen, die man dafür wieder ändern will. Noch immer zweifel ich an der These, dass viel Arbeitszeit viel Wettbewerbsfähigkeit generiert.


Höhere Arbeitszeiten bei gleichem Lohn ergeben niedrigere Stundenlöhne , also niedrigere Lohnkosten ,also verbesserte Wettbewerbsfähigkeit .


1.Also reden wir nicht von Arbeitszeiten, sondern von Lohnkosten. Und auch das ist bereits falsch, weil die Gesamtkosten entscheidend sind und nicht die Lohnkosten. Bspw. fließen Vorstandsgehälter auch in den Preis ein und mindern die Wettbewerbsfähigkeit. Dennoch habe ich kein kritisches Wort hinsichtlich einer Verdopplung der Vorstandsbezüge in nur einem Jahr gelesen.

2. Aber auch das ist bestenfalls nur die halbe Wahrheit. Ansonsten könnte man Stückkostenrankings gleich zu Wettbewerbsfähigkeitsrankings erklären. Was dann mal die Innovationskraft völlig aussen vor lässt. Dazu empfehle ich ein Blick auf eine Reihe von Produkten des Hauses Apple. Preislich indiskutabel, letztlich aber so innovativ, dass der Preis kaum eine Rolle spielt für die Wettbewerbsfähigkeit, sondern dieser von diesen sog. "Killerfunktionalitäten" definiert wird.


1. Mein Gott ,ist das denn so schwierig ! Natürlich zählen die Gesamtkosten von denen die Lohnkosten ein Teil und zwar interessanter weise quasi ein FIXTEIL sind . Natürlich hängt es auch vom Anteil der Lohnkosten ab , die sind in Servicebetrieben nun mal sehr hoch , in der Industrie immer noch oft um 20 % .
Hier eine einfache Rechnung :
Cost of goods sold ( Materiakosten ) : 50
Lohnkosten : 20
Abschreibungen : 20
Verwaltung , Marketing , Reklame : 5
Gewinn : 5
Macht zusammen 100
b) jetzt heben wir die Lohnkosten um 10 % an : also 22 . Alles andere bleibt gleich , AUSSER der Gewinn , der geht dann von 5 auf 3 !
Sie haben also durch 10 % höhere Personalkosten ihren Gewinn um 40 % verringert , lustig , nicht ?

Wenn ein Betrieb von 50.000 Mitarbeitern nur 100 € mehr pro Monat zahlt , ergeben das pro Jahr 60 Millionen Euro pro Jahr . Da fallen ein oder 2 Millionen Euro mehr an Vorstandsgehälter nicht soviel in Gewicht .

2. Vielleicht verraten sie mir dann bitte , warum ausgerechnet Apple in Billiglohnländern produziert ??


1. Nein, so schwierig ist das nicht, aber ich habe ja nicht die Verständnisprobleme. Arbeitszeiten sind nun mal was anderes als Kosten. Alleine deshalb ist die Info wichtig, ob eine Arbeitszeitverlängerung mit oder ohne Lohnausgleich stattfindet. Vermischen Sie halt nicht alles, dann wirds einfacher.

b) Ja, zum Totlachen.

2) Gerne, zum Zwecke der Gewinnmaximierung. Ein iphone 5 kostet im Apple-Store 679 Euro. 200 $ davon sind die vom Wirtschaftsministerium erwartete Überweisung in die USA. Etwas mehr als die oben unterstellten 5 %. Wie hoch der Personalkostenanteil an einem Iphone ist, ist schwer ermittelbar. Manche sprechen von 1,5 %, mir erscheint das sehr wenig, aber gut, Apple ist da nicht so mitteilsam. Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit wird in diesem Falle wohl nicht der Grund sein.

Ich spreche im übrigen der Lohnkostenhöhe ihren Anteil bei der Wettbewerbsfähigkeit nicht ab, es macht also wenig Sinn, sich da laufend zu wiederholen. Ich sagte ja, die halbe Wahrheit.

Aber wenn wir bei den blöden Fragen sind: Warum verkauft Apple überhaupt Handys bei diesen Preisen, wenn dieser denn über die Wettbewerbsfähigkeit entscheidet?



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#238

RE: RIP

in Politik 22.03.2013 23:30
von guylux (gelöscht)
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Zitat von Landegaard im Beitrag #237
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So richtig überzeugend ist das auch nicht.


Bei der Einführung der 35 Stundenwoche in Frankreich gab es vollen Lohnausgleich , also 35 Stunden arbeiten , 40 werden bezahlt .
Wenn Frankreich auf die 40 Stundenwoche zurückgeht , senken sich die Kosten in der Industrie , die Produkte können billiger verkauft werden , also steigt der Absatz . Es ist eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit .


Also momentan gibts für 35 Stunden Geld für 35 Stunden. Es werden keine 40 sondern 35 bezahlt. Wenn man also in Frankreich auf 40 hoch will, wird es die Debatte des Lohnausgleichs wieder geben. Man müsste also nochmals 14 % mehr zahlen. Oder man argumentiert, wie Sie es tun und kann sich auf landesweite Streiks einstellen. Nicht unbedingt ein Gewinn für die Wettbewerbsfähigkeit.

Zitat von guylux im Beitrag #219


Ich plädiere erst einmal für gar nichts, wollte von Ihnen lediglich wissen, wo a) ein Beleg dafür ist, dass Frankreichs Probleme an der 35 Stunden-Woche liegen und b) wo die Durchbringungsnotwendigkeit einer 40 Stunden-Woche ist. Die sehen Sie, wenn ich Sie richtig verstanden habe da, dass kein Lohnausgleich stattfindet.

Wenn Sie teure Überstunden vermeiden wollen und den sprunghaften Anstieg von psychischen Erkrankungen aufgrund Arbeitsüberlastungen begegnen wollen und dazu noch ein paar Arbeitsplätze generieren wollen, könnte der Weg durchaus in einer Verkürzung von Arbeitszeiten liegen. Bediene ich mal mal kurz Ihres Kniffs, keinen Lohnausgleich dafür zu bieten, steigen auch keine Personalkosten, die sinken eher.

Wäre Ihnen das nicht bereits zu hoch, wüssten Sie, dass wir von Arbeitsverteilung und nicht etwa von Wegfall sprechen.

Ihnen müsste langsam auffallen, dass Ihre 40-Stunden-Verklärung inhaltlich auf wackligen Füßen steht und eher einer persönlichen Erwartungshaltung entspringt. Wären Sie Deutscher, käme nun sicher ein kundiges "am Deutschen Wesen soll mal wieder die Welt blabla" von irgendwoher. :)


Sie gehen da von falschen Voraussetzungen aus : da bei der Einführung der 35 Stundenwoche der Monatslohn gleich blieb , müsste das auch bei der Wiedereinführung der 40 Stundenwoche so sein . In anderen Worten : die Franzosen haben durch die 35 Stundenwoche de facto eine Stundenlohnerhöhung von 14 % erhalten , die sie jetzt wieder abgeben müssten . Das ist natürlich etwas schwieriger zu bewerkstelligen als die Aktion von Mme Aubry damals .

Ob Krankschreiben exklusiv durch psychische Erkrankungen bedingt ist , wage Ich zu bezweifeln . Die Arbeitsbelastung im öffentlichen Dienst ist wohl kaum höher als in der Privatswirtschaft und doch sind Krankenausfälle doppelt so hoch .

Kürzere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich , also bei gleichem Stundenlohn halte auch ich für sinnvoll . Dann gibt es weniger Arbeitslose und im Endeffekt sind die Gesamtkosten ( Wirtschaft und Staat ) eher kleiner . VW hat seinerzeit gezeigt wie das geht .


1. Man müsste die Franzosen mal befragen, ob die eher Ihrem oder meinem Verständnis folgen. Ja, die haben eine Stundenlohnerhöhung bekommen. Die werden die aber nicht abgeben, sondern diese als Basis für eine Hochsetzung der Arbeitszeit ansetzen und eine Lohnerhöhung von 14 % erwarten. Wetten?

2. Ich habe nicht behauptet, dass Krankschreibungen exklusiv aufgrund psychischer Erkrankungen stattfinden, insofern brauchen Sie da nichts zu bezweifeln. Man könnte allerdings die Entwicklung mit der in Frankreich vergleichen und das in Bezug auf die Arbeitszeiten setzen.

Kürzere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich finde ich auch gut, eben aus den genannten Gründen. Was Sie dann aber nicht tun können ist das Treffen von Pauschalaussagen wie 40 Stunden sind besser als 35, wie ein geschätzter Mitforist das macht.


1.Wenn sie die Franzosen befragen , werden die Ihnen antworten , dass sie am liebsten 30 Stunden oder weniger bei vollem Lohn arbeiten würden . Es geht hier aber nicht um Umfragen , sondern um die Gesundung einer Wirtschaft .
Wenn Sie der Meinung sind dass 35 Stundenwoche und Rente bei 60 Jahren besser sind als 40 Stundenwoche und Rente bei 65 ,
dann ist das halt Ihre Meinung . Vielleicht zitieren Sie mir einen Ökonomen welcher diese Auffassung teilt ?
2. Es hörte sich aber fast so an .
Die Krankenstatistik im öffentlichen Dienst in Frankreich ist nach der Einführung der 35 Stundenwoche etwa gleich geblieben und immer noch doppelt so hoch wie in der Privatwirtschaft .


1. Zunächst geht es um das Verständnis der Regelungen, die man dafür wieder ändern will. Noch immer zweifel ich an der These, dass viel Arbeitszeit viel Wettbewerbsfähigkeit generiert.


Höhere Arbeitszeiten bei gleichem Lohn ergeben niedrigere Stundenlöhne , also niedrigere Lohnkosten ,also verbesserte Wettbewerbsfähigkeit .


1.Also reden wir nicht von Arbeitszeiten, sondern von Lohnkosten. Und auch das ist bereits falsch, weil die Gesamtkosten entscheidend sind und nicht die Lohnkosten. Bspw. fließen Vorstandsgehälter auch in den Preis ein und mindern die Wettbewerbsfähigkeit. Dennoch habe ich kein kritisches Wort hinsichtlich einer Verdopplung der Vorstandsbezüge in nur einem Jahr gelesen.

2. Aber auch das ist bestenfalls nur die halbe Wahrheit. Ansonsten könnte man Stückkostenrankings gleich zu Wettbewerbsfähigkeitsrankings erklären. Was dann mal die Innovationskraft völlig aussen vor lässt. Dazu empfehle ich ein Blick auf eine Reihe von Produkten des Hauses Apple. Preislich indiskutabel, letztlich aber so innovativ, dass der Preis kaum eine Rolle spielt für die Wettbewerbsfähigkeit, sondern dieser von diesen sog. "Killerfunktionalitäten" definiert wird.


1. Mein Gott ,ist das denn so schwierig ! Natürlich zählen die Gesamtkosten von denen die Lohnkosten ein Teil und zwar interessanter weise quasi ein FIXTEIL sind . Natürlich hängt es auch vom Anteil der Lohnkosten ab , die sind in Servicebetrieben nun mal sehr hoch , in der Industrie immer noch oft um 20 % .
Hier eine einfache Rechnung :
Cost of goods sold ( Materiakosten ) : 50
Lohnkosten : 20
Abschreibungen : 20
Verwaltung , Marketing , Reklame : 5
Gewinn : 5
Macht zusammen 100
b) jetzt heben wir die Lohnkosten um 10 % an : also 22 . Alles andere bleibt gleich , AUSSER der Gewinn , der geht dann von 5 auf 3 !
Sie haben also durch 10 % höhere Personalkosten ihren Gewinn um 40 % verringert , lustig , nicht ?

Wenn ein Betrieb von 50.000 Mitarbeitern nur 100 € mehr pro Monat zahlt , ergeben das pro Jahr 60 Millionen Euro pro Jahr . Da fallen ein oder 2 Millionen Euro mehr an Vorstandsgehälter nicht soviel in Gewicht .

2. Vielleicht verraten sie mir dann bitte , warum ausgerechnet Apple in Billiglohnländern produziert ??


Aber wenn wir bei den blöden Fragen sind: Warum verkauft Apple überhaupt Handys bei diesen Preisen, wenn dieser denn über die Wettbewerbsfähigkeit entscheidet?

Weil Apple daran Geld vedient .Und umso niedriger die Lohnkosten umso mehr vedient Apple .


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#239

RE: RIP

in Politik 22.03.2013 23:33
von guylux (gelöscht)
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Zitat von Leto_II. im Beitrag #236
Zitat von guylux im Beitrag #235
2. Vielleicht verraten sie mir dann bitte , warum ausgerechnet Apple in Billiglohnländern produziert ??


Wegen der Flexibilität.

Nee . Wegen der Lohnkosten .
Flexibilität is solchen Ländern ist ein Märchen : lange Reaktionszeiten , lange Transportzeiten ,nicht immer einfache Kommunikation usw .


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#240

RE: RIP

in Politik 23.03.2013 02:19
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Zitat von guylux im Beitrag #238
Zitat von Landegaard im Beitrag #237
Zitat von guylux im Beitrag #235
Zitat von Landegaard im Beitrag #234
Zitat von guylux im Beitrag #231
Zitat von Landegaard im Beitrag #229
Zitat von guylux im Beitrag #228
Zitat von Landegaard im Beitrag #226
Zitat von guylux im Beitrag #225
Zitat von Landegaard im Beitrag #222
Zitat von guylux im Beitrag #219
Zitat von Landegaard im Beitrag #218
[quote=guylux|p159858][quote=Landegaard|p159838][quote=guylux|p159813][quote=Nante|p159812][quote=guylux|p159811]................ ist ein Abbau des aufgeblähten Staatsapparates , das Anheben des Rentenalters von 62 Jahren auf ... und die Erhöhung der Arbeitszeit von 35 auf ... Stunden

So richtig überzeugend ist das auch nicht.


Bei der Einführung der 35 Stundenwoche in Frankreich gab es vollen Lohnausgleich , also 35 Stunden arbeiten , 40 werden bezahlt .
Wenn Frankreich auf die 40 Stundenwoche zurückgeht , senken sich die Kosten in der Industrie , die Produkte können billiger verkauft werden , also steigt der Absatz . Es ist eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit .


Also momentan gibts für 35 Stunden Geld für 35 Stunden. Es werden keine 40 sondern 35 bezahlt. Wenn man also in Frankreich auf 40 hoch will, wird es die Debatte des Lohnausgleichs wieder geben. Man müsste also nochmals 14 % mehr zahlen. Oder man argumentiert, wie Sie es tun und kann sich auf landesweite Streiks einstellen. Nicht unbedingt ein Gewinn für die Wettbewerbsfähigkeit.

Zitat von guylux im Beitrag #219


Ich plädiere erst einmal für gar nichts, wollte von Ihnen lediglich wissen, wo a) ein Beleg dafür ist, dass Frankreichs Probleme an der 35 Stunden-Woche liegen und b) wo die Durchbringungsnotwendigkeit einer 40 Stunden-Woche ist. Die sehen Sie, wenn ich Sie richtig verstanden habe da, dass kein Lohnausgleich stattfindet.

Wenn Sie teure Überstunden vermeiden wollen und den sprunghaften Anstieg von psychischen Erkrankungen aufgrund Arbeitsüberlastungen begegnen wollen und dazu noch ein paar Arbeitsplätze generieren wollen, könnte der Weg durchaus in einer Verkürzung von Arbeitszeiten liegen. Bediene ich mal mal kurz Ihres Kniffs, keinen Lohnausgleich dafür zu bieten, steigen auch keine Personalkosten, die sinken eher.

Wäre Ihnen das nicht bereits zu hoch, wüssten Sie, dass wir von Arbeitsverteilung und nicht etwa von Wegfall sprechen.

Ihnen müsste langsam auffallen, dass Ihre 40-Stunden-Verklärung inhaltlich auf wackligen Füßen steht und eher einer persönlichen Erwartungshaltung entspringt. Wären Sie Deutscher, käme nun sicher ein kundiges "am Deutschen Wesen soll mal wieder die Welt blabla" von irgendwoher. :)


Sie gehen da von falschen Voraussetzungen aus : da bei der Einführung der 35 Stundenwoche der Monatslohn gleich blieb , müsste das auch bei der Wiedereinführung der 40 Stundenwoche so sein . In anderen Worten : die Franzosen haben durch die 35 Stundenwoche de facto eine Stundenlohnerhöhung von 14 % erhalten , die sie jetzt wieder abgeben müssten . Das ist natürlich etwas schwieriger zu bewerkstelligen als die Aktion von Mme Aubry damals .

Ob Krankschreiben exklusiv durch psychische Erkrankungen bedingt ist , wage Ich zu bezweifeln . Die Arbeitsbelastung im öffentlichen Dienst ist wohl kaum höher als in der Privatswirtschaft und doch sind Krankenausfälle doppelt so hoch .

Kürzere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich , also bei gleichem Stundenlohn halte auch ich für sinnvoll . Dann gibt es weniger Arbeitslose und im Endeffekt sind die Gesamtkosten ( Wirtschaft und Staat ) eher kleiner . VW hat seinerzeit gezeigt wie das geht .


1. Man müsste die Franzosen mal befragen, ob die eher Ihrem oder meinem Verständnis folgen. Ja, die haben eine Stundenlohnerhöhung bekommen. Die werden die aber nicht abgeben, sondern diese als Basis für eine Hochsetzung der Arbeitszeit ansetzen und eine Lohnerhöhung von 14 % erwarten. Wetten?

2. Ich habe nicht behauptet, dass Krankschreibungen exklusiv aufgrund psychischer Erkrankungen stattfinden, insofern brauchen Sie da nichts zu bezweifeln. Man könnte allerdings die Entwicklung mit der in Frankreich vergleichen und das in Bezug auf die Arbeitszeiten setzen.

Kürzere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich finde ich auch gut, eben aus den genannten Gründen. Was Sie dann aber nicht tun können ist das Treffen von Pauschalaussagen wie 40 Stunden sind besser als 35, wie ein geschätzter Mitforist das macht.


1.Wenn sie die Franzosen befragen , werden die Ihnen antworten , dass sie am liebsten 30 Stunden oder weniger bei vollem Lohn arbeiten würden . Es geht hier aber nicht um Umfragen , sondern um die Gesundung einer Wirtschaft .
Wenn Sie der Meinung sind dass 35 Stundenwoche und Rente bei 60 Jahren besser sind als 40 Stundenwoche und Rente bei 65 ,
dann ist das halt Ihre Meinung . Vielleicht zitieren Sie mir einen Ökonomen welcher diese Auffassung teilt ?
2. Es hörte sich aber fast so an .
Die Krankenstatistik im öffentlichen Dienst in Frankreich ist nach der Einführung der 35 Stundenwoche etwa gleich geblieben und immer noch doppelt so hoch wie in der Privatwirtschaft .


1. Zunächst geht es um das Verständnis der Regelungen, die man dafür wieder ändern will. Noch immer zweifel ich an der These, dass viel Arbeitszeit viel Wettbewerbsfähigkeit generiert.


Höhere Arbeitszeiten bei gleichem Lohn ergeben niedrigere Stundenlöhne , also niedrigere Lohnkosten ,also verbesserte Wettbewerbsfähigkeit .


1.Also reden wir nicht von Arbeitszeiten, sondern von Lohnkosten. Und auch das ist bereits falsch, weil die Gesamtkosten entscheidend sind und nicht die Lohnkosten. Bspw. fließen Vorstandsgehälter auch in den Preis ein und mindern die Wettbewerbsfähigkeit. Dennoch habe ich kein kritisches Wort hinsichtlich einer Verdopplung der Vorstandsbezüge in nur einem Jahr gelesen.

2. Aber auch das ist bestenfalls nur die halbe Wahrheit. Ansonsten könnte man Stückkostenrankings gleich zu Wettbewerbsfähigkeitsrankings erklären. Was dann mal die Innovationskraft völlig aussen vor lässt. Dazu empfehle ich ein Blick auf eine Reihe von Produkten des Hauses Apple. Preislich indiskutabel, letztlich aber so innovativ, dass der Preis kaum eine Rolle spielt für die Wettbewerbsfähigkeit, sondern dieser von diesen sog. "Killerfunktionalitäten" definiert wird.


1. Mein Gott ,ist das denn so schwierig ! Natürlich zählen die Gesamtkosten von denen die Lohnkosten ein Teil und zwar interessanter weise quasi ein FIXTEIL sind . Natürlich hängt es auch vom Anteil der Lohnkosten ab , die sind in Servicebetrieben nun mal sehr hoch , in der Industrie immer noch oft um 20 % .
Hier eine einfache Rechnung :
Cost of goods sold ( Materiakosten ) : 50
Lohnkosten : 20
Abschreibungen : 20
Verwaltung , Marketing , Reklame : 5
Gewinn : 5
Macht zusammen 100
b) jetzt heben wir die Lohnkosten um 10 % an : also 22 . Alles andere bleibt gleich , AUSSER der Gewinn , der geht dann von 5 auf 3 !
Sie haben also durch 10 % höhere Personalkosten ihren Gewinn um 40 % verringert , lustig , nicht ?

Wenn ein Betrieb von 50.000 Mitarbeitern nur 100 € mehr pro Monat zahlt , ergeben das pro Jahr 60 Millionen Euro pro Jahr . Da fallen ein oder 2 Millionen Euro mehr an Vorstandsgehälter nicht soviel in Gewicht .

2. Vielleicht verraten sie mir dann bitte , warum ausgerechnet Apple in Billiglohnländern produziert ??


Aber wenn wir bei den blöden Fragen sind: Warum verkauft Apple überhaupt Handys bei diesen Preisen, wenn dieser denn über die Wettbewerbsfähigkeit entscheidet?

Weil Apple daran Geld vedient .Und umso niedriger die Lohnkosten umso mehr vedient Apple .


:) Und wieder nichts begriffen. Scheint doch kompliziert zu sein. Ich spreche von Wettbewerbsfähigkeit bei hohen Preisen und Sie labern von Geld verdienen bei niedrigen Lohnkosten. Wozu recherchiere ich die Daten? Die Lohnkosten spielen da kaum eine Rolle.
Wissen Sie, wäre ein Citroen so begehrt wie ein IPhone, bräuchten Sie über eine Anhebung der Arbeitszeit dort nicht nachdenken. Aber ist Ihnen zu hoch.

Eine andere Frage: Frankreich hat Überkapazitäten, nehmen wir die Autos, die niemand haben will. Was denken Sie wird da durch eine Anhebung der Arbeitszeit an Wettbewerbsfähigkeit generiert? :)

Apropos niedrige Kosten und Wettbewerbsfähigkeit. Kennen Sie noch Jose Lopez? :)



zuletzt bearbeitet 23.03.2013 02:22 | nach oben springen

#241

RE: RIP

in Politik 23.03.2013 09:45
von Leto_II. | 19.837 Beiträge | 21503 Punkte

Zitat von guylux im Beitrag #239
Zitat von Leto_II. im Beitrag #236
Zitat von guylux im Beitrag #235
2. Vielleicht verraten sie mir dann bitte , warum ausgerechnet Apple in Billiglohnländern produziert ??


Wegen der Flexibilität.

Nee . Wegen der Lohnkosten .
Flexibilität is solchen Ländern ist ein Märchen : lange Reaktionszeiten , lange Transportzeiten ,nicht immer einfache Kommunikation usw .


Baue mal eine Fabrik in Europa, in den USA oder in Billiglohnländern, die "Reaktionszeiten" unterscheiden sich deutlich.


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#242

RE: RIP

in Politik 23.03.2013 09:47
von Leto_II. | 19.837 Beiträge | 21503 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #241
Zitat von guylux im Beitrag #239
Zitat von Leto_II. im Beitrag #236
Zitat von guylux im Beitrag #235
2. Vielleicht verraten sie mir dann bitte , warum ausgerechnet Apple in Billiglohnländern produziert ??


Wegen der Flexibilität.

Nee . Wegen der Lohnkosten .
Flexibilität is solchen Ländern ist ein Märchen : lange Reaktionszeiten , lange Transportzeiten ,nicht immer einfache Kommunikation usw .


Baue mal eine Fabrik in Europa, in den USA oder in Billiglohnländern, die "Reaktionszeiten" unterscheiden sich deutlich.


Ach ja, und schliesse mal eine Fabrik, wenn Du sie nicht mehr brauchst.


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#243

RE: RIP

in Politik 23.03.2013 11:09
von guylux (gelöscht)
avatar

Zitat von Leto_II. im Beitrag #242
Zitat von Leto_II. im Beitrag #241
Zitat von guylux im Beitrag #239
Zitat von Leto_II. im Beitrag #236
Zitat von guylux im Beitrag #235
2. Vielleicht verraten sie mir dann bitte , warum ausgerechnet Apple in Billiglohnländern produziert ??


Wegen der Flexibilität.

Nee . Wegen der Lohnkosten .
Flexibilität is solchen Ländern ist ein Märchen : lange Reaktionszeiten , lange Transportzeiten ,nicht immer einfache Kommunikation usw .


Baue mal eine Fabrik in Europa, in den USA oder in Billiglohnländern, die "Reaktionszeiten" unterscheiden sich deutlich.


Ach ja, und schliesse mal eine Fabrik, wenn Du sie nicht mehr brauchst.

Der Punkt ist korrekt .
Fakt ist aber dass viele Industrien mit relativ geringem Anteil an Lohnkosten aus Billiglohnländern wieder nach Europa zurück kommen,
Hauptgrund sind Reaktionszeiten , Transportzeiten und Mentalitätsprobleme .


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#244

RE: RIP

in Politik 23.03.2013 11:20
von Leto_II. | 19.837 Beiträge | 21503 Punkte

Zitat von guylux im Beitrag #243
Zitat von Leto_II. im Beitrag #242
Zitat von Leto_II. im Beitrag #241
Zitat von guylux im Beitrag #239
Zitat von Leto_II. im Beitrag #236
Zitat von guylux im Beitrag #235
2. Vielleicht verraten sie mir dann bitte , warum ausgerechnet Apple in Billiglohnländern produziert ??


Wegen der Flexibilität.

Nee . Wegen der Lohnkosten .
Flexibilität is solchen Ländern ist ein Märchen : lange Reaktionszeiten , lange Transportzeiten ,nicht immer einfache Kommunikation usw .


Baue mal eine Fabrik in Europa, in den USA oder in Billiglohnländern, die "Reaktionszeiten" unterscheiden sich deutlich.


Ach ja, und schliesse mal eine Fabrik, wenn Du sie nicht mehr brauchst.

Der Punkt ist korrekt .
Fakt ist aber dass viele Industrien mit relativ geringem Anteil an Lohnkosten aus Billiglohnländern wieder nach Europa zurück kommen,
Hauptgrund sind Reaktionszeiten , Transportzeiten und Mentalitätsprobleme .


Qualitätsprobleme gibt es auch noch.


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#245

RE: RIP

in Politik 23.03.2013 15:37
von Landegaard | 15.567 Beiträge | 17526 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #244
Zitat von guylux im Beitrag #243
Zitat von Leto_II. im Beitrag #242
Zitat von Leto_II. im Beitrag #241
Zitat von guylux im Beitrag #239
Zitat von Leto_II. im Beitrag #236
Zitat von guylux im Beitrag #235
2. Vielleicht verraten sie mir dann bitte , warum ausgerechnet Apple in Billiglohnländern produziert ??


Wegen der Flexibilität.

Nee . Wegen der Lohnkosten .
Flexibilität is solchen Ländern ist ein Märchen : lange Reaktionszeiten , lange Transportzeiten ,nicht immer einfache Kommunikation usw .


Baue mal eine Fabrik in Europa, in den USA oder in Billiglohnländern, die "Reaktionszeiten" unterscheiden sich deutlich.


Ach ja, und schliesse mal eine Fabrik, wenn Du sie nicht mehr brauchst.

Der Punkt ist korrekt .
Fakt ist aber dass viele Industrien mit relativ geringem Anteil an Lohnkosten aus Billiglohnländern wieder nach Europa zurück kommen,
Hauptgrund sind Reaktionszeiten , Transportzeiten und Mentalitätsprobleme .


Qualitätsprobleme gibt es auch noch.


Siehe iphone 5



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#246

RE: RIP

in Politik 23.03.2013 15:37
von Landegaard | 15.567 Beiträge | 17526 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #244
Zitat von guylux im Beitrag #243
Zitat von Leto_II. im Beitrag #242
Zitat von Leto_II. im Beitrag #241
Zitat von guylux im Beitrag #239
Zitat von Leto_II. im Beitrag #236
Zitat von guylux im Beitrag #235
2. Vielleicht verraten sie mir dann bitte , warum ausgerechnet Apple in Billiglohnländern produziert ??


Wegen der Flexibilität.

Nee . Wegen der Lohnkosten .
Flexibilität is solchen Ländern ist ein Märchen : lange Reaktionszeiten , lange Transportzeiten ,nicht immer einfache Kommunikation usw .


Baue mal eine Fabrik in Europa, in den USA oder in Billiglohnländern, die "Reaktionszeiten" unterscheiden sich deutlich.


Ach ja, und schliesse mal eine Fabrik, wenn Du sie nicht mehr brauchst.

Der Punkt ist korrekt .
Fakt ist aber dass viele Industrien mit relativ geringem Anteil an Lohnkosten aus Billiglohnländern wieder nach Europa zurück kommen,
Hauptgrund sind Reaktionszeiten , Transportzeiten und Mentalitätsprobleme .


Qualitätsprobleme gibt es auch noch.


Ideenklau gibts auch noch



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#247

RE: RIP

in Politik 23.03.2013 22:17
von guylux (gelöscht)
avatar

Zitat von Leto_II. im Beitrag #244
Zitat von guylux im Beitrag #243
Zitat von Leto_II. im Beitrag #242
Zitat von Leto_II. im Beitrag #241
Zitat von guylux im Beitrag #239
Zitat von Leto_II. im Beitrag #236
Zitat von guylux im Beitrag #235
2. Vielleicht verraten sie mir dann bitte , warum ausgerechnet Apple in Billiglohnländern produziert ??


Wegen der Flexibilität.

Nee . Wegen der Lohnkosten .
Flexibilität is solchen Ländern ist ein Märchen : lange Reaktionszeiten , lange Transportzeiten ,nicht immer einfache Kommunikation usw .


Baue mal eine Fabrik in Europa, in den USA oder in Billiglohnländern, die "Reaktionszeiten" unterscheiden sich deutlich.


Ach ja, und schliesse mal eine Fabrik, wenn Du sie nicht mehr brauchst.

Der Punkt ist korrekt .
Fakt ist aber dass viele Industrien mit relativ geringem Anteil an Lohnkosten aus Billiglohnländern wieder nach Europa zurück kommen,
Hauptgrund sind Reaktionszeiten , Transportzeiten und Mentalitätsprobleme .


Qualitätsprobleme gibt es auch noch.

Die sind aber , im Gegensatz zu den anderen Nachteilen ,nicht systembedingt .


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#248

RE: RIP

in Politik 24.03.2013 10:53
von Leto_II. | 19.837 Beiträge | 21503 Punkte

Zitat von guylux im Beitrag #247
Zitat von Leto_II. im Beitrag #244
Zitat von guylux im Beitrag #243
Zitat von Leto_II. im Beitrag #242
Zitat von Leto_II. im Beitrag #241
Zitat von guylux im Beitrag #239
Zitat von Leto_II. im Beitrag #236
Zitat von guylux im Beitrag #235
2. Vielleicht verraten sie mir dann bitte , warum ausgerechnet Apple in Billiglohnländern produziert ??


Wegen der Flexibilität.

Nee . Wegen der Lohnkosten .
Flexibilität is solchen Ländern ist ein Märchen : lange Reaktionszeiten , lange Transportzeiten ,nicht immer einfache Kommunikation usw .


Baue mal eine Fabrik in Europa, in den USA oder in Billiglohnländern, die "Reaktionszeiten" unterscheiden sich deutlich.


Ach ja, und schliesse mal eine Fabrik, wenn Du sie nicht mehr brauchst.

Der Punkt ist korrekt .
Fakt ist aber dass viele Industrien mit relativ geringem Anteil an Lohnkosten aus Billiglohnländern wieder nach Europa zurück kommen,
Hauptgrund sind Reaktionszeiten , Transportzeiten und Mentalitätsprobleme .


Qualitätsprobleme gibt es auch noch.

Die sind aber , im Gegensatz zu den anderen Nachteilen ,nicht systembedingt .


Deshalb lassen die sich auch nicht abstellen.:)


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#249

RE: RIP

in Politik 05.04.2013 14:55
von Willie | 16.473 Beiträge | 18268 Punkte

Critic Roger Ebert Dies at 70
The most famous film critic in history, the Chicago legend worked at the Sun-Times for nearly 50 years; a thumbs-up from him on TV could make or break a movie.

Roger Ebert, the ardent, Pulitzer Prize-winning journalist who put his indelible thumbprint on the history of film criticism forged from spending a lifetime at the movies, died Thursday, the Chicago Sun-Times reported. He was 70.
http://www.hollywoodreporter.com/news/ro...m-critic-406274

The White House just issued a statement from President Barack Obama on the death of film critic Roger Ebert, who lived and worked in the President's hometown of Chicago. President Obama's full statement is below:

"Michelle and I are saddened to hear about the passing of Roger Ebert. For a generation of Americans - and especially Chicagoans - Roger was the movies. When he didn't like a film, he was honest; when he did, he was effusive - capturing the unique power of the movies to take us somewhere magical. Even amidst his own battles with cancer, Roger was as productive as he was resilient - continuing to share his passion and perspective with the world. The movies won't be the same without Roger, and our thoughts and prayers are with Chaz and the rest of the Ebert family."
http://livewire.talkingpointsmemo.com/en...oger-was-movies



zuletzt bearbeitet 05.04.2013 15:23 | nach oben springen

#250

RE: RIP

in Politik 08.04.2013 16:45
von Maga-neu | 19.116 Beiträge | 25665 Punkte

Margaret Thatcher:

Ich erinnere mich an meinen Aufenthalt in Northampton - ich war noch ein Schüler - und sah die Fernsehaufnahmen von Kriegsschiffen, die unter den Klängen von "Rule Britannia" in Richtung Falklands / Malvinas fuhren. De mortuis nihil nisi bene - ich muss gestehen, dass mir die Frau nicht sonderlich sympathisch war, ich ihre Politik, vor allem ihre Wirtschaftspolitik für verfehlt halte. Und dennoch war sie respektabler als ihr Nach-Nachfolger, jener amerikanische Pudel, vor dem man gar keinen Respekt haben konnte.


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