#51

RE: Der Iran

in Politik 20.08.2018 07:19
von sayada.b. | 8.507 Beiträge | 12710 Punkte

Zitat von Landegaard im Beitrag #48
Zitat von sayada.b. im Beitrag #42
Was nicht heißt, es wäre gut und richtig...

Aber das mit dem Wahlgewinn stimmt natürlich, auch weil die Gebildeten trotz aller Studieren in der Unterzahl sind. Und der Nationalismus nicht unterschätzt werden darf...

Kurz um: Der Regimechange im Iran kann nur von innen heraus gelingen. Jede Einmischung von außen verdirbt die Sache.

Die war aber schon seit langer Zeit klar...
Nur Idioten wie Trump und Netanjahu nicht, leider...


Die Idee für einen Regimechange kommt von außen. Simpel alleine deswegen, weil es die Sicht auf das Außen ist, was dem Iraner aufzeigt, wie marode das Innere des Iran ist.

Es ist da natürlich verständlich, möglichst darauf zu hoffen, dass das Innen des Irans möglichst von jedem Einfluss von Außen ungetrübt bleibt. Deswegen ja seit Jahren das Theater des beliebigen Feindes von Außen, der den Iran bedroht.





Ich glaube, der Iraner muß gar nicht nach außen schauen, um zu sehen, wie marode das System ist. Da genügt ein Blick in die Geschäfte (Angebot und Preissteigerungen...).
Mit den westlichen Einflüssen hast Du natürlich recht, nur hatte ich diese ja nicht gemeint. Es ging mir nicht um Facebook und Co. und auch nicht um andere westliche Kultureinflüsse, sondern um CIA & Co. und deren Wühlarbeit... Und um Trumps Sanktionen...

Aber das wußtest Du, nicht wahr? :)


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#52

RE: Der Iran

in Politik 20.08.2018 11:55
von Indo_HS | 2.165 Beiträge | 3896 Punkte

Zitat von Nadine im Beitrag #49
Woher kommt eigentlich die politische Neigung, in anderen Ländern einen Regimechange zu fordern und zu fördern? Ist das ein typisch westliches Attribut?


Es ist vor allem ein US-amerikanisches Attribut, gesteuert von namhaften neo-imperialistischen "Falken", diversen einflußreichen Lobbys, ausländische strategische Partner & Geldgeber und z.T. auch einflussreichen Exil-Oppositionelle, und das Ganze heuchlerisch aufgeführt unter dem Banner der "Freiheit, Demokratie und Menschenrechte", als wären die USA für diese Defacto-Utopie ein Vorzeigeland, und als wäre diese Forderung mir-nichts-dir-nichts mit einem aufgezwungenen "Regime-Change" tatsächlich umsetzbar, was schlichtweg ein naiver Gedanke ist.

Manche andere westliche Staaten und Einzelpersonen meinen nun, auf diesen scheinbar tollen Zug aufspringen zu müssen, ohne zu erkennen, wie heuchlerisch, verlogen, kontraproduktiv und gefährlich diese Forderung ist, solange dabei mit zweierlei Maß gemessen wird -- siehe gleichzeitig bestes Verhältnis zu ach so demokratische Staaten wie das radikal-sunnitische Saudi-Arabien, dem Apartheidregime Netanyahus und diversen anderen undemokratischen und menschenrechtsverletzenden Staaten in Ost und West.

In Wahrheit geht es, zumindest der aktuellen US-Regierung, lediglich um die altbekannte, schon langersehnte direkte Einflussnahme auf eine seit 1979 herbeigewünschte neue, USA-treue iranische Regierung, um natürlich ihre geo-strategischen und wirtschaftlichen Ziele im Einflussgebiet Irans (regionale Staaten mit schiitischem Bevölkerungsteil) zu verwirklichen, die sich in der jüngeren Zeit seit dem von den USA hinterlassenem Machtvakuum in Irak, der selbtsverschuldeten Passivität in Syrien und der auf der anderen Seite effektive Bekämpfung und Zurückdrängung des "IS" und anderer radikal-sunnitischer Islamisten-Banden in Irak und Syrien durch von Iran gesteuerte schiitische multi-nationale Milizen sehr konträr zur Vorstellung der USA, seines Geldgebers Saudi-Arabiens und seines größten regionalen Verbündeten und Sorgenkinds, Israel, entwickelt haben ..., was der eigentliche Grund für die plötzliche und aggressvie Anti-Iran Politik der USA ist.



zuletzt bearbeitet 20.08.2018 12:02 | nach oben springen

#53

RE: Der Iran

in Politik 20.08.2018 12:16
von nahal | 18.909 Beiträge | 21735 Punkte

Zitat von Nadine im Beitrag #49
Woher kommt eigentlich die politische Neigung, in anderen Ländern einen Regimechange zu fordern und zu fördern? Ist das ein typisch westliches Attribut?


Ja, typisch westlich.
Ungarn, Rumänien, Polen, Tschechoslowakei, DDR, Bulgarien, Süd-Vietnam.


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#54

RE: Der Iran

in Politik 20.08.2018 12:23
von sayada.b. | 8.507 Beiträge | 12710 Punkte

Zitat von nahal im Beitrag #53
Zitat von Nadine im Beitrag #49
Woher kommt eigentlich die politische Neigung, in anderen Ländern einen Regimechange zu fordern und zu fördern? Ist das ein typisch westliches Attribut?


Ja, typisch westlich.
Ungarn, Rumänien, Polen, Tschechoslowakei, DDR, Bulgarien, Süd-Vietnam.



Naja, im ehemaligen Ostblock hat die Bevölkerung wohl den Stein ins Rollen gebracht.

Ich würde sagen, die Situation von 1989/90 kann man mit dem arabischen Frühling nicht so ganz vergleichen...
Vor allem, wenn man das Ende des arabischen Frühlings bedenkt...


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#55

RE: Der Iran

in Politik 20.08.2018 12:53
von nahal | 18.909 Beiträge | 21735 Punkte

Zitat von sayada.b. im Beitrag #54
Zitat von nahal im Beitrag #53
Zitat von Nadine im Beitrag #49
Woher kommt eigentlich die politische Neigung, in anderen Ländern einen Regimechange zu fordern und zu fördern? Ist das ein typisch westliches Attribut?


Ja, typisch westlich.
Ungarn, Rumänien, Polen, Tschechoslowakei, DDR, Bulgarien, Süd-Vietnam.



Naja, im ehemaligen Ostblock hat die Bevölkerung wohl den Stein ins Rollen gebracht.

Ich würde sagen, die Situation von 1989/90 kann man mit dem arabischen Frühling nicht so ganz vergleichen...
Vor allem, wenn man das Ende des arabischen Frühlings bedenkt...


Nein, ich meinte 1945-1968.


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#56

RE: Der Iran

in Politik 20.08.2018 13:00
von sayada.b. | 8.507 Beiträge | 12710 Punkte

Zitat von nahal im Beitrag #55
Zitat von sayada.b. im Beitrag #54
Zitat von nahal im Beitrag #53
Zitat von Nadine im Beitrag #49
Woher kommt eigentlich die politische Neigung, in anderen Ländern einen Regimechange zu fordern und zu fördern? Ist das ein typisch westliches Attribut?


Ja, typisch westlich.
Ungarn, Rumänien, Polen, Tschechoslowakei, DDR, Bulgarien, Süd-Vietnam.



Naja, im ehemaligen Ostblock hat die Bevölkerung wohl den Stein ins Rollen gebracht.

Ich würde sagen, die Situation von 1989/90 kann man mit dem arabischen Frühling nicht so ganz vergleichen...
Vor allem, wenn man das Ende des arabischen Frühlings bedenkt...


Nein, ich meinte 1945-1968.


Okay, dann hatte ich Dich falsch verstanden.
Aber meines Wissens kam der Druck da auch mehr von innen, leider kamen dann aber die russischen Panzer ... :(

Ich hatte Nadine so verstanden, daß es ihr nicht um den Wunsch nach Regimechange an sich ging, sondern um die Einmischung von außen...



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zuletzt bearbeitet 20.08.2018 13:01 | nach oben springen

#57

RE: Der Iran

in Politik 20.08.2018 20:55
von Nadine | 3.226 Beiträge | 19784 Punkte

Ja, so meinte ich das, sayada.b


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#58

RE: Der Iran

in Politik 20.08.2018 21:36
von Nadine | 3.226 Beiträge | 19784 Punkte
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#59

RE: Der Iran

in Politik 22.08.2018 12:17
von Indo_HS | 2.165 Beiträge | 3896 Punkte

<<Irans Außenminister: USA werden nie wieder Kontrolle über Iran bekommen>>

"Teheran(ParsToday)- Kurz vor dem Jahrestag des CIA-Putsch im Iran hat Außenminister Mohammad-Dschawad Zarif die USA davor gewarnt, soche Träume im Hinterkopf zu pflegen."

http://parstoday.com/de/news/iran-i43010...r_iran_bekommen



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zuletzt bearbeitet 22.08.2018 12:17 | nach oben springen

#60

RE: Der Iran

in Politik 22.08.2018 17:39
von Indo_HS | 2.165 Beiträge | 3896 Punkte

Die Bellizisten sind sich einig:

<<In Jerusalem, Bolton and Netanyahu blast ‘wretched,’ ‘disastrous’ Iran deal>>

"US national security adviser says Washington pushing Europe to take more aggressive stance on Tehran; PM: 'Everyone in the region' grateful for Trump's decision to leave accord"
https://www.timesofisrael.com/in-jerusal...rous-iran-deal/



zuletzt bearbeitet 22.08.2018 17:40 | nach oben springen

#61

RE: Der Iran

in Politik 13.11.2018 11:30
von Indo_HS | 2.165 Beiträge | 3896 Punkte

Wenn man diesen ausgewiesenen, von Tel Aviv und Riad bezahlten Bellizisten als "Nationalen Sicherheits-Berater" hat, braucht man wahrlich keine Feinde mehr ...

<<US-Sicherheitsberater Bolton verschärft den Ton gegen Teheran>>

"Der Nationale Sicherheitsberater im Weißen Haus, John Bolton, hat die Drohungen gegen den Iran verschärft. Vor einem Gipfeltreffen in Singapur sagte er am Dienstag, Teheran stehe stark unter Druck, und fügte hinzu: “Wir werden sie auspressen, bis es quietscht.” Es werde zudem eine härtere Durchsetzung der Strafmaßnahmen gegen Teheran geben."

https://www.24matins.de/traf/pol/us-sich...m_campaign=feed



zuletzt bearbeitet 13.11.2018 11:31 | nach oben springen

#62

RE: Der Iran

in Politik 13.11.2018 11:33
von sayada.b. | 8.507 Beiträge | 12710 Punkte

Zitat von Indo_HS im Beitrag #61
Wenn man diesen ausgewiesenen, von Tel Aviv und Riad bezahlten Bellizisten als "Nationalen Sicherheits-Berater" hat, braucht man wahrlich keine Feinde mehr ...

<<US-Sicherheitsberater Bolton verschärft den Ton gegen Teheran>>

"Der Nationale Sicherheitsberater im Weißen Haus, John Bolton, hat die Drohungen gegen den Iran verschärft. Vor einem Gipfeltreffen in Singapur sagte er am Dienstag, Teheran stehe stark unter Druck, und fügte hinzu: “Wir werden sie auspressen, bis es quietscht.” Es werde zudem eine härtere Durchsetzung der Strafmaßnahmen gegen Teheran geben."

https://www.24matins.de/traf/pol/us-sich...m_campaign=feed



Klasse find ich vor allem:

"Bolton fügte hinzu, es bestehe “kein Zweifel” daran, dass der Iran bereits mit Versuchen begonnen habe, Wege zur Vermeidung der Sanktionen zu finden – insbesondere im Öl- und Finanzbereich."

*lol*

Solche schlimmen Finger aber auch! Versuchen die Sanktionen zu umgehen...


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#63

RE: Der Iran

in Politik 13.11.2018 11:40
von Indo_HS | 2.165 Beiträge | 3896 Punkte

Ein sehr gute Artikel der "Zeit" vor allem der Inhalt auf Seite 2:

...

"Die amerikanische Regierung behauptet, sie wolle den Iran durch die extremen Sanktionen nur an den Verhandlungstisch zurückbringen.Das ist nicht glaubwürdig. Der Iran hatte ja vor drei Jahren einem Vertrag mit den Weltmächten zugestimmt, der sein Atomprogramm einer rigiden Kontrolle unterwarf. Präsident Trump wollte Nachverhandlungen, doch obwohl diese erfolgreich waren, kündigte er den Vertrag, weil er in Wirklichkeit keinen Deal wollte. Außerdem hat der amerikanische Außenminister dem Iran nun zwölf Forderungen gestellt, deren Erfüllung einer Kapitulation gleichkäme. Teheran solle etwa sein Raketenprogramm einfrieren, die Unterstützung von Hisbollah einstellen und sich aus allen Nachbarländern, auch dem Irak und Syrien, zurückziehen.

Unerfüllbare Forderungen werden mit maximalem Druck kombiniert: Die amerikanische Regierung lebt in der Illusion, das Teheraner Regime allein durch Zwang zur Verhaltensänderung bringen – oder stürzen – zu können.

Vier Jahrzehnte dieser Politik haben das Gegenteil bewirkt. Man hat in den Achtzigern schon den Irak Saddam Husseins gegen Teheran aufgerüstet (wie heute Saudi-Arabien); man hat den Iran immer wieder mit Sanktionen überzogen und überall in seiner Nachbarschaft Krieg geführt – vom Irak über Afghanistan bis nach Syrien. Teheran ist trotzdem (oder gerade deshalb) die wichtigste Macht im Nahen Osten, mit Einfluss in Bagdad, Damaskus und Sanaa.

Die iranische Bevölkerung ist die prowestlichste im Nahen Osten – eben weil das antiamerikanische Regime so unbeliebt ist. Nun wird ausgerechnet sie wegen der Sanktionen unter steigenden Kosten, wachsender Arbeitslosigkeit und Medikamentenmangel zu leiden haben. Die korrupten Eliten hingegen werden wieder an den Umgehungsgeschäften verdienen, darunter die schlimmsten Hardliner aus den Revolutionsgarden.

Was man dieser Tage sieht, ist die zwanghafte Wiederholung einer gescheiterten Nahostpolitik. Sie bestraft die Falschen, sie wird den iranischen Nationalismus anfachen und die Bevölkerung ans Regime ketten. Die deutsche Regierung muss sich ihr entgegenstellen."

https://www.zeit.de/2018/46/naher-osten-...arabien/seite-2


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#64

RE: Der Iran

in Politik 13.11.2018 11:48
von Indo_HS | 2.165 Beiträge | 3896 Punkte

Zitat von sayada.b. im Beitrag #62
Zitat von Indo_HS im Beitrag #61
Wenn man diesen ausgewiesenen, von Tel Aviv und Riad bezahlten Bellizisten als "Nationalen Sicherheits-Berater" hat, braucht man wahrlich keine Feinde mehr ...

<<US-Sicherheitsberater Bolton verschärft den Ton gegen Teheran>>

"Der Nationale Sicherheitsberater im Weißen Haus, John Bolton, hat die Drohungen gegen den Iran verschärft. Vor einem Gipfeltreffen in Singapur sagte er am Dienstag, Teheran stehe stark unter Druck, und fügte hinzu: “Wir werden sie auspressen, bis es quietscht.” Es werde zudem eine härtere Durchsetzung der Strafmaßnahmen gegen Teheran geben."

https://www.24matins.de/traf/pol/us-sich...m_campaign=feed



Klasse find ich vor allem:

"Bolton fügte hinzu, es bestehe “kein Zweifel” daran, dass der Iran bereits mit Versuchen begonnen habe, Wege zur Vermeidung der Sanktionen zu finden – insbesondere im Öl- und Finanzbereich."

*lol*

Solche schlimmen Finger aber auch! Versuchen die Sanktionen zu umgehen...

Genau!
Der Typ geht gar nicht, gilt sogar innerhalb der "Falken" als gefährlicher Irrer ... Sage ich schon immer. Ihn in irgend einem Amt zu seihen, war schon meine Befürchtung, als Trump im Rennen ums Weiße Haus als republikanischer Präsientschaftskandidat aufgestellt wurde. Und das will was heißen.

<<To Stop Iran’s Bomb, Bomb Iran - By John R. Bolton>>
https://www.nytimes.com/2015/03/26/opini...-bomb-iran.html

<<John (“Bomb Iran”) Bolton, the New Warmonger in the White House>>
https://www.newyorker.com/news/news-desk...the-white-house

<<Zettelt «Bomb Iran»-Bolton einen Krieg an?>>
Donald Trumps dritter Sicherheitsberater John Bolton hat mit der Aufkündigung des Atom-Deals ein Etappenziel erreicht. Er hat im Iran noch viel mehr vor.


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#65

RE: Der Iran

in Politik 13.11.2018 11:53
von Indo_HS | 2.165 Beiträge | 3896 Punkte

Ja, wer sagt´s denn ... Nun wurde der Irre gerstern ausgezeichnet von der Lobby-Clique, die ihn reichlich unterstützt und stark gemacht hat ... Bellizismus at it's "best"! *kotz*

November 12th, 2018:
<<John Bolton Wins “Defender of Israel” Award from Zionist Lobby Group that Helped Appoint Him>>

"The ZOA, Bolton’s enthusiastic sponsor, led the campaign to remove former National Security Adviser H.R. McMaster from his post after railing against McMaster’s “anti-Israel” positions, most notably his support for the Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA), better known as the Iran nuclear deal".
https://www.mintpressnews.com/john-bolto...y-group/251729/



zuletzt bearbeitet 13.11.2018 11:56 | nach oben springen

#66

Rettungsring für den Iran-Atom-Deal ...

in Politik 30.01.2019 11:23
von Indo_HS | 2.165 Beiträge | 3896 Punkte

<<Gründung einer Handelsplattform: Europas Plan gegen Iran-Sanktionen>>

Stand: 29.01.2019 02:51 Uhr

Deutschland, Frankreich und Großbritannien stehen kurz vor der Gründung einer eigenen Finanzgesellschaft, um die Iran-Sanktionen zu umgehen. Lässt sich so der Atomdeal retten?

Es ist eine Art Rettungsring für den Iran-Atom-Deal: Mithilfe eines eigens auf den Handel zwischen europäischen und iranischen Firmen zugeschnittenen Zahlungskanals ("Special Purpose Vehicle", SPV) sollen die Geschäfte so gut es geht aufrecht erhalten werden - trotz schärfster US-Sanktionen.

Nach NDR-Informationen wird die Zweckgesellschaft, sobald sie offiziell registriert ist, in Paris angesiedelt sein und einen deutschen Bankenexperten als Geschäftsführer haben. Ebenfalls beteiligt ist Großbritannien. Damit haben sich die drei wirtschaftlich mächtigsten europäischen Staaten zusammengefunden, um den USA in der Iran-Frage die Stirn zu bieten. Anderen EU-Ländern steht es offen, sich dem Trio anzuschließen.

Funktionieren soll das Instrument wohl wie eine Art Tauschbörse, bei der die Lieferungen iranischer und europäischer Exporteure miteinander verrechnet werden. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es auf Nachfrage: "Technische Details können derzeit noch nicht bekannt gegeben werden." ...

https://www.tagesschau.de/ausland/iran-eu-107.html

Bleibt nur, diesem Vorhaben viel Erfolg zu wünschen.



zuletzt bearbeitet 30.01.2019 11:26 | nach oben springen

#67

RE: Rettungsring für den Iran-Atom-Deal ...

in Politik 13.02.2019 08:16
von nahal | 18.909 Beiträge | 21735 Punkte

Prime Minister Benjamin Netanyah confirmed Israel attacked Syria on Monday before he boarded the plane to Warsaw for US-Polish sponsored conference.

There were foreign reports on Monday that Israeli tank shells struck two Iranian targets in southwestern Syria.


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#68

RE: Rettungsring für den Iran-Atom-Deal ...

in Politik 27.02.2019 10:15
von Maga-neu | 21.156 Beiträge | 46065 Punkte

https://www.tichyseinblick.de/daili-es-s...n-meinem-namen/

Wer schon Wulff oder Gauck für grottig hielt - Steinmeier unterbietet beide locker. NOT MY PRESIDENT!


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#69

RE: Rettungsring für den Iran-Atom-Deal ...

in Politik 27.02.2019 10:35
von sayada.b. | 8.507 Beiträge | 12710 Punkte

Zitat von Maga-neu im Beitrag #68
https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/hamed-abdel-samad-an-steinmeier-nicht-in-meinem-namen/

Wer schon Wulff oder Gauck für grottig hielt - Steinmeier unterbietet beide locker. NOT MY PRESIDENT!



Na, das hätte Bibi auch nicht besser ausdrücken können:

"Iran gilt als Treiber einer sich radikalisierenden islamistischen Bewegung, die den Frieden global bedroht."

Scholl-Latour hielt zwar Pakistan für das gefährlichste Land, aber was wußte der denn schon... ;-)


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#70

RE: Rettungsring für den Iran-Atom-Deal ...

in Politik 27.02.2019 10:54
von Indo_HS | 2.165 Beiträge | 3896 Punkte

...
"Iran gilt als Treiber einer sich radikalisierenden islamistischen Bewegung, die den Frieden global bedroht."

Selten so einen Schwachsinn gelesen. Der Autor wird allem Anschein nach von der ZDJ bzw. von Netanyahus Büro und/oder vom saudischen Königshaus und/oder von den U.S. "Falken" um Bolton und Pompeo bezahlt ...

Wenn eine Partei den IS - eine breits radikalisierte, nein, DIE radikale islamistische Bewegung schlechthin - effektiv vor Ort in Irak und Syrien bekämpft hat, dann waren das die schiitischen Milizen mit aktiver Unterstützung des Iran und in Teilgebieten auch die irakischen und syrischen Kurden. Iran ist nicht ohne Grund selbst ein Opfer des islamistischen Terrors geworden (man erinnere sich an diverse Anschläge zu denen sich die IS bekennt hat).

Nach wie vor gilt, der global ausgelegte und agierende islamistische Terror, der Dschihaddismus/Salafismus, der die Welt bedroht, ist nun einmal nachweislich radikal-sunnitisch ausgeprägt, nicht schiitisch.



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zuletzt bearbeitet 27.02.2019 11:18 | nach oben springen

#71

RE: Rettungsring für den Iran-Atom-Deal ...

in Politik 27.02.2019 11:08
von Leto_II. | 20.630 Beiträge | 29433 Punkte

Zitat von sayada.b. im Beitrag #69
Zitat von Maga-neu im Beitrag #68
https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/hamed-abdel-samad-an-steinmeier-nicht-in-meinem-namen/

Wer schon Wulff oder Gauck für grottig hielt - Steinmeier unterbietet beide locker. NOT MY PRESIDENT!



Na, das hätte Bibi auch nicht besser ausdrücken können:

"Iran gilt als Treiber einer sich radikalisierenden islamistischen Bewegung, die den Frieden global bedroht."

Scholl-Latour hielt zwar Pakistan für das gefährlichste Land, aber was wußte der denn schon... ;-)

Scholl-Latour ist auch schon ein Weilchen tot. Nun muss man dem Iran allerdings zugestehen, dass er direkt neben Pakistan liegt.


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#72

RE: Rettungsring für den Iran-Atom-Deal ...

in Politik 27.02.2019 11:15
von sayada.b. | 8.507 Beiträge | 12710 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #71
Zitat von sayada.b. im Beitrag #69
Zitat von Maga-neu im Beitrag #68
https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/hamed-abdel-samad-an-steinmeier-nicht-in-meinem-namen/

Wer schon Wulff oder Gauck für grottig hielt - Steinmeier unterbietet beide locker. NOT MY PRESIDENT!



Na, das hätte Bibi auch nicht besser ausdrücken können:

"Iran gilt als Treiber einer sich radikalisierenden islamistischen Bewegung, die den Frieden global bedroht."

Scholl-Latour hielt zwar Pakistan für das gefährlichste Land, aber was wußte der denn schon... ;-)

Scholl-Latour ist auch schon ein Weilchen tot. Nun muss man dem Iran allerdings zugestehen, dass er direkt neben Pakistan liegt.



Was hat sich denn in Pakistan in den letzten Jahren verbessert?


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#73

RE: Rettungsring für den Iran-Atom-Deal ...

in Politik 27.02.2019 11:15
von Indo_HS | 2.165 Beiträge | 3896 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #71
Zitat von sayada.b. im Beitrag #69
Zitat von Maga-neu im Beitrag #68
https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/hamed-abdel-samad-an-steinmeier-nicht-in-meinem-namen/

Wer schon Wulff oder Gauck für grottig hielt - Steinmeier unterbietet beide locker. NOT MY PRESIDENT!



Na, das hätte Bibi auch nicht besser ausdrücken können:

"Iran gilt als Treiber einer sich radikalisierenden islamistischen Bewegung, die den Frieden global bedroht."

Scholl-Latour hielt zwar Pakistan für das gefährlichste Land, aber was wußte der denn schon... ;-)

Scholl-Latour ist auch schon ein Weilchen tot. Nun muss man dem Iran allerdings zugestehen, dass er direkt neben Pakistan liegt.

... aber sonst absolut nichts mit dem sunnitischen Pakistan, der die radikalen Taliban (wegen der Möchtegern-Kontrolle über Nachbar Afghanistan) und andere militante islamistische Gruppierungen (wegen Kashmir und Iranisch-Belutschistan) ins Leben gerufen hat und diese nach wie vor mehr oder weniger heimlich unterstützt, am Hut hat.

Des Weiteren birgt die Nähe dieser Isamisten-Unterstützer innerhalb des pakistanischen Militärs und Gheimdienstens zu pakistanischen Atombomben - auch nach Zeiten von Scholl-Latour - noch immer eine hohe Brisanz und, ja, weltweite Gefahr.



Folgenden Mitgliedern gefällt das: sayada.b. und ghassan
zuletzt bearbeitet 27.02.2019 11:16 | nach oben springen

#74

RE: Rettungsring für den Iran-Atom-Deal ...

in Politik 27.02.2019 11:49
von Maga-neu | 21.156 Beiträge | 46065 Punkte

Zitat von sayada.b. im Beitrag #69
Zitat von Maga-neu im Beitrag #68
https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/hamed-abdel-samad-an-steinmeier-nicht-in-meinem-namen/

Wer schon Wulff oder Gauck für grottig hielt - Steinmeier unterbietet beide locker. NOT MY PRESIDENT!



Na, das hätte Bibi auch nicht besser ausdrücken können:

"Iran gilt als Treiber einer sich radikalisierenden islamistischen Bewegung, die den Frieden global bedroht."

Scholl-Latour hielt zwar Pakistan für das gefährlichste Land, aber was wußte der denn schon... ;-)

Sayada, ich halte auch Pakistan für das gefährlichste Land, aber muss der Steinmeier deswegen den Mullahs in den Arsch kriechen?


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#75

RE: Rettungsring für den Iran-Atom-Deal ...

in Politik 27.02.2019 11:56
von Maga-neu | 21.156 Beiträge | 46065 Punkte

Zitat von Indo_HS im Beitrag #70
...
"Iran gilt als Treiber einer sich radikalisierenden islamistischen Bewegung, die den Frieden global bedroht."

Selten so einen Schwachsinn gelesen. Der Autor wird allem Anschein nach von der ZDJ bzw. von Netanyahus Büro und/oder vom saudischen Königshaus und/oder von den U.S. "Falken" um Bolton und Pompeo bezahlt ...

Wenn eine Partei den IS - eine breits radikalisierte, nein, DIE radikale islamistische Bewegung schlechthin - effektiv vor Ort in Irak und Syrien bekämpft hat, dann waren das die schiitischen Milizen mit aktiver Unterstützung des Iran und in Teilgebieten auch die irakischen und syrischen Kurden. Iran ist nicht ohne Grund selbst ein Opfer des islamistischen Terrors geworden (man erinnere sich an diverse Anschläge zu denen sich die IS bekennt hat).

Nach wie vor gilt, der global ausgelegte und agierende islamistische Terror, der Dschihaddismus/Salafismus, der die Welt bedroht, ist nun einmal nachweislich radikal-sunnitisch ausgeprägt, nicht schiitisch.

Auch damit habe ich keine Probleme - der Salafismus / Wahabismus ist auch für mich die größte Bedrohung unserer Staaten. Und ich bin auch gegen Trumps Iranpolitik. Dennoch müssen Glückwünsche zu 40 Jahren Unterdrückung nicht sein.


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