#176

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 05.02.2015 19:21
von Maga-neu | 17.141 Beiträge

Zitat von Landegaard im Beitrag #175
Zitat von Maga-neu im Beitrag #174
Zitat von Landegaard im Beitrag #173
Zitat von Maga-neu im Beitrag #170
Zitat von Landegaard im Beitrag #168
Ich wüsste nicht, warum das Deutschen weniger zustünde als Griechen oder Italienern.
Nur eine kleine Auswahl:
http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Marzabotto
http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_in...hen_H%C3%B6hlen
http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_auf_Kefalonia
http://de.wikipedia.org/wiki/Sant%E2%80%99Anna_di_Stazzema
http://resistenza.eu/massaker-benedicta/

Letzteres übrigens ganz in der Nähe unseres Ferienhauses.


Ach so, wegen des zweiten Weltkrieges steht Deutschland das nicht zu. Also entweder ist Deutschland vollwertiger Teil der EU, oder aber nicht. Wofür ich kein Verständnis habe ist, dass Deutschland solange Vollmitglied ist, bis irgendwohin einmal kritische Worte zu richten sind. Dann sind wir wieder beim zweiten Weltkrieg und Deutschland möge doch bitte schweigen.

Ich denke, beides geht nicht. Insbesondere dann nicht, wenn der Verweis auf Hitler-Merkel und NaziDeutschland übliche Schlager in Wahlkämpfen werden. Ich mag niemandem Zumuten, sich mit solchem Pack einzulassen. Ich möchte es aber auch nicht.

Zitat von Maga-neu im Beitrag #170

Nein, das heißt nicht, dass die Deutschen zahlen sollen, aber solch arrogante, letztlich aber nur halbgebildete Schnösel, die sich in Platitüden ergehen, Herrenmenschen im Bonsaiformat, machen das Land unbeliebt in Teilen Europas.



Doch, das heißt es. Ich sagte, Deutschland hat das gleiche Recht, wie alle anderen auch, dem Rest von Europa mit arroganten, halbgebildeten Blödmännern auf den Sack zu gehen, wie die es auch haben, ohne dass da gleich ein gesamteuropäisches Problem draus wird.

Du antwortest mit einer Liste von Kriegsverbrechen aus der Zeit des WW2, was wohl irgendwie heißen soll, Deutschland habe das Recht nicht bzw. eingeschränkt. Also entweder gilt das auch fürs Zahlen, oder aber Du sagst genau das.

Mir geht dieses traditionelle Großstaatengetue ohnehin auf den Geist. Wir sollten mal mehr darauf schauen, was unsere Großstaaten global eigentlich für eine Rolle spielen, bzw. in Zukunft spielen werden und wollen. Wenn die Großstaaten so toll sind, das alles alleine auf die Reihe zu bekommen, wofür sind sie dann in der EU?

Ich komme übrigends bestens damit klar, in Frankreich (immer schon) oder in Italien (neuerdings) als Hitlerdeutscher bezeichnet zu werden. Ich kenn es nicht anders, es gab schon immer ausreichend Leute, denen diese Mitteilung einem Nachbar gegenüber sehr wichtig war. Meistens gab ich Anlass, zuletzt in Mailand, als ich dem Kellner unverschämterweise mitteilte, dass die Muscheln kalt seien und dass das, was er mir als Risotto vorsetzte, mir eher wie eine Gemüsebrühe mit ein paar Reiskörnern vorkäme. Als ich ihm sagte, dass ich das jetzt gerne nochmal vernünftig hätte, sagte er tatsächlich in gebrochenem Deutsch: Sieg heil.

Was ist Dein Rat? Betreten zahlen und verschwinden oder mich nicht dadurch unbeliebt zu machen, weil ich die Frechheit, mir solch einen Rotz vorzusetzen, nicht toleriere, also brav löffen, zahlen, lächeln, verschwinden? Also ich mache mich dann gerne auch mal unbeliebt.

Die Idiotie kennt keine nationalen Grenzen. Ich kann das dumme Gerede vom "Quarto Reich" in Italien auch nicht mehr hören. Bei Gelegenheit sage ich meinen ital. Freunden und Verwandten, dass nicht Merkel an der Situation Italiens schuld ist, sondern unfähige Eliten und ein Wahlvolk, das vier Mal einen kriminellen Clown gewählt hat. Ich war oft im Ausland, bin aber niemals mit "Heil Hitler" oder "Sieg Heil" angeredet worden. Okay, in Italien liegt es vielleicht daran, dass ich nicht so schnell als "Ausländer" wahrgenommen werde. In anderen Ländern ist es mir aber auch nicht passiert.

Was den Achilles angeht, könnte ich mir ein "Sieg Heil" als Antwort auf die geballte Scheiße vielleicht auch nicht verkneifen.


Nimmt mir auch nicht meine Freude an Italien, es war einmalig und wie Du richtig sagst, Trottel gibt es überall. Da ist mein Verhältnis zu Frankreich schwieriger. Aus eben diesem Grund. Häufiger und ich war jünger, wo mich das noch traf. In Italien waren die Leute immer viel zu sehr damit beschäftigt freundlich, insbesondere zu meiner Freundin :), zu sein, als dass solche unerfreulichen Dinge häufiger passieren. Und wie sagte ein Bekannter damals zur schlechten Verpflegung: Das hat nichts mit Deinem Deutschsein zu tun, Touristen werden in Italien alle gleich behandelt :).

Achillis lese ich gar nicht. Das ist doch der, der seit Jahren über sein Jogging schreibt? Ich wusste gar nicht, dass der noch andere Themen auf Lager hat. Vielleicht schreibt er aus gutem Grund gemeinhin nur übers Laufen?

Ich finde auch, dass die Unterschiede, die in einem Klischee münden, nicht zwingend zu einem Problem aufgeblasen werden müssen. Ich fände es schrecklich, überall in Europa nur noch Leuten zu begegnen, die dem Klischee der Deutschen entsprechen. Es fehlt eher an einem System, was diese Unterschiede nicht auf Eurobeträge reduziert

Es gibt auch kluge Spon-Kolumnisten, hmm, jedenfalls einen. (Münchau finde ich auch nicht so schlecht, und Frau Sybille macht sich.)
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/lobo-...-a-1016636.html

Lesenswert.


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#177

RE: Kellnerdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 05.02.2015 19:40
von Quak
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[quote=Landegaard|p209671]Meistens gab ich Anlass, zuletzt in Mailand, als ich dem Kellner unverschämterweise mitteilte, dass die Muscheln kalt seien und dass das, was er mir als Risotto vorsetzte, mir eher wie eine Gemüsebrühe mit ein paar Reiskörnern vorkäme. Als ich ihm sagte, dass ich das jetzt gerne nochmal vernünftig hätte, sagte er tatsächlich in gebrochenem Deutsch: Sieg heil.
[/quote]

Dann steht man auf und geht, zahlt nicht, isst nicht. Schlauer ist, sich die Gerichte der Einheimischen anzusehen und dann zu sagen, daß man das ebenso haben möchte.

Ich denke jedoch eher, daß Sie meistens den Anlass gaben.

Ich habe in meinem Leben niemals kaltes, schlechtes oder auch dürftiges Essen bekommen. Besonders nicht, wenn ich mich mit den Menschen nicht unterhalten konnte, mangels Sprachkenntnissen. Zeichensprache ist eindeutig, für freundliche Augen bekommt man fast alles. Wenn diese und der Daumen dann aussagen, daß es aber sowas von gepasst hat, da weint sich der betreffende Koch vor Glück fast ein und übertrifft sich am nächsten Tage, nur für diesen Gast. So einfach ist das und doch so schwer für viele "Gäste"
Was man sich auf den Teller lädt, wird aufgegessen ... man ist ja kein Russe oder narhalesk ... da wird der Koch zu Recht renitent.

Mich hat ein Schweisser nach "Faulanpfiff" am nächsten Tage mit "Heil Hitler" und Arm hoch begrüsst. Eine Viertelstunde später war er aus der Werft raus, für immer, denn die Oberen hatten das mitbekommen.

Wald rein, Wald raus, ganz einfach.


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#178

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 05.02.2015 19:42
von Landegaard | 14.753 Beiträge

Zitat von Maga-neu im Beitrag #176
Zitat von Landegaard im Beitrag #175
Zitat von Maga-neu im Beitrag #174
Zitat von Landegaard im Beitrag #173
Zitat von Maga-neu im Beitrag #170
Zitat von Landegaard im Beitrag #168
Ich wüsste nicht, warum das Deutschen weniger zustünde als Griechen oder Italienern.
Nur eine kleine Auswahl:
http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Marzabotto
http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_in...hen_H%C3%B6hlen
http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_auf_Kefalonia
http://de.wikipedia.org/wiki/Sant%E2%80%99Anna_di_Stazzema
http://resistenza.eu/massaker-benedicta/

Letzteres übrigens ganz in der Nähe unseres Ferienhauses.


Ach so, wegen des zweiten Weltkrieges steht Deutschland das nicht zu. Also entweder ist Deutschland vollwertiger Teil der EU, oder aber nicht. Wofür ich kein Verständnis habe ist, dass Deutschland solange Vollmitglied ist, bis irgendwohin einmal kritische Worte zu richten sind. Dann sind wir wieder beim zweiten Weltkrieg und Deutschland möge doch bitte schweigen.

Ich denke, beides geht nicht. Insbesondere dann nicht, wenn der Verweis auf Hitler-Merkel und NaziDeutschland übliche Schlager in Wahlkämpfen werden. Ich mag niemandem Zumuten, sich mit solchem Pack einzulassen. Ich möchte es aber auch nicht.

Zitat von Maga-neu im Beitrag #170

Nein, das heißt nicht, dass die Deutschen zahlen sollen, aber solch arrogante, letztlich aber nur halbgebildete Schnösel, die sich in Platitüden ergehen, Herrenmenschen im Bonsaiformat, machen das Land unbeliebt in Teilen Europas.



Doch, das heißt es. Ich sagte, Deutschland hat das gleiche Recht, wie alle anderen auch, dem Rest von Europa mit arroganten, halbgebildeten Blödmännern auf den Sack zu gehen, wie die es auch haben, ohne dass da gleich ein gesamteuropäisches Problem draus wird.

Du antwortest mit einer Liste von Kriegsverbrechen aus der Zeit des WW2, was wohl irgendwie heißen soll, Deutschland habe das Recht nicht bzw. eingeschränkt. Also entweder gilt das auch fürs Zahlen, oder aber Du sagst genau das.

Mir geht dieses traditionelle Großstaatengetue ohnehin auf den Geist. Wir sollten mal mehr darauf schauen, was unsere Großstaaten global eigentlich für eine Rolle spielen, bzw. in Zukunft spielen werden und wollen. Wenn die Großstaaten so toll sind, das alles alleine auf die Reihe zu bekommen, wofür sind sie dann in der EU?

Ich komme übrigends bestens damit klar, in Frankreich (immer schon) oder in Italien (neuerdings) als Hitlerdeutscher bezeichnet zu werden. Ich kenn es nicht anders, es gab schon immer ausreichend Leute, denen diese Mitteilung einem Nachbar gegenüber sehr wichtig war. Meistens gab ich Anlass, zuletzt in Mailand, als ich dem Kellner unverschämterweise mitteilte, dass die Muscheln kalt seien und dass das, was er mir als Risotto vorsetzte, mir eher wie eine Gemüsebrühe mit ein paar Reiskörnern vorkäme. Als ich ihm sagte, dass ich das jetzt gerne nochmal vernünftig hätte, sagte er tatsächlich in gebrochenem Deutsch: Sieg heil.

Was ist Dein Rat? Betreten zahlen und verschwinden oder mich nicht dadurch unbeliebt zu machen, weil ich die Frechheit, mir solch einen Rotz vorzusetzen, nicht toleriere, also brav löffen, zahlen, lächeln, verschwinden? Also ich mache mich dann gerne auch mal unbeliebt.

Die Idiotie kennt keine nationalen Grenzen. Ich kann das dumme Gerede vom "Quarto Reich" in Italien auch nicht mehr hören. Bei Gelegenheit sage ich meinen ital. Freunden und Verwandten, dass nicht Merkel an der Situation Italiens schuld ist, sondern unfähige Eliten und ein Wahlvolk, das vier Mal einen kriminellen Clown gewählt hat. Ich war oft im Ausland, bin aber niemals mit "Heil Hitler" oder "Sieg Heil" angeredet worden. Okay, in Italien liegt es vielleicht daran, dass ich nicht so schnell als "Ausländer" wahrgenommen werde. In anderen Ländern ist es mir aber auch nicht passiert.

Was den Achilles angeht, könnte ich mir ein "Sieg Heil" als Antwort auf die geballte Scheiße vielleicht auch nicht verkneifen.


Nimmt mir auch nicht meine Freude an Italien, es war einmalig und wie Du richtig sagst, Trottel gibt es überall. Da ist mein Verhältnis zu Frankreich schwieriger. Aus eben diesem Grund. Häufiger und ich war jünger, wo mich das noch traf. In Italien waren die Leute immer viel zu sehr damit beschäftigt freundlich, insbesondere zu meiner Freundin :), zu sein, als dass solche unerfreulichen Dinge häufiger passieren. Und wie sagte ein Bekannter damals zur schlechten Verpflegung: Das hat nichts mit Deinem Deutschsein zu tun, Touristen werden in Italien alle gleich behandelt :).

Achillis lese ich gar nicht. Das ist doch der, der seit Jahren über sein Jogging schreibt? Ich wusste gar nicht, dass der noch andere Themen auf Lager hat. Vielleicht schreibt er aus gutem Grund gemeinhin nur übers Laufen?

Ich finde auch, dass die Unterschiede, die in einem Klischee münden, nicht zwingend zu einem Problem aufgeblasen werden müssen. Ich fände es schrecklich, überall in Europa nur noch Leuten zu begegnen, die dem Klischee der Deutschen entsprechen. Es fehlt eher an einem System, was diese Unterschiede nicht auf Eurobeträge reduziert

Es gibt auch kluge Spon-Kolumnisten, hmm, jedenfalls einen. (Münchau finde ich auch nicht so schlecht, und Frau Sybille macht sich.)
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/lobo-...-a-1016636.html

Lesenswert.


Wie wahr, wie wahr :)

Aber Münchau. Ein Idiot



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#179

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 10.02.2015 01:12
von Hans Bergman | 13.786 Beiträge

Zitat von Landegaard im Beitrag #173
...Ich komme übrigends bestens damit klar, in Frankreich (immer schon) oder in Italien (neuerdings) als Hitlerdeutscher bezeichnet zu werden. Ich kenn es nicht anders, es gab schon immer ausreichend Leute, denen diese Mitteilung einem Nachbar gegenüber sehr wichtig war. Meistens gab ich Anlass, zuletzt in Mailand, als ich dem Kellner unverschämterweise mitteilte, dass die Muscheln kalt seien und dass das, was er mir als Risotto vorsetzte, mir eher wie eine Gemüsebrühe mit ein paar Reiskörnern vorkäme. Als ich ihm sagte, dass ich das jetzt gerne nochmal vernünftig hätte, sagte er tatsächlich in gebrochenem Deutsch: Sieg heil.

Was ist Dein Rat? Betreten zahlen und verschwinden oder mich nicht dadurch unbeliebt zu machen, weil ich die Frechheit, mir solch einen Rotz vorzusetzen, nicht toleriere, also brav löffen, zahlen, lächeln, verschwinden? Also ich mache mich dann gerne auch mal unbeliebt.
Der Unterschied liegt ganz einfach im Benehmen und in der Tatsache, dass Kellner durch ihren täglichen Umgang mit Menschen sich eine besondere Menschenkenntnis erwerben.
Bei deiner Wortwahl hier (und auch sonst sehr oft) kann man sich lebhaft vorstellen, wie deine Reklamation sich anhörte oder wenigstens anfühlte.
Ich war sehr oft in Oberitalien beim Essen. Wenn man in einem halbwegs guten Restaurant darauf hinweist, dass mit dem Essen etwas nicht stimmt, dann erntet man, meiner Erfahrung nach und vorausgesetzt man bringt es in einer angemessen höflichen Form vor, zuerst mal einen Ausdruck zwischen Bedauern und Entsetzen (je nach Gemütslage und Sensibilität des Kellners), gefolgt von Vorschlägen, wie es wieder gut gemacht werden könne. Ein Digestiv, der nicht auf der Karte steht und sonst nicht ausgeschenkt wird, gehört abschließend dann selbstverständlich auch dazu.
Ich glaube ganz fest, dein Sieg Heil hast du dir durch die Art deiner Reklamation selbst zuzuschreiben.

Ich bin auch in Frankreich noch nie als Hitlerdeutscher bezeichnet worden. Und ich war schon viele Jahre früher da als du. :)

Es kommt eben immer darauf an, wie man vom Gastgeber in seinem Land wahrgenommen wird. Und darauf, ob man auch selber den Gastgeber als Gastgeber wahrnimmt.



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#180

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 10.02.2015 07:45
von sayada.b. | 7.696 Beiträge

Zitat von Hans Bergman im Beitrag #179
Zitat von Landegaard im Beitrag #173
...Ich komme übrigends bestens damit klar, in Frankreich (immer schon) oder in Italien (neuerdings) als Hitlerdeutscher bezeichnet zu werden. Ich kenn es nicht anders, es gab schon immer ausreichend Leute, denen diese Mitteilung einem Nachbar gegenüber sehr wichtig war. Meistens gab ich Anlass, zuletzt in Mailand, als ich dem Kellner unverschämterweise mitteilte, dass die Muscheln kalt seien und dass das, was er mir als Risotto vorsetzte, mir eher wie eine Gemüsebrühe mit ein paar Reiskörnern vorkäme. Als ich ihm sagte, dass ich das jetzt gerne nochmal vernünftig hätte, sagte er tatsächlich in gebrochenem Deutsch: Sieg heil.

Was ist Dein Rat? Betreten zahlen und verschwinden oder mich nicht dadurch unbeliebt zu machen, weil ich die Frechheit, mir solch einen Rotz vorzusetzen, nicht toleriere, also brav löffen, zahlen, lächeln, verschwinden? Also ich mache mich dann gerne auch mal unbeliebt.
Der Unterschied liegt ganz einfach im Benehmen und in der Tatsache, dass Kellner durch ihren täglichen Umgang mit Menschen sich eine besondere Menschenkenntnis erwerben.
Bei deiner Wortwahl hier (und auch sonst sehr oft) kann man sich lebhaft vorstellen, wie deine Reklamation sich anhörte oder wenigstens anfühlte.
Ich war sehr oft in Oberitalien beim Essen. Wenn man in einem halbwegs guten Restaurant darauf hinweist, dass mit dem Essen etwas nicht stimmt, dann erntet man, meiner Erfahrung nach und vorausgesetzt man bringt es in einer angemessen höflichen Form vor, zuerst mal einen Ausdruck zwischen Bedauern und Entsetzen (je nach Gemütslage und Sensibilität des Kellners), gefolgt von Vorschlägen, wie es wieder gut gemacht werden könne. Ein Digestiv, der nicht auf der Karte steht und sonst nicht ausgeschenkt wird, gehört abschließend dann selbstverständlich auch dazu.
Ich glaube ganz fest, dein Sieg Heil hast du dir durch die Art deiner Reklamation selbst zuzuschreiben.

Ich bin auch in Frankreich noch nie als Hitlerdeutscher bezeichnet worden. Und ich war schon viele Jahre früher da als du. :)

Es kommt eben immer darauf an, wie man vom Gastgeber in seinem Land wahrgenommen wird. Und darauf, ob man auch selber den Gastgeber als Gastgeber wahrnimmt.




Nee Hans, so einfach kannst Du es Dir nicht machen! Mit Essem in Restaurant habe ich auch so meine Erfahrungen und dies nicht nur im Ausland...

Und zum Thema Frankreich: Es kommt immer drauf an, wo Du Dich aufhältst. Soll heißen, was "die Deutschen" dort früher anstellten. Und natürlich spielen familiäre Dinge der Vergangenheit auch eine Rolle.
Mir selbst ist so etwas in Frankreich noch nie passiert, aber einem sehr guten Freund schon. Als er das Grab seines gefallenen Vaters besuchte...


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#181

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 10.02.2015 07:49
von Landegaard | 14.753 Beiträge

Zitat von Hans Bergman im Beitrag #179
Zitat von Landegaard im Beitrag #173
...Ich komme übrigends bestens damit klar, in Frankreich (immer schon) oder in Italien (neuerdings) als Hitlerdeutscher bezeichnet zu werden. Ich kenn es nicht anders, es gab schon immer ausreichend Leute, denen diese Mitteilung einem Nachbar gegenüber sehr wichtig war. Meistens gab ich Anlass, zuletzt in Mailand, als ich dem Kellner unverschämterweise mitteilte, dass die Muscheln kalt seien und dass das, was er mir als Risotto vorsetzte, mir eher wie eine Gemüsebrühe mit ein paar Reiskörnern vorkäme. Als ich ihm sagte, dass ich das jetzt gerne nochmal vernünftig hätte, sagte er tatsächlich in gebrochenem Deutsch: Sieg heil.

Was ist Dein Rat? Betreten zahlen und verschwinden oder mich nicht dadurch unbeliebt zu machen, weil ich die Frechheit, mir solch einen Rotz vorzusetzen, nicht toleriere, also brav löffen, zahlen, lächeln, verschwinden? Also ich mache mich dann gerne auch mal unbeliebt.
Der Unterschied liegt ganz einfach im Benehmen und in der Tatsache, dass Kellner durch ihren täglichen Umgang mit Menschen sich eine besondere Menschenkenntnis erwerben.


Natürlich. Deswegen steht ein Jahr Kellnern auch auf dem Lehrplan angehender Psychologen. Ich lerne, dass es eine Art von Reklamation ungenießbarer Speisen gibt, auf die "Sieg Heil" eine angemessene Antwort ist.

Zitat von Hans Bergman im Beitrag #179

Wenn man in einem halbwegs guten Restaurant darauf hinweist, dass mit dem Essen etwas nicht stimmt, dann erntet man, meiner Erfahrung nach und vorausgesetzt man bringt es in einer angemessen höflichen Form vor, zuerst mal einen Ausdruck zwischen Bedauern und Entsetzen (je nach Gemütslage und Sensibilität des Kellners), gefolgt von Vorschlägen, wie es wieder gut gemacht werden könne.


Richtig. Die kalten Muscheln, höflich reklamiert, wären halt so. Ich habe da weder Bedauern, noch Entsetzen raushören können. Aber gut, zu diesem Zeitpunkt war der Kellner sicher -dank seiner besonderen Menschenkenntnis- im Bilde, womit er es zu tun hat und schloß daraus: Vorschläge zur Minderung meiner Unzufriedenheit sind eh überflüssig, insofern braucht man auch kein Risotto mehr servieren, das Spülwasser mit den Reiskörnern drin tuts auch.

Zitat von Hans Bergman im Beitrag #179

Ich glaube ganz fest, dein Sieg Heil hast du dir durch die Art deiner Reklamation selbst zuzuschreiben..


Du glaubst grundsätzlich mehr als Du weißt und behandelst Deinen Glauben deshalb auch wie Wissen. Natürlich habe ich mir das selbst zuzuschreiben, bin ja Deutscher, da bringe ich fahrlässig die erste Voraussetzung für ein "Sieg Heil" als Ansprache schon mit. Und selbstverständlich bin ich damit schon ausreichend vorbelastet, um grobe Unzulänglichkeiten, auch und besonders in der Wiederholung mit aller Freundlichkeit zu kommentieren.

Zitat von Hans Bergman im Beitrag #179

Ich bin auch in Frankreich noch nie als Hitlerdeutscher bezeichnet worden. Und ich war schon viele Jahre früher da als du. :)


:) Das erinnert mich an meinen Autohändler, der mir bei der 6 gerissenen Frontscheiben innerhalb eines Jahres sagte, er hätte das noch nie gehabt. Ich bin immer wieder glücklich, mich mit solch durchdachten Argumenten auseinandersetzen zu dürfen.

Zitat von Hans Bergman im Beitrag #179

Es kommt eben immer darauf an, wie man vom Gastgeber in seinem Land wahrgenommen wird. Und darauf, ob man auch selber den Gastgeber als Gastgeber wahrnimmt.



Was meinst Du damit? Dass ich in Frankreich der Ansicht war, dass es sich um mein Land handelt, was wir strammen Deutschen zu Unrecht wieder abgeben mussten?



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#182

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 10.02.2015 07:59
von Landegaard | 14.753 Beiträge

Zitat von sayada.b. im Beitrag #180
Zitat von Hans Bergman im Beitrag #179
Zitat von Landegaard im Beitrag #173
...Ich komme übrigends bestens damit klar, in Frankreich (immer schon) oder in Italien (neuerdings) als Hitlerdeutscher bezeichnet zu werden. Ich kenn es nicht anders, es gab schon immer ausreichend Leute, denen diese Mitteilung einem Nachbar gegenüber sehr wichtig war. Meistens gab ich Anlass, zuletzt in Mailand, als ich dem Kellner unverschämterweise mitteilte, dass die Muscheln kalt seien und dass das, was er mir als Risotto vorsetzte, mir eher wie eine Gemüsebrühe mit ein paar Reiskörnern vorkäme. Als ich ihm sagte, dass ich das jetzt gerne nochmal vernünftig hätte, sagte er tatsächlich in gebrochenem Deutsch: Sieg heil.

Was ist Dein Rat? Betreten zahlen und verschwinden oder mich nicht dadurch unbeliebt zu machen, weil ich die Frechheit, mir solch einen Rotz vorzusetzen, nicht toleriere, also brav löffen, zahlen, lächeln, verschwinden? Also ich mache mich dann gerne auch mal unbeliebt.
Der Unterschied liegt ganz einfach im Benehmen und in der Tatsache, dass Kellner durch ihren täglichen Umgang mit Menschen sich eine besondere Menschenkenntnis erwerben.
Bei deiner Wortwahl hier (und auch sonst sehr oft) kann man sich lebhaft vorstellen, wie deine Reklamation sich anhörte oder wenigstens anfühlte.
Ich war sehr oft in Oberitalien beim Essen. Wenn man in einem halbwegs guten Restaurant darauf hinweist, dass mit dem Essen etwas nicht stimmt, dann erntet man, meiner Erfahrung nach und vorausgesetzt man bringt es in einer angemessen höflichen Form vor, zuerst mal einen Ausdruck zwischen Bedauern und Entsetzen (je nach Gemütslage und Sensibilität des Kellners), gefolgt von Vorschlägen, wie es wieder gut gemacht werden könne. Ein Digestiv, der nicht auf der Karte steht und sonst nicht ausgeschenkt wird, gehört abschließend dann selbstverständlich auch dazu.
Ich glaube ganz fest, dein Sieg Heil hast du dir durch die Art deiner Reklamation selbst zuzuschreiben.

Ich bin auch in Frankreich noch nie als Hitlerdeutscher bezeichnet worden. Und ich war schon viele Jahre früher da als du. :)

Es kommt eben immer darauf an, wie man vom Gastgeber in seinem Land wahrgenommen wird. Und darauf, ob man auch selber den Gastgeber als Gastgeber wahrnimmt.




Nee Hans, so einfach kannst Du es Dir nicht machen! Mit Essem in Restaurant habe ich auch so meine Erfahrungen und dies nicht nur im Ausland...

Und zum Thema Frankreich: Es kommt immer drauf an, wo Du Dich aufhältst. Soll heißen, was "die Deutschen" dort früher anstellten. Und natürlich spielen familiäre Dinge der Vergangenheit auch eine Rolle.
Mir selbst ist so etwas in Frankreich noch nie passiert, aber einem sehr guten Freund schon. Als er das Grab seines gefallenen Vaters besuchte...


Richtig. Die meisten besseren Restaurants gehen, wenn denn überhaupt mal was nicht in Ordnung ist, äußerst professionell mit Reklamationen um. Diejenigen, die den Gast als jemanden betrachten, der ausser der Begleichung der Rechnung über keinerlei Rechte verfügt, sind schon die wenigsten. Unabhängig davon, bin ich noch immer der, der in Erwartung einer Gegenleistung sein Geld dort lässt. Und wenn diese Erwartung nicht erfüllt wird, finde ich es legitim, auch die Erwartung an meine Zahlung zu enttäuschen.

Tatsächlich wurde mir auch gesagt, dass in Teilen von Frankreich derlei passieren kann. Ich habe mich gefragt, warum man dort dann eine Jugendherberge baut, in denen vorwiegend deutsche Austauschschüler untergebracht werden, wenn man das eigentlich gar nicht will.

Andererseits haben wir dort sehr erfrischende Erfahrungen mit jüngeren Franzosen gemacht, die Probleme gab es mit den Älteren. Geht mir heute auch in Griechenland so. Mit den Jüngeren kann man sich bestens über Europa und den Problemen unterhalten, die sehen das alles deutlich differenzierter, als man es unserer Presse entnehmen kann. Und deshalb ist das auch alles sehr sinnvoll.



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#183

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 10.02.2015 08:24
von sayada.b. | 7.696 Beiträge

Zitat von Landegaard im Beitrag #182
Zitat von sayada.b. im Beitrag #180
Zitat von Hans Bergman im Beitrag #179
Zitat von Landegaard im Beitrag #173
...Ich komme übrigends bestens damit klar, in Frankreich (immer schon) oder in Italien (neuerdings) als Hitlerdeutscher bezeichnet zu werden. Ich kenn es nicht anders, es gab schon immer ausreichend Leute, denen diese Mitteilung einem Nachbar gegenüber sehr wichtig war. Meistens gab ich Anlass, zuletzt in Mailand, als ich dem Kellner unverschämterweise mitteilte, dass die Muscheln kalt seien und dass das, was er mir als Risotto vorsetzte, mir eher wie eine Gemüsebrühe mit ein paar Reiskörnern vorkäme. Als ich ihm sagte, dass ich das jetzt gerne nochmal vernünftig hätte, sagte er tatsächlich in gebrochenem Deutsch: Sieg heil.

Was ist Dein Rat? Betreten zahlen und verschwinden oder mich nicht dadurch unbeliebt zu machen, weil ich die Frechheit, mir solch einen Rotz vorzusetzen, nicht toleriere, also brav löffen, zahlen, lächeln, verschwinden? Also ich mache mich dann gerne auch mal unbeliebt.
Der Unterschied liegt ganz einfach im Benehmen und in der Tatsache, dass Kellner durch ihren täglichen Umgang mit Menschen sich eine besondere Menschenkenntnis erwerben.
Bei deiner Wortwahl hier (und auch sonst sehr oft) kann man sich lebhaft vorstellen, wie deine Reklamation sich anhörte oder wenigstens anfühlte.
Ich war sehr oft in Oberitalien beim Essen. Wenn man in einem halbwegs guten Restaurant darauf hinweist, dass mit dem Essen etwas nicht stimmt, dann erntet man, meiner Erfahrung nach und vorausgesetzt man bringt es in einer angemessen höflichen Form vor, zuerst mal einen Ausdruck zwischen Bedauern und Entsetzen (je nach Gemütslage und Sensibilität des Kellners), gefolgt von Vorschlägen, wie es wieder gut gemacht werden könne. Ein Digestiv, der nicht auf der Karte steht und sonst nicht ausgeschenkt wird, gehört abschließend dann selbstverständlich auch dazu.
Ich glaube ganz fest, dein Sieg Heil hast du dir durch die Art deiner Reklamation selbst zuzuschreiben.

Ich bin auch in Frankreich noch nie als Hitlerdeutscher bezeichnet worden. Und ich war schon viele Jahre früher da als du. :)

Es kommt eben immer darauf an, wie man vom Gastgeber in seinem Land wahrgenommen wird. Und darauf, ob man auch selber den Gastgeber als Gastgeber wahrnimmt.




Nee Hans, so einfach kannst Du es Dir nicht machen! Mit Essem in Restaurant habe ich auch so meine Erfahrungen und dies nicht nur im Ausland...

Und zum Thema Frankreich: Es kommt immer drauf an, wo Du Dich aufhältst. Soll heißen, was "die Deutschen" dort früher anstellten. Und natürlich spielen familiäre Dinge der Vergangenheit auch eine Rolle.
Mir selbst ist so etwas in Frankreich noch nie passiert, aber einem sehr guten Freund schon. Als er das Grab seines gefallenen Vaters besuchte...


Richtig. Die meisten besseren Restaurants gehen, wenn denn überhaupt mal was nicht in Ordnung ist, äußerst professionell mit Reklamationen um. Diejenigen, die den Gast als jemanden betrachten, der ausser der Begleichung der Rechnung über keinerlei Rechte verfügt, sind schon die wenigsten. Unabhängig davon, bin ich noch immer der, der in Erwartung einer Gegenleistung sein Geld dort lässt. Und wenn diese Erwartung nicht erfüllt wird, finde ich es legitim, auch die Erwartung an meine Zahlung zu enttäuschen.

Tatsächlich wurde mir auch gesagt, dass in Teilen von Frankreich derlei passieren kann. Ich habe mich gefragt, warum man dort dann eine Jugendherberge baut, in denen vorwiegend deutsche Austauschschüler untergebracht werden, wenn man das eigentlich gar nicht will.

Andererseits haben wir dort sehr erfrischende Erfahrungen mit jüngeren Franzosen gemacht, die Probleme gab es mit den Älteren. Geht mir heute auch in Griechenland so. Mit den Jüngeren kann man sich bestens über Europa und den Problemen unterhalten, die sehen das alles deutlich differenzierter, als man es unserer Presse entnehmen kann. Und deshalb ist das auch alles sehr sinnvoll.


Hm, ich war nur einmal in Griechenland (1991), da meine Cousine sich später von ihrem Mann getrennt hatte und inzwischen in der Schweiz lebt. Aber schon damals schilderten mir die griechischen Familienmitglieder sehr kritisch die Zustände in ihrem Land. Vor allem ging es um den riesigen Verwaltungsapparat, in welchem die Stellen meist 3-fach besetzt waren, so daß jeder nur einige Stunden dort tätig war, aber auch meist noch einen Zweitjob zum Überleben brauchte...

Aber es wurde (auch außerhalb der Familie) immer wieder von "wir in Greece" und "ihr in Europa" gesprochen. Was mich damals doch sehr erstaunte.



zuletzt bearbeitet 10.02.2015 08:28 | nach oben springen

#184

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 11.02.2015 22:56
von Hans Bergman | 13.786 Beiträge

Zitat von sayada.b. im Beitrag #180
...Nee Hans, so einfach kannst Du es Dir nicht machen! Mit Essem in Restaurant habe ich auch so meine Erfahrungen und dies nicht nur im Ausland...
Ich mach es mir einfach? Landi macht es mir einfach!
Es besteht doch kein irgendwie gearteter Anfangsverdacht, er könnte vielleicht woanders weniger grob und oberlehrerhaft auftreten wie hier. Und wenn er schreibt, er habe "höflich" reklamiert, dann gehe ich davon aus, dass er auch die Definition dieses Wortes nicht kennt, oder maximal, dass er nicht mit den Muscheln nach dem Kellner geworfen hat.



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#185

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 11.02.2015 23:12
von Leto_II. | 18.860 Beiträge

Zitat von Hans Bergman im Beitrag #184
Zitat von sayada.b. im Beitrag #180
...Nee Hans, so einfach kannst Du es Dir nicht machen! Mit Essem in Restaurant habe ich auch so meine Erfahrungen und dies nicht nur im Ausland...
Ich mach es mir einfach? Landi macht es mir einfach!
Es besteht doch kein irgendwie gearteter Anfangsverdacht, er könnte vielleicht woanders weniger grob und oberlehrerhaft auftreten wie hier. Und wenn er schreibt, er habe "höflich" reklamiert, dann gehe ich davon aus, dass er auch die Definition dieses Wortes nicht kennt, oder maximal, dass er nicht mit den Muscheln nach dem Kellner geworfen hat.



Er wird immer dann "höflich", wenn Du ihm tiefgefrorene Muscheln als wohl temperiert verkaufen willst.


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#186

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 12.02.2015 08:07
von Landegaard | 14.753 Beiträge

Zitat von Hans Bergman im Beitrag #184
Zitat von sayada.b. im Beitrag #180
...Nee Hans, so einfach kannst Du es Dir nicht machen! Mit Essem in Restaurant habe ich auch so meine Erfahrungen und dies nicht nur im Ausland...
Ich mach es mir einfach? Landi macht es mir einfach!
Es besteht doch kein irgendwie gearteter Anfangsverdacht, er könnte vielleicht woanders weniger grob und oberlehrerhaft auftreten wie hier. Und wenn er schreibt, er habe "höflich" reklamiert, dann gehe ich davon aus, dass er auch die Definition dieses Wortes nicht kennt, oder maximal, dass er nicht mit den Muscheln nach dem Kellner geworfen hat.



:) Immer wieder schön zu sehen, wie Du in Unkenntnis irgendwelcher Fakten Geschehnisse beurteilen kannst. Wäre ich Du, würde ich sagen, ich habe ihm die Muscheln als Protest gegen die Landnahme der Israelis an den Kopf geworfen. Dieses Motiv entschuldigt bei Dir gemeinhin ja alles.

Tatsächlich bestand ich darauf, dass die Muscheln so kalt waren, wie sie nun mal waren, auch wenn der Kellner mir versicherte, dass sie in Ordnung seien, er habe schließlich in der Küche nachgefragt. Ist zugegeben sehr typisch für mich, eher auf mein Temperaturempfinden zu vertrauen, als auf das anderer, die da keine Probe von genommen haben. Wieder meine Arroganz

Sagen wir, ich war anschließend nicht mehr vollumfänglich zum höflichen Austausch bereit, allerdings gewillt, den Frieden zu wahren. Hatte ja schließlich Hunger und nicht die Absicht, meine Aufmerksamkeit zu sehr von meiner Begleitung abzuziehen.

Als das Spülwasser kam, gelang es mir noch, beherrscht zu fragen, was das sein soll, wir hätten Steinpilzrisotto bestellt und ich sehe kaum Risotto und keine Pilze. Wäre ein lokales Rezept, italiano originale... Ich versuchte dann zu argumentieren, dass es doch sicherlich auch lokal ungewöhnlich sei, namensgebende Zutaten in einem Menü zu verwenden, die nicht vorhanden seien: Steinpilze und Risotto. Das kommentierte er emphatisch mit, er müsse nun weiter arbeiten.
Gut, meine letzte höfliche Äußerung war dann, den Küchenchef sprechen zu wollen. Das wurde mit besagtem Gruß beantwortet. Tatsächlich bin ich dann laut geworden.

Das tolle an Dir ist, dass Du wie bei all Deinen Entgleisungen hinsichtlich Israel all diese lästigen Fakten gar nicht wissen musst, um zu urteilen. Schon vorab ist klar, wer Schuld hat. Ein steter Quell der Konflikte hier ist Dein Verzicht auf Ursachenbetrachtung. Unabhängig davon, ob man sie Dir nahlegt oder nicht. Symptomatisch.

Interessant auch, dass es gerade Du bist, der sich selbst Fähigkeiten zuspricht, die Du nicht hast: Menschenkenntnis, an anderer Stelle ökonomische Expertise, nur um zwei zu nennen. Und nun schau mal, wo Du ja Definition von Begriffen angesprochen hast:

"Unter Hochmut (hebräisch ‏גָּאוֹן‎ ga’on; altgriechisch μεγαλοψυχία, megalopsychia; lateinisch magnanimitas, superbia) versteht man seit der frühen Neuzeit den Habitus von Personen, die den Eindruck erwecken, als schätzten sie ihren eigenen Wert, ihren Rang oder ihre Fähigkeiten ungebührlich hoch ein."



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#187

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 12.02.2015 15:38
von Hans Bergman | 13.786 Beiträge

Zitat von Leto_II. im Beitrag #185
Zitat von Hans Bergman im Beitrag #184
Zitat von sayada.b. im Beitrag #180
...Nee Hans, so einfach kannst Du es Dir nicht machen! Mit Essem in Restaurant habe ich auch so meine Erfahrungen und dies nicht nur im Ausland...
Ich mach es mir einfach? Landi macht es mir einfach!
Es besteht doch kein irgendwie gearteter Anfangsverdacht, er könnte vielleicht woanders weniger grob und oberlehrerhaft auftreten wie hier. Und wenn er schreibt, er habe "höflich" reklamiert, dann gehe ich davon aus, dass er auch die Definition dieses Wortes nicht kennt, oder maximal, dass er nicht mit den Muscheln nach dem Kellner geworfen hat.



Er wird immer dann "höflich", wenn Du ihm tiefgefrorene Muscheln als wohl temperiert verkaufen willst.

Mehr habe ich auch nicht gesagt. :)
Allerdings wird er auch "höflich", wenn er heiße Muscheln als tiefgefroren nur wahrnimmt.



zuletzt bearbeitet 12.02.2015 16:01 | nach oben springen

#188

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 12.02.2015 15:59
von Hans Bergman | 13.786 Beiträge

Zitat von Landegaard im Beitrag #186
...:) Immer wieder schön zu sehen, wie Du in Unkenntnis irgendwelcher Fakten Geschehnisse beurteilen kannst. ...
Okay, dann schuldig durch Indizienbeweis:
Nur zwei Beispiele:
"Jetzt mal an alle außer Indo :) Ich weiß ja, dass Indo einen an der Waffel hat, ich meine nicht, dass man das unterstützen sollte."
"Du kannst mir ja einen Vorschlag machen, was die politisch korrekte Bezeichnung für einen Trottel ist, dann werde ich die nutzen."
(Und es gibt derer Beispiele noch einige...)

Das ist höflich und gebildet? Aber ich weiß ja, mit Definitionen hast du deine Probleme. Mit Anschuldigungen dafür umso weniger.



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#189

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 12.02.2015 16:30
von Landegaard | 14.753 Beiträge

Zitat von Hans Bergman im Beitrag #188
Zitat von Landegaard im Beitrag #186
...:) Immer wieder schön zu sehen, wie Du in Unkenntnis irgendwelcher Fakten Geschehnisse beurteilen kannst. ...
Okay, dann schuldig durch Indizienbeweis:
Nur zwei Beispiele:
"Jetzt mal an alle außer Indo :) Ich weiß ja, dass Indo einen an der Waffel hat, ich meine nicht, dass man das unterstützen sollte."
"Du kannst mir ja einen Vorschlag machen, was die politisch korrekte Bezeichnung für einen Trottel ist, dann werde ich die nutzen."
(Und es gibt derer Beispiele noch einige...)

Das ist höflich und gebildet? Aber ich weiß ja, mit Definitionen hast du deine Probleme. Mit Anschuldigungen dafür umso weniger.




Mein Beitrag war eigentlich kein Versuch zum Auftakt zu einer weiteren Gaga-Debatte mit Dir, sondern eine abschließende Feststellung. So wie Deine zuvor. Ich kann jede für sich in ihrer jeweiligen Fundiertheit stehenlassen. Spricht doch für sich :)



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#190

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 25.02.2015 07:48
von Landegaard | 14.753 Beiträge

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ja...-a-1020188.html

Und schon wieder ein guter Fleischhauer. So langsam mach ich mir Sorgen :)



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#191

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 04.03.2015 09:53
von Landegaard | 14.753 Beiträge

http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...-a-1021465.html

Nochmal ein guter Fleischhauer. Der legt doch glatt eine Serie wie der BVB hin :)



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#192

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 04.03.2015 18:52
von Maga-neu | 17.141 Beiträge

Zitat von Landegaard im Beitrag #191
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/masern-impfung-achtung-impf-mobber-fleischhauer-kolumne-a-1021465.html

Nochmal ein guter Fleischhauer. Der legt doch glatt eine Serie wie der BVB hin :)

Was früher (vor gut 400 Jahren) im Reich die Auseinandersetzungen zwischen Katholiken, Lutheranern und Reformierten (ja, die hassten sich auch untereinander wie die Pest) waren, sind heute die Streitigkeiten zwischen Impfbefürwortern und -gegnern. Dabei können beide Lager vernünftige Argumente ins Feld führen, wenn sie einmal vom "Dogmatischen" absehen würden.


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#193

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 04.03.2015 22:13
von Leto_II. | 18.860 Beiträge

Zitat von Maga-neu im Beitrag #192
Zitat von Landegaard im Beitrag #191
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/masern-impfung-achtung-impf-mobber-fleischhauer-kolumne-a-1021465.html

Nochmal ein guter Fleischhauer. Der legt doch glatt eine Serie wie der BVB hin :)

Was früher (vor gut 400 Jahren) im Reich die Auseinandersetzungen zwischen Katholiken, Lutheranern und Reformierten (ja, die hassten sich auch untereinander wie die Pest) waren, sind heute die Streitigkeiten zwischen Impfbefürwortern und -gegnern. Dabei können beide Lager vernünftige Argumente ins Feld führen, wenn sie einmal vom "Dogmatischen" absehen würden.


Impfung ist ein homöopathischer Ansatz in der Schulmedizin, da müssten die Globuli-Fresser glatt drauf abfahren...

Wenn die MMR Autismus begünstigt, wird es halt schwierig, da die Studie gefälscht war. Fleischhauer beschreibt da schon einen Typus Eltern/Mütter, der einem echt auf die Nerven gehen kann.


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#194

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 04.03.2015 22:31
von Nante | 7.225 Beiträge

Zitat von Landegaard im Beitrag #191
Nochmal ein guter Fleischhauer. Der legt doch glatt eine Serie wie der BVB hin :)

Naja, dieses "grün" im Prenzelberg hat mit "links" nichts zu tun. Es gibt da keine symbiotische Beziehung.


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#195

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 04.03.2015 23:28
von Leto_II. | 18.860 Beiträge

Zitat von Nante im Beitrag #194
Zitat von Landegaard im Beitrag #191
Nochmal ein guter Fleischhauer. Der legt doch glatt eine Serie wie der BVB hin :)

Naja, dieses "grün" im Prenzelberg hat mit "links" nichts zu tun. Es gibt da keine symbiotische Beziehung.



Das Selbstverständnis sieht das sicherlich anders, als der "Philosoph".


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#196

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 05.03.2015 19:39
von Maga-neu | 17.141 Beiträge

Zitat von Nante im Beitrag #194
Zitat von Landegaard im Beitrag #191
Nochmal ein guter Fleischhauer. Der legt doch glatt eine Serie wie der BVB hin :)

Naja, dieses "grün" im Prenzelberg hat mit "links" nichts zu tun.

Sehe ich auch so. Diese Erkenntnis überfordert den guten Jan aber.


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#197

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 10.03.2015 22:23
von Landegaard | 14.753 Beiträge

http://www.spiegel.de/politik/ausland/gr...-a-1022699.html

Puh, jetzt bin ich aber beruhigt. Mal endlich wieder ein schlechter Fleischhauer.



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#198

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 11.03.2015 16:06
von Maga-neu | 17.141 Beiträge

Zitat von Landegaard im Beitrag #197
http://www.spiegel.de/politik/ausland/griechenland-und-die-euro-verhandlungen-holt-den-psychiater-kolumne-a-1022699.html

Puh, jetzt bin ich aber beruhigt. Mal endlich wieder ein schlechter Fleischhauer.

Alles vorsehbar: USA und Israel nur positiv, Italien, Russland und Griechenland ganz böse. Ein richtiger Bullshit-Konservatismus, so richtig Tea-Party-mäßig.

Und dann die Psychologisierung der Politik: Inzwischen wimmelt es überall von Phobien, ob man islamophob, homophob, russophob oder sonst irgendwie phob ist. Dabei gibt es natürlich Irre in der Politik: Man denke an den IS oder an John McCain.

Die griechische Regierung ist es aber nicht. Die Ungereimtheiten und Tölpelhaftigkeit lassen sich viel eher mit mangelnder Regierungserfahrung oder mit der Tatsache erklären, dass die Vorgängerregierung die Akten in den Ministerien hat schreddern lassen, um ihrer Nachfolgerin nur "verbrannte Erde" zu hinterlassen.


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#199

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 11.03.2015 17:42
von Landegaard | 14.753 Beiträge

http://www.spiegel.de/politik/ausland/gr...-a-1022920.html

Gefühlt wird aktuell ja täglich eine neue Griechenland-Sau durchs Dorf gejagt. Dass in Athen soviel Quatsch auf einmal erzählt wird, kann ich kaum glauben. Wäre also Platz für die Verschwörungstheorie der Woche: Wir werden medial au einen Rauswurf der Griechen aus dem Euro vorbereitet, so dass wir denen keine Träne nachweinen.



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#200

RE: Zuwanderungsdebatte

in Redakteure/Politiker/Parteien 11.03.2015 18:34
von Leto_II. | 18.860 Beiträge

Zitat von Landegaard im Beitrag #199
http://www.spiegel.de/politik/ausland/griechenland-darf-athen-fuer-ns-entschaedigung-pfaenden-a-1022920.html

Gefühlt wird aktuell ja täglich eine neue Griechenland-Sau durchs Dorf gejagt. Dass in Athen soviel Quatsch auf einmal erzählt wird, kann ich kaum glauben. Wäre also Platz für die Verschwörungstheorie der Woche: Wir werden medial au einen Rauswurf der Griechen aus dem Euro vorbereitet, so dass wir denen keine Träne nachweinen.

Lustig fand ich die Position der Die Linke, habe aber nicht wirklich ganz verstanden, warum statt eine Aufrechnung gegen uneintreibbare Forderungen wirklich Geld fliessen sollte.



zuletzt bearbeitet 11.03.2015 18:38 | nach oben springen


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