#4726

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 08.04.2012 22:08
von mbockstette | 7.881 Beiträge | 6023 Punkte

y

Washington, 08.04.2012 - Seit Jahren rätselt der Westen über das Atomprogramm Irans. Dabei wissen die Amerikaner offenbar bestens Bescheid über die nuklearen Pläne Teherans. Wie die "Washington Post" am Sonntag berichtet, haben die Amerikaner seit 2006 ihr Spionageprogramm gegen Iran ausgeweitet. Die Zeitung sprach mit aktuellen und früheren Sicherheitsberatern der US-Regierung. Sie kommt zu dem Schluss, dass man im Weißen Haus davon ausgehe, über eine Entscheidung Irans zum tatsächlichen Atombombenbau rechtzeitig Geheimdienstinformationen erhalten zu können.

Die Erkenntnisse würden die Verhandlungsposition der USA bei den neuen Fünf-plus-eins-Gesprächen stärken, die am Freitag in Istanbul wiederaufgenommen werden sollen, so das Blatt.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,826341,00.html

08.04.2012 - USA fordern Abriss von iranischer Atomanlage

Zum ersten Mal seit Langem trifft sich der Westen mit der iranischen Führung wieder zu Atomverhandlungen. Dabei gibt es ein klares Ziel: Die umstrittene unterirdische Anlage Fordow muss dichtgemacht werden.
http://www.ftd.de/politik/international/...e/70020083.html



zuletzt bearbeitet 08.04.2012 22:24 | nach oben springen

#4727

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 08.04.2012 23:00
von guylux (gelöscht)
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Zitat von: nahal
08.04.2012 18:00 #113586


1)Ja, bei den nächsten Wahlen.

Sieht so aus als ob Radikale wie Liebermann und Yishai da noch zulegen werden .
Irgendwann wirds unheimlich .


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#4728

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 08.04.2012 23:05
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: guylux
08.04.2012 23:00 #113658

Sieht so aus als ob Radikale wie Liebermann und Yishai da noch zulegen werden .
Irgendwann wirds unheimlich .


Ein weiterer Schritt in die Unheimlichkeit, das höchste Gericht ausschalten.

Zitat
Justice Minister pushing for bill that aims to reinstate law struck down by Israel's Supreme Court
http://www.haaretz.com/news/national/jus...rticle_comments



denkt man an all die rassistischen Gesetzesvorlagen der letzten 2 Jahre, ist die Diktatur in Israel nicht mehr sehr weit.


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#4729

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 08.04.2012 23:07
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: mbockstette
08.04.2012 22:08 #113651
y

Washington, 08.04.2012 - Seit Jahren rätselt der Westen über das Atomprogramm Irans. Dabei wissen die Amerikaner offenbar bestens Bescheid über die nuklearen Pläne Teherans. Wie die "Washington Post" am Sonntag berichtet, haben die Amerikaner seit 2006 ihr Spionageprogramm gegen Iran ausgeweitet. Die Zeitung sprach mit aktuellen und früheren Sicherheitsberatern der US-Regierung. Sie kommt zu dem Schluss, dass man im Weißen Haus davon ausgehe, über eine Entscheidung Irans zum tatsächlichen Atombombenbau rechtzeitig Geheimdienstinformationen erhalten zu können.

Die Erkenntnisse würden die Verhandlungsposition der USA bei den neuen Fünf-plus-eins-Gesprächen stärken, die am Freitag in Istanbul wiederaufgenommen werden sollen, so das Blatt.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,826341,00.html

08.04.2012 - USA fordern Abriss von iranischer Atomanlage

Zum ersten Mal seit Langem trifft sich der Westen mit der iranischen Führung wieder zu Atomverhandlungen. Dabei gibt es ein klares Ziel: Die umstrittene unterirdische Anlage Fordow muss dichtgemacht werden.
http://www.ftd.de/politik/international/...e/70020083.html


Die Iraner werden ganz bestimmt ihre unterirdischen Atomanlagen abreissen. Allerdings erst nachdem Dimona abgerissen wurde.

Es geschehen ja immer wieder Wunder.


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#4730

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 09.04.2012 10:11
von Landegaard | 16.195 Beiträge | 23806 Punkte


Zitat von: nahal
07.04.2012 09:55 #113238


1. Ich spreche Ihnen eine Meinungsbildung nicht ab, ich setzte diese in Relation.

2. Welche "inhaltliche" Fragestellungen meinen Sie, die abgebüglet werden?

3. Sind das nicht alles Fragen, die wir hier ausführlich diskutiert haben?
Inhaltlich belibt nur die Hetze des Grass üblich.

Zu den Antisemiten hier und Fragestellungen abbügeln:

4.Einer dieser rabiaten Antisemiten hat sich hier für die Androhung der Vernichtung der israelischen Bevölkerung offen ausgesprochen. Ein Ergebnis der Grass-Hetze.
Zwei weitere Antisemiten haben darauf nur meine Reaktion darauf zu kritisieren.

Und Sie?
Sie langweilt der antisemitische Vorwurf.
Denken Sie nochmal darüber nach.



1. Sie sprachen davon, dass ich Ihnen als "Unbeteiligter" etwas vorschreiben wolle. Das tat ich nirgendwo. Insofern sehe ich auch nicht, wo Sie was in Relation setzten. Wenn es allerdings tatsächlich nur das war, so bedarf das auch keiner Klarstellung. Dass Sie als Betroffener die Dinge etwas anders bewerten mögen, haben wir doch schon vor langer Zeit als natürliche Sache abgehakt. Ich bin allerdings der Ansicht, das gibt Ihnen nicht mehr oder weniger Recht, Dinge zu bewerten, als ich das habe.

2. So ziemlich alles, was Grass schrieb. Sehen Sie, ich mache mir Sorgen wegen der eskalation der Rethorik Richtung Iran. Ich halte es für kein Gerücht, dass Israel mit allen Optionen einen Angriff auf den Iran spielt. Kern ist die These, sich gegen eine Atomwaffe verteidigen zu müssen. Israel tut das zu einem Zeitpunkt, in dem das Korrektiv USA in wahlkampfbedingte Handlungsunfähigkeit driftet. Wir haben schon darüber gesprochen, dass Israel im Sommer ein ideales Zeitfenster hat, um Fakten zu schaffen. Passend dazu wird der Iran in gewohnter Routine als Haufen unzurechnungsfähiger Fanatiker platziert, denen Einhalt zu gebieten ist, egal um welchen Preis.
Aus dieser Position kann ich mit Grass Text erstaunlich viel anfangen, weil er zu einem Perspektivwechsel einläd. Und ja, es ist nicht zu übersehen, dass massenweise Reflexe nur dem Ziel dienen, bloß nicht diesen Perspektivwechsel zu gehen.
Broder fühlt sich sogar bemüßigt, Grass einen mäßigen Literaten zu nennen. Naja...
Und auch sonst, viel Gesummse, aktuell vornhemlich dahingehend, dass Grass in der Waffen-SS war und alleine deshalb besser sein Maul halten solle. Mag sogar stimmen, hat er aber nicht.

3. Ja, haben wir in Teilen, klar. Wofür ist das ein Argument. Dass es nicht nochmal passieren sollte?

4. Wenn Sie Ragnars Beitrag im Paralell-Strang meinen, so habe ich da keine Vernichtungsdrohung gegen Israelis draus lesen können, Ihre Reaktion darauf lies indes keinen Zweifel zu. Ich denke, das hat wenig mit Antisemitismus zu tun, sondern schlicht mit einer intensiv empfundenen Abneigung zweier Foristen.



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#4731

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 09.04.2012 10:15
von Landegaard | 16.195 Beiträge | 23806 Punkte


Zitat von: old-chatterhand
07.04.2012 12:45 #113269
Lesen bildet; dann muss man Andersdenkende auch nicht verleumnden und diffamieren, wie sie es tun.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ei...l-11708120.html


Auszug:

Es ist ein Machwerk des Ressentiments, es ist, wie Nietzsche über das Ressentiment sagte, ein Dokument der „imaginären Rache“ einer sich moralisch lebenslang gekränkt fühlenden Generation. Gern hätte er, dass jetzt die Debatte entsteht, ob man als Deutscher Israel denn kritisieren dürfe. Die Debatte aber müsste darum geführt werden, ob es gerechtfertigt ist, die ganze Welt zum Opfer Israels zu machen, nur damit ein fünfundachtzigjähriger Mann seinen Frieden mit der eigenen Biographie machen kann.


Genau darüber muss eben keine Debatte geführt werden. Aber seien Sie beruhigt (ich nehme an, Du bist es, Michael?), Deutschland führt nun diese Debatte.



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#4732

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 09.04.2012 12:07
von mbockstette | 7.881 Beiträge | 6023 Punkte


Zitat von: Landegaard
09.04.2012 10:15 #113724


Genau darüber muss eben keine Debatte geführt werden. Aber seien Sie beruhigt (ich nehme an, Du bist es, Michael?), Deutschland führt nun diese Debatte.


Nein, ich bin es nicht! Ich agiere nur mit offenem Visier und niemals anonym. Meine besten Jugendfreunde nannten mich allerdings "Winnetou" und der war ja bekanntlich der Blutsbruder von Old Schatterhand. :-)


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#4733

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 09.04.2012 12:11
von Landegaard | 16.195 Beiträge | 23806 Punkte


Zitat von: mbockstette
09.04.2012 12:07 #113733


Nein, ich bin es nicht! Ich agiere nur mit offenem Visier und niemals anonym. Meine besten Jugendfreunde nannten mich allerdings "Winnetou" und der war ja bekanntlich der Blutsbruder von Old Schatterhand. :-)



:)



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#4734

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 09.04.2012 12:37
von tbn | 4.131 Beiträge | 4131 Punkte


Zitat von: Landegaard
09.04.2012 10:15 #113724


(ich nehme an, Du bist es, Michael?),


Zitat von: mbockstette
09.04.2012 12:07 #113733


Nein, ich bin es nicht!





"Eine glatte Lüge?"


Oder?

Herr Old Bockstette, Sie hätten sich vorletzte Nacht nicht sofort einloggen sollen, um den Verdacht zu entkräften.
Manchmal erreicht man genau das Gegenteil von dem was man meint erreichen zu wollen.

:)



zuletzt bearbeitet 09.04.2012 12:38 | nach oben springen

#4735

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 09.04.2012 12:41
von nahal | 18.907 Beiträge | 21715 Punkte


Zitat von: Landegaard
09.04.2012 10:11 #113723


1. Sie sprachen davon, dass ich Ihnen als "Unbeteiligter" etwas vorschreiben wolle. Das tat ich nirgendwo. Insofern sehe ich auch nicht, wo Sie was in Relation setzten. Wenn es allerdings tatsächlich nur das war, so bedarf das auch keiner Klarstellung. Dass Sie als Betroffener die Dinge etwas anders bewerten mögen, haben wir doch schon vor langer Zeit als natürliche Sache abgehakt. Ich bin allerdings der Ansicht, das gibt Ihnen nicht mehr oder weniger Recht, Dinge zu bewerten, als ich das habe.

......
4. Wenn Sie Ragnars Beitrag im Paralell-Strang meinen, so habe ich da keine Vernichtungsdrohung gegen Israelis draus lesen können, Ihre Reaktion darauf lies indes keinen Zweifel zu. Ich denke, das hat wenig mit Antisemitismus zu tun, sondern schlicht mit einer intensiv empfundenen Abneigung zweier Foristen.


1.
Sie wollten mir nichts "vorschreiben", ich habe Ihnen das nicht vorgeworfen.
Ich machte nur auf die selbstverständliche unterschiedliche Reaktion von Betroffenen und nicht Betroffenen aufmerksam.
Es ging allein um die von Ihnen als natürliche Sache Abhehacktes, womit es auch keiner Klarstellung bedarf.

Somit braucht es auch nicht klargestellt zu werden, dass ween ein Grass etwas schreibt, was mich bertifft, der Grad meiner Reaktion etwas anders ist als, zB, Ihrer.
2.
siehe Pkt. 1.



zuletzt bearbeitet 09.04.2012 13:00 | nach oben springen

#4736

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 09.04.2012 12:42
von mbockstette | 7.881 Beiträge | 6023 Punkte


Zitat von: Landegaard
09.04.2012 12:11 #113736


:)


Du wirst lachen, aber auch ich habe mich gefragt, wer sich hier wohl Old Schatterhand nennt und mir kam der Gedanke, es könnte mein Sohn (Kanake) sein, aber wie gesagt, ich weiß es wirklich nicht. Dass man seine Argumentation für die Meinige halten kann, ist auch mir aufgefallen. Das ist auch ein Grund dafür, warum ich mich in Sachen Grass-Gericht zurückgehalten habe.

Grass meinte, er müsse sich unbedingt über Israel/Iran mahnend äußern und spricht dem Grunde nach doch nur über sich und von Deutschland. Das Gedicht für den Welt-Frieden ist ihm vollendet misslungen. Ich unterstelle ihm keine üblen Absichten aber attestiere ihm sowohl eine künstlerische als auch eine politische Fehlleistung von Rang.



zuletzt bearbeitet 09.04.2012 12:49 | nach oben springen

#4737

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 09.04.2012 12:50
von nahal | 18.907 Beiträge | 21715 Punkte


Zitat von: Landegaard
09.04.2012 10:11 #113723




3. Ja, haben wir in Teilen, klar. Wofür ist das ein Argument. Dass es nicht nochmal passieren sollte?



Genau, Sie kommen sehr nahe dran.

Man kann Solches unter dem Teppich kehren lassen, mit dem Argument, es seien Ergüße eines alten, senilen, von der Realität entwiechenen Möchtegern-Titans abtun.
Man kann es, sowie er selbst das tut, als Ergüße eines Maulhelden abtun.

Sie mögen, aus der emotionellen Distanz (siehe Pkt.1 udn 4.) als unwichtig betrachten.
Andere (ich auch), sehe das aus einer emotionellen Nähe:

1)
Haben wir (Ihre Vorfahren und meine) nicht diesen Fehler begangen? Haben wir nicht die damaligen "Maulhelden" (sei es 1923, sei es "Mein Kampf", sei es ganz klare Parteireden 1935, sei es der 9.11.1938, etc, etc) als nur rethorische Entgleisungen bertachtet?
2)
Egal was Grass gemeint hat, egal wie er sich jetzt, durch "Präzisierungen", herauszureden versucht, es sind die Epigonen des Gedankengutes, die jetzt aus allen Löchern herauskriechen.


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#4738

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 09.04.2012 12:56
von mbockstette | 7.881 Beiträge | 6023 Punkte

"Eine glatte Lüge?"


Oder?

Herr Old Bockstette, Sie hätten sich vorletzte Nacht nicht sofort einloggen sollen, um den Verdacht zu entkräften.
Manchmal erreicht man genau das Gegenteil von dem was man meint erreichen zu wollen.

:)
_________________________________________________________________________________________

http://www.youtube.com/watch?v=hSwJ2rjUSdc


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#4739

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 09.04.2012 12:58
von werner thurner | 3.915 Beiträge | 3915 Punkte


Zitat von: Lea S.
08.04.2012 18:56 #113595


Bisher habe ich das noch als lustig empfunden, ab sofort nicht mehr.

Du bist und bleibst ein unverschämter Rüpel.



Lea, nicht geschockt sein, Menschen wie nahal ist absolut nichts peinlich oder heilig, ausser sein (völlig übersteigerter) Zionismus inklusive der Wege und Neocon Politik diesen zu "vollenden".



zuletzt bearbeitet 09.04.2012 13:17 | nach oben springen

#4740

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 09.04.2012 12:59
von nahal | 18.907 Beiträge | 21715 Punkte


Zitat von: Landegaard
09.04.2012 10:11 #113723



2. So ziemlich alles, was Grass schrieb. Sehen Sie, ich mache mir Sorgen wegen der eskalation der Rethorik Richtung Iran. Ich halte es für kein Gerücht, dass Israel mit allen Optionen einen Angriff auf den Iran spielt. Kern ist die These, sich gegen eine Atomwaffe verteidigen zu müssen. Israel tut das zu einem Zeitpunkt, in dem das Korrektiv USA in wahlkampfbedingte Handlungsunfähigkeit driftet. Wir haben schon darüber gesprochen, dass Israel im Sommer ein ideales Zeitfenster hat, um Fakten zu schaffen. Passend dazu wird der Iran in gewohnter Routine als Haufen unzurechnungsfähiger Fanatiker platziert, denen Einhalt zu gebieten ist, egal um welchen Preis.
Aus dieser Position kann ich mit Grass Text erstaunlich viel anfangen, weil er zu einem Perspektivwechsel einläd. Und ja, es ist nicht zu übersehen, dass massenweise Reflexe nur dem Ziel dienen, bloß nicht diesen Perspektivwechsel zu gehen.




Sehen Sie, ich mache mir größere Sorgen wegen der Rethorik des Irans (weniger wegen der Rethorik in Richtung Iran). Und nicht nur wegen der Rethorik.

Auch Ihrer Analyse bezüglich des Zeitpunktes teile ich nur in Teilen.
Israel, unter allen Regierungen, hat dieses, seit 1994 gemacht.
Selbsverständlich eskaliert sowohl die Rethorik als auch die tatsächlichen Vorbereitungen synchron mit der Nähe der vermuteten und angenommenen Gefahr. Eine Selbstverständlichkeit.

Perspektivwechsel?
Die internationale Gemeinschaft (hier sowohl "der Westen" getrennt als auch die UN) haben, seit Jahren, eine Perspektive aufgezeigt.

Ihnen und Grass gefällt diese Perspektive nicht?


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#4741

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 09.04.2012 13:06
von werner thurner | 3.915 Beiträge | 3915 Punkte


Zitat von: nahal
08.04.2012 19:19 #113604


Finde dich damit ab oder gewöhne dir an, dich nicht mit solchen Kretins zu verbinden, die es gut finden, meiner Sippe mit Vernichtung zu drohen.

Deine Wahl.


Wie der Kriegsverbrecher GW Bush: wer nicht für uns ist, der ist gegen uns.

Da sieht man das absolut Totalitäre in nahals Ansichten und Gedankenwelt.

Die geht sogar dahin anderen den Tod zu wünschen, was im Eifer des Wortgefechts schon mal vorkommen kann, irgendwann aber sollte nachdenken und Entschuldigung für solches Verhalten eintreten.
Bei Menschen wie nahal eben nicht.Der ist sich aber nicht zu Schade Andersdenkende als Kretins und sonstiges abzustempeln und ihnen seinen Allerwertesten entgegenzustrecken, anstatt gute Argumente zu bringen. Z.b. zum Grass Gedicht, welches die lage völlig richtig beschreibt.
Deshalb heulen ja die Entsprechenden Leute auf.

Resumee: der absolute geistig moralische Bankrott der Israelversteher und Unterstützer mit Hurra in den nächsten Weltkrieg.
.......................................................................................

Was gesagt werden muss
Von Günter Grass

"Warum schweige ich, verschweige zu lange, was offensichtlich ist und in Planspielen geübt wurde, an deren Ende als Überlebende wir allenfalls Fußnoten sind.

Es ist das behauptete Recht auf den Erstschlag, der das von einem Maulhelden unterjochte und zum organisierten Jubel gelenkte iranische Volk auslöschen könnte, weil in dessen Machtbereich der Bau einer Atombombe vermutet wird.

Doch warum untersage ich mir, jenes andere Land beim Namen zu nennen, in dem seit Jahren - wenn auch geheimgehalten - ein wachsend nukleares Potential verfügbar aber außer Kontrolle, weil keiner Prüfung zugänglich ist?

Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes, dem sich mein Schweigen untergeordnet hat, empfinde ich als belastende Lüge und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt, sobald er mißachtet wird; das Verdikt "Antisemitismus" ist geläufig.

Jetzt aber, weil aus meinem Land, das von ureigenen Verbrechen, die ohne Vergleich sind, Mal um Mal eingeholt und zur Rede gestellt wird, wiederum und rein geschäftsmäßig, wenn auch mit flinker Lippe als Wiedergutmachung deklariert, ein weiteres U-Boot nach Israel geliefert werden soll, dessen Spezialität darin besteht, allesvernichtende Sprengköpfe dorthin lenken zu können, wo die Existenz einer einzigen Atombombe unbewiesen ist, doch als Befürchtung von Beweiskraft sein will, sage ich, was gesagt werden muß.

Warum aber schwieg ich bislang? Weil ich meinte, meine Herkunft, die von nie zu tilgendem Makel behaftet ist, verbiete, diese Tatsache als ausgesprochene Wahrheit dem Land Israel, dem ich verbunden bin und bleiben will, zuzumuten.

Warum sage ich jetzt erst, gealtert und mit letzter Tinte: Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden? Weil gesagt werden muß, was schon morgen zu spät sein könnte; auch weil wir - als Deutsche belastet genug - Zulieferer eines Verbrechens werden könnten, das voraussehbar ist, weshalb unsere Mitschuld durch keine der üblichen Ausreden zu tilgen wäre.

Und zugegeben: ich schweige nicht mehr, weil ich der Heuchelei des Westens überdrüssig bin; zudem ist zu hoffen, es mögen sich viele vom Schweigen befreien, den Verursacher der erkennbaren Gefahr zum Verzicht auf Gewalt auffordern und gleichfalls darauf bestehen, daß eine unbehinderte und permanente Kontrolle des israelischen atomaren Potentials und der iranischen Atomanlagen durch eine internationale Instanz von den Regierungen beider Länder zugelassen wird.

Nur so ist allen, den Israelis und Palästinensern, mehr noch, allen Menschen, die in dieser vom Wahn okkupierten Region dicht bei dicht verfeindet leben und letztlich auch uns zu helfen."
...............................................................

Man beachte den ersten Satz wo das Wort Planspiele steht. Betrafen diese Planspiele einen atomaren Erstschlag, den nun die Böswilligen hier und andernorts Grass unterschieben wollen?
Nein diese Planspiele betrafen einen konventionellen Erstschlag, von den Lügnern und Kriegstreibern des Westens auch als "Präventivschlag" bezeichnet.


W o f ü r ? Weil man im Iran die Entwicklung von Atomwaffen vermutet, was dieser bis heute vehement bestreitet?

W a s sind also die wirklichen Gründe für diese Anti Iran Kampagne für (nach AFG,Irak und Libyen)diesen nun vierten Angriffskrieg in Folge auf ein muslimisches Land, von den US und Israel Neocons schon kurz nach 2001 gefordert und geplant? Ggl. http://www.youtube.com/watch?v=f7NsXFnzJGw

Die wirklichen Gründe der Kriegshetzer können Sie bei den USrael Neocons bei PNAC nachlesen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Project_for...merican_Century

"Mitglieder [Bearbeiten]

Vorsitzender des PNAC war der Publizist William Kristol, Herausgeber des „Weekly Standard” und ehemaliger Herausgeber des Commentary Magazine. Mitglieder waren unter anderem auch Mitglieder der Bush-Regierung:

Dick Cheney, Vizepräsident (2001–2009)
Donald Rumsfeld, Verteidigungsminister (1975-1977, 2001-2006)
Paul Wolfowitz, stellvertretender Verteidigungsminister (2001–2005), Weltbank-Direktor (2005–2007)
Richard Armitage, Vize-Außenminister (2001–2005)
Richard Perle, Präsidentenberater (2001–2003)
John R. Bolton, Botschafter bei den Vereinten Nationen (2005–2006)
Lewis Libby, Stabschef des Vizepräsidenten (2001–2005)
William J. Bennett, Direktor der Drogenaufsichtbehörde (1989–1991)
Zalmay Khalilzad, Botschafter in Afghanistan (2003–2005), im Irak (2005–2007), bei den Vereinten Nationen (2007–2009)

Zu den weiteren Mitglieder gehörten Jeb Bush, der ehemalige Gouverneur von Florida und Bruder des Ex-Präsidenten George W. Bush, der ehemalige CIA-Direktor James Woolsey sowie der Politologe Francis Fukuyama.

Einige der Mitglieder wurden, unter anderem wegen ihrer Befürwortung militärischer Konfliktregulierung, oftmals als „Falken” bezeichnet.

Als Executive Director des PNAC fungierten und mit mehreren Publikationen aufgetretenen Geheimdienst-Experten Gary Schmitt, Eliot A. Cohen, Autor des Buches: Soldier, Statesman and Leadership in Wartime, und Thomas Donnelly, mittlerweile vom Rüstungskonzern Lockheed Martin eingestellt. Zu den Unterzeichnern des Statement of Principles des PNAC gehörte 1997 auch Steve Forbes, Herausgeber des Forbes Magazine."

das vertraten und vertreten diese Herrschaften:


"US-amerikanische Führerschaft ist sowohl gut für die Vereinigten Staaten von Amerika als auch für die ganze Welt.
Eine solche Führerschaft erfordert militärische Stärke, diplomatische Energie und Hingabe an moralische Prinzipien.
Eine multipolare Welt hat den Frieden nicht gesichert, sondern stets zu Kriegen geführt.
Die Regierung der Vereinigten Staaten soll Kapital schlagen aus ihrer technologischen und wirtschaftlichen Überlegenheit, um durch Einsatz aller Mittel - einschließlich militärischer - unangefochtene Überlegenheit zu erreichen."

"Häufig zitiert wird eine Passage des Manifests, auf Seite 51 (63 im PDF) des Dokuments "Rebuilding America´s Defenses" unter dem Kapitel "CREATING TOMORROW’S DOMINANT FORCE". Das Zitat steht im Mittelpunkt einer Diskussion über den Einsatz neuentwickelter Waffen- und Informationstechniken durch das Militär. Das Manifest hält den Übergang zu neuen Waffentechnologien, und damit die Rückkehr der USA zu einer hegemonialen Vormachtstellung für einen langsamen Prozess, es sei denn, ein katalysierendes, katastrophales Ereignis träte ein, wie etwa ein neues Pearl Harbor, dass das Militär zu einer dramatischen Beschleunigung des Ausbaus seiner technologisch-strategischen Kapazitäten veranlassen bzw. eine solche rechtfertigen würde.

“Further, the process of transformation, even if it brings revolutionary change, is likely to be a long one, absent some catastrophic and catalyzing event – like a new Pearl Harbor.”

Von vielen wird diese Stelle als Indiz gewertet, dass Teile der US-Regierung, und insbesondere der Neokonservativen, in unterschiedlichster Form vorab von den 11. September-Anschlägen informiert waren. Darüber hinaus veröffentlichte das PNAC am Vortag der Anschläge auch das Dokument „The Phony Defense Budget War“,[4] in dem das aus Sicht des PNAC viel zu niedrige Verteidigungsbudget kritisiert wurde. Ebenso wurde am 10. September 2001 auch noch das Dokument „Disgrace in Durban“ von PNAC herausgegeben.[5] In Folge der Terroranschläge vom 11. September 2001 wurden später die in den Veröffentlichungen des PNAC geforderten Kriege mit fragwürdigen Begründungen begonnen. Eine von George Herbert Walker Bush begnadigte Figur der Iran-Contra-Affäre, Caspar Weinberger, war auch bis zu seinem Tod ein Mitglied von PNAC. Der Investmentbanker John Lehman ist Mitglied von PNAC, sowie der offiziellen Untersuchungskommission zu den Anschlägen des 11. Septembers gewesen.

Sein berühmtestes Zitat laut NNDB: “Power corrupts. Absolute power is kind of neat. ”[6]

Ein weiteres Zitat aus dem Kapitel "CREATING TOMORROW’S DOMINANT FORCE" aus "Rebuilding America´s Defenses" zeigt die Vorfreude von PNAC auf die Weiterentwicklung biologischer Kriegsführung, damit bestimmte menschliche Genotypen als Ziel ausgewählt werden können, um sie so aus dem "Reich des Terrors" zu holen und zu einem "politisch nützlichen Werkzeug" machen zu können:

"And advanced forms of biological warfare that can “target” specific genotypes may transform biological warfare from the realm of terror to a politically useful tool." -S.60(72 im PDF)"



Der Rest ist nachzulesen in:
http://de.wikipedia.org/wiki/The_New_Pearl_Harbor

Es gibt übrigens zu diesem neuen Pearl Harbour = 9/11 ein äusserst interessantes Buch.



zuletzt bearbeitet 09.04.2012 13:08 | nach oben springen

#4742

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 09.04.2012 13:14
von werner thurner | 3.915 Beiträge | 3915 Punkte


Zitat von: nahal
09.04.2012 12:59 #113747


Sehen Sie, ich mache mir größere Sorgen wegen der Rethorik des Irans (weniger wegen der Rethorik in Richtung Iran). Und nicht nur wegen der Rethorik.



Die Rhetorik des Irans ist ebenso blumig und dumm wie die Kriegsrhetorik Israels.

Bei der des Irans aus offiziellen Munde wird im mainstream oft gelogen und gefälscht.

Was A. kürzlich während des ZDF Interviews sagte war doch eindeutig und richtig, wird aber hier nicht thematisiert, ebenso wie der Text des Grass Gedichts, welcher die Situation völlig richtig beschreibt.

Planspiele Israel und der USA sind aber was völlig Anderes als Rhetorik! Sollte eigentlich eingängig sein!

Und das dümmliche Bush ARgument, wer nicht für uns ist ist gegen uns und unser Feind ist doch wohl das Letzte unter Menschen, die das Wort Differenzierung kennen.

Eines ist klar, ich für meinen Teil mache mich nicht mit 9/11 Tätern, Angriffs-Kriegshetzern und Angriff-Kriegsverbrechern wie den Neocons gemein.



zuletzt bearbeitet 09.04.2012 13:16 | nach oben springen

#4743

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 09.04.2012 13:16
von tbn | 4.131 Beiträge | 4131 Punkte


Zitat von: mbockstette
09.04.2012 12:56 #113745
"Eine glatte Lüge?"

_________________________________________________________________________________________

http://www.youtube.com/watch?v=hSwJ2rjUSdc


_________________________________________________________________________________________
http://www.youtube.com/watch?v=NHtzGpdzod8


nach oben springen

#4744

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 09.04.2012 13:22
von mbockstette | 7.881 Beiträge | 6023 Punkte


Zitat von: werner thurner
09.04.2012 13:14 #113749

Was A. kürzlich während des ZDF Interviews sagte war doch eindeutig und richtig, wird aber hier nicht thematisiert, ebenso wie der Text des Grass Gedichts, welcher die Situation völlig richtig beschreibt.


Der Schriftstellerkollege Rolf Hochhuth (81) griff Grass direkt an: „Du bist geblieben, was Du freiwillig geworden bist: der SS-Mann, der das 60 Jahre verschwiegen hat, aber den Bundeskanzler Kohl anpöbelte, weil der Hand in Hand mit einem amerikanischen Präsidenten einen Soldatenfriedhof besuchte, auf dem auch 40 SS-Gefallene liegen“, schrieb er in einem offenen Brief, den „Münchner Merkur“ und „Die Welt“ am Samstag veröffentlichten.

Hochhuth, der das Drama „Der Stellvertreter“ über den Vatikan in der NS-Zeit verfasst hat, meinte: „Ich (...) schäme mich als Deutscher Deiner anmaßenden Albernheit, den Israelis verbieten zu wollen, ein U-Boot deutscher Produktion zu kaufen, das möglicherweise allein ihrem kleinen Staat die letzte Sicherheit geben kann, von einer engst benachbarten Atommacht buchstäblich über Nacht nicht ausgerottet zu werden!“ Der Iran habe schließlich, den Nazis gleich, dem jüdischen Volk mit Ausrottung gedroht.

Der dänische Schriftsteller Knud Romer stufte das Grass-Gedicht als „Stammtischgerede“ ein. In der Kopenhagener Zeitung „Information“ sagte Romer, Grass mache den Versuch, „Israel für einen bevorstehenden Holocaust mit ihm selbst, den Deutschen und allen anderen als Opfern verantwortlich zu machen“. Er habe in einem „klischeehaften und stereotypen Text“ zum möglichen präventiven israelischen Angriff gegen den Iran die Gedichtform als „rhetorischen Trick“ gewählt, um „die Wirklichkeit so zu ändern, dass sie ihm in den Kram passt“


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#4745

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 09.04.2012 13:46
von werner thurner | 3.915 Beiträge | 3915 Punkte


Zitat von: mbockstette
09.04.2012 13:22 #113751


Der Schriftstellerkollege Rolf Hochhuth (81) griff Grass direkt an...

Hochhuth, der das Drama „Der Stellvertreter“ über den Vatikan in der NS-Zeit verfasst hat, meinte: „Ich (...) schäme mich als Deutscher Deiner anmaßenden Albernheit, ... Der Iran habe schließlich, den Nazis gleich, dem jüdischen Volk mit Ausrottung gedroht.



Sie sollten am Gedicht argumentieren , nicht mit Zitaten!

Was Hochhut betrifft, den ich sehr schätze, so irrt er (und wird der gegenwärtigen Situation nicht gerecht) wenn er behaupet : " Der Iran habe schließlich, den Nazis gleich, dem jüdischen Volk mit Ausrottung gedroht."

Wo und wann hat dies die iranische Regierung (!) getan?


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#4746

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 09.04.2012 14:09
von mbockstette | 7.881 Beiträge | 6023 Punkte


Zitat von: werner thurner
09.04.2012 13:46 #113752


Sie sollten am Gedicht argumentieren , nicht mit Zitaten!

Was Hochhut betrifft, den ich sehr schätze, so irrt er (und wird der gegenwärtigen Situation nicht gerecht) wenn er behaupet : " Der Iran habe schließlich, den Nazis gleich, dem jüdischen Volk mit Ausrottung gedroht."

Wo und wann hat dies die iranische Regierung (!) getan?


"Tod Israel"-Rufe im Parlament

Die größte Zustimmung im Parlament fand der per internationalem Haftbefehl gesuchte General Ahmad Wahidi, der nun neuer Verteidigungsminister ist. Nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses für Wahidi erschollen im Parlament "Tod Israel"-Rufe.
http://www.n-tv.de/politik/Irans-Kabinet...icle489307.html

Ali Khamenei, geitiges Oberhaupt des Iarn:

Er forderte während er bei seiner Rede auf dem Teheraner Al-Quds-Tag 1999:
„Aus islamischen, menschlichen, wirtschaftlichen, sicherheitspolitischen und (allgemein) politischen Gesichtspunkten ist die Gegenwart Israels eine gewaltige Bedrohung gegen die Völker und Staaten der Region. […] Und es gibt nur eine Lösung, das Problem im mittleren Osten zu lösen, nämlich die Zerschlagung und Vernichtung des zionistischen Staates.

Während der Freitagspredigt, am 15. Dezember 2000, übertragen von iranischen Fernsehen, äußerte Chamenei:
Es ist die Position des Iran, als erstes durch den Imam [Chomeini] verkündet und viele Male von den Verantwortlichen wiederholt, dass das Krebsgeschwür, genannt Israel, aus der Region herausgerissen werden muss.“

Am 15. Januar 2001 erklärte Chamenei:
Das Fundament des Islamischen Regimes ist die Gegnerschaft gegen Israel und das beständige Thema des Iran ist die Eliminierung Israels in der Region.


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#4747

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 09.04.2012 14:19
von Landegaard | 16.195 Beiträge | 23806 Punkte


Zitat von: nahal
09.04.2012 12:59 #113747


Sehen Sie, ich mache mir größere Sorgen wegen der Rethorik des Irans (weniger wegen der Rethorik in Richtung Iran). Und nicht nur wegen der Rethorik.

Auch Ihrer Analyse bezüglich des Zeitpunktes teile ich nur in Teilen.
Israel, unter allen Regierungen, hat dieses, seit 1994 gemacht.
Selbsverständlich eskaliert sowohl die Rethorik als auch die tatsächlichen Vorbereitungen synchron mit der Nähe der vermuteten und angenommenen Gefahr. Eine Selbstverständlichkeit.

Perspektivwechsel?
Die internationale Gemeinschaft (hier sowohl "der Westen" getrennt als auch die UN) haben, seit Jahren, eine Perspektive aufgezeigt.

Ihnen und Grass gefällt diese Perspektive nicht?


Ich weiß nicht, was Grass gefällt, ich kann also nur für mich sprechen. Und ich für meinen Teil weiß gerade nicht, von welcher Perspektive Sie sprechen? Anreicherung durch andere? Nun, hat der Iran abgelehnt. Warum so tun, als sei die Perspektive noch eine?

Im übrigen darf Israel natürlich ebenso Gefahren annehmen, wie Grass das kann.



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#4748

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 09.04.2012 14:27
von Landegaard | 16.195 Beiträge | 23806 Punkte


Zitat von: nahal
09.04.2012 12:50 #113744


Genau, Sie kommen sehr nahe dran.

Man kann Solches unter dem Teppich kehren lassen, mit dem Argument, es seien Ergüße eines alten, senilen, von der Realität entwiechenen Möchtegern-Titans abtun.
Man kann es, sowie er selbst das tut, als Ergüße eines Maulhelden abtun.

Sie mögen, aus der emotionellen Distanz (siehe Pkt.1 udn 4.) als unwichtig betrachten.
Andere (ich auch), sehe das aus einer emotionellen Nähe:

1)
Haben wir (Ihre Vorfahren und meine) nicht diesen Fehler begangen? Haben wir nicht die damaligen "Maulhelden" (sei es 1923, sei es "Mein Kampf", sei es ganz klare Parteireden 1935, sei es der 9.11.1938, etc, etc) als nur rethorische Entgleisungen bertachtet?
2)
Egal was Grass gemeint hat, egal wie er sich jetzt, durch "Präzisierungen", herauszureden versucht, es sind die Epigonen des Gedankengutes, die jetzt aus allen Löchern herauskriechen.




1. Da sprechen Sie einen guten Punkt an. Man könnte von Chamberlain lernen, nun konsequent -und zwar deutlich konsequenter als bisher- das A-Bomben-Gebastel des Irans zu unterbinden. Das Problem in der Bewertung Chamberlains ist immer, dass das aus heutiger Sicht sehr leicht ist. Wir wissen, was Hitler tat und müssen nicht mutmaßen, was er wohl tun will. Die Klarheit haben wir beim Iran nicht.

Mir fehlt zur Bewertung dieser Fragestellung jedwede Nüchternheit und ja, auch Grass lässt sich vorwerfen, hierzu nicht beigetragen zu haben. Schlimmer noch, er hat geholfen, das Thema noch besser mit dem Rethorikbaukasten der Rechten allerseits abzufrühstücken. Das ist ärgerlich. Ich sehe nur leider auch kein besonnenes Abwägen der Situation in der israelischen Regierung, eher eine gefährliche Fokussionerung auf die Alternativlosigkeit des Handelns. Der Iran ist da nicht besser.

2. Sehe ich nicht so. Niemand, der nicht schon vorher rumgetönt hat, bereichert auch nur mit einem neuen Argument.



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#4749

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 09.04.2012 14:31
von nahal | 18.907 Beiträge | 21715 Punkte


Zitat von: Landegaard
09.04.2012 14:19 #113754


Und ich für meinen Teil weiß gerade nicht, von welcher Perspektive Sie sprechen? Anreicherung durch andere?


Ich nicht, Sie sprachen von einer neuen Perspektive.
Ich fragte mich und Sie, welche SIE meinten.


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#4750

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 09.04.2012 14:37
von nahal | 18.907 Beiträge | 21715 Punkte


Zitat von: Landegaard
09.04.2012 14:27 #113755


1. Da sprechen Sie einen guten Punkt an. Man könnte von Chamberlain lernen, nun konsequent -und zwar deutlich konsequenter als bisher- das A-Bomben-Gebastel des Irans zu unterbinden. Das Problem in der Bewertung Chamberlains ist immer, dass das aus heutiger Sicht sehr leicht ist. Wir wissen, was Hitler tat und müssen nicht mutmaßen, was er wohl tun will. Die Klarheit haben wir beim Iran nicht.



Es geht nicht um Chamberlain, sondern um die damalige Intelektualität, um die damaligen Medien, um die, die, verständlich, ALLES bereit waren zu tun, um Krieg zu verhindern.
Die wenigen Mahner wurden als Kriegstreiber gebrandmarkt.


Und diese "Klarheit", post factum, möchte ich nicht haben.
Gedenkreden zum Jahrestag befriedigen nicht.


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